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Warum laufen Eure Kampagnen aus?

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schneeland:
Im Studium versackten Kampagnen häufiger mal bei 80-90%, weil der Spannungsbogen nicht passte und sich das Ende der Kampagne zu sehr zog (es wurde dann aber typischerweise mit den gleichen Leuten einfach eine neue Kampagne angefangen). Manchmal gab's auch zwischenmenschlich Probleme, aber das war dann typischerweise recht schnell klar.

Heutzutage ist Problem Nummer 1, dass das Leben dazwischenkommt. Und weil eben bei allen oder zumindest den meisten Beteiligten in unserem Altar der Spielraum geringer als früher ist, findet sich dann manchmal einfach kein brauchbarer Spieltermin mehr. Nummer 2 wären dann, weiterhin, zwischenmenschliche Sachen