Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
D&Ds Alignment ist Scheiße. Ich zeig euch, wie man das richtig macht.
nobody@home:
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 26.10.2020 | 20:34 ---Das ist der Punkt, an dem ich langsam verzweifle. Wenn wir über ein absolutes Konzept reden, darfst du nicht ständig Relationen suchen. Entweder absolut oder relativ. Beides geht nicht. In einem absoluten System gibt es eben keine moralische Überlegenheit einer Seite. Die kommt aus der relativen Moral, wo "gut" eben gleichgesetzt mit "richtig" ist. Relativ, weil von zwei Handlungen jene überlegen ist, die moralisch irgendwie höherwertig ist. Absolut betrachtet gibt es dann aber dieses "höher" gar nicht. Deshalb wollen im D&D Alignmentsystem die Bösen auch nicht gut sein,denn sie betrachten die böse Seite als die richtige.
In der Ethik ist gut gleichgesetzt mit "für den Mensch oder die Gesellschaft erstrebenswert". Diese relative oder wertende Betrachtung macht im D&D Alignmentsystem aber keinen Sinn, weil die Prämisse schon nicht stimmt.
--- Ende Zitat ---
Mit anderen Worten, "gut" zu sein ist in D&D gar nicht wirklich besser als "böse" und beides sind nur Mannschaftsuniformen. Dann kann ich diese vorbelasteten Begriffe aber wirklich endgültig in die Tonne treten, denn genau dieses Werturteil sollen sie ja in der richtigen Welt eigentlich ausdrücken und damit stiften sie im Spiel nur unnötige Verwirrung.
Was mich zum Fadenthema zurückbringt: auch, wenn ich Gesinnungen nicht zwangsläufig für nötig halte, gibt es sicher Settings, in denen die Existenz kosmischer "Camps" und potentiell an die Zugehörigkeit zu ihnen gekoppelter diverser Effekte absolut Sinn ergeben können...aber das geht aus meiner Sicht nur genau so lange gut, wie man eben nicht versucht, mit der Brechstange auch gleich noch moralische Aspekte mit hineinzupacken und damit bestimmte Fraktionen gleich von Anfang an vorzuverurteilen. Mit anderen Worten, genau die bloße Existenz der Gut/Böse-Achse als solcher ist der Hauptfehler am klassischen (A)D&D-Ansatz.
ErikErikson:
--- Zitat von: nobody@home am 26.10.2020 | 21:15 ---Mit anderen Worten, "gut" zu sein ist in D&D gar nicht wirklich besser als "böse" und beides sind nur Mannschaftsuniformen. Dann kann ich diese vorbelasteten Begriffe aber wirklich endgültig in die Tonne treten, denn genau dieses Werturteil sollen sie ja in der richtigen Welt eigentlich ausdrücken und damit stiften sie im Spiel nur unnötige Verwirrung.
Was mich zum Fadenthema zurückbringt: auch, wenn ich Gesinnungen nicht zwangsläufig für nötig halte, gibt es sicher Settings, in denen die Existenz kosmischer "Camps" und potentiell an die Zugehörigkeit zu ihnen gekoppelter diverser Effekte absolut Sinn ergeben können...aber das geht aus meiner Sicht nur genau so lange gut, wie man eben nicht versucht, mit der Brechstange auch gleich noch moralische Aspekte mit hineinzupacken und damit bestimmte Fraktionen gleich von Anfang an vorzuverurteilen. Mit anderen Worten, genau die bloße Existenz der Gut/Böse-Achse als solcher ist der Hauptfehler am klassischen (A)D&D-Ansatz.
--- Ende Zitat ---
Dem würde ich zustimmen. Wenn man die Achse Gut/Böse als reines team A und team B versteht, dann bitte anders. So wie es jetzt ist, hat man die verknüpfung zu moral und verhalten, und da ist es schon arge gehirnakrobatik, sich jedesmal klarzumachen, das hier keine moralische Wertung mitspielen soll. Wäre z.B. nicht schlecht, wenn man die Achse einfach lässt, und alles auf lawful/chaotic runterbricht. verleirt man IMo nix.
Crimson King:
--- Zitat von: nobody@home am 26.10.2020 | 21:15 ---Mit anderen Worten, "gut" zu sein ist in D&D gar nicht wirklich besser als "böse" und beides sind nur Mannschaftsuniformen.
--- Ende Zitat ---
Es würde sich um unterschiedliche Prinzipien handeln, die im DnD-Kontext aber keine moralische Wertung beinhalten. Da spielen dann nicht rot gegen blau, sondern das Gleiches Recht für alle-Team gegen FC Faustrecht etc. Da ginge es definitiv um mehr als Mannschaftsbekleidung.
Worin ich mit dir übereinstimme: ich würde die Begriffe gut und böse dafür vermeiden und andere verwenden. Im Allgemeinen wird mit gut und böse nun mal eine moralische Wertung verbunden. Ein Recht, Andersdenkende auf Sicht abzumurken, ergibt sich daraus für mich auch nicht.
Tudor the Traveller:
Ich habe irgendwie kein Problem mit dem Abstraktionsschritt, aber eine Alternative, mit der ich klar käme, wäre vielleicht benevolent / malevolent.
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: Crimson King am 26.10.2020 | 21:47 ---Ein Recht, Andersdenkende auf Sicht abzumurken, ergibt sich daraus für mich auch nicht.
--- Ende Zitat ---
Ja, wollte ich auch noch sagen. Ich gehöre nicht zu der Fraktion, die bei nem positiven detect evil gleich Feuer frei gibt.
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