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Idee eines modernen Fantasy-Settings
Gunthar:
Abo da lass
Galatea:
--- Zitat von: Eleazar am 12.12.2025 | 21:38 ---Ich fände es spannend, zu überlegen, wie sich der europäische Kolonialismus anders entwickelt hätte, wenn es in Afrika eine mächtige Magokratie gegeben hätte?
--- Ende Zitat ---
Da hätten auch bei uns nur ein paar wenige Sachen anders laufen müssen, um einen solchen Fall eintreten zu lassen - ein paar weniger erfolgreiche Schlachten für die Europäer in Spanien und Griechenland, der Fall Wiens, keine amerikanische Flotte die in den frühen 1800er-Jahren die Barbary-Piratenreiche der afrikanischen Nordküste ausnockt, das Osmanische Reich hat ein paar kompetentere Herrscher und überlebt den ersten Weltkrieg, etc.
--- Zitat von: Eleazar am 12.12.2025 | 21:38 ---Oder ob Amerika Europa entdeckt hätte, statt andersrum.
--- Ende Zitat ---
Das hätte vermutlich am Lauf der Dinge garnicht so viel geändert. Der Grund warum die Europäer die neue Welt so effektiv erobern konnten waren die ganzen Seuchen, die sie mitgebracht haben - die gab es in Europa aber nicht aufgrund der Verstädterung (große Städte hatten die Inka und Azteken auch), sondern aufgrund des engen Kontakts von Menschen mit diversen Nutztieren in dieser engen Umgebung (letztlich waren das fast alles ursprünglich Zoonosen). Die Menschen der neuen Welt hatten aber schlicht kaum Nutztiere, d.h. hochgradig ansteckende direktübertragbare Seuchen gab es dort kaum.
--- Zitat von: Eleazar am 12.12.2025 | 21:38 ---Mit diesem Setting wäre ein Kalter Krieg zwischen Nato und Warschauer Pakt total reizvoll. Vertraut und fremd zugleich.
--- Ende Zitat ---
Dass sich eine hochtechnisierte, vernetzte Welt letztlich in ein paar wenige Pole/Bündnisse/Ideologien gruppiert ist denke ich nicht unwahrscheinlich und vermutlich sogar eine unvermeidbare Entwicklung - wobei eine Welt mit drei oder vier Polen (auf die wir so wie es aussieht aktuell zusteuern) sicher deutlich interessanter, aber auch schwieriger auszuarbeiten wäre.
Feuersänger:
Im Prinzip gefallen mir diese Setting-Ideen ziemlich gut, klingt einiges interessant und reizvoll. ^^
Allerdings fremdele ich ein bisschen mit "Modernes Zeitalter mit Magie". :think: Ist vielleicht nicht rational, aber ich nehme iwie automatisch an, dass die Existenz realer Magie in einer Welt die technologische Entwicklung hemmt. Vielleicht nur weil man das so von 99% der Fantasysettings so gewohnt ist - aber die Assoziation ist halt (bei mir) tief verwurzelt.
Aedin Madasohn:
ein Punkt für so ein Setting ist auch die Frage nach den Potenzierungsschritten zwischen Pharma und Heilmagie.
ein Bill Gates, der mal eben die Milliarde in harter Währung locker macht für den Mago-Ayuverda-Bacta-Tank,
welcher aber nur bei den Druidenzirkel des Dritten Weges läuft
(Quasi die Vertechung des keltischen Kessels der - nekromatiefreien!!!- Wiedergeburt),
könnte da so einiges an interessanten Konstellationen ergeben,
bis hin, dass ein Diktator nun doch klein beigibt im Next-Weltenbrand-Krieg, weil er unbediengt freies Geleit zu seiner Krebstherapie bei den 3W-Druiden braucht... ;D
moralisches Dilemata
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)darf man einem Kriegsherrn-Diktator ein hochgradig krebsauslösendes Gift injizieren, um ihn "so" friedensbereit zu spritzen?
blankes Meucheln würde den Diktator ja nur zum Märtyrer für seine WARG-Orken machen, die dann den nächsten Scharfmacher auf die Schilde heben.
ein "kränkelnder" und daher "ich will mich aber heilen lassen" Anführer :think:
>;D >;D >;D
nobody@home:
--- Zitat von: Feuersänger am 13.12.2025 | 02:16 ---Im Prinzip gefallen mir diese Setting-Ideen ziemlich gut, klingt einiges interessant und reizvoll. ^^
Allerdings fremdele ich ein bisschen mit "Modernes Zeitalter mit Magie". :think: Ist vielleicht nicht rational, aber ich nehme iwie automatisch an, dass die Existenz realer Magie in einer Welt die technologische Entwicklung hemmt. Vielleicht nur weil man das so von 99% der Fantasysettings so gewohnt ist - aber die Assoziation ist halt (bei mir) tief verwurzelt.
--- Ende Zitat ---
Käme halt immer drauf an, wie weit Magie eigentlich verbreitet ist und was sie kann. Denn natürlich ist technischer Fortschritt immer noch für all die Leute von Interesse, die keinen leichten Zugriff auf Zauberei haben oder etwas erreichen wollen, was man mit ihr einfach nicht schafft...und er ist auch gar keine "moderne" Erfindung, sondern den hat's immer schon gegeben, ich kenne aber spontan kein Setting, in dem die Existenz von Magie beispielsweise das Aufkommen von mittelalterlicher Technik aktiv behindert hätte. ;)
Wahrscheinlich ist das alles ein Stück weit dem Zeitalter der Aufklärung geschuldet, das die Welt zumindest aus rückblickender Perspektive (wie die Leute sie damals tatsächlich wahrgenommen haben, mag eine andere Frage sein) zunehmend "entzaubert" hat. Wir sind heute per Voreinstellung daran gewöhnt, daß es reale Magie -- zumindest solche, die sich nicht statt dessen hinter pseudowissenschaftlichem Geschwurbel versteckt, sondern einfach direkt als "Magie" anerkannt wird -- einfach nicht gibt, also muß sie in unserer Fantasie eben entweder etwas sein, was es nur früher gab und dann verschwunden ist (da liegt die Annahme dann nahe, daß sie sich mit irgendwelchem modernen Zeugs wohl nicht vertragen hat), oder aber sich in der modernen Welt gut vor uns "Uneingeweihten" verstecken. Andere Alternativen sind prinzipiell vorstellbar, und um eine davon geht es hier denn auch...aber daß die sich dann weniger intuitiv anfühlen, ist nachvollziehbar.
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