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Idee eines modernen Fantasy-Settings

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nobody@home:

--- Zitat von: Skaeg am 19.02.2026 | 10:37 ---Das Land mit der größten Bevölkerung und dem (mit großen Abstand) größten Output der verarbeitenden Industrie ist welches? Und wie wird das regiert?

--- Ende Zitat ---

Da würde ich als erstes mal sagen: "Die meisten" sind nicht "alle". Und zweitens wäre dann mal (soweit von außen überhaupt machbar) nachzuverfolgen, wie groß in China eigentlich der Anteil der verarbeitenden Industrie relativ zur Bevölkerungszahl tatsächlich ausfällt -- mit der größten Bevölkerung als Basis kann die nämlich prinzipiell anteilsmäßig deutlich kleiner ausfallen als anderswo und trotzdem in absoluten Zahlen locker den Output von zwei, drei nicht ganz trivialen "höher technisierten" Nationen zusammen schlagen.

Und wie das dann wiederum auf Tellos aussieht...

Feuersänger:
Ja, Leseverständnis ist halt nicht jedermanns Sache.

Davon abgesehen, dass China quasi ein reiner Agrarstaat war als die dortige Staatsform entstanden ist. Dass die dann industrialisiert und modernisiert haben, ist halt in dem Sinne durchaus eine Ausnahme für Diktaturen -- aber das geht halt Hand in Hand damit, dass dort auch zumindest in einigen Regionen kontinuierlich an der Verbesserung von Lebensstandard und Infrastruktur gearbeitet wird, wohingegen man in der klassischen Bananenstaat-Diktatur maximal eine Eisenbahn von Bergwerk oder Ölquelle zum Hafen bauen will.

Chaos:

--- Zitat von: Feuersänger am 13.12.2025 | 02:16 ---Im Prinzip gefallen mir diese Setting-Ideen ziemlich gut, klingt einiges interessant und reizvoll. ^^

Allerdings fremdele ich ein bisschen mit "Modernes Zeitalter mit Magie".  :think: Ist vielleicht nicht rational, aber ich nehme iwie automatisch an, dass die Existenz realer Magie in einer Welt die technologische Entwicklung hemmt. Vielleicht nur weil man das so von 99% der Fantasysettings so gewohnt ist - aber die Assoziation ist halt (bei mir) tief verwurzelt.

--- Ende Zitat ---

Zumindest würde die technologische Entwicklung eher nicht so verlaufen wie historisch. Entweder weil die Magie die Technologien überflüssig (oder zumindest viel zu aufwändig im Vergleich zum Mehrwert) macht, oder weil die Einbindung der Magie in die Technologie die Entwicklung in eine völlig andere Richtung schickt.

caranfang:

--- Zitat von: Chaos am 19.02.2026 | 19:29 ---Zumindest würde die technologische Entwicklung eher nicht so verlaufen wie historisch. Entweder weil die Magie die Technologien überflüssig (oder zumindest viel zu aufwändig im Vergleich zum Mehrwert) macht, oder weil die Einbindung der Magie in die Technologie die Entwicklung in eine völlig andere Richtung schickt.

--- Ende Zitat ---
Ich bin dauf ausgegangen, dass Magie den technologischen Fortschritt hemmt, aber die technologischen Entwicklungen in etwas gleichbleiben. Schau mal in das Geschichtsdokument. Vom Anfang der Jungsteinzeit bis zur Gegenwart sind auf Tello 25.000 Jahr vergangen. Auf unserer Erde brauchten die Menschen für den gleichen Fortschritt etwas weniger als die Hälfte der Zeit. Die erste Mondlandung fand auf Tellos 1912 n. D. statt, also vor 114 Jahren (das derzeitige Jahr ist 2026 n. D.), auf der Erde waren es gerade mal 57 Jahre.

nobody@home:
Inwieweit Magie den technischen Fortschritt nun "hemmt" oder nicht, ist ohnehin noch mal eine Frage demographischer und sonstiger gesellschaftlicher Faktoren. Traditionell ist Magie ja meist eher etwas für die wie und von wem auch immer auserwählten Eliten, während Technik bei entsprechenden Fertigungsmöglichkeiten deutlich eher auch mal den ungewaschenen Massen etwas bringt, die selber eben keine Magie beherrschen oder sonstwie zur Verfügung haben -- die zumindest anfangs eventuell überlegene Magierseite mag also einerseits zwar ein gewisses Interesse daran haben, daß sich Technik nicht zu schnell durchsetzt und sie mit zu fortgeschrittenen eigenen Möglichkeiten dann allein schon durch die schiere Überzahl ihrer Anwender an die Wand drückt, andererseits sind aber auch ihre Fähigkeiten zur zuverlässigen Unterdrückung solcher Entwicklungen bereits durch ihre geringere Kopfstärke und die praktisch unvermeidbaren persönlichen Uneinigkeiten in der eigenen nominellen Gesamtfraktion begrenzt.

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