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Combat as Sport vs Combat as War, Ausgabe Juni 2020
Feuersänger:
Ich glaub eher, es ist son bissl der Elefantentest. Man weiß, dass es ein Elefant ist, aber kann schlecht erklären was einen Elefanten ausmacht.
Im Prinzip hat mir Tegres Ansatz da schon ganz gut gefallen: bei CaS verwendet man das, was auf dem Charakterbogen steht; bei CaW verwendet man [auch], was nicht auf dem Charakterbogen steht.
Bei CaS lässt man sein Team und das Gegnerteam auf dem Fußballplatz auflaufen, Anpfiff, der Ball ist rund, das Spiel dauert 90 Minuten.
Bei CaW vielleicht auch, nur dass man _vorher_ dem Gegnerteam Abführmittel in den Frühstückskaffee getan hat und _noch vorher_ seine besten Spieler weggekauft hat, selbst wenn sie in der eigenen Mannschaft nur auf der Bank verschimmeln.
Rhylthar:
--- Zitat von: nobody@home am 29.06.2020 | 16:13 ---Tja...dann mal Butter bei die Fische, was ist der Unterschied denn nun eigentlich?
--- Ende Zitat ---
Mal in Anlehnung an Tegres letztes Zitat:
Ausgangssituation:
Sandbox, Hexcrawl, die Hexes sind ausgearbeitet.
a) CaS: Gehen die SC zu einem Hex, erwarten sie dort (im Kampf) schaffbare Gegner, sogenannte "Encounterisation". Je nach Stufe der Gruppe, sitzt da also entweder ein Drachenjunges oder ein Ancient Red One.
b) CaW: Die Hexes sind fest belegt. SC/Spieler haben die Möglichkeit, Informationen zu den Hexes einzuholen, aber es wird nicht mehr angepasst. Der Ancient Red One ist ein Ancient Red One, egal, ob die Gruppe Stufe 1 oder Stufe 20 hat. Genau wie aus den Bienen keine "Killerbienen XXL" werden, bloß weil die Gruppe für "normale" Bienen eigentlich schon zu stark ist.
nobody@home:
--- Zitat von: Tegres am 29.06.2020 | 16:19 ---http://wanderinggamist.blogspot.com/2012/02/combat-as-war-vs-combat-as-sport.html:
@Mods: Ich glaube, es wird Zeit zum Abtrennen.
--- Ende Zitat ---
Also, wenn ich nach dem Blogpost gehe, dann klingt der Unterschied für mich immer noch stark nach dem zwischen "Laßt mal sehen, was ihr draufhabt!" und "Wir sind hier, um euch so richtig fertigzumachen." :think:
Was dann Combat as War primär zu einem Spielstil für Spieler machen würde, weil die SL ja aus naheliegenden Gründen nicht selber Partei ergreifen und ihrerseits mit allem und scharf gegen die Spielercharaktere zurückschlagen darf, die da feige und hintertückisch, äh, ich meine natürlich clever und geschickt umgekehrt ihre NSC massakrieren -- das ist erstens nicht ihre Aufgabe und zweitens auch keine interessante Herausforderung. Die SL kann also von ihrer Seite des Schirms Combat as War, wenn überhaupt, allenfalls mit stark gebremstem Schaum betreiben.
YY:
--- Zitat von: nobody@home am 29.06.2020 | 17:13 ---Die SL kann also von ihrer Seite des Schirms Combat as War, wenn überhaupt, allenfalls mit stark gebremstem Schaum betreiben.
--- Ende Zitat ---
Wie erwähnt:
Bei CaS darf der SL sich voll ins Zeug legen, weil alles nach dem Anpfiff abschließend verregelt ist.
Die Arena ist "sauber" aufgebaut und alle spielen nach ihren Möglichkeiten.
Bei CaW muss der SL scharf zwischen seiner Schiedsrichter/Erzähler-Funktion und der Verköperung der Gegner trennen - was wissen die wann, welche Mittel haben sie (warum), was sind ihre Ziele und Kompetenzen etc. pp.
Die Gegner tun alles, was sie für angemessen und sinnvoll halten, um zu gewinnen, der SL nicht.
takti der blonde?:
Ein weiterer wichtiger gedanklicher Baustein scheint mir auch die Vorstellung vom "combat as a failure state". Kampf ist nicht sonderlich wünschenswert, wenn Figuren auf 0 HP fallen und danach erstmal eine Woche rasten müssen, um wieder auf Abenteuer auszuziehen (AD&D 1e z.B.). Da funktioniert die 5e natürlich sehr anders.
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