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Combat as Sport vs Combat as War, Ausgabe Juni 2020

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Crimson King:

--- Zitat von: Feuersänger am  2.07.2020 | 13:30 ---20mal den selben Angriff spammen stinkt, ja, aber wenn das in D&D auftritt, dann entweder weil der SL die Defensive der Gegner zu hoch geschraubt hat ("Ich muss ja schon ne 18 würfeln nur um zu treffen!" - "Na dann halt dich ran") oder die Gegner lächerliche HP-Fleischberge sind, die es Schnitz für Schnitz abzutragen gilt. Letzteres war ein Problem der 4E; in allen anderen Editionen ist das Schaden/HP-Verhältnis deutlich mehr in Richtung Dämmitsch tariert.

--- Ende Zitat ---

Tatsächlich hat DnD 4 genau dieses Problem nicht bzw. nur dann, wenn die Charaktere nicht ausreichend optimiert sind oder die Encounter suboptimal designed wurden. Zwischen Daily und Encounter Powers passt neben den Standardattacken immer noch eine improvisierte Aktion. Bei mäßig gebauten Charakteren allerdings kann das Spiel in der Tat zäh werden.



--- Zitat von: Alexandro am  2.07.2020 | 13:40 ---Ich würde nichtmal sagen, dass man CaS/CaW am System festmachen kann.

Es gab nachweislich BECMI-D&D-Runden, die nur das Material aus den Boxen genutzt haben (komplett ohne "rulings") und sich eng an die Stufenempfehlungen der Abenteuer gehalten haben, ebenso wie es D&D4-Runden gibt, die eher sandboxiger angelegt sind und Kampfbegegnungen durch eine Kombination von Ritualen und Skill Challenges umgehen.

--- Ende Zitat ---

Systeme unterstützen bestimmte Spielweisen mehr oder weniger. Generell kommt ein hohes Maß an Formalisierung CaS entgegen, weil das Spiel dadurch kalkulierbarer wird. Dementsprechend sind Spiele, die sehr wenig verregeln, besser für CaW geeignet. Aber man kann grundsätzlich mit den meisten Systemen beides spielen.

Arldwulf:

--- Zitat von: Crimson King am  2.07.2020 | 13:43 ---Generell kommt ein hohes Maß an Formalisierung CaS entgegen, weil das Spiel dadurch kalkulierbarer wird.

--- Ende Zitat ---

Mhh - findest du? Eigentlich sehe ich es genau anders herum: Für CaW ist es entscheidend wie der Spielleiter auf die Ideen der Spieler eingeht. Dieses wiederum ist abhängig davon wie sicher er sich über die Auswirkungen sein kann, wie gut er diese einschätzen kann.

Ähnlich sieht es auf Spielerseite aus. Spieler welche nicht sagen können ob ihre tolle Idee eigentlich funktionieren kann werden diese seltener äußern. Gerade für einen eher langfristig planenden Ansatz, bei dem man versucht Probleme vorab zu vereinfachen oder ganz zu umgehen ist es wichtig Dinge einschätzen zu können.

Alexandro:

--- Zitat von: Crimson King am  2.07.2020 | 13:43 ---Systeme unterstützen bestimmte Spielweisen mehr oder weniger. Generell kommt ein hohes Maß an Formalisierung CaS entgegen, weil das Spiel dadurch kalkulierbarer wird. Dementsprechend sind Spiele, die sehr wenig verregeln, besser für CaW geeignet. Aber man kann grundsätzlich mit den meisten Systemen beides spielen.

--- Ende Zitat ---

Sehe ich nicht so. Ohne Formalisierung hängt es eher mit den Rundengewohnheiten zusammen: wenn der SL sich irgendwas zusammenfabuliert, sobald ich etwas mache was von den Regeln nicht abgedeckt ist, dann sind viele Spieler eher vorsichtig damit, waghalsige Stunts zu versuchen. Wenn diese dagegen (wie die "Tricks" bei Savage Worlds) regelseitig formalisiert sind und man nur noch die Beschreibung hinzufügt, dann trauen sich die Spieler eher so etwas zu machen (und das Spiel geht auch flüssiger, weil der SL nicht erstmal darüber nachdenken muss, wie er das jetzt abhandelt).

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat von: Crimson King am  2.07.2020 | 13:43 ---Systeme unterstützen bestimmte Spielweisen mehr oder weniger. Generell kommt ein hohes Maß an Formalisierung CaS entgegen, weil das Spiel dadurch kalkulierbarer wird. Dementsprechend sind Spiele, die sehr wenig verregeln, besser für CaW geeignet. Aber man kann grundsätzlich mit den meisten Systemen beides spielen.
--- Ende Zitat ---
Naja das läuft dann im Endeffekt drauf hinnaus das der SL einfach alles Handewedelt.

Und da hätte DnD 5e wahrscheinlich sogar schon zu viele Regeln ...

Crimson King:

--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am  2.07.2020 | 14:38 ---Naja das läuft dann im Endeffekt drauf hinnaus das der SL einfach alles Handewedelt.

Und da hätte DnD 5e wahrscheinlich sogar schon zu viele Regeln ...

--- Ende Zitat ---

Die Aussage war nicht, dass CaW mit vielen Regeln nicht funktioniert. Ich kenne genügend CaW-Spieler, die das mit Rules Heavy Simulationism-Systemen wie Rolemaster praktizieren. Die Formalisierung sehe ich eher in Encounterisierung mit zur Gruppe passenden Challenge Ratings und Schätzen, täglichen und Encounter-Fähigkeiten, generell Builds und zugehöriger Charakteroptimierung. Das unterstützt alles CaS. Muss man aber nicht alles machen bei D&D 5.

Ich persönlich stehe im Übrigen überhaupt nicht auf CaW, weil ich auf die dort übliche Risikovermeidung durch ausufernde Planung keinen Bock habe, sondern gerne in Medias Res gehe. Ich kann aber den Reiz am anderen Ansatz nachvollziehen.

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