Autor Thema: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?  (Gelesen 1137 mal)

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Offline Arkam

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Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« am: 14.11.2020 | 15:42 »
Hallo zusammen,

wie sehen eure Erfahrungen mit Technik am Spieltisch aus?

In meiner Runde kommt immer mehr Technik an den Spieltisch. Das die meisten Spieler mit Laptop oder Tablet am Tiosch sitzen ist bei uns inzwischen Standard.
Bei Pathfinder und Shadowrun verwalten einzelne Mitspieler ihren Charakter per Heroquest. Das führt immer Mal wieder zum Fluchen über Updates und Programmfehler aber auch zu Bediendiskussionen.Das ist manchmal nervig. Umgekehrt ist die Verwaltung von Gewgenständen wohl eine Ecke einfacher. Ich nutze Heroquest nicht selbst und bin da nur stiller Beobachter.
Was ich aber gerne mache ist meinen Charakterbogen auch per Textverarbeitung und PDF Import zu führen. Der größte Vorteil ist das man den Charakter, per Cloud, eigentlich immer greifbar hat. Wenn man selbst nicht schludert auch in aktueller Fassung und so organisiert das man alles wesentliche parat hat.

Was für den Charakter gilt gilt natürlich auch für Regelwerke und Abenteuer für den Spielleiter. Gerade bei Systemen die stark mit Hausregeln erweitert wurden, bei mir etwa Paranoia ist das sehr praktisch. Aber auch bei teilweise unstrukturierten Regelbüchern, wie etwa Frostzone, ist das PDF mit Suchfunktion eine Menge wert.
Aber auch das selbstgeschriebene Abenteuer immer dabei zu haben und sich darauf vorbereiten zu können oder auf Fehlersuche gehen zu können ist eine Menge wert.

Versuche Handouts auf dem Fernsehen zu zeigen konnten mich bisher noch nicht so richtig überzeugen. Das liegt aber sicherlich auch daran das die Bedienung der Technik am Anfang noch unvertraut ist und Zeit und Aufmerksamkeit fordert. Zudem ist die Sitzordnung da manchmal auch ein Hinderniss.
In unser Pathfinderrunde ist die Karte des Dungeons etwa auf dem Bildschirm zu sehen sobald sie erkundet ist und die schwarze Ebene darüber durchscheinen gestellt wird.

Gruß Jochen

Offline Selis

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #1 am: 14.11.2020 | 15:44 »
Wir nutzen Laptops oder Tablets. Das ist ganz normal.
Ich habe normalerweise alles in der Cloud liegen, was ich fürs Spiel brauche und kaum noch toten Baum am Tisch.

Manche nutzen auch das Handy zum würfeln oder wenn man gerade mal nicht dran ist und es sich ein wenig zieht.
Das sehen wir ganz unverkrampft und funktioniert auch.

Offline JS

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #2 am: 14.11.2020 | 15:48 »
Papier ist für mich am Spieltisch ein Relikt von Vorgestern, aber bei uns handhabt das jede/r so, wie gewünscht.
Wer gern sagt, was er denkt, sollte vorher etwas gedacht haben.
Der zivilisierte, aufgeklärte Mensch im frühen 21. Jh.: https://youtu.be/Fp9J3lUbtXQ?t=166
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Offline Selis

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #3 am: 14.11.2020 | 15:57 »
Mir persönlich ist es eigentlich wumpe, ob man rein analog spielt oder technisches Gerät hat.

Was mir persönlich mehr gegen den Strich geht, wenn man mir vorschreiben will, was ich zu nutzen habe oder gar auf die dämliche Idee kommt, Handys einzukassieren. Das ist mir zwar noch nie passiert, wird vermutlich weniger heiß gegessen, als gekocht aber es würde dafür sorgen, das ich umdrehe und heim gehe.

Und wenn ich während des Spiels zum Handy greife, dann ist mir langweilig aber ich will den Rest nicht stören.

