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Wie lange dauert eure Vorbereitung?

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sindar:
Ich kann das für mich nur sehr schlecht einschätzen. Sein Setting (und das gespielte Regelwerk) gut zu kennen ist effektiv auch Vorbereitung. Ich kann nur leiten, wenn ich zumindest im Setting sehr sicher bin. Dann habe ich festgestellt, daß eine Sitzung, auf die ich mich akribisch vorbereite, meistens mies wird, dann bin ich nämlich unflexibel. Wenn ich andererseits nur mit guter Settingkenntnis und ansonsten einem grob skizzierten Ausgangsszenario in die Sitzung gehe, bin ich sehr viel flexibler und kann mich auch mal von den Spielern leiten lassen beziehungsweise Bälle von den Spielern aufnehmen und zurückspielen. Ich muß dazu sagen, daß ich glaube, recht gut im Improvisieren zu sein - wenn ich mich im Setting auskenne, heißt das.

gilborn:
Ich habe 1h genommen, wobei es mal deutlich mehr, manchmal auch gegen 1min geht  ~;D

Sphinx:
Ich will nicht ausschließen das es jemand gibt der wirklich 0 Improvisieren kann. Denke aber im großen und ganzen ist das etwas das man trainieren kann. Ich hab eine weile die Lasy DM Methode benutzt und wirklich strickt die 10 Min. Vorbereitung angewendet. Ich war richtig gut im Improvisieren geworden. Jetzt nach einigen Jahren fertige Abenteuer leiten bin ich wieder total eingerostet. Dazu kommt noch das mit 1 kleinkind + demnächst einem zweiten einfach wenig Resourcen übrig sind. Da fällt es mir schon schwer einfachste Sachen zu improvisieren (Was ist in der Kiste?....ääääh nutzloser Kram).

Ich glaub wenn man zu viel Zeit rein investiert, muss man sich selbst mal aus der Komfortzone raus zwingen. Mein Plan ist, sobald ich nach der Baby Phase wieder anfangen werde zu leiten. Ein einfaches System mit viel Imprivisieren zu wählen. Ich weiß das ich ein paar Wochen brauchen werde, in denen es erst mal holpert bis ich wieder im improv flow bin. Da sind meine Spieler zum Glück sehr verständnisvoll.

Apropos Spieler: Ich denke bei einem Improv lästigeren Spiel sind auch die Spieler gefragt. Die müssen auch mitziehen die Welt zu gestalten. Warum muss der Spielleiter die random Taverne beschreiben, kann auch ein Spieler übernehmen. Nur das müssen die auch vorher wissen das sie mehr bringen müssen als zu konsumieren :)

Megan:
Unterschiedlich:

Aktuell für unser lockeres HeXXen-Montagabendgezocke
- unter einer halbe Stunde insgesamt für die Sitzung, weil ich mir (zumindest nehme ich es mir immer vor) höchstens das (Kauf-)Abenteuer durchlese und die Encounter anschaue. Da ich selbst quasi null Eigenes in diese Runde einflicke, ist mein Aufwand wirklich minimal.

Ich leite seit 26 Jahren und das ist das erste Mal, dass ich es so mache.  ;D Ist irgendwie befreiend.

Für Kampagnenrunden mit selbstgeschriebenem Meta- und Charakterplot
- etwa 2 bis 3 Stunden pro Runde, also etwa 1h pro Spielstunde.

Für Oneshots, z.B. auf dem Großen oder in ähnlichem Rahmen
- ich schätze, 20 bis 30 Stunden insgesamt, also etwa 4-5h pro Spielstunde. Die Vorbereitung verläuft dann halt über Monate.
Was ich nicht eingerechnet habe ist die Beschäftigung mit dem Thema an sich: Wenn es ein nicht zu spezielles Szenario/Setting ist, höre ich mir z.B. häufig noch ein paar Hörbücher zum Thema an.
Dann liegt da immer mein Notizbuch parat, wo ich schnell Gedanken/Ideen notiere, die mir zwischendurch kommen.
Diese Runden sind natürlich extrem audwändig, aber es zahlt sich auch aus. Da gibt es eine eigene Playlist, ein Kernthema, Charakterplot, Bildmaterial, und das Ganze muss halt gut in den zeitlichen Rahmen eingepasst werden, damit man es auch durchbekommt.

Luxferre:
Ich arbeite kontinuierlich und halbwegs regelmäßig an meinem eigenen Setting.
Da kommen sehr schnell 5+ Stunden pro geleiteter Stunde Rollenspiel zusammen.
Wir spielen einerseits selten, andererseits leiten wir abwechselnd.
Somit komme ich auf viel (!) mehr Zeit pro geleiteter Stunde. Sehr viel.

Warum? Gute Frage.
Ist das auch Barbiespiel?
Und zählt Karten zeichnen dazu?
Dann wirds nochmals deutlich mehr.
Weltkarte, Startkontinent, Spielregion, Kampfschauplätze ... da kommt einiges zusammen.

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