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D&Ds Alignment ist Scheiße. Ich zeig euch, wie man das richtig macht.

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ChaosZ:

--- Zitat von: nobody@home am 26.10.2020 | 12:14 ---Na ja, "Mord" ist natürlich das Töten einer anderen Person (wobei das auch schon wieder Auslegungssache sein kann -- wer zählt und wer nicht?) aus den "falschen" Gründen, d.h., solchen, die die eigene Gesellschaft nicht akzeptiert. Deswegen zählt das Töten feindlicher Soldaten im Gefecht praktisch nirgendwo als solcher, während das Töten genau derselben Soldaten, wenn man sie erst mal gefangengenommen hat, meist schon deutlich skeptischer gesehen wird.

--- Ende Zitat ---

Das eine ist eine Art Notwehrsituation, dass andere ist ein Kriegsverbrechen.

Wehrlose umbringen ist nun einmal Mord.

Tudor the Traveller:
Ich würde gerne die beiden Diskussionsebenen 1) Alignments sind prinzipiell abzulehnen und 2) Alignments sind funkional problematisch trennen. Das Thema ist eigentlich mit 2 gestartet, aber es wird nur noch 1 diskutiert... Finde ich reichlich unzweckmäßig.

Crimson King:

--- Zitat von: Tudor the Traveller am 26.10.2020 | 12:36 ---Ich würde gerne die beiden Diskussionsebenen 1) Alignments sind prinzipiell abzulehnen und 2) Alignments sind funkional problematisch trennen. Das Thema ist eigentlich mit 2 gestartet, aber es wird nur noch 1 diskutiert... Finde ich reichlich unzweckmäßig.

--- Ende Zitat ---

Ich habe den Wunsch den zuständigen Moderatoren gemeldet. Das kannst du aber grundsätzlich auch selber machen. :)

Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: ChaosZ am 26.10.2020 | 12:28 ---Das eine ist eine Art Notwehrsituation,

--- Ende Zitat ---
ggf nur auf höherer Ebene, ich hätte keine Probleme Feinde d.h. Kombatanten  in einem Konflikt beim Essen mit Steilfeuer T.O.T. zu unterbrechen, wenn Gefangennehmen o.ä. nicht praktikabel wäre und d.h. ich müsste davon ausgehen meine Seite würde das wahrscheinlich ohne Verluste hinkriegen.

Vorraussetzung wäre, ich würde "meine" Seite als legitim betrachten, d.h. Gewalt müsste ethisch legitim sein.

Wehrlos heisst nicht automatisch hors de combat, Nichtkombatant.

ErikErikson:

--- Zitat von: nobody@home am 26.10.2020 | 12:07 ---Ach. Tun wir das wirklich...oder lügen wir uns mit dem Aufstellen genau dieser Behauptung nicht einfach nur kräftig in die eigene Tasche? :think:

Soll heißen: Es ist eine Sache, sich in einem Konflikt zwischen zwei oder mehr Seiten für die zu entscheiden, die einem persönlich am sympathischsten ist, und dann mit der mitzufiebern. So weit, so normal. Aber wenn Moral irgendetwas außerhalb meines eigenen Kopfes bedeuten soll, dann darf diese Sympathie alleine noch nicht reichen, um meiner Lieblingsseite gleich auch noch den Titel der moralisch überlegenen Partei zuzuschieben; da muß definitiv noch was dazukommen. Und an dem Punkt hakt's dann ironischerweise oft gerade bei den "Abenteurern" in genau den Systemen, die sich am verzweifeltsten an Gut/Böse-Schemata klammern, nämlich D&D und Konsorten; einfach nur auszuziehen, um alles zu erschlagen, was einem zu häßlich vorkommt, und dann dessen Schätze an sich zu raffen, steht nämlich dummerweise zunächst einmal nach jedem mir bekannten gängigen Moralmaßstab schon mit mindestens einem Bein selbst im "Bösen". (Tatsächlich würde ich, wenn ich spekulieren müßte, vermuten, daß sich die Gut/Böse-Maschen genau deswegen dort so hartnäckig hält; sie gibt halt so ein wunderschönes Feigenblättchen fürs eigene sonst bei Licht betrachtet recht zweifelhafte Verhalten ab.)

Der Witz daran? Persönlich komme ich mit reiner Sympathie schon wunderbar aus -- ich scheine einfach diesen merkwürdigen Drang nicht zu haben, daraus gleich auch einen allgemeingültigen Moralanspruch ableiten und "meine" Seite zusätzlich noch zu "Den Offiziell Guten mit Brief und Stempel (TM)!!!" verklären zu wollen. Damit entfällt natürlich auch gleich der Löwenanteil der Motivation dafür, die Gegenseite als "die garantiert Bösen" abzustempeln...

--- Ende Zitat ---

ich denke auch da läuft es drauf raus. Moral ist immer subjektiv. Dieses konzept einer objektiv guten/bösen Seite dient IMO einfach dazu, sein Mörderhobotum zu rechtfertigen. Denn man könnte problemlos sagen: "Das Kroppzeug wird jetzt gemetzelt, weils Bock macht!" Das ist den Leuten aber zu offensichtlich moralisch fragwürdig, dewegen wird das gesinnungssystem drumrumgebastelt.

Ich finde, wenn man sich das schon anhört, wird das offensichtlich. Die leute schauen auf die gesinnung bei den Monstern, und wenn da steht "böse", dann darf man die niedernmetzeln. Wenn da "gut" steht, anscheinend nicht. Das könnten sie auch problemlos selber entscheiden, aber irgendwie fühlt sich besser an, wenns einem gesagt wird.

Das ist im grunde das Äquivalent zu den automatisch feindlich gesinnten gegnern in Computerspielen. Die metzelt man nieder ohne zu Hinterfragen. und dann bekommt man den einen Quest, wo man sich überlegen muss, ob man jetzt das Dorf mit der Seuche rettet oder niederbrennt. Aha, denkt sich der Spieler, jetzt soll ich ne moralische Entscheidung treffen. Und wenn es dann wieder weitergeht, wird der Schalter im Kopf umgelegt, und man ist wieder im Metzelmodus.

Der Mensch braucht einfach jemand extern, der ihm sagt, wer böse ist, und den man fertigmachen darf.

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