es geht mal wieder weiter trotz der Hitze

mit dem ersten Teil der "Path of the Damned"
Ashes of MiddenheimWarhammer Fantasy 2nd Edition
Die erste hälfte des Buches ist eine ziemlich detailierte Beschreibung von Middenheim, ein paar wichtige NSCs sowie einige Szenariovorschläge. Die andere Hälfte ist dann das eigentliche Abenteuer
Worum geht'sdas Abenteuer kann man eigentlich als mehrere kleine Abenteuer sehen welche zusammen eine kleine Kampagne in der Stadt ergeben welche dann den Anfang der großen Kampagne bilden.
Chapter 1
Die SCs kommen nachdem sie durch den Drakwald geflohen sind in Middenheim an und übergeben das Icon / Gemälde an den örtlichen Sigmartempel. Kurz darauf werden sie zum Stadtwachen Hauptmann gerufen der diese über den Angriff auf ihr Dorf ausfragt (Truppenstärke usw). Noch während des Gespräches kommt ein Wachmann rein, reicht dem Hauptmann einen Zettel ...und die Spieler werden festgenommen da im Tempel der Priester ermordet wurde den die Helden das Gemälde übergeben haben und sie die letzten waren die ihn lebend gesehen haben. Nach kurzer getrennter Befragung sollen sich dann entweder die SCs rausreden können oder der Hauptmann fragt sie ob sie bei den Entwicklungen helfen können da die Stadtwache aufgrund der Flüchtlingssituation etwas unterbesetzt sind.
Seltsamerweise liegt der Tote immernoch im gleichen Raum in dem er ermodet worden ist und wurde auch noch nicht bewegt und man lässt die SCs mit einem Schreiben des Hauptmanns rein. Dort findet man ein paar Hinweise (u.a. einen vergifteten Pfeil) der dann zu weiteren Spuren führt welche dann auch weitere Morde verbindet.
Schließlich findet man den Mörder in der Kanalisation wieder (wo sonst) und es stellt sich raus das es Skaven waren. Diese beten anscheinend einen bestimmten Chaos Gott an. Man findet auch den Rahmen des Gemäldes aber das Gemälde ist weg.
Chapter 2:
kurz nach diesem Abenteuer werden sie zum Ulrichs Tempel gerufen da ein alternder Priester eine Vision hatte das in einem Grab etwas liegt das sich bald befreien wird. Also machen sich die SCs mit dem (blinden) Priester auf in den Drakwald und finden dort ein altes Hügelgrabmal eines Chaoskriegers, das plündert man dann und findet einen verzierten Schädel mit Hörnern an einer Kette welchen die SCs mitnehmen sollen.
Chapter 3:
mit diesem Artefakt das bald ein Eigenleben entwickelt und evtl. einige SCs dazu bringt die Kette zu tragen, geht's wieder zurück nach Middenheim und man stolpert in eine größere Bestienmenschengruppe welche die SCs angreifen. Diese können jedoch dann kurz vor der Niederlage von einer Gruppe Hexenjäger gerettet werden. Diese sind den SCs gefolgt da diese im ersten Kapitel bei der Suche nach dem Mörder auch über ihren getöteten Kollegen gestolpert sind und evtl. etwas nachgeforscht haben. Zusammen geht's dann nach Middenheim
Chapter 4:
kaum angekommen gibt man die Kette ab, diese wird sofort in eine Kiste mit mehreren Schutzrunen gelegt und ab damit in den Keller. Während einer kleinen Feier trinkt der Blinde Priester ein Glas Wasser und bekommt plötzlich Mutationen und greift die Gruppe an. Dies passiert dann noch in der Küche (man fängt entweder die Menschen mit Mutationen ein oder "beseitigt" sie) und man findet herraus das der Brunnes des Tempels wohl vergiftet wurde. Der Hohepriester des Tempels persönlich bedankt sich bei den SCs und bittet um Diskretion das sowas bitte nicht in die Öffentlichkeit gerät. Er bittet die SCs das diese sich die Brunnen der Stadt genauer ansehen und überwachen damit diese nicht ebenfalls vergiftet werden.
Also verteilt man sich in der Stadt, findet die drei Hexenjäger vom vorherigen Kapitel wieder die einen Teil der Stadt überwachen, findet den Kult der dafür verantwortlich (die Purple Hand...aus der Enemy within Kampagne) ist und ...beseitigt ihn.
