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Talislanta

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NurgleHH:

--- Zitat von: sma am 25.08.2021 | 15:13 ---Da ist wirklich neue (6.) Version mit D&D-Regeln gemeint.

--- Ende Zitat ---
Schade, aber anschauen werd ich mir das Regelwerk.

Angalion:
Talislanta war immer mein heimlicher Rollenspielfavorit, auch wenn das Regelwerk eher schwach ist - im Prinzip nutzte Talislanta schon Regeln a la "System Matters" bevor es cool war - was aber eben zu sehr unausgewogenen Spielmechaniken führte. Und ja, die 1. Edition ist überaus unbalanciert, was aber auch den Charme ausmachte: Du kannst einen Eisriesen spielen, dessen Stärke und Konstitution alle anderen in den Schatten stellt, dafür hast Du aber schon in gemäßigten Breitengraden echte Temperaturprobleme. Oder Du spielst einen dekadenten Adeligen, der absolut durchschnittliche Werte hat, aber so viel Startgeld, dass Du Dir eine kleine Söldnerarmee leisten kannst.
Die  Abenteuer waren echt nicht so cool, aber am Ende des Regelbuches gab es viele kleine, coole Abenteuerideen, die man allerdings komplett selber ausarbeiten musste.
Die spielbaren Rassen und die Monster sind aber nach wie vor einzigartig. Ich behaupte auch, dass sowohl Myranor als auch Splittermond bei Talislanta bedient haben - okay... fast alle Rollenspiel lassen sich von anderern inspirieren.
Was das Regelwerk anbelangt ist glaube ich die D20 Version und die 4. ganz gut spielbar. Die 5. Edition kenn ich gar nicht.

Sosthenes:

--- Zitat von: Angalion am 25.08.2021 | 18:29 ---Was das Regelwerk anbelangt ist glaube ich die D20 Version und die 4. ganz gut spielbar. Die 5. Edition kenn ich gar nicht.
--- Ende Zitat ---

Nach der 4ten Edition (dem "Big Blue Book") kamen ein paar Versuche das Talislanta-System generischer zu machen, was ja im relativ schlecht vermarkteten "Omni System" endete. Die 5te Edition war da ein Schritt, wo man versuchte von der althergebrachten Rasse/Klasse/Beruf Kombi abzweichen und ein "richtiges" Charakterbastelsystem hinzuzufügen. Was bei der ganzen Vielfalt alles sehr unübersichtlich macht -- als alter Talislanta-Hase weiß man vielleicht was man basteln könnte, aber als ganz neuer Spieler/Spielleiter? Das Probleme sehe ich übrigens auch als ziemliche harte Mauer für eine D&D 5E Konvertiertung. Extra ausformulierte Zwei-Seiten-Pfade für alle kulturspezifischen Berufe wird man ja nicht machen können, was diese versprochenen "Archetypen" dann sind wird interessant.

Mich reizt's eher weil's wieder etwas mehr Support gibt und man dann vielleicht ein paar 5E Spieler aufs bessere System abwerben kann. Was bei mir entweder die 2te (einfach, vertraut, deutsche Alterversion auffindbar) oder die 4te wäre (ein großes Buch, simples aber universelles Grundsystem). Die dritte war so ein Zwischending, und D20 passte irgendwie gar nicht.

Was die Bilder betrifft, bin ich etwas zweifelnd. Ich habe schlechte Erfahrungen gemacht mit praktisch allen Editionen/Hintergründen wo es gute s/w Illus gab, die farbigen "Upgrades" verloren dann häufig etwas vom Charm, mal davon abgesehen dass man häufig auf zu viele verschiedene Künstler out-sourcen muss, wodurch die Qualität und der Stil zu sehr variiert (Paradebeispiel IKRPG).

