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Combat as Sport vs Combat as War, Ausgabe Juni 2020
nobody@home:
--- Zitat von: Rhylthar am 29.06.2020 | 16:33 ---Mal in Anlehnung an Tegres letztes Zitat:
Ausgangssituation:
Sandbox, Hexcrawl, die Hexes sind ausgearbeitet.
a) CaS: Gehen die SC zu einem Hex, erwarten sie dort (im Kampf) schaffbare Gegner, sogenannte "Encounterisation". Je nach Stufe der Gruppe, sitzt da also entweder ein Drachenjunges oder ein Ancient Red One.
b) CaW: Die Hexes sind fest belegt. SC/Spieler haben die Möglichkeit, Informationen zu den Hexes einzuholen, aber es wird nicht mehr angepasst. Der Ancient Red One ist ein Ancient Red One, egal, ob die Gruppe Stufe 1 oder Stufe 20 hat. Genau wie aus den Bienen keine "Killerbienen XXL" werden, bloß weil die Gruppe für "normale" Bienen eigentlich schon zu stark ist.
--- Ende Zitat ---
Ernsthaft? wtf?
Huh. Da müßte ich ganz ehrlich sagen, daß mir persönlich "automatische Levelanpassung" höchstens mal in Computerspielen untergekommen ist und ich sie da schon nicht gerade für einen großen Wurf gehalten habe. Würde auch irgendwie die SoD sprengen, wenn einem SC auf Stufe elfundzwanzig einfach keine ganz stinknormalen Goblins mehr begegnen könnten, sondern nur noch aufgepumpte Supergoblin-Boßmonster im Dutzendpack -- für so einen Umbruch in der Weltordnung würde ich, bitteschön, allermindestens eine seeeehr gute innerweltliche Erklärung sehen wollen.
nobody@home:
--- Zitat von: hassran am 29.06.2020 | 17:21 ---Ein weiterer wichtiger gedanklicher Baustein scheint mir auch die Vorstellung vom "combat as a failure state". Kampf ist nicht sonderlich wünschenswert, wenn Figuren auf 0 HP fallen und danach erstmal eine Woche rasten müssen, um wieder auf Abenteuer auszuziehen (AD&D 1e z.B.). Da funktioniert die 5e natürlich sehr anders.
--- Ende Zitat ---
Hm. Ich denke, an dem Punkt kommen wir langsam ins Nebenthema "Inwieweit ist Kampf überhaupt interessant?". ;)
Das mag für die Unterteilung in CaS/CaW erst mal nicht besonders relevant erscheinen, kann aber, denke ich, in die entsprechenden Vorlieben hineinspielen -- wenn Kämpfe Spaß machen, dann will ich natürlich eher mehr von ihnen (wahrscheinlich eher CaS), wenn nicht, gehe ich ihnen natürlich so weit wie möglich aus dem Weg (könnte man vermutlich auch als Anlaß für CaS nehmen, um den Kampf wenigstens unterhaltsam zu gestalten, wenn man sich schon da durchquälen muß, paßt aber rein stimmunsgmäßig wohl eher zu CaW).
Rhylthar:
--- Zitat ---Huh. Da müßte ich ganz ehrlich sagen, daß mir persönlich "automatische Levelanpassung" höchstens mal in Computerspielen untergekommen ist und ich sie da schon nicht gerade für einen großen Wurf gehalten habe. Würde auch irgendwie die SoD sprengen, wenn einem SC auf Stufe elfundzwanzig einfach keine ganz stinknormalen Goblins mehr begegnen könnten, sondern nur noch aufgepumpte Supergoblin-Boßmonster im Dutzendpack -- für so einen Umbruch in der Weltordnung würde ich, bitteschön, allermindestens eine seeeehr gute innerweltliche Erklärung sehen wollen.
--- Ende Zitat ---
Man merkt, dass Du sehr lange kein D&D mehr gespielt bzw. Dich mit den Produkten beschäftigt hast. ;)
nobody@home:
--- Zitat von: Rhylthar am 29.06.2020 | 17:27 ---Man merkt, dass Du sehr lange kein D&D mehr gespielt bzw. Dich mit den Produkten beschäftigt hast. ;)
--- Ende Zitat ---
Mag sein. ;) Wenn ich's recht bedenke, gehen solche Spielereien auch schon etwas über das reine Thema Kampf hinaus über in den allgemeinen Weltenbau -- denn ein Setting, das ständig mit immer nur denselben auserwählten Schnarchnasen "mitwachsen" soll, braucht dazu schon irgendwie mehr Erklärung als eins, in dem mir möglicherweise tatsächlich irgendwann mal als abenteuerndem Halbgott allmählich die Herausforderungen ausgehen, weil ich aus ihnen herausgewachsen bin und die Welt aber weitgehend dieselbe geblieben ist wie vor mir auch schon.
Sashael:
Ich störe mich immer wieder an dem "alles total schnuffig auf die Gruppe zugeschnitten", als ob bei CaS nie die Gefahr besteht, dass es einen TPK gibt.
Der für mich wahrnehmbare Unterschied ist halt wirklich die Arenahaftigkeit bei CaS. Die Spieler haben Ressourcen und die auf dem Charakterbogen vorhandenen Ressourcen effektiv einzusetzen, um einen Kampf (fair oder unfair, scheißegal) zu gewinnen, ist die Basisaufgabe in einem Encounter.
Bei CaW sollte die Gruppe dringend vor dem Kampf, den man am besten gleich komplett vermeidet (oh wie spaßig), soviel über Gegner und "Kampfplatz" wie möglich in Erfahrunge bringen und die Umstände zu ihren Gunsten beeinflussen.
Theoretisch.
CaS ist in meiner Erfahrung eher Hardcore-Schach mit potentieller Todesfolge und CaW so ne Art Guerilla-Sim. Ich muss zugeben, dass ich Schach herausfordernder und für D&D geeigneter finde.
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