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[The One Ring / Der Eine Ring] Schattenpunkte bei Missetaten gegen Orks?

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Cormac:

--- Zitat von: Isegrim am  2.11.2021 | 18:29 ---Hat Aragorn Schattenpunkte bekommen, weil er Gollum fing und nicht besonders nett behandelte?

Auch, wie Gandalf Gollum dann zum Reden brachte, könnte man sich fragen...

--- Ende Zitat ---

Wer sagt denn, das er keine bekommen hätte? Schattenpunkte sind zunächst eine temporäre Angelegenheit. Zumal es doch noch einen großen Unterscheid gibt zwischen "gefangen nehmen und nicht nett behandeln" und Folter.

Das Foltern sollte definitiv und unbedingt Schattenpunkte geben. Es mag ja sein, dass sowas in D&D oder im schlagmichtot RPG ok ist, aber in TOR sollte solche Handlung unbedingt negative Konsequenzen mit sich bringen. Das geht auch aus den Regeln ganz klar hervor. S. 224 Revised Corebook (torture = 5 shadowpoints) / 2. Edition S. 139: torture = 4 Shadow Points
Nirgendwo erwähnen die Regeln, dass dies nur für die Freien Völker gelten würde. Warum sollte es auch? Wenn ich mich wie eine Kreatur des Feindes benehme, bekomme ich halt Shadow Points und werde nach und nach tatsächlich zu einer Kreatur des Feindes.

caranfang:
Das sehe ich etwas anders. Wir wissen zum Beispiel, dass Elladan und Elrohir aktiv Orks gejagt haben. Aragorn hat selbst gesagt, dass er die Diener des Feindes überall jagt. Und selbst Gandalf war nicht sonderlich sanft zu Gollum, als er ihn verhörte. Für einige, wäre all dies Grund genug, den Charakteren Schattenpunkte zu geben. Ich denke aber, dass sie alle keinen einzigen erhalten haben, obwohl das Regelwerk es eigentlich verlangen würde. Das Regelwerk ist an dieser Stelle mit Absicht viel zu streng.

Das ganze wird zu einem philosophischen Problem, welches dann auch noch die Frage beinhaltet, ob Wesen wie Orks sich ändern können, oder ob sie alle von Geburt an so verdorben sind, dass es für sie keine Hoffnung gibt. In einer TOR-Kampagne habe ich kein Problem damit jeden Ork zu erschlagen, den ich sehe, weil ich genau weis, dass er entweder mich auf jeden Fall töten oder andere Diender des Feindes holen wird. Hier sind Orks eine ernste Gefahr für alle freien Völker. Es ist wirklich auffällig, dass Orks zwar Gefangene machen, um sie entweder zu verspeisen, zu foltern oder zu versklaven, aber Orks in keiner der Schlachten gefangen genommen wurden. Jene, die nicht entkommen konnten, wurden alle erschlagen.

Einzelne Orks sind aber ziemlich feige. Man braucht eigentlich keine Folter, um irgendwelche Informationen zu erhalten. Sie ist überflüssig. Daher sollte Folter von Orks doch mit Schattenpunkten bestraft werden. Das man ihn "freilässt", in dem man ihm den Kopf abschlägt, würde ich hingegen nicht bestrafen. Was soll man denn mit einem gefangenen Ork schon machen. Freilassen? Dann holt er seine Gefährten. Gefesselt liegen lassen? Auch keine Option, da er entweder elend zugrundegeht, wenn er sich nicht befreien kann (oder befreit wird), oder andere Diener des Feindes zur Hilfe holt, wenn er sich befreien kann. Mitnehmen? ...

adh:
Ich würde Schattenpunkte vergeben, denn auch wenn es nur ein Ork ist, der da gerade heult und schreit vor Schmerz, sowas macht was mit einem, denke ich.

Finde die Argumentation von carafang allerdings sehr schlüssig und würde als SL den Ork recht zügig reden lassen, so dass es gar nicht erst zu schlimmmen Foltermethoden kommen muss.

Gruß
adh

nobody@home:

--- Zitat von: adh am  2.11.2021 | 21:02 ---Ich würde Schattenpunkte vergeben, denn auch wenn es nur ein Ork ist, der da gerade heult und schreit vor Schmerz, sowas macht was mit einem, denke ich.

Finde die Argumentation von carafang allerdings sehr schlüssig und würde als SL den Ork recht zügig reden lassen, so dass es gar nicht erst zu schlimmmen Foltermethoden kommen muss.

Gruß
adh

--- Ende Zitat ---

Wobei der Spezialfall "Folter" eh...na ja, etwas speziell ist. Dabei will ich gar nicht erst groß von moralischen Gesichtspunkten anfangen, sondern mich einfach nur an die banale Erkenntnis halten, daß die oft genug nicht einmal etwas bringt, weil der so Behandelte, wenn er denn noch reden kann, natürlich alles erzählen wird, wovon er denkt, daß es seine Folterer dazu bringen könnte, aufzuhören -- und in dem Moment wird es ihm vermutlich auch selbst herzlich scheißegal sein, ob es stimmt oder nicht!

Mag dabei sein, daß es tatsächlich so was wie ausgemachte Folterexperten gibt, die aus dem, was der Befragte unter diversen Qualen von sich gibt, dank langjähriger praktischer Übung doch so ein bißchen einen Unterschied zwischen Wahrheit und Erfindung heraushören können. Über deren Schattenpunktsammlung (oder halt Gesinnung in anderen Systemen...) braucht sich dann aber wirklich keiner mehr irgendwelche Illusionen zu machen, denke ich.

Jiba:
Ich bin bei Cormac.

Bei der Lektüre des, ich sag mal, "erweiterten" Tolkien wird klar, dass viele Helden der alten Zeitalter auch keine netten Leute waren... und das fiel dann in der Regel auf die ein oder andere Weise auf sie zurück. Dass auch jemand wie Aragorn nicht vor dem Schatten gefeit ist und während der Geschehnisse in den Büchern auch Schattenpunkte gekriegt haben wird, ist geradezu Teil des Konfliktes: Er hat sich (im Gegensatz zu Boromir) davon eben nicht übermannen lassen. Aber dass er für seine Behandlung von Gollum Schattenpunkte gekriegt haben wird, halte ich für unzweifelhaft.

Für Gandalf gilt dasselbe, denn dass auch Istari dem Schatten erliegen können, ist ebenfalls gesetzt (Saruman, anyone?).

Folter würde in meinen Runden definitiv mit Schattenpunkten bedacht, egal gegen wen sie gerichtet ist.

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