Erbschwein:

--- Zitat von: Sosthenes am 25.08.2021 | 23:51 ---Nach der 4ten Edition (dem "Big Blue Book") kamen ein paar Versuche das Talislanta-System generischer zu machen, was ja im relativ schlecht vermarkteten "Omni System" endete. Die 5te Edition war da ein Schritt, wo man versuchte von der althergebrachten Rasse/Klasse/Beruf Kombi abzweichen und ein "richtiges" Charakterbastelsystem hinzuzufügen. Was bei der ganzen Vielfalt alles sehr unübersichtlich macht -- als alter Talislanta-Hase weiß man vielleicht was man basteln könnte, aber als ganz neuer Spieler/Spielleiter? Das Probleme sehe ich übrigens auch als ziemliche harte Mauer für eine D&D 5E Konvertiertung. Extra ausformulierte Zwei-Seiten-Pfade für alle kulturspezifischen Berufe wird man ja nicht machen können, was diese versprochenen "Archetypen" dann sind wird interessant.

Mich reizt's eher weil's wieder etwas mehr Support gibt und man dann vielleicht ein paar 5E Spieler aufs bessere System abwerben kann. Was bei mir entweder die 2te (einfach, vertraut, deutsche Alterversion auffindbar) oder die 4te wäre (ein großes Buch, simples aber universelles Grundsystem). Die dritte war so ein Zwischending, und D20 passte irgendwie gar nicht.

Was die Bilder betrifft, bin ich etwas zweifelnd. Ich habe schlechte Erfahrungen gemacht mit praktisch allen Editionen/Hintergründen wo es gute s/w Illus gab, die farbigen "Upgrades" verloren dann häufig etwas vom Charm, mal davon abgesehen dass man häufig auf zu viele verschiedene Künstler out-sourcen muss, wodurch die Qualität und der Stil zu sehr variiert (Paradebeispiel IKRPG).

--- Ende Zitat ---


...what,
geht es um picture!!!! i´m haven....
I´m death for...   

Achamanian:

--- Zitat von: Sosthenes am 25.08.2021 | 23:51 ---
Was die Bilder betrifft, bin ich etwas zweifelnd. Ich habe schlechte Erfahrungen gemacht mit praktisch allen Editionen/Hintergründen wo es gute s/w Illus gab, die farbigen "Upgrades" verloren dann häufig etwas vom Charm, mal davon abgesehen dass man häufig auf zu viele verschiedene Künstler out-sourcen muss, wodurch die Qualität und der Stil zu sehr variiert (Paradebeispiel IKRPG).

--- Ende Zitat ---

Mir geht's ähnlich, gerade das neue Cover finde ich ziemlich 08/15, und als bekennender Fan von Schwarzweiß-Illus bin ich auch gar nicht so scharf auf den aufgemotzten Farbkram, den man da in der Preview sieht.

Trotzdem bin ich gespannt.

So allgemeine fällt mir zu Talislanta jetzt beim Lesen auf: Ich mag's, aber ein bisschen Enttäuschung darüber schwingt auch mit, dass der Weltentwurf insgesamt doch ein bisschen Substanzlos ist. Bei mir steht das gerade im direkten Vergleich zu Glorantha, mit dem ich mich in den letzten Jahren ein bisschen beschäftigt habe, und bei Glorantha hat man eben Mythologie und Historie und das Gefühl einer lebenden, in sich interagierenden Welt. Wenn ich bei Talislanta über die Seven Kingdoms lese, steht da halt alles reichlich selbstenügsam nebeneinander - hier ein Königreich mit Musen, da eines mit Magokraten, dort eines mit unterirdisch lebenden Gnomen ... so richtig einleuchtend, warum das alles fest umrissene Territorien sein sollen und warum gerade so was wie die Musen überhaupt als eine Art Königreich verfasst sein sollten und nicht einfach in den Wäldern anderer Reiche leben und sich nicht um Politik scheren, wird es da nicht. Das ist halt doch weniger Weltenschöpfung und mehr: "Ich lege mal meine verschienenen schrägen Ideen nebeneinenader ab und zeichne eine Karte dazu."

Andererseits ist es dadurch, dass alles ein bisschen unvermittelt nebeneinander steht, sicher auch ein gutes Stück leichter, in Talislanta reinzukommen, als es auf den ersten Blich erscheint. Klar, es gibt erst mal nicht so viele vertraute Begriffe und Klischees, an die man andocken kann, aber andererseits kann man, wenn man einen Gnom spielen will, relativ isoliert eine kurze Beschreibung des Königreichs der Gnome und die Gnomen-Archetypen lesen, ohne dass einem da viel Kontext von der übrigen Welt fehlt.

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