CHapter 5:
kaum ist man aus dem Kulttempel gekommen ist die Stadt in Aufruhr. Anscheinend haben doch einige vom vergifteten Wasser getrunken und sind mutiert sodass die Wache einige mutierte Menschen jagt, Nachbarn auf Nachbarn losgehen und sie als Mutanten bezichtigen usw. Die SCs haben blöderweise Gegenstände aus dem Kulttempel mitgehen lassen und müssen nun versuchen ungesehen zurück zum Ulrichstempel zu kommen...was ihnen nicht gelingen wird den die Wachen finden sie, finden die Gegenstände und egal wie plausibel die Story ist man schleppt sie zur Wache. Sie werden jedoch vorher vom Hohepriester des Ulrichtempels aufgehalten welcher die "Gefangenen" entgegennimmt. Leider ist er doch nicht der nette Herr und sperrt sie mit dem Satz "tja sorry ihr habt eure Nützlichkeit getan" in die Verliese des Ulrichtempels. Dort finden sie einen übelst zusammengeschlagenen Hexenjäger. Dieser erzählt das einer von Ihnen einen anderen Kult in der Stadt gefunden hat und den Tempel alleine ausräuchern wollte (zwei Chaoskulte in einer Stadt? Respekt) das klappte allerdings nicht so ganz und er floh aber nahm noch ein Verbotenes Buch mit. Das wurde dann von der Stadtwache konfisziert und er wird als Chaosanbeter verurteilt und soll bald gehängt werden. SCs brechen mit dem Hexenjäger aus dem Tempel aus und fliehen zurück zum Sigmartempel der gerade von einem wilden Mob belagert wird. Einer der Hexenjäger konnte dorthin fliehen.
Die SCs müssen jetzt Beweise finden um die Unschuld des angeklagten Hexenjägers zu beweisen. Welche sie natürlich finden (inkl. eines unschuldigen Mannes der wohl geopfert werden sollte und als Zeuge aussagen kann) und diese dem Gericht vorlegen können. Stellt sich raus: Der Kult betet ebenfalls den gleichen Chaosgott an wie die Skaven aus dem ersten Abenteuer. Bei der Verhandlung lässt der Hohepriester des Ulrichtempels die Bombe platzen und präsentiert das Gemälde das die SCs nach Middenheim brachten und auf der Rückseite ist ein Symbol eines Chaos Götzen gemalt. Die Sigmar Kirche ist von Chaosanbetern unterwandert oder IST ein Chaoskult!
Chapter 6
Chaos bricht aus, man bricht die Verhandlung ab und flieht in die Burg des Grafen. Der Zeuge / Opfer des Kultes...verschwindet irgendwie (wie wird nicht so wirklich erklärt er is halt dann weg) Die Stimmung kocht. In der Stadt gehen sich jetzt Sigmariten und Ulrichgläubige an die Kehle. Ein Priester von Ulrich und die Rechte Hand des Hohepriesters bittet die SCs dann die Kiste mit der Skelettkette welche der Hohepriester in letzter Zeit immer bei sich hat und sollen dies bitte zur Universität Theologica zu Prof Zweistein bringen (den Namen fand ich witzig) damit er er zerstört (warum das keiner im Tempel gemacht hat? keine Ahnung). Also geht's durch eine Stadt in der gerade regelrecht ein Bürgerkrieg herrscht zur Uni, dort stellt man fest das in der Kiste gar nicht die Kette ist sondern der Kopf des Zeugen, sauber abgetrennt. Ergo muss der Hohepriester die Kette noch haben. Also zurück zur Grafenburg, dort heisst es "ja der Hohepriester ist mit seinen Wachen gegangen zum Ulrichstempel" (warum lässt man den einfach gehen?? "ja also ... er ist ja ein Hohepriester"). ALso wieder dahin zurück (natürlich alleine, die Wachen oder Tempelwachen kommen vieeel zu spät da diese ja erstmal sich aufstellen müssen und geklärt wird ob das in deren Bereich fällt (man versucht halt zu erklären warum die SCs voraus sollen). Im Tempel stört man dann ein Ritual des Hohepriesters der nach und nach seine engsten Vertrauten opfert um dann selbst zu einem Dämon zu werden.
Kurz vor seinem Tod kommt dann noch die BBEG Ansprache das dies nur ein Teil seines Meisters war und es noch weitere Artefakte mit der Essenz des Dämons gibt.
FazitBeim lesen fand ich die Abenteuer richtig gut. Die Stadt wird lebendig beschrieben. Erst beim Spielen sind mir dann Dinge aufgefallen die Probleme verursachen
1) zwischen "die SCs geben das Icon ab" und "die SCs werden von der Wache verhaftet" vergeht nicht viel Zeit. Wie kann da ein Mord passieren und die SCs werden dann als "sofort Tatverdächtig" gebranntmarkt. Auch die Flucht des Mörders wirkt (bei Tag) etwas "künstlich herbeigewedelt"
2) der BBEG ist ja der Hohepriester des Ulrichsglaubens. Wie kam er zu dem Wissen, dass die SCs dieses alte Gemälde mit in die Stadt gebracht haben. Das Abenteuer winkt hier mit "naja der hat halt Spione überall" ...okay
3) Der Tod des Zeugen: das ist so dermaßen in einem Fließtext eingebettet das ich das beim ersten mal schlicht überlesen habe und mich wunderte woher jetzt der Kopf kommt. Es wird auch hier nicht wirklich beschrieben wie das passieren kann ("er geht im Chaos halt unter") noch wie dann jemand unbemerkt diesen Zeugen umbringen, köpfen und zum Hohepriester in des Grafen Burg bringen kann OHNE DAS ES IRGENDJEMAND BEMERKT