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Combat as Sport vs Combat as War, Ausgabe Juni 2020
takti der blonde?:
--- Zitat von: Colgrevance am 29.06.2020 | 20:32 ---Pragmatisch gesehen kann ich mit diesem Konzept also als SL verhindern, dass sich meine Spieler in Kampfsituationen unfair behandelt bzw. als Opfer von "Spielleiterwillkür" fühlen.
--- Ende Zitat ---
Pragmatisch bedeutet es für mich einen angenehmen Grad an Immersion und Herausforderung, von beiden Seiten des Schirms aus und nicht nur auf Kämpfe bezogen.
Sphinx:
Ich hab jetzt den ganzen Thread gelesen. So ganz kapier ich es immer noch nicht, zwar von der Beschreibung. Aber wie es am Tisch aussehen soll hab ich weiterhin keine Ahnung. Ich würde CaW gerne mal irgendwie Life sehen oder in nem Let's Play.
Ich entwerfe Kämpfe immer als CaS. Aber was die Spieler machen kann diesen Kampf massiv beeinflussen. Schlägt der Feind Alarm kommen evtl. die 3 Nachbarencounter dazu.
Oder ich hatte den Fall das die Spieler zuvor in eine Burg geschlichen waren, das Essen vergiftet haben -> Einige Feinde weniger und der Rest war erheblich geschwächt.
Wenn die Spieler meinen auf Mount Doom zu klettern werde ich einen Teufel tun und dort einen für Level 3 Charaktere passenden Kampf hinpacken. Da wohnt dann eben der Uralte Drache in seinem Schatzhort.
Wie gesagt das würde ich noch lange nicht als CaW ansehen sondern einfach eine Welt die Plausibel reagiert. Trotzdem ist jeder Kampf wenn er normal abläuft auf die Gruppe abgestimmt und irgendwie zu schaffen. Selbst wenn er doppelt tödlich ist, ist er so weil ich ihn so geplant hab und einen entsprechend schweren Kampf dort wollte.
Und selbst wenn ich es freier gestallte nach dem Motto: Der Böse hat 50 Kämpfer unter sich. Davon braucht er 3 schichten a 10 Mann um seine Burg zu verteidigen. 5 sind Spione und 15 können frei genutzt werden um die umliegenden Dörfer zu Plündern.
Sofern die Spieler nicht mitten in dessen Burg Reiten und dort Alarm auslösen wird doch jeder Teiltrupp irgendwie zu bezwingen sein.
Da kommt man dann wieder dazu das die Spieler auch in der Lage sein müssen, einschätzen wie Stark der Gegner ist. Sie können ja nicht wie in einem Computerspiel erst mal Angreifen um dann nach dem Tot ein Savegame zu laden um gelernt zu haben, OK dafür brauchen wir noch 2 Level mehr.
nobody@home:
--- Zitat von: Sphinx am 29.06.2020 | 21:19 ---Sie können ja nicht wie in einem Computerspiel erst mal Angreifen um dann nach dem Tot ein Savegame zu laden um gelernt zu haben, OK dafür brauchen wir noch 2 Level mehr.
--- Ende Zitat ---
Wart's nur ab. Ich habe so ein bißchen das Gefühl, das kommt früher oder später zu der Definition von CaS noch dazu. ~;D
General Kong:
@ Squinx:
CaW funktioniert meiner Meinung nach "hart" nur auf zweierlei Art:
1) Als Tunierabenteuer, bei dem die Spieler vorgegebene SC bekommen (oder mehr als einen) und dann durch ein Abenteuer gejagt werden, das der Sl mitleidlos ausspielt.
Die Gegner sind, so sie ein wenig Grips haben und man (wie so oft) in deren Zwingburg der Miesheit eindringen muss, mindestens so gerissen wie die Spieler es wären, würden sie ihre Höhle sichern.
Schwachstellen gibt es auch, aber die muss man herausfinden, um irgendwei eine Chance zu haben. Fehler der SC werden rücksichtslos ausgenutzt, die Gegner geben auch Alarm - und dann kommen tasächlich alle oder besetzten die zu besetzenden Stellen und verriegeln die Riegel, die es zu verriegeln gibt.
Da haben die SC dann vielleicht noch eine Chance auf Flucht, Heldentod oder Gefangenschaft und Sklavenarbeit in den Bleiminen.
2) Als Kampagne ist das für mich nur als Sandbox denken, bei der die Spieler/SC tatsächlich sich freie entscheiden können, ob sie in
den Wald ohne Wiederkehr,
die Stadt der Diebe oder
den Forst der Frohlockenden Elfen ziehen wollen.
Das geht nicht, wenn der SL sagt:
"Klar könnt ihr euch frei entscheiden: Entweder ihr geht in die Kavernen von Knusel dem Dracolich und holt das Ei des Unheils ... oder wir sehen uns nächste Woche wieder und Sven kann was machen, denn das ist das Abenteuer, das ich vorbereitet habe und wenn ihr das nicht spielen wollt, dann knatsch ich mindestens einen Monat rum!"
Der Wald ohne Wiederkehr heißt in CaW-Kampagnen nicht nur so, sondern weil die halbe Tafelrunde König Arthurs schon nicht wiederkehrte und Gandalf kann man auch nicht fragen, denn der wurde da drin zu Gandalf dem Grauen (und Inkontinenten).
Gehen unsere 3te-Stufe-Haudraufs trotzdem rein und eben nicht zu den Frohlockenden Elfen, wenn wieder der FKK-Mond antrompetet wird im Nudisten-Wald, dann entgehen sie zwar einem unangenehmen Brennen im Bereich südlich des Bauchnabels, werden aber wahrscheinlich nie wieder gesehen.
Aber sie hatten wirklich die Wahl, Abenteuerköder nicht zu schlucken. Der Wald ist ja auch noch später da, FKK-Mond ist nur einmal alle 84 Jahre (nach Elfenkalender)!
Pyromancer:
Ich finde es schon ein bisschen befremdlich, wenn ein SL einen Kampf plant. Wenn ich vorbereite, dann plane ich keine Kämpfe. Dann entwerfe ich NSCs oder NSC-Gruppen mit Resourcen, Zielen, und, wenn sie gewaltaffin sind, vielleicht auch Taktiken und Standard-Vorgehensweisen. Aber was im Spiel passiert, das passiert in Interaktion mit den Spielern. Kampf ist kein Selbstzweck, und WENN es zum Kampf kommt, dann ist er sehr, sehr selten fair. Weil: Einen fairen Kampf könnte man ja auch verlieren - und wer will das als Spieler schon?
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