Autor Thema: Fighting Fantasy style Luck  (Gelesen 319 mal)

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Offline Swanosaurus

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Fighting Fantasy style Luck
« am: 7.10.2026 | 12:05 »
Ich lese gerade an der Fighting-Fantasy-RPG-Familie herum und bin auf eine schöne Regel in Stellar Adventures gestoßen:

In FF gibt es den Luck-Wert, der mit 2W6 unterwürfelt werden muss, um "Glück" zu haben (einer Falle zu entgehen, etwas Entscheidendes zu bemerken, besonders viel Schaden anzurichten ...) - mit jeder Anwendung sinkt der Wert um eins (auch bei Misserfolg), er geht also sehr in Richtung Bennies/Gummipunkte.

In Stellar Adventures lese ich nun die Regel: Misslingt eine reguläre Probe, kann der Spieler beschließen, eine Probe auf Glück hinterherzuschieben, um doch Erfolg zu haben.

Ich muss sagen, ich finde das sehr viel cooler als den klassischen: "Bennie für Re-Roll"-Ansatz. Dadurch, dass der Wurf auf Glück erfolgt und nicht auf die ursprünglich getestete Fertigkeit, ist das ja ein echter Anreiz, es auch bei ganz schlechten Chancen mit einer Aktion zu versuchen (in der Erwartung, mit Glück nachzuwürfeln und dann evtl. eine hervorragende Erfolgschance zu haben).

Bei den klassischen Re-Rolls verschwendet man seine Bennies/Glückspunkte ja eher gar nicht erst auf Aktionen mit extrem schlechten Chancen, weil da auch der zweite Wurf aller Wahrscheinlichkeit nach nicht von Erfolg gekrönt sein wird (besonders beim Cypher-System, wo XP zum Nachwürfeln verwendet werden und man dann eine Charaktersteigerungsressource für nix verpulivert, steckt man die Dinger eigentlich nie in unwahrscheinliche Aktionen, sondern nutzt sie eher, um einen unerwarteten Misserfolg bei einem vergleichsweise sicheren Wurf abzuwenden).
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Re: Fighting Fantasy style Luck
« Antwort #1 am: 7.10.2026 | 12:17 »
ich habe so etwas ähnliches in meine Hausregeln für Schwerter und Dämonen eingebaut. Hier gibt es zwar schon seit Anfang an eine Eigenschaft Glück, die aber nie auf diese Art verwendet wird. Bei mir gibt es zwei Einsatzmöglichkeiten:
  • Bei einem misslungenen Schicksalswurf, die zum Erfolg notwendigen Punkte durch das Ausgegebender gelichen Anzahl von Glückspunkten dazukaufen.
  • Vor dem Schicksalswurf 7 Glückspunkte ausgeben, um einen Pasch (und damit einen zusätzlichen Wurf mit 2W6) zu erzwingen.
In beiden Fällen sinkt der Glückswert für den Rest des Abenteuers mit Auswirkungen auf die Kampfzuschläge (für die Glück neben Stärke und Geschicklichkeit wichtig ist) und natürlich Schicksalswürfen auf Glück (bei denen man natürlich auch Glück einsetzen kann).

Offline Quaint

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Re: Fighting Fantasy style Luck
« Antwort #2 am: 7.10.2026 | 12:21 »
Joa, kann man schon so machen wie bei FF. Man sollte nur vorsichtig sein. Ich mein das Rollenspiel dazu hab ich nicht viel gespielt, aber in den Büchern brauch man Glück auch immer Mal um nicht zu sterben. Da guckt man dann mitunter in die Röhre, wenn man paar Skill Checks schaffen wollte.
Ich selbst würde Glück wohl horten wollen. Und nur wenn es absolut essentiell erscheint was ausgeben.
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Offline Swanosaurus

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Re: Fighting Fantasy style Luck
« Antwort #3 am: 7.10.2026 | 12:24 »
Joa, kann man schon so machen wie bei FF. Man sollte nur vorsichtig sein. Ich mein das Rollenspiel dazu hab ich nicht viel gespielt, aber in den Büchern brauch man Glück auch immer Mal um nicht zu sterben. Da guckt man dann mitunter in die Röhre, wenn man paar Skill Checks schaffen wollte.

Ist allerdings im Rollenspiel naturgemäß nicht ganz so hart, weil es da schon oft plausible Skill-Alternativen gibt und der Instakill auch normalerweise nicht auf der Speisekarte steht.

Luck ist dort auch eine Ressource, mit der man aufpassen sollte (besonders, weil sie z.B. für alle Widerstandswürfe gegen Magie gebraucht wird), aber es kann auch durchaus sinnvoll sein, sie im Kampf oder eben für Re-Rolls einzusetzen.
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Re: Fighting Fantasy style Luck
« Antwort #4 am: 7.10.2026 | 12:39 »
Ich würde sagen, ob es überhaupt einen Unterschied macht, ob ich auf die ursprüngliche Fertigkeit noch mal würfle oder statt dessen auf Glück, hängt schlicht davon ab, wie hoch mein Glückswert aktuell gerade wirklich ist -- zumal der ja auch bei jedem Einsatz unabhängig von Erfolg oder Fehlschlag absinkt (wenn die Regel da für Wiederholungen nicht ausdrücklich anders lautet als für den Einsatz als "Rettungswurf") und also ohne regelmäßige tatkräftige Auffrischung recht schnell mindestens genauso Kacke sein wird wie ein noch so niedriger "eigentlicher" Ausgangswert. Ob also wirklich so viel toller...? :think:

Offline Swanosaurus

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Re: Fighting Fantasy style Luck
« Antwort #5 am: 7.10.2026 | 12:49 »
Ich würde sagen, ob es überhaupt einen Unterschied macht, ob ich auf die ursprüngliche Fertigkeit noch mal würfle oder statt dessen auf Glück, hängt schlicht davon ab, wie hoch mein Glückswert aktuell gerade wirklich ist -- zumal der ja auch bei jedem Einsatz unabhängig von Erfolg oder Fehlschlag absinkt (wenn die Regel da für Wiederholungen nicht ausdrücklich anders lautet als für den Einsatz als "Rettungswurf") und also ohne regelmäßige tatkräftige Auffrischung recht schnell mindestens genauso Kacke sein wird wie ein noch so niedriger "eigentlicher" Ausgangswert. Ob also wirklich so viel toller...? :think:

Doch, das macht schon einen Unterschied.
Wenn du bei einer Probe mit 2W6 eine 3 unterwürfeln musst (was bei fehlender Special Skill und einem Hard-Modifikator schnell der FAll sein kann), kannst du das auch mit Re-Roll ziemlich vergessen. Anders, wenn du z.B. noch 6 Glückspunkte übrig hast (was auch eher wenig ist). Und wenn du gespart hast/am Anfang des Abenteuers stehst und noch 10 Glückspunkte hast, dann hast du sogar hervorragende Erfolgsaussichten.

Klar ist das dann kein automatischer Erfolg, das wäre wieder ein anderer Mechanismus. Aber man steht bei wirklich harten Proben in aller Regel doch deutlich besser da als mit einem einfachen Re-Roll, es sei denn, man hat sein Glück schon wirklich links und rechts verbraten.

Und ich finde es grundsätzlich gut, dass der Re-Roll erst einmal entkoppelt von dem Wert ist, den man im Ausgangswurf hatte, weil eben genau das gewährleistet, dass zumindest die Möglichkeit besteht, auch mal mit guter Erfolgschance eine Probe in einem Bereich zu riskieren, wo man normalerweise eine absolute Nullpe ist. Und genau für solche Stories sollte Glück doch da sein - das Onkel Heinz, der noch nie eine Laserpistole in der Hand hatte, jetzt tatsächlich mit dem jetzten Schuss in der Batterie den Ausfahrknopf der Brücke auf der anderen Seite des Schachts getroffen hat ...

EDIT: Tatsächlich ist Glück bei den vielen Malen, die ich das auf den gleichen Mechanismen basierende Troika schon geleitet habe, eigentlich nie knapp geworden - viele Glückswürfe macht ein Charakter für die ganze Gruppe. Das Glück unter den Skill-Basiswert sinkt, war schon eher selten.
« Letzte Änderung: 7.10.2026 | 12:55 von Swanosaurus »
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Re: Fighting Fantasy style Luck
« Antwort #6 am: 7.10.2026 | 13:14 »
Doch, das macht schon einen Unterschied.
Wenn du bei einer Probe mit 2W6 eine 3 unterwürfeln musst (was bei fehlender Special Skill und einem Hard-Modifikator schnell der FAll sein kann), kannst du das auch mit Re-Roll ziemlich vergessen. Anders, wenn du z.B. noch 6 Glückspunkte übrig hast (was auch eher wenig ist). Und wenn du gespart hast/am Anfang des Abenteuers stehst und noch 10 Glückspunkte hast, dann hast du sogar hervorragende Erfolgsaussichten.

Klar ist das dann kein automatischer Erfolg, das wäre wieder ein anderer Mechanismus. Aber man steht bei wirklich harten Proben in aller Regel doch deutlich besser da als mit einem einfachen Re-Roll, es sei denn, man hat sein Glück schon wirklich links und rechts verbraten.

Und ich finde es grundsätzlich gut, dass der Re-Roll erst einmal entkoppelt von dem Wert ist, den man im Ausgangswurf hatte, weil eben genau das gewährleistet, dass zumindest die Möglichkeit besteht, auch mal mit guter Erfolgschance eine Probe in einem Bereich zu riskieren, wo man normalerweise eine absolute Nullpe ist. Und genau für solche Stories sollte Glück doch da sein - das Onkel Heinz, der noch nie eine Laserpistole in der Hand hatte, jetzt tatsächlich mit dem jetzten Schuss in der Batterie den Ausfahrknopf der Brücke auf der anderen Seite des Schachts getroffen hat ...

EDIT: Tatsächlich ist Glück bei den vielen Malen, die ich das auf den gleichen Mechanismen basierende Troika schon geleitet habe, eigentlich nie knapp geworden - viele Glückswürfe macht ein Charakter für die ganze Gruppe. Das Glück unter den Skill-Basiswert sinkt, war schon eher selten.

Mag sein. Ich habe halt nicht viel FF-Erfahrung (das eine oder andere Solo-Spielbuch vor -zig Jahren mal außen vor gelassen), bin andererseits aber Fate-verwöhnt, wo ein Gummipunkt mir entweder eine Wurfwiederholung oder einen halbwegs großzügigen nachträglichen Fixbonus kaufen kann, der in vielen Fällen schon einfach gut oder wenigstens "weniger katastrophal" genug ist. Entsprechend unterscheiden sich die Perspektiven -- reine Wiederholungsansätze sind mir persönlich einfach schon an sich eher etwas zu dünn. :)