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Witcher Rollenspiel - Grundmechanismus, Komplexität - Pros and Cons
Quaint:
Ich denke, der konzeptionelle Fehler, der beim offiziellen Rollenspiel gemacht wurde ist der: Es wird halbherzig versucht, ganz besondere und mächtige Charaktere mit ganz gewöhnlichen, alltäglichen auf eine Stufe zu Stellen und sie gemeinsam durchs Abenteuer zu jagen.
Den Quellen gerechter würde es, wenn man halt komplett nur besondere und mächtige Charaktere als SC hätte. Also nicht der Hexer, die Magierin und dazu Schütze Heinz und Händler Erwin, sondern Hexer, Magierin und dazu nen Skelliger Berserker und nen höheren Vampir oder so.
Harry Du Bois:
@ Läuterer
Verstehe deine Gedanken in die Richtung gar nicht.
Punkt 1)
Die Hexerschulen sind sich nicht grün? Seit wann? Ok, auf die Katzenschule blickt man hinab, weil sie sich auch als Auftragsmörder verdingen, aber ich kann mich nicht erinnern von schwelenden Feindschaften (außer einer persönlichen Feindschaft) an irgendeiner Stelle gelesen zu haben.
Punkt 2)
Wenn man mehr als einen Hexer in der Gruppe haben will, ist das doch wohl der Gruppe überlassen. Die Fiktion der Welt beugt es dabei nicht besonders. So selten sie auch sind, auch in den Büchern gibt es noch genug Hexer die sich untereinander kennen und miteinander agieren. Nur weil etwas rar, heißt es ja nicht, es sollte im Spiel nie passieren, weil es statistisch unwahrscheinlich ist. Wir spielen immerhin um Abenteuer zu erleben und nicht Alltagsbeschäftigung in einer fiktiven Welt.
Punkt 3)
Warum sollte der Hexer automatisch Anführer der Gruppe werden? Hängt das nicht vom Abenteuer und den Spielern ab? Der Hexer ist Experte für Monster klar, aber nicht jedes Abenteuer muss eine Monsterjagd sein, das Hexeruniversum bietet genug drumherum, Intrigen, Historie, Krieg, Handelsstreit. So super finde ich den Hexer gar nicht, in der Fiktion der Welt ist ein Hexer immer ein Außenseiter und spielmechanisch erleidet er einen dicken Charismamalus, schon in der Charaktererstellung und weitere Abzüge in den nördlichen Köngireichen und Nilfgaard. Für mich ist der Hexer eher ein Fachidiot, ein Jäger auf Steroiden wenn man so will.
Bei einem Abenteuer um einen Kult wie den der Heiligen Flamme in Novigrad, wäre es z.B. eine ausgemacht dumme Idee, nicht den Priester an die Spitze zu setzen, um den Fallstricken der Hexenjägerei auszuweichen.
Meiner Meinung nach ist die Welt von The Witcher reichhaltig genug, um alles mögliche darin zu erleben. Sie halte ich für den eigentlichen Sellingpoint des Spiels, der sich meines Erachtens nicht auf die Möglichkeit beschränkt einen Hexer zu spielen.
Noir:
--- Zitat von: Harry Du Bois am 22.08.2020 | 10:28 ---
Punkt 2)
Wenn man mehr als einen Hexer in der Gruppe haben will, ist das doch wohl der Gruppe überlassen. Die Fiktion der Welt beugt es dabei nicht besonders. So selten sie auch sind, auch in den Büchern gibt es noch genug Hexer die sich untereinander kennen und miteinander agieren. Nur weil etwas rar, heißt es ja nicht, es sollte im Spiel nie passieren, weil es statistisch unwahrscheinlich ist. Wir spielen immerhin um Abenteuer zu erleben und nicht Alltagsbeschäftigung in einer fiktiven Welt.
--- Ende Zitat ---
Das ist übrigens etwas, was ich zunehmend in Rollenspieler/Spielleiterkreisen wahrnehme - je älter die Personen desto häufiger. Besondere Chataktere werden verpöhnt ... ein guter Dunkelelf? Buh! Gibts doch in Büchern zuhauf! Was? Eine Charakterklasse, die man so gut wie nie in der Welt findet? Und dann gleich 2 davon?! Geht ja gar nicht! Und ich frage mich dann: Warum nicht? Sollte sich die Geschichte nicht um die Charaktere drehen? Ists nich gerade geil, wenn man solche Möglichkeiten hat? Wie reagiert das Setting auf die Konstellationen? 2 oder 3 Witcher in einer Taverne voller Halbstarker Bauern ... der Ausgang dieses Kampfes wäre klar ... aber wäre auch klar, wie die Situation danach ausgeht? Wenn die Wachen kommen? Aber wie geil ists bitte, wenn das Setting irgendwann von dieser legendären Truppe Hexer redet, die gemeinsam durch die Lande zieht.
Ich sage bei sowas inzwischen einfach: Geil! Machen! Wenns in den Vorlagen nicht vorkommt ... na und? Ich spiel ja nicht die Vorlage ... nur in der Welt der Vorlage.
Ludovico:
Und damit ist es raus für mich.
Ich find es unattraktiv, wenn ich eine bestimmte Charakterklasse nehmen muss, um etwas zu bewegen und finde es sehr unbefriedigend, Charaktere zu spielen, die ein Nischendasein Fristen und eher schmückendes Beiwerk sind (was Läuterer quasi beschreibt).
Dafür spiel ich nicht Rollenspiel.
Schade, aber ich denke, ich lasse die Finger davon.
Teylen:
Wobei das Rollenspiel doch gar nicht nahelegt das man nur einen oder keinen Hexer spielen sollte?
Zudem hat man mir es in der Proberunde so erklärt, dass andere Charakterklassen, wie die Leute wo Rüstungen flicken können und Waffen bauen, auch eine Berechtigung haben, weil das System halt in Bezug darauf die Waffen recht schnell platt macht.
Ansonsten sehe ich das wie "Dark Stone Cowboy".
Man spielt bei einem Spiel wie "The Witcher" doch eher die coolen Charaktere. Wo man dann halt mehr Hexer und Magier hat, als es in der Serie mit und um einen Titelheld der Fall ist.
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