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5e - Änderungen/Neue Optionen an/für Ability Score Zuweisung angekündigt

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Rhylthar:

--- Zitat ---Und die schwarze Haut der Drow ist halt eine Bestrafung, ein Zeichen des Abfalls. Das steht halt so erstmal da.
--- Ende Zitat ---
Die Drow selber sehen sich btw. nicht als böse, sondern als Verratene an.

Gunthar:
Böses muss nicht zwingend wirklich Böse sein. Es kann auch zu dem gemacht worden sein. Ausserdem kommt es auf die Sicht an. Ein Ork würde sagen, dass die Menschen böse sind, weil die immer Orks angreifen und töten.

Und noch eine generelle Frage: darf man wegen Black Lives Matter überhaupt noch einen dunkelhäutigen Charakter spielen? Habe eine dunkelhäutige Zwergin auf der Ersatzbank.

La Cipolla:

--- Zitat ---Welches dieser Schlagwörter trifft auf Drow zu? In meinen Augen passt nichts wirklich, es sei denn, man zimmert es sich zurecht.
--- Ende Zitat ---

1. Ich hab jetzt tatsächlich die hypothetischen Werpanther und die Drow zusammengeworfen, das war vielleicht etwas verwirrend. ^^''
2. Ganz ehrlich? Ich denke, wenn die Wörter "Gefährlich", "Heimtückisch" und "Heidnisch" in deinen Augen nicht wirklich passen, dann zimmerst du dir selbst so einiges zurecht. Oder spezifischer: Du fokussierst dich damit wahrscheinlich auf die Komplexitäten, ignorierst aber eine MENGE grundlegender Sachen, die gerade historisch im Mittelpunkt standen, imho immer noch (über-)präsent sind und so oder so immer wieder durch diese Komplexitäten brechen werden. Gerade in einem Spiel wie D&D, das auch in seiner fünften Edition liebend gerne mit Nostalgie spielt. Aber das hatten wir ja oben schon.

Nimm doch bspw. Waterdeep und guck, welche Rolle die Drow da haben. Die "bösen" Fraktionen sind wortwörtlich die Teufelsanbeter, der Betrachter, der böse Magier und ... die Dunkelelfen. Man kann natürlich positiv anbringen, dass sie wahrscheinlich die Fraktion mit der sympathischsten Motivation sind, aber es sind immer noch heimtückische "Ausländer", die die Stadt für ihre Zwecke unterwandern wollen. Ich denke, man muss sich hier nicht viel zurechtbiegen, denn das heimtückische "Andere" ist immer noch die Kernrolle der Drow. Guck dir ihre Attributsboni an. Guck dir ihre Zauber an. Guck dir den Fakt an, dass sie immer noch Probleme haben, sich im Tageslicht zu bewegen. Das spricht alles eine sehr deutliche Sprache ob ihrer Rolle in diesem Spiel, aller Versuche der Komplexität zum Trotz.



--- Zitat von: Gunthar am 28.06.2020 | 11:53 ---Und noch eine generelle Frage: darf man wegen Black Lives Matter überhaupt noch einen dunkelhäutigen Charakter spielen? Habe eine dunkelhäutige Zwergin auf der Ersatzbank.
--- Ende Zitat ---

Erstmal: Ich finde "dürfen" in dem Kontext immer schwierig, das hat was von einer Dog Whistle, als würde dann die Rollenspielpolizei deine Tür eintreten und deine D&D-Bücher zensieren. ;D Es geht weniger um das "Dürfen", denn viel interessanter ist doch die Frage des "Wollen"! :D

Also anders gefragt: Warum WILLST du denn eine schwarze Zwergin spielen?

– Um eine D&D-Kultur zu erkunden, in der viele Leute dunkelhäutig sind? Die meisten BLM-Leute fänden das wahrscheinlich ziemlich cool, gerade wenn du davor etwas recherchierst. Aber das gilt ja generell für D&D-Völker; ich bin immer sehr skeptisch, wenn jemand einen Zwerg spielt, ohne zu wissen, dass viele Zwerge Bier mögen und Bärte haben. ;(
– Für die Ästhetik? Für die Abwechslung, für "mal was anderes"? Hier wird es interessanter! Da könnte Exotik eine Rolle spielen, und da darf man sicher mal reflektieren, was genau einen an dieser Exotik reizt. Imho kann es auch helfen, sich vor Augen zu halten, dass Exotik sehr schnell dazu führen kann, Vorurteile zu verfestigen. (Die stumme muskulöse Schwarze ... Der Mama-Charakter ... Die Schamanin ... Etc.) Aber so prinzipiell dürfte auch das klar gehen, solang man es nicht ... rassistisch macht.
– Einfach nur so? Einfach nur so gibt es nicht! 8D Schließlich WILLST du offensichtlich eine schwarze Zwergin spielen , und für das Wollen gibt es immer einen Grund.
Have fun!

takti der blonde?:

--- Zitat von: Thandbar am 28.06.2020 | 11:41 ---
Diese sozusagen "historisch bedingten/gewachsenen" Elemente in D&D setzen halt heutzutage auch ein bisschen Fingerspitzengefühl voraus und ein klares Bewusstsein der Spieler, dass man hier eben mit Fiktion hantiert, von der man sich hie und da eben auch mal distanzieren können muss, um sie genießen zu können.
--- Ende Zitat ---


Welche historischen Elemente meinst du? Kannst du die belegen, damit ich mir auch einen Eindruck davon verschaffen kann? Ich bin wie oben bereits erwähnt vor allem mit Petersons Darstellung vertraut, die nicht mit Belegen geizt, bin aber auch offen für andere Perspektiven.


--- Zitat ---
Es ist ein ganz anderes Produkt als das, was ich für den heutigen Massengeschmack und -bedarf designen würde, also ein Rollenspiel, das so inklusiv wie möglich ist und so wenig potentielle negative Erlebnisse bei einer möglichst diversen Kundschaft auslösen kann, die sich womöglich weder vertieft mit den Inhalten beschäftigen kann oder will.
--- Ende Zitat ---


Hast du hier zu z.B. Zahlen aus der Spielerschaft? Dann könnten wir ja vielleicht über die nächste Zeit beobachten, ob die neuen Texte tatsächlich zu einer diverseren Spielerschaft führen.

ChaosZ:
Man sollte bedenken, dass die Darstellung der Drow nicht nur rassistische Klischees bedient, sondern auch sexistische Klischees. Drow werden von starken Frauen mit eiserner Hand regiert, die allerdings untereinander zerstritten sind und ihre Häuser auf einander hetzen. Zusätzlich werden die Männer massiv unterdrückt. Dazu dann die schwarze Haut, das geschickte heimliche, heimtückische auf seinen eigenen Vorteil ausseiene Vorgehen gepaart mit dem geringen gesellschaftlichen Zusammenhalt und die generelle Einstellung alle anderen Völker als minderwertig zu sehen, und schon hat man das Schreckgespenstvolk und -gesellschaft des weißen Mannes.

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