Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Für welchen Spielstil ist DnD 5E geeignet?
Raven Nash:
Mal ganz ehrlich: Warum würde man Fantasy-Abenteuer ohne Kämpfe spielen wollen?
Sword & Sorcery ist mittlerweile zwar ein eigenes Subgenre, aber eigentlich der Ursprung all dessen, was wir heute haben. Da sind ja die Kernelemente deutlich benannt.
Was interessieren mich als Spieler die Steuereinnahmen von XY - damit beschäftige ich mich vielleicht im Realleben schon, weil ich im Controlling bin.
"Abenteuer" bedeutet halt auch immer "Gefahr". Wenn ich mich mit Rucksack und Zelt in die kanadische Wildnis begebe, besteht auch immer die Gefahr einen Bären zu verärgern, weshalb sich das Mitführen einer Schusswaffe empfiehlt.
Tue ich das in einer Welt mit deutlich höherem Anteil an feindlicher Umwelt, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Kampf auch wesentlich höher. Sieht man sich die typische Fantasy-Welt an, sind die Chancen für eine friedliche Reise von A nach B eher gering. Und sobald es in irgendwelche Hotspots (Dungeons) geht...
Ich gebe ja zu, dass ich als Spieler auch überhaupt kein Interesse an "Alltagsszenen" habe - hat was von Reality-TV, und das kann ich auch nicht ab.
Megavolt:
--- Zitat von: Raven Nash am 28.05.2021 | 08:46 ---Mal ganz ehrlich: Warum würde man Fantasy-Abenteuer ohne Kämpfe spielen wollen?
--- Ende Zitat ---
Konflikte und Auseinandersetzungen gehören zu Abenteuern dazu, klar. Es müsste mMn aber nicht zwangsweise dauernd ein mathematisch-stochastisches Lebenspunkte-Runtergenickel sein, und das ist schon sehr DnD, sag ich jetzt mal so.
Raven Nash:
--- Zitat ---Es müsste mMn aber nicht zwangsweise dauernd ein mathematisch-stochastisches Lebenspunkte-Runtergenickel sein, und das ist schon sehr DnD, sag ich jetzt mal so.
--- Ende Zitat ---
Ich kenne jetzt kein RPG-System, in dem das anders wäre. Egal, wie es genau genannt und geregelt ist - im Prinzip rechnet man einen abstrakten Lebenswert aus, denn irgendwie muss man halt festlegen, wann jemand stirbt.
Und DSA ist da mit Sicherheit kein Positivbeispiel. ;)
Arldwulf:
Kämpfe gehören natürlich zu D&D immer dazu.
Aber das allein sagt noch relativ wenig darüber aus welche anderen Spielweisen mit konkreten Regelmechaniken unterstützt werden. Und dort baut D&D 5E natürlich einiges ab, geht stärker den Weg viele Dinge entweder eher zu handwedeln oder nur in Grundzügen festzulegen welche abseits der Kämpfe so geschehen. Man braucht nicht drum rum zu reden - es ist für Spieler welche abseits der Core - Story spielen ein Rückschritt. Ähnlich sieht es bei der Flexibilität des Ressourcenmanagements aus. Natürlich wird ein System welches Klassen untereinander über eine bestimmte Anzahl Kämpfe auszubalancieren versucht immer auch Spielrunden stärker auf eine solche Anzahl hin drängen als eines in dem das Ressourcenmanagement ausgeglichener ist.
Aber hier sollte man das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Auch ohne Regelhilfen und auch mit einem nicht ganz optimalem Ressourcenmanagement lassen sich Abenteuer abseits der "so ist es gedacht, mach halt X Kämpfe pro Tag" Route spielen. Rollenspiel ist letztlich immer frei und man kann die Frage oben "für was ist es geeignet" auch nach dem Motto: "Man kann alles damit machen, konkrete Regelunterstützung gibt es für XYZ" beantworten.
Kaskantor:
Oder die Kämpfe sind ausreichend tödlich, dann überlegen sich Spieler auch gerne Alternativen... ~;D
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