Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Humanoide Gegner bei D&D
Arldwulf:
Wenn man andere D&D Editionen mit einbezieht ließe sich natürlich sagen, dass diese dieses Problem unterschiedlich angehen und auch ein unterschiedliches Machtlevel der Spielercharaktere im Vergleich zur Spielwelt abbilden. 5E ist eher der Kategorie "hoher Machtlevel der SC" zuzurechnen, das Verhältnis der SC zu den Gegnern hat sich wieder deutlich zu diesen hin verschoben (wenn auch nicht ganz so weit wie in 3.5)
Wenn man humanoide Gegner mit stark unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad möchte ist man beim Vorgänger sicher besser aufgehoben. Aber auch in der 5E gibt es genug Möglichkeiten das System so anzupassen, dass der Machtanstieg im Vergleich zur Umgebung etwas flacher ist und abwechslungsreiche, sich stärker in ihrer Erfahrung und Herangehensweise unterscheidende Gegner sind halt eine davon.
Der Läuterer:
Wenn es denn bei DnD bleiben soll, sehe ich prinzipiell nur einen Ausweg.
Du reduzierst die zu vergebenen XP und hältst die Gruppe damit länger in den niederen Rängen und deckelst gleichzeitig das max. zu erreichende Level bei 5 oder 6.
Damit schliesst Du aus, dass sich die Schere zw. Normalos und Chars unverhältnismässig weit öffnet.
Mouncy:
Ist eine bezahlte Stadtwache, so wie sie in der Diskussion dargestellt wird, in einer typischen D&D Welt denn überhaupt glaubwürdig? Welchen Schutz sollen solche Opfer denn bieten? In einer Welt voller Sumpftrolle, Drachen und durchgeknallter Nekromanten erwarte ich auch von den Städten entsprechende Schutzmaßnahmen, alles andere ist Bullshit. Von daher kann ich den Bedarf an "Elite Wachen" durchaus verstehen. Die Bezeichnung "Wache" ist vielleicht etwas unglücklich. Was spricht denn gegen einen Tempel mit Paladinen und Priestern mit CR um 5-7 sowie Nahmhaften Priester / Paladin Obermufties Tempelbosse mit einem CR von 8+, die sich dem Schutz einer Stadt verschrieben haben? Was spricht dagegen, dass die örtliche Magiergilde mal einen "Klassenausflug" startet, wenn so eine randalierende murder hobo Gruppe meint in der Innestadt eskalieren zu müssen? Finde ich glaubwürdiger als "die Cops" zu schicken.
Maarzan:
--- Zitat von: Mouncy am 15.10.2020 | 14:32 ---Ist eine bezahlte Stadtwache, so wie sie in der Diskussion dargestellt wird, in einer typischen D&D Welt denn überhaupt glaubwürdig? Welchen Schutz sollen solche Opfer denn bieten? In einer Welt voller Sumpftrolle, Drachen und durchgeknallter Nekromanten erwarte ich auch von den Städten entsprechende Schutzmaßnahmen, alles andere ist Bullshit. Von daher kann ich den Bedarf an "Elite Wachen" durchaus verstehen. Die Bezeichnung "Wache" ist vielleicht etwas unglücklich. Was spricht denn gegen einen Tempel mit Paladinen und Priestern mit CR um 5-7 sowie Nahmhaften Priester / Paladin Obermufties Tempelbosse mit einem CR von 8+, die sich dem Schutz einer Stadt verschrieben haben? Was spricht dagegen, dass die örtliche Magiergilde mal einen "Klassenausflug" startet, wenn so eine randalierende murder hobo Gruppe meint in der Innestadt eskalieren zu müssen? Finde ich glaubwürdiger als "die Cops" zu schicken.
--- Ende Zitat ---
Die Mittel sind halt begrenzt und bei der allgemeinen Bedrohungslage nicht jede einzelne Situation ein "all-in" rechtfertigend - insbesondere, wenn man dann andere Fronten vernachlässigen muss.
Am Ende ist es eine Wirtschafts/Politik-Frage.
Wer kann, wird sich entsprechend aufstellen, die meisten werden nicht alle Sorgen abdecken können und werden Prioritäten setzen müssen. Und bei weitem nicht alle Sorgen verlangen ständig nach highlevels.
Scurlock:
--- Zitat von: JohnLackland am 15.10.2020 | 12:24 ---Ich Antworte mal... auf Fragen die an mich persönlich gerichtet sind und gehe mal in den Rechtfertigkeitsmodus.
--- Ende Zitat ---
Eine Rechtfertigung erwartet hier niemand von Dir.
--- Zitat ---Ihr nehmt viele Dinge an, ohne zu Wissen was ich wie bespiele und warum. Vielleicht nicht gleich ins Blaue schießen mit gut gemeinten Tipps:
--- Ende Zitat ---
So weit ins Blaue sind die Tipps ja nicht, wie sich aus Deinen Antworten ablesen lässt.
--- Zitat ---Sie können ihren Spaß haben, aber ich als SL will auch meinen Spaß haben und ne Storyline und Kampagne bespielen. Das erfordert das es weltliche Grenzen gibt in der Spielwelt. Ich steh nicht auf Monsterklatschen wie es gang und gebe ist bei den meisten D&D Welten. Ich leite gerne Spiele wo es um Humanoide Interaktionen geht und Probleme wie wir sie aus der Realität kennen, Intrigen, Drama usw. Gerne schnappe ich mir reale historische Konflikte und bastle sie in das Rollenspielsetting. Das lässt sich gut mit D&D und jeden anderen Regelwerk abbilden. Ich finde D&D aktuell dafür am eingängigsten, weil es einfach zugänglich ist und nicht alles klein, klein regelt und es durchaus Episch werden kann.
--- Ende Zitat ---
Und hier ist eben der Denkfehler. Für die Abbildung von historischen Konflikten mit einem Realismusanspruch ist ein Vanilla-D&D einfach denkbar ungeeignet. Die Regeln sind eingängig und einfach zugänglich, aber am Ende auf episches Spiel ausgerichtet. Heisst ja nicht umsonst Dungeons & Dragons. Dafür gibt es mittlerweile genügend D&D-Derivate, die sich eher in der Verregelung von bodenständigeren Welten versuchen.
Dein Ansatz hingegen erzeugt eine Diskrepanz innerhalb der Spielwelt, wie ich Arldwulf bereits erläutert habe, über den Deine Spieler über kurz oder lang stolpern werden. Wie gesagt, ich spreche da aus eigener Erfahrung.
--- Zitat ---Ich werfe das niemanden vor, ich reagiere aber auf nen Thread wo ich das Gefühl habe, das habe ich nicht gefragt und ich werde hier in eine Ecke gestellt, wo ich mir denke. Why?
--- Ende Zitat ---
Wenn ich auf meine Eingangsfrage zunächst einmal mehrmals die Antwort bekomme, dass mein Vorhaben vielleicht keine so gute Idee sei, würde ich mein Vorhaben dann auch mal hinterfragen. Oder hier nachfragen, warum man das für so eine schlechte Idee hält.
Mit in die Ecke stellen hat das hier nichts zu tun...
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