Offline Hotzenplot

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #4 am: 14.11.2020 | 16:10 »
Grundsätzlich ist mir Technik am Spieltisch inzwischen egal. Damals, als wir in der Jugend noch bei Kerzenlicht stimmungsvolles Metzeldungeon-DSA mit möglichst viel Gore gespielt haben, wäre jeder mit einem Gerät am Tisch aus dem Raum geprügelt worden.  >;D

Wirklich etwas störend empfinde ich an technischen Geräten höchstens deren sprichwörtliche Sperrigkeit. Mit Laptop und Zusatzmonitor(en) ist die Sicht auf die Gruppe nicht mehr ideal und es kommt einem vor, als würde auch ein aufgeklappter Laptop vor den SpielerInnen irgendwie eine Kommunikationsbarriere sein.
ehrenamtlicher Dienstleistungsrollenspieler

Mein größenwahnsinniges Projekt - Eine DSA-Großkampagne mit einem Haufen alter Abenteuer bis zur Borbaradkampagne:
http://www.tanelorn.net/index.php?topic=91369.msg1896523#msg1896523

Ich habe die G7 in 10 Stunden geleitet! Ich habe Zeugen dafür!

Offline General Kong

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #5 am: 14.11.2020 | 16:50 »
Alles analog - Würfel, Papier, Stifte, Minis, Bodenpläne. Im Winter würde ich auch noch ein Feuer im Wohnzimmer machen für Wärme und Licht, aber wegen des Holzfußbodens guckt der Hauswirt dann streng.

Dazu benutze ich deshalb den Strom aus der Steckdose und die Gasheizung.

Ich mag Musik (so die einschlägigen Rollenspielhintergrundmusik), die ich natürlich - Achtung, Kinder, nun nicht hyperventilieren! - auf einem CD-Spieler abspiele ("CD", das sind so kleine, silberne Mini-Frisbees - fragt mal euren Opa).

Am Tisch gibt es Spieler, die manchmal auf ihr Schmart schauen - aber nur um zu gucken, wie die Fußballergebnisse sind (spielen meist sonntags - also vor der Seuche).

Würfeln auf dem Handy, Laptop als SL-Schirm, Charakterbogen auf dem Tablet? - FLUCH! KETZEREI!

Selbst bei Genres, die das als "Stimmungsunterstützung" hergeben (SciFi, Cyberpunk et al). würde ich das ablehnen. Bin allerdinsg auch nicht dafür bei Cthulhu mit Taschenlampen herumzuleuchten oder bei Fantasy mit Kerzen herumzutropfen.

Ich schnall ja auch bei Deadlands Reloaded nicht den Revolver um! (Also seit dem dummen Unfall jedenfalls nicht mehr  ...)
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Offline Odium

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #6 am: 14.11.2020 | 17:50 »
Ziemlich klassisch, mit Büchern, Charakterbögen, Würfeln, Püppies.
Einige meiner Spieler haben sich jetzt auch die D&D Zauberkarten besorgt für bessere Übersicht.

Als SL habe ich meistens noch ein Tablet hinterm Schirm. Spieler kucken meistens Zauber u.ä. übers Handy, geht meistens schneller als das ganze im Buch nachzuschlagen.
Laptops möchte ich am Spieltisch eher nicht sehen. Zu groß, zu sperrig, zu sehr im Weg. Beim SL vielleicht noch, aber sonst bitte nicht.

Nur was Würfel angeht lasse ich nicht mit mir reden, das hat mit echten Würfeln stattzufinden!

Meinen Spielern die Telefone abnehmen?! Und wenn sie nicht richtig gesteigert haben schicke ich sie ohne Abendessen ins Bett? :-P

Ob Fluch oder Segen? Beides. Wie überall anders auch ist es bei manchen leider schwierig, ihre Aufmerksamkeit zu halten, aber das hatten wir früher auch schon mit Leuten die dann Regelbücher gelesen haben während des Spiels.
Wenn das System ein Wiki, App, etc. hat, definitiv ein Segen um schnell mal was nachzusehen ohne großes Geblättere.
Technik ist ein ein nützliches Werkzeug das nicht verdrängen sollte, warum man sich trifft :-)
« Letzte Änderung: 14.11.2020 | 17:57 von Odium »
Odiums Regel #1 zur Lösung von Problemen beim Rollenspiel: Redet miteinander!

Offline Flamebeard

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #7 am: 14.11.2020 | 18:10 »
Mir ist eigentlich egal, was die Spieler am Tisch präferieren. Digital ist mittlerweile angekommen, die Spieler haben bei mir auf dem NAS ein eigenes Laufwerk, auf dem sie ihr Zeug verwalten können und wohin ihr Schieber wichtige Datenpakete senden kann. (Also wenn wir wieder Shadowrun spielen - momentan spielen wir eine überdrehte Masters of Umdarr-Runde, um uns abzulenken)

Das Einzige, was ich als SL nicht leiden kann, ist daddeln an Handy oder Tablet sowie texten mit Leuten, die nicht am Tisch sitzen. Absprachen über Telegram - fein, passt.
 Aber mal eben 30 Minuten ausklinken, um den nächsten Tag zu verplanen: Leute, macht das bitte wann anders. (Wichtige Sachen dürfen natürlich immer - ich habe 2 Leute in der Runde, die sich um ihre Eltern/Großeltern kümmern. Wenn da was kommt: Keine Sorge, das regeln wir.) Ich bemühe mich immer, jeden Spieler regelmäßig anzuspielen. (Habe mir dafür extra Turn-Cards laminiert. Klappt ganz gut.) Wenn ich dann aber zu hören bekomme "Warte noch eben, ich muss in (hier bitte Tablet-Spiel der Woche einfügen) noch eben den Angriff zu Ende regeln.", dann bekomme ich 'nen Hals...
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Offline YY

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #8 am: 14.11.2020 | 18:20 »
Alles analog - Würfel, Papier, Stifte, Minis, Bodenpläne.

Bei mir auch.
Mir geht der allermeiste Elekrospielkram in Sachen Bedienung dermaßen gegen den Strich, dass ich sowieso kein Smartphone, Tablet u.Ä. habe.


Ich habe freilich nichts dagegen, wenn Spieler ihre Charaktere, Regelwerke, Würfel oder sonstwas digital abhandeln wollen, aber mit Datenübertragung zum SL u.Ä. ist dann halt nichts.

"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
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Offline ArneBab

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #9 am: 14.11.2020 | 19:09 »
Am Spieltisch ist alles analog, höchstens ein mp3-Player für Musik-Untermalung der SL.

Handies u.ä. sollten in der Tasche bleiben, unregelmäßiges Draufschauen reißt nämlich alle anderen mit raus. Wer sich langweilt, sollte darauf dringen, eingebunden zu werden, oder sich einzudenken, nicht stumm aussteigen. Wenn es wirklich nichts spannendes gibt, geht halt mit dem Handy aus dem Raum — dann seid ihr nicht nur vom Kopf her weg.

In den aktuellen Onlinespielen ertappe ich mich selbst manchmal dabei, „kurz was zu schauen“. Finde ich dann Mist, weil ich jedesmal einen Teil des Spiels verpasse und das Gefühl habe, dass ich dabei das Spiel der anderen nicht würdige, deswegen versuche ich mich da mehr zusammenzureißen.
1w6 – Ein-Würfel-System — konkret und direkt, einfach saubere Regeln.
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Offline Dr. Evil

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #10 am: 14.11.2020 | 19:23 »
In den letzten Jahren hat auch die Elektronik Einzug gehalten. Was mit Musik über MP3-Player anfing, kommt nunmehr mittels Bluetooth, Tablet und Cloud aus dem Äther. Ansonsten haben mittlerweile einig ihr Tablet dabei, welches neben dem jeweils passenden GRW auch alle Zusatzbände und tausende Notizen zu Errata enthalten. Habe ich bei meinen Spielern kein Problem mit.

Mir ist Papier immer noch am liebsten. Hat für mich einfach den größten Charme, insbesondere wenn ich mir Kaffee-, Pizza- oder sonstige Flecken auf einem Charakterbogen anschaue, den ich über Monate gehegt und gepflegt habe oder mich durch Aufzeichnungen wühle, die ich schnell mit Kugelschreiber korrigiere (und dann noch die alte Fassung entziffern kann).

Lässt sich wohl insgesamt nicht aufhalten, war bei uns noch kein Streitthema und jeder bekommt seine Vorlieben zugestanden.
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Offline Gunthar

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #11 am: 14.11.2020 | 19:55 »
In unserer Offline-D&D-Gruppe benutzt der DM und ich ein Tablett. Der DM für seine Notizen, Kampfverwaltung, Slideshows usw. Ich benutze es für die Story hier im Tanelorn und zur Verwaltung der Schatzliste. Die übrigen Gruppen sind alle online.

Offline Irian

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #12 am: 14.11.2020 | 20:06 »
Bei mir kommt es stark drauf an. Bei Fantasy bevorzuge ich wenig Technik (z.B. nur das SL-Handy um dezent die Musik steuern zu können), dafür Kerzen und Deko, während bei SciFi und Co auch problemlos mal ein Laptop kommt und ich auch den Beamer nutzen kann, der da eh hängt - wobei ich das früher öfter getan hab, heutzutage nehme ich mehr das Gamerboard und weniger den Beamer für Karten & Co. Online würde ich wohl noch mehr Technik auffahren, aber da bin ich noch am vorbereiten meines Setups.
Hinweis: Wenn ich schreibe "X ist toll" oder "Y ist Mist", dann ist das meine persönliche Meinung und beinhaltet keinerlei Aufforderung, X zu kaufen oder Y zu boykottieren. Im Zweifelsfall denkt euch einfach vor jeden Satz "Meiner Meinung nach..." dazu. Und nur weil ihr X für schlecht und Y für toll findet, bedeutet das nicht, dass wir uns nun hassen müssen. Jedem das seine. Ansonsten stehe ich für Duell-Forderungen (oder auch "drüber reden") jederzeit per PM zur Verfügung.

Offline GazerPress

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #13 am: 14.11.2020 | 20:10 »
Klassisch analog mit klackernden Würfeln, fuzzelnden Radierern und kratzenden Bleistiften.

Offline Althalus

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #14 am: 14.11.2020 | 20:18 »
Ich hab ne Weile mit PDFs am Tablet gewerkelt, aber schon allein, dass das Ding entweder ständig dunkel wird oder ein Kabel braucht, nervt mich. Dazu bin ich mit Blättern im Buch deutlich schneller als mit PDF (tippen am Tablet ist vielleicht für dünne Spinnenfinger toll, aber nicht für mich und bis ich das Lesezeichen gefunden hab, bin ich Buch schon da). Lesen kann ich am Bildschirm sowieso nicht richtig.

Oder aber alles online und damit komplett digital. Mischen mag ich nicht.
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Online schneeland

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #15 am: 14.11.2020 | 20:36 »
Ich hab's eine Weile mit Tablet am Spieltisch probiert. Wenn jeder eins hat, ist's vermutlich ok - wenn man das Regelbuch rumreicht, funktioniert's schlechter als mit der Papierversion.
Insofern: am Spieltisch Digitales bevorzugt nur für die Musik (und für die Pause), ansonsten analog. Analog würfeln ist sowieso schön - das mache ich auch bei Onlinespielen gern.

Zum Lesen benutze ich fast nur noch das Tablet - ist insofern also keine generelle Aversion (ganz im Gegenteil).

Für Onlinerunden darf's gern digitaler sein, aber da bin ich dann ja auch eh am Computer.
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Offline flaschengeist

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #16 am: 16.11.2020 | 18:48 »
Vor Corona in der Hauptrunde keine Elektronik am Spieltisch (außer Smartphones, wo mancher Regeln nachguckt) sondern Würfel, Charakterbögen, Bleistift & Radiergummi sowie eine Battlemap als Tischtuch und handbemalte Minis (zur Not auch Figure Flats), wenn es zum Kampf kommt.
Ich mag sowohl die ästhetische Qualität echter Minis, als auch Charakterbögen, denen man ihr Alter ansieht.

@General Kong
Dein humorvoller Stil hat mich hier schon oft schmunzeln lassen, bitte weiter so  :d
Ich spiele, also bin ich ;).

Offline tartex

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #17 am: 16.11.2020 | 18:56 »
Als Spielleiter benutze ich Laptop für Volltextsuche und Zugriff auf die Bibliothek.

Als Spieler halte ich mich möglichst von ablenkenden Bildschirmen fern.

(Okay, bei D&D5 in den letzten eineinhalb Jahre habe ich den Charakterbogen während des Spiels doch in D&D Beyond verwaltet.)
« Letzte Änderung: 16.11.2020 | 18:57 von tartex »
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Offline Shin Chan

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #18 am: 16.11.2020 | 20:28 »
Ich bin gernerell ein echter Geek und liebe alles an technischen Gimmicks, beim Rollenspielen geht mir das aber nur auf die Nerven.
Viele schauen aufs Handy, Surfen nebenbei oder simsen etc.

Ich finde das, wie beim Essen, absolut respektlos und daher lehne ich jegliche Technik am Spieltisch ab.

Aus den gleichen Gründen hat sich unsere Roll20 Runde aufgelöst, da hat einfach niemand mehr so recht konzentriert mitgemacht. Stunden der Vorbereitung für so wenig echte Interesse.. da kann ich auch mit meiner Frau über das von Hand gewachste Auto reden.

Offline Selis

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #19 am: 16.11.2020 | 21:09 »
Ich frage mich ja eher, wenn die Spieler sich am Tisch so intensiv mit ihrem Handy beschäftigen, wessen Schuld das ist, die vom Handy oder dem Spielleiter...... :think:
auch nicht anders, als wenn andere Leute am Tisch malen, stricken, lesen oder einpennen.
« Letzte Änderung: 16.11.2020 | 21:12 von Lord Selis »

Offline ArneBab

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #20 am: 16.11.2020 | 21:14 »
Ich frage mich ja eher, wenn die Spieler sich am Tisch so intensiv mit ihrem Handy beschäftigen, wessen Schuld das ist, die vom Handy oder dem Spielleiter...... :think:
Nachdem ich mal in der Bahn gesehen habe, wie schnell eine begeisterte Unterhaltung unter Freundinnen zusammenbrach, als eine ihr Handy rausholte, habe ich dazu eine klare Meinung.

Spannend war, dass als ich sie darauf hingewiesen habe, erst die eine ihr Handy weggesteckt und fast im gleichen Moment eine zweite ihr Handy rausgeholt hat — das aber merkte und es doch wieder eingepackt hat. Erstmal waren dann alle stumm. Dann habe ich ein paar Fragen in die Stille gestellt und nach 5 Minuten haben sie sich wieder begeistert unterhalten (und mich wieder ignoriert :-) ).

Handies geben Leuten dass Gefühl, eigentlich gar nicht weg zu sein, verzögern aber ihre Reaktionen so stark, dass Gespräche ausgebremst werden. Es ist keine echte Live-Interaktion mehr, gibt den anderen aber auch nicht den Freiraum, ohne die ausgestiegene Person zu agieren.
« Letzte Änderung: 16.11.2020 | 21:17 von ArneBab »
1w6 – Ein-Würfel-System — konkret und direkt, einfach saubere Regeln.
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Offline WulfBorzagh

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #21 am: 16.11.2020 | 21:31 »
Siehe Gorillageneral. Alles soweit analog als Spieler.
Mit dem "Aufs Handy schauen" nimmt das bei uns auch keine Überhand ausser dem Nachschauen von Fussballergebnissen und ggf. ein oder zwei Nachrichten an die bessere Hälfte, falls noch was geklärt werden muss. (Nein Schatz, der große Alte ist nicht der Opa und als ich von Tributen für Tempus sprach hab ich deine DVDs nicht mitgenommen...)

Wir werden ja alle nicht jünger und -entgegen der landläufigen Meinung aud en 80gern und 90gern-  wir haben Beziehungen mit anderen Menschen.
 
Die goldene Ausnahme bildet mein Job als Reichsspielführer, da hab ich mein Handy immer Parat, dennd arauf befinden sich Regelwerke, nützlich Apps und Tools die mir das Blättern erleichtern und eben auf die Schnelle nen Schatz generieren können oder einen bestimmten Zauber als tödlicher anzeigen, als dass ich ihn in Erinnerung habe (Soso...der Delayed Fireball macht nun doch 4W6 mehr Schaden als gedacht....)


Wulfi früher auch mit Kerzen im Keller gesessen habend...für die Stimmung und dem Co2 gehalt in der Luft
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Offline tartex

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #22 am: 16.11.2020 | 21:42 »
Ich frage mich ja eher, wenn die Spieler sich am Tisch so intensiv mit ihrem Handy beschäftigen, wessen Schuld das ist, die vom Handy oder dem Spielleiter...... :think:

Wenn ich persönlich der Spieler mit Handy bin, empfinde ich es als meine Schuld. Denn das "schnell mal was nachschauen", endet bei mir öfters ganz woanders und das weiß ich. Also vermeide ich das Handy während des Spielens.

Als Spielleiter bin ich sowieso immer so gefordert, dass ich nicht mal Zeit für ein Getränk neben dem Spiel finde. Deshalb kann ich auch nicht abgelenkt werden.
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Offline Grummelstein

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Re: Elektronik am Spieltisch - Fluch oder Segen?
« Antwort #23 am: 16.11.2020 | 21:43 »
Nachdem ich mal in der Bahn gesehen habe, wie schnell eine begeisterte Unterhaltung unter Freundinnen zusammenbrach, als eine ihr Handy rausholte, habe ich dazu eine klare Meinung.

Spannend war, dass als ich sie darauf hingewiesen habe, erst die eine ihr Handy weggesteckt und fast im gleichen Moment eine zweite ihr Handy rausgeholt hat — das aber merkte und es doch wieder eingepackt hat. Erstmal waren dann alle stumm. Dann habe ich ein paar Fragen in die Stille gestellt und nach 5 Minuten haben sie sich wieder begeistert unterhalten (und mich wieder ignoriert :-) ).
...
;D

...
Handies geben Leuten dass Gefühl, eigentlich gar nicht weg zu sein, verzögern aber ihre Reaktionen so stark, dass Gespräche ausgebremst werden. Es ist keine echte Live-Interaktion mehr, gibt den anderen aber auch nicht den Freiraum, ohne die ausgestiegene Person zu agieren.
Ja, das kann sehr schnell passieren. Ich persönlich habe aber kein Problem damit, entsprechende Personen & Spielfiguren einfach zu ignorieren.

Zur eigentlichen Frage:
Am analogen Spieltisch möglichst alles analog.
Tablet oder Telefon als zusätzliches GRW ist Ok. Als SL sind auch digitale Notizen Ok.
Digitale Würfel wohl nur als allerletzte Notlösung. Glaube ich. Das Problem hatten wir bisher nicht.
Etwas Musik kann ganz nett sein.
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Aber ein Mensch kann niemals ein Tier werden.
Er stürzt am Tier vorüber in einen Abgrund."