Autor Thema: [überzeugt mich von]SAGA  (Gelesen 168 mal)

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Offline Edgar Allan Poe

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[überzeugt mich von]SAGA
« am: 23.12.2025 | 09:00 »
Hallo!

Ich scharwenzle jetzt schon jahrelang immer wieder um SAGA herum. Mir gefallen die schön altbackenen Miniaturen sehr und ich glaube, ich habe verstanden, dass man da auch verschiedene Regelwerke zu verschiedenen Epochen/Settings bekommen kann.

Was ist der Selling Point von SAGA?

Wie viele Minis braucht man pro Spieler?

Wie viel Platz benötigt SAGA?

Welche Settings/Epochen gibt es?

Warum liebt ihr SAGA?
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Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Re: [überzeugt mich von]SAGA
« Antwort #1 am: 23.12.2025 | 11:13 »
SAGA hat mich seit der ersten Edition begeistert, und ich spiele es in der 2. Edition immer noch oft.

Inzwischen kann man griechische und römisch-republikanische Antike, Völkerwanderungszeit, Epoche der Wikinger, Hoch- und Spätmittelalter sowie generische Fantasy damit spielen.
Die Regeln sind elegant, ohne wahnsinnig komplex zu sein, und es macht Spaß, aus dem Battleboard seines Volkes alles herauszuholen.

Was übrigens ein spezifisches Merkmal von SAGA ist: du hast zwar simple allgemeine Regeln, aber jedes Volk hat ein eigenes Battleboard, das sind zehn verschiedene Sonderfertigkeiten, die man aber nur anwenden kann, wenn man auf den speziellen SAGA-Würfeln entsprechende Symbole erzeugt hat. Läuft es gut, können diese Fertigkeiten sich gegenseitig hochpuschen, und man haut damit gut um sich.

Hier mal als Beispiel das BB der Wikinger:


Das einzige, was ich anfangs nervig fand, war, daß man halt die Spezialwürfel für das Würfeln auf dem Schlachtplan/Battleboard braucht - obwohl es Anleitungen gibt, wie man sich W6 dazu umbauen kann.

Ansonsten ist es sehr schön Figurenhersteller-agnostisch, ist ja auch klar - Römer, Wikinger, Byzantiner und Co kriegt man von diversen Herstellern.

Ne Warband besteht in der Regel aus 20-50 Figuren, wir hatten meistens um die 30 pro Seite.

Es ist kein wirklich historisches Tabletop, das muss ich immer wieder betonen (das trifft eher auf Lion Rampant zu, auch wenn dessen macher es immer vehement abstreitet). Ich hatte es mal am Beispiel Wikinger so formuliert:
SAGA stellt NICHT dar, wie die Kämpfe von Ragnar Blutaxt bei seinem Raubzug in Irland abgelaufen sind.
SAGA stellt dar, was Ragnar Blutaxt und seine Jungs später daheim ERZÄHLT haben, wie es abgelaufen ist.

Es ist halt leicht over the top, aber auch nicht zu sehr, hat viele Klischees, Mythen und Überhöhungen der dargestellten Völker fest eingebaut, und macht wirklich einen Heidenspaß (pun intended).

Wenn man damit anfängt, sollte man sich ne historische Ära aussuchen, und dann das Grundregelbuch und das entsprechende Ärabuch zulegen. Würfel kann man, wie gesagt, durchaus selber basteln (hatte ich am Anfang auch gemacht), es benutzt feste Entfernungsstäbe (die ich mir aus Holz gebastelt habe), mit den Entfernungen sehr kurz, kurz, mittel, und lang, was die Sache auch sehr vereinfacht.

Es ist nichts für dich, wenn du damit jetzt wirklich realistische Skirmish-Gefechte der Geschichte abwickeln willst, es liefert eher bunten fröhlichen Sandalenfilm-Comic-Spaß.

Ach so, vom Platz her geht das Regelbuch von einem Spieltisch von 120 x 90 cm aus.
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Offline Edgar Allan Poe

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Re: [überzeugt mich von]SAGA
« Antwort #2 am: 23.12.2025 | 11:18 »
Das liest sich durchaus schon ganz spannend. Ich bin außerdem ein Fan von "nicht hart realistisch". Das spricht mich also komplett an.

Wie sieht es mit Crossover aus? Kann man die Äras untereinander (theoretisch) mischen? Oder ist die Balance da nicht gegeben? Also ... Fantasy mit Magie grenze ich schonmal aus ... das wird vermutlich nicht funktionieren ... aber Wikinger gegen Kreuzritter zum Beispiel ... säße sowas drin?
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Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Re: [überzeugt mich von]SAGA
« Antwort #3 am: 23.12.2025 | 11:27 »
Also da kennt SAGA keine Scham - Killerarmeen gibt es eh nicht. Man kann durchaus Westgoten gegen den Deutschen Orden und Karthager gegen Sarazenen aufstellen, keine Epoche produziert stärkere Truppen als andere.

Aber es gilt immer: lies dir den Schlachtplan deines Volkes sorgfältig durch, und am besten auch den deines Gegners. Dann weisst du, wie die die führen musst und mit was der Gegner dich kalt erwischen kann.

Ich habe sehr gerne wikingerzeitliche Iren als Truppe, da muss man sich angewöhnen, sich möglichst an unwegsames Gelände zu halten, und kratzend und beissend zu kämpfen und schnell wieder abzuhauen. Jomswikinger oder Byzantiner führt man wiederum ganz anders.

Das ist auch so ein Hauptspaß dabei - jedes Volk ist wirklich einmalig in seinen Fähigkeiten, da fühlt sich keins wie eine Variation wie eines anderen an.
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Offline Andropinis

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Re: [überzeugt mich von]SAGA
« Antwort #4 am: 30.12.2025 | 08:37 »
Ich packe das mal hier rein - vielleicht auch eher "Smalltalk" aber thematisch passt es besser zu SAGA. Kennt jemand "Brethren"? Wird mir öfter bei Amazon vorgeschlagen aber es gibt noch nicht so viele Infos dazu. Scheint mir thematisch ähnlich zu SAGA zu sein mit kleineren Warbands. Zeitlich werden das Mittelalter, das ausgehende römische Reich und die Antike abgedeckt.

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