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Daggerheart

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Starocotes:

--- Zitat von: Radulf St. Germain am 22.02.2026 | 10:59 ---Naja, Stacking von Boni ist in vielen Spielen nicht möglich. DnD 3 (oder 3.5?) hat da so Kategorien eingeführt, damit man ja nicht zu viel Boni gleichzeitg aufaddieren kann. Daher ist beim Lesen mittlerweile meine Default-Annahme, dass situative Boni eigentlich nur aufaddiert werden können, wenn das explizit irgendwo steht und das ist dann ein Moment wo Spieler spontan ein Freudenfeuerwerk abfeuern.
...

--- Ende Zitat ---
Ich hatte das in keiner Weise als negativ angesehen, sondern einfach als Feststellung, daher danke für die Aufklärung. Das kann ich nachvollziehen. Da man bei eher simulatorischen Systemen (D&D, DSA, Pathfinder) sehr viel mehr aufpassen muss wie man Boni verteilt weil ansonsten andere Talente oder Fertigkeiten keinen Sinn mehr ergeben ist sowas dann schnell vermutet. Kenn ich nur zu gut.

Starocotes:

--- Zitat von: Edgar Allan Poe am 22.02.2026 | 12:03 ---Wir hatten gestern unsere erste Daggerheart-Runde. Es war "Durchwachsen mit Hope", wenn ich das mal so mechanisch sagen darf.
....


Aber: Ist auch nur einer am Tisch, der das Prinzip nicht versteht (oder anders versteht, als die anderen), fängt der Abend an zu hinken. Und sind mehrere Leute dabei, die nicht verstehen, dass man bei diesem Spiel eine gemeinsame Geschichte erzählt, bei der man sehr viel von dem einfach fallen lassen muss, was man aus den Jahren davor gelernt hat ... dann stürzt alles in sich zusammen.

--- Ende Zitat ---
Ich denke es geht weniger um das verstehen sondern mehr um das wollen. Das ist ja bei vielen Sachen um Rollenspiel so das man sich da einigen muss WIE man spielen möchte und wenn das für einige Leute nicht passt muss man halt entweder einen Konsens finden oder es eben sein lassen. Ich würde mal sagen dass das auch keiner böse meint sondern einfach die Vorstellungen auseinander gehen.

Was ich in dem Zug witzig finde war die Tatsache das wir auf der BavariaCon gefragt wurden ob man für Daggerheart nicht eine erfahrene SL braucht um die Spielendem anzuleiten mehr narrativ zu spielen und sich mehr einzubringen. Das hier wäre eher ein Argument in die Richtung das unerfahrene Spielende und Spielleitung einen Vorteil haben weil sie sich eher unvoreingenommen auf sowas einlassen können.

Starocotes:

--- Zitat von: Gunthar am 22.02.2026 | 19:02 ---Hatte heute meine erste Runde Daggerheart geleitet. Da wir an unserem Minicon wieder mal No Shows hatten, bekam ich einen Spieler zu wenig an den Tisch. Spannend aber war, dass die Encounters trotz eines Spielers weniger relativ ausgeglichen waren, weil es auch für den SL weniger Fear zu gewinnen gab und auch tendenziell weniger Würfe schiefgehen könnten. Hatte auch einen kompletten RPG-Neuling in der Gruppe und die hatte das generelle System von Daggerheart schnell begriffen.

Wir hatten richtig Spass am System, wenn es auch kleine Klemmer gab. Gewisse "Experiences" waren zu unklar zum Einsetzen. Oder eben das mit dem Spellcasting Trait. Vor allem wenn es Magic Items gibt, die STR als Ability brauchen.

--- Ende Zitat ---
Das ist auch eine der Dinge die mir am schwersten Fallen, Erfahrungen wählen und sie vernünftig einzusetzen. Das braucht glaub ich mehr Erfahrung (höhö)


--- Zitat von: Gunthar am 22.02.2026 | 19:02 ---Generell gesagt: Gerne wieder. Man kann auch als SL gut improvisieren. Der offizielle OneShot stellte sich als viel zu kurz heraus (nach 2 1/2 Stunden waren wir durch), so dass ich noch diverses improvisieren musste, und das ging, wie gesagt, super.

--- Ende Zitat ---
Wow, so unterschiedlich kann es gehen. Wir haben 4 Stunden gespielt und mussten uns am Ende beeilen.

Edgar Allan Poe:

--- Zitat von: Starocotes am 23.02.2026 | 10:20 ---Ich denke es geht weniger um das verstehen sondern mehr um das wollen.

--- Ende Zitat ---

Ne, ich sage tatsächlich, es geht ums verstehen. Ich hatte 3 Spieler am Samstag und alle waren heiß wie Frittenfett auf Daggerheart. Es war schon wochenlang klar, was hier auf den Tisch kommt und dass es ein sehr narratives Spiel ist. Der Wille war definitiv da. Aber viele viele Jahre RPG-Erfahrung haben einfach ein Bild kreiert, dass so gar nicht zum Daggerheart-Gedanken passt. Das Problem war definitiv eher, dass nicht so wirklich verstanden wurde, was das überhaupt bedeutet. Ich habe die Spieler aktiv eingeladen, die Spielwelt mitzugestalten. Schon der Teil hat nur sehr leidlich funktioniert.

"In diesem Wald fällt dir etwas auf. Was genau ist das?"

Die Antwort darauf war "Echt dichtes Gestrüpp."

Das ist natürlich per se jetzt nicht unbedingt eine schlechte Antwort. Aber da wurde das Potential nicht ausgeschöpft, weil der Spieler nicht so wirklich verstanden hat, dass er hier die Welt wirklich gerne (!) mitgestalten darf. Ich meine "dichtes Gestrüpp" ist jetzt nicht unbedingt etwas, was mir in einem Wald wirklich "auffallen" würde. Warum nicht "es sind keine Vögel zu hören" ... oder "die Rinden der Bäume scheinen violett zu leuchten" ... oder sonst was, was wirklich "auffallen" würde.

Starocotes:

--- Zitat von: Edgar Allan Poe am 23.02.2026 | 10:45 ---Ne, ich sage tatsächlich, es geht ums verstehen. Ich hatte 3 Spieler am Samstag und alle waren heiß wie Frittenfett auf Daggerheart. Es war schon wochenlang klar, was hier auf den Tisch kommt und dass es ein sehr narratives Spiel ist. Der Wille war definitiv da. Aber viele viele Jahre RPG-Erfahrung haben einfach ein Bild kreiert, dass so gar nicht zum Daggerheart-Gedanken passt. Das Problem war definitiv eher, dass nicht so wirklich verstanden wurde, was das überhaupt bedeutet. Ich habe die Spieler aktiv eingeladen, die Spielwelt mitzugestalten. Schon der Teil hat nur sehr leidlich funktioniert.

"In diesem Wald fällt dir etwas auf. Was genau ist das?"

Die Antwort darauf war "Echt dichtes Gestrüpp."

Das ist natürlich per se jetzt nicht unbedingt eine schlechte Antwort. Aber da wurde das Potential nicht ausgeschöpft, weil der Spieler nicht so wirklich verstanden hat, dass er hier die Welt wirklich gerne (!) mitgestalten darf. Ich meine "dichtes Gestrüpp" ist jetzt nicht unbedingt etwas, was mir in einem Wald wirklich "auffallen" würde. Warum nicht "es sind keine Vögel zu hören" ... oder "die Rinden der Bäume scheinen violett zu leuchten" ... oder sonst was, was wirklich "auffallen" würde.

--- Ende Zitat ---
Okay, das ist tatsächlich ein Stück weit eher verstehen.

Wir hatten hier überlegt konkretere Fragen zu stellen um das zu unterstützen.

Nicht:
"Was fällt Dir im Wald auf?"

Sondern:
"Dir Springt ein Baum ins Auge der so viel anderes aussieht wie alle anderen, was ist an diesem Baum so besonders?"
"Der Weg Weg weißt Fahrspuren auf, aber kurz vor euch sind sehr deutlich große Abdrücke eines Tieres zu sehen das den Weg gekreuzt hat, um welches Hybridtier handelt es sich?"

Und dann notfalls nochmal nachfragen:
"Was macht dieses dichte Gestrüpp so anders von all den dichten Gestrüpps die Du kennst."

Vielleicht hilft sowas am Anfang sich umzustellen.

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