SAGA hat mich seit der ersten Edition begeistert, und ich spiele es in der 2. Edition immer noch oft.
Inzwischen kann man griechische und römisch-republikanische Antike, Völkerwanderungszeit, Epoche der Wikinger, Hoch- und Spätmittelalter sowie generische Fantasy damit spielen.
Die Regeln sind elegant, ohne wahnsinnig komplex zu sein, und es macht Spaß, aus dem Battleboard seines Volkes alles herauszuholen.
Was übrigens ein spezifisches Merkmal von SAGA ist: du hast zwar simple allgemeine Regeln, aber jedes Volk hat ein eigenes Battleboard, das sind zehn verschiedene Sonderfertigkeiten, die man aber nur anwenden kann, wenn man auf den speziellen SAGA-Würfeln entsprechende Symbole erzeugt hat. Läuft es gut, können diese Fertigkeiten sich gegenseitig hochpuschen, und man haut damit gut um sich.
Hier mal als Beispiel das BB der Wikinger:

Das einzige, was ich anfangs nervig fand, war, daß man halt die Spezialwürfel für das Würfeln auf dem Schlachtplan/Battleboard braucht - obwohl es Anleitungen gibt, wie man sich W6 dazu umbauen kann.
Ansonsten ist es sehr schön Figurenhersteller-agnostisch, ist ja auch klar - Römer, Wikinger, Byzantiner und Co kriegt man von diversen Herstellern.
Ne Warband besteht in der Regel aus 20-50 Figuren, wir hatten meistens um die 30 pro Seite.
Es ist kein wirklich historisches Tabletop, das muss ich immer wieder betonen (das trifft eher auf Lion Rampant zu, auch wenn dessen macher es immer vehement abstreitet). Ich hatte es mal am Beispiel Wikinger so formuliert:
SAGA stellt NICHT dar, wie die Kämpfe von Ragnar Blutaxt bei seinem Raubzug in Irland abgelaufen sind.
SAGA stellt dar, was Ragnar Blutaxt und seine Jungs später daheim ERZÄHLT haben, wie es abgelaufen ist.
Es ist halt leicht over the top, aber auch nicht zu sehr, hat viele Klischees, Mythen und Überhöhungen der dargestellten Völker fest eingebaut, und macht wirklich einen Heidenspaß (pun intended).
Wenn man damit anfängt, sollte man sich ne historische Ära aussuchen, und dann das Grundregelbuch und das entsprechende Ärabuch zulegen. Würfel kann man, wie gesagt, durchaus selber basteln (hatte ich am Anfang auch gemacht), es benutzt feste Entfernungsstäbe (die ich mir aus Holz gebastelt habe), mit den Entfernungen sehr kurz, kurz, mittel, und lang, was die Sache auch sehr vereinfacht.
Es ist nichts für dich, wenn du damit jetzt wirklich realistische Skirmish-Gefechte der Geschichte abwickeln willst, es liefert eher bunten fröhlichen Sandalenfilm-Comic-Spaß.
Ach so, vom Platz her geht das Regelbuch von einem Spieltisch von 120 x 90 cm aus.