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Die Notwendigkeit des Nahkampfes (Fantasy Gun Control)
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: General Kong am 1.11.2021 | 17:08 ---Lange Rede, gar kein Sinn: Für den Krieg sind Musketen klasse. Für den Einzelkampf Mann-gegen-Ork gut für den ersten Puff (auf nahe Entfernung)! Dann war es das mit Schießen.
--- Ende Zitat ---
Darauf will ich ja im Prinzip hinaus: Das Setting soll keinen Bogen drum machen, weil Musketen etc. angeblich das Ende des Fantasy-Genres bedeuten. Auf der anderen Seite sollen sie im Setting dann aber auch bitte eine angemessene Rolle spielen.
Bei Pathfinder z.B. (weil das erwähnt wurde) sind die soweit generft, dass sie eben keine Rolle spielen. Sie sind auch im Setting nicht wirklich integriert, sondern als optionale Nische dran geklatscht. Im Grundregelwerk tauchen die dann auch gar nicht auf...
Bei den anderen genannten Beispielen (Danke für das Schlagwort Flintlock Fantasy! - das war mir nicht geläufig) scheint es mir, soweit ich es überflogen habe, dass es auch wieder eine bestimmte Spielart Fantasy ist, ähnlich Urban Fantasy. Ziemlich menschenzentriert und Fokus auf gesellschaftlichen Themen, keine High (EDO) Fantasy. Quasi Sword and Sorcery in der Geschmacksrichtung als Gun and Sorcery. Ich vermute, das hängt damit zusammen, dass man einige klassische Fantasy-Archetypen nicht gut damit vereint bekommt. Während Zwerge mit Musketen irgendwie gut passen, wären Wald-Elfen mit Musketen halt irgendwie meh. Siehe dazu auch Warhammer.
Trotzdem vielen Dank für die Beispiele!
Doc-Byte:
--- Zitat von: General Kong am 1.11.2021 | 17:08 ---Wann sieht man in den Verfilmungen der Musketiere die Typen, deren Einheitsbezeichnung nach der von ihnen benutzen Schusswaffe gewählt wurde, überhaupt mal schießen?
Und wenn, dann meist mit Pistolen.
--- Ende Zitat ---
Okay, wieder nur Pistolen... https://www.youtube.com/watch?v=3WwPkzEG9gk Aber hey, immerhin. ~;D
YY:
--- Zitat von: General Kong am 1.11.2021 | 17:08 ---Wann sieht man in den Verfilmungen der Musketiere die Typen, deren Einheitsbezeichnung nach der von ihnen benutzen Schusswaffe gewählt wurde, überhaupt mal schießen?
Und wenn, dann meist mit Pistolen.
--- Ende Zitat ---
Das ist ja i.d.R. auch deren Privatvergnügen, da schleift man nicht die sackschwere Dienstwaffe rum ;D
Aber das ist eben plausibel, wenn man sich anschaut, wie nützlich die Muskete in den Situationen ist, in die sich die Musketiere so reinabenteuern: Nicht so wirklich.
Da ist die pauschale Behauptung, Feuerwaffen (speziell schwere und umständlich zu ladende Langwaffen) würden das Spiel kippen oder unmöglich machen, irgendwie so, als wollte man mit dem Verweis auf die Existenz von Kampfpanzern keine Gangstergeschichten spielen. Klar gibts die in dem Setting, nur spielen sie in dem Kontext einfach keine Rolle.
--- Zitat von: General Kong am 1.11.2021 | 17:08 ---Auch die Treffsicherheit bei Musketen war unter aller Würde: Auf 100 Meter (das ist nah) trafen weniger als 50% der Schüsse das Ziel - wenn das Ziel eine Schlachtformation 1,8m mal 80m darstellte! Zielen wurde auch gar nicht so sehr geübt - es galt häufig auf den Feind zu feuern.
--- Ende Zitat ---
Der Vollständigkeit halber:
https://journals.lib.unb.ca/index.php/MCR/article/view/17669/22312
Die Treffsicherheit der Waffe an sich war nicht ganz so schlecht, aber das Gesamtsystem Waffe(-Visierung-)-Munition-Schütze war eine ziemliche Katastrophe. Ist aber auch kein Wunder, wenn man recht gut belegt der Meinung ist, dass Zielen überbewertet wird und die Buben das dementsprechend so gut wie nie oder tatsächlich überhaupt nicht üben.
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 1.11.2021 | 17:30 ---Während Zwerge mit Musketen irgendwie gut passen, wären Wald-Elfen mit Musketen halt irgendwie meh. Siehe dazu auch Warhammer.
--- Ende Zitat ---
Joah, das ist dann eher eine ästhetische Frage.
Wobei - ein Elfenbogen mit Elf dahinter ist da auch einfach rundum besser als eine handelsübliche Muskete.
nobody@home:
Oh, ich hätte nichts gegen Elfenmusketiere. Wer schon ein "natürlich begabter" Bogenschütze sein soll, der kann eigentlich mit so einem Ding auch nicht sooo viel schlechter dastehen -- und ein bißchen Elfenmagie zum angemessenen Verfeinern der "grobschlächtigen" Waffe sollte eigentlich auch noch drin sein. ;)
(Dazu käme dann noch, daß Elfen zumindest in meiner Vorstellung ohnehin eher Guerillas als In-Reih-und-Glied-Kämpfer sind und entsprechend strategisch und taktisch anders vorgehen werden als einfach nur ein frisch ausgehobener Haufen Menschlinge auf dem "offiziellen Schlachtfeld".)
YY:
--- Zitat von: nobody@home am 1.11.2021 | 18:09 ---(Dazu käme dann noch, daß Elfen zumindest in meiner Vorstellung ohnehin eher Guerillas als In-Reih-und-Glied-Kämpfer sind und entsprechend strategisch und taktisch anders vorgehen werden als einfach nur ein frisch ausgehobener Haufen Menschlinge auf dem "offiziellen Schlachtfeld".)
--- Ende Zitat ---
Jep - und so halbwegs brauchbare Vorlagen gibts da z.B. mit Literatur und Filmen rund um die Indianerkriege.
Allerdings hat man sich gerade bei den Warhammer-Waldelfen in die klassische Ecke geschrieben, dass Feuerwaffen und allgemeiner "moderner" Stahl quasi widernatürlich sind und die Waldelfen daher einen großen Bogen (hihi) darum machen. Von der Schiene müsste man dann erst mal weg (geht ja bei 40K mit den Rangern der Eldar auch).
Vielleicht sollten die Hochelfen den Anfang machen ;D
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