Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Combat as Sport vs Combat as War, Ausgabe Juni 2020
Marduk:
--- Zitat von: Rhylthar am 30.06.2020 | 11:34 ---@Marduk:
Wirf einen Blick in den DMG. :)
--- Ende Zitat ---
Ich weiß, aber auch da bin ich nicht 100% glücklich mit
Arldwulf:
Den eigentlichen Unterschied zwischen CaS und CaW sehe ich gar nicht so arg an der Schwierigkeit. Sowohl in CaS als auch CaW kann es faire wie auch unfaire Begegnungen geben.
Aber in CaS gibt es striktere Regeln wie diese Herausforderungen gemeistert werden. Um da eine Sportmetapher zu bemühen: Wenn Viktoria Erlendorf gegen Bayern München antritt ist das nicht fair. Aber es gelten die gleichen Regeln. Die unterlegenen Spieler dürfen nicht um zu gewinnen die Bayernspieler heimlich im Hotel vergiften.
In CaW wäre dies eine völlig legitime Vorgehensweise. Was bedeutet dies auf Rollenspiel bezogen? Systeme unterstützen dann CaW wenn sie unerwartete, nicht vorgesehene Methoden unterstützen. Wenn sie dem Spielleiter und den Spielern viele verschiedene Wege und Möglichkeiten geben um Probleme zu lösen. Den Drachen zu bekämpfen ist dann nur Option A, doch es gibt genug andere Optionen.
Auf D&D 5E bezogen bedeutet dies dann halt: Das Spiel ist viel stärker darauf aus Probleme nach der "vorgesehenen" Core Story abzuarbeiten. Regeloptionen um alternative Herangehensweisen zu unterstützen wurden weitgehend abgebaut anstatt sie auszubauen. Das gilt im kleinen bei der eigentlichen Encountererstellung, aber auch beispielsweise bezüglich improvisierten Aktionen, Ritualsystem, Zusammenarbeit von Monstern und Charakteren oder Einbindung der Umgebung und genauso auch im großen bei der Frage wie Spieler ganze Bereiche der Geschichte anders angehen können.
Das heißt natürlich erst einmal nicht viel. Regeloptionen sind letztlich nur Spielhilfen, sie sollen Spielleitern und Spielern helfen etwas umzusetzen wenn sie in diese Richtung gehen wollen. Aber wer CaW mit der 5E machen will ist trotzdem gut beraten zu überlegen ob er die entfernten Regelelemente wieder einbaut oder sich vorab Alternativen dazu überlegt.
sindar:
Fuer mich ist CaW gleichbedeutend mit Sandbox (oder vielmehr ein Teilbereich davon). Will heissen: Was da ist, ist da und verhaelt sich nach seinen Begriffen normal. Wer das als SL machen will, muss halt sicherstellen, dass die Spieler mindestens so viel wissen wie die in der Spielwelt aufgewachsenen SCs. Unter anderem dann auch, wann (und wie) man einer Begegnung aus dem Weg geht.
Wie ist das eigentlich in Keep on the Borderland gedacht? Um eine Armee anzuheuern, haben Anfaenger-SCs ja wohl lange nicht genug Ressourcen. Sollen die dann einfach kneifen?
Arldwulf:
Der entscheidende Unterschied ist letztlich die Frage wie abgeschlossen die Optionen der Charaktere und Gegner sind. Bei CaS ist im Prinzip von Anfang an bekannt welche Möglichkeiten zu handeln existieren, und es geht darum diese möglichst effektiv zu nutzen. Bei CaW ist dies nicht der Fall, dort geht es eher darum selbst neue Handlungsmöglichkeiten zu schaffen.
Sandboxen können sowohl mit der einen wie auch der anderen Spielweise bespielt werden.
Feuersänger:
--- Zitat von: Talwyn am 30.06.2020 | 11:09 ---Ich finde ja sowieso, dass sich die 5E nur bei oberflächlicher Betrachtung gut für CaW eignet. Ein paar Dinge, die stören sind:
- 8 Stunden Rast --> alle negativen Effekte bis auf Exhaustion sind weg (oder wenigstens fast alle)
- Ab Stufe 6 kippt es langsam in Richtung Superhelden
- Death Saving Throws
- Ability Ökonomie (once per long rest etc)
--- Ende Zitat ---
Isch verschtehe nischt, wie diese Punkte CaW entgegenstehen sollen.
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