Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
D&Ds Alignment ist Scheiße. Ich zeig euch, wie man das richtig macht.
Isegrim:
Gerade das Anknüpfen an reale moralische Vorstellungen ist es mE, was das Konzept "Gesinnung" interessant macht. Klar triggert es deshalb (auch recht hitzige) Debatten, aber ohne das werden Gesinnungskonzepte für mich arbiträr, und damit ziemlich langweilig. Dabei muss ich sagen, dass ich keine festen Gesinnungen wie bei D&D brauche, und sie eigentlich als einengend empfinde. Aber grundsätzlich kann Fantasy (RPG) meinethalben gerne eine gut-böse-Achse haben.
Dabei hat dieser Gegensatz "Gut vs Böse" (oder auch "lawful vs chaotic") natürlich eine gesellschaftliche Dimension: Bin ich gut, werde ich idR & soweit es geht anstreben, die Gesellschaft "gut" (bzw in diesem Sinne besser) zu machen. "Böse" werde ich (eben aus moralischen Gründen) ablehnen. Das ist also die Grundlage für Konlikte. Nicht nur zwischen den Mitspielern, sondern auch in der Spielwelt... ;)
Das sehe ich bspw bei den von 1of3 vorgestellten Gesinnungen nicht. Die kommen mir eher vor wie SR-Totems. Eine nette Sache für den Charakter, aber keine Quelle für größere soziale Konflikte, von epischen Auseinandersetzungen ganz zu schweigen. Wenn ich mich für eine entscheide, definiere ich damit nur das Verhalten meines SC, aber nicht wirklich, wie die Umwelt und meine Mitmenschenkreaturen sehe. Macht es natürlich einfacher, nimmt dem ganzen mE aber auch an Bedeutung.
Gunthar:
--- Zitat von: 1of3 am 25.10.2020 | 10:37 ---Ein Thema weiter wird gerade mal wieder diskutiert, was Alignments jetzt eigentlich sind und bedeuten sollen und wer das entscheidet. Hier erkennen wir eine ganz einfache Wahrheit über Spiele: Wenn unendliche Mengen an virtueller Tinte über die Interpretation einer Regel vergossen werden, dann war die Regel wohl scheiße. Ein anderer heißer Kandidat sind hypothetische Beobachter bei Magus.
Warum sind D&Ds Alignments also so scheiße unklar? Erstens:
- Die Namen der Alignments sind sind fette Begriffe unter denen sich jeder vorstellen kann, was beliebt. Insbesondere sollte nie ein Alignment gut oder böse heißen.
- Zweitens sind die Beschreibungen Schwafeltexte. Wer auch immer den Wortlaut von Lawful einer beliebigen D&D-Edition aus dem Gedächtnis zitieren kann, kriegt Pull-Optionen auf eine Waschmaschine. Das wäre nämlich für eine Regel, die vor allem Aushandlung am Spieltisch erfordert, dringend geboten.
Kann man das besser machen? Ja, kann man. D&D4 hat das zum Beispiel mit seinen Götterbeschreibungen getan. Da gibt es für jeden Gott drei Gebote. Diese sind allgemeine, aber interpretierbare Anweisungen. Die Idee ist nicht direkt von D&D, sondern kopiert ziemlich exakt das Konzept von Nobilis.
Interpretierbar bedeutet insbesondere, dass sich die Vorschriften innerhalb eines Alignments widersprechen können. Das ist so bei moralischen Konzepten und dann wägt man ab. Ebenso kann man sich über die Bedeutung der verwendeten Begriffe streiten. Zu all dem muss man aber eben erstmal Vorschriften haben und keinen Schwafeltext.
Und wenn ihr noch eine weitere Variante braucht, hab ich euch 6 fantasytaugliche Alignments geschrieben, die diese Kriterien erfüllen und - ich widerhole - niemals gut oder böse heißen.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Shield
Everyone has their strength.
The strong must protect the weak.
If the monsters are too powerful, their rampage must be mitigated.
Spear
Aspire excellence in all things.
Help others do likewise.
There is no excuse to stay weak.
Book
Laws should be codified, known and respected
The words of legitimate leaders are akin to law.
Charity is dubious and prone to corruption.
Chalice
Sharing is the highest virtue.
Prefer consensus over vote; everyone must be heard.
Tyranny must be resisted in all forms.
Sword
The laws of men are fallible, justice is eternal.
Justice commands that debts be paid.
Let no criminal escape.
Cap
Do no harm, lest you will be harmed.
Feel free to help that along, if fate needs a hand.
Traditions should be tested.
--- Ende Zitat ---
Interessant. Das PC-Spiel Solasta greift dieses Konzept ein Stück weit auf. Je nach Alignment kann man bestimmte Prinzipien auswählen.
Ainor:
--- Zitat von: Viral am 26.10.2020 | 19:22 ---https://youtu.be/fcbazH6aE2g
.... passt irgendwie;)
--- Ende Zitat ---
Das fällt vermutlich noch unter Chaotisch Neutral :D
Mouncy:
Ich finde Alignments sind scheiße, weil ich die wertvolle Spielzeit lieber in Rollenspiel investiere, anstatt mit meinen Freunden und Mitspielern über alberne, abstrakte Konzepte zu diskutieren, die im Spiel so selten einen Mehrwert liefern, dass man sie auch gleich hätte weglassen können. Gehören sie zu D&D? Ja schon irgendwie, aber im Grunde genommen eigentlich ja nur, weil ein paar Boomer mit durch nostalgie verzerrter Wahrnehmung sich nicht davon lösen können. *mice drop* 8)
Erbschwein:
Hallo, nicht unbedingt auf D&D bezogen...
nur Alignment sind cool. Ich gehe eine Einstellung nach. Nur warum gibt es ein Phantom-Paladin für Rolemaster.
Der darf auch Meucheln, nur von wem er den Auftrag bekommt ist eine Frage.
Das man sich nicht immer Richtig verhält, ist das Verhalten eines Menschen der soll glauben das man wenn man immer alles richtig macht sein Seelenheil bekommt.
Zweifel, nagen und Antworten. Doch die Bestätigung, dann beim Ableben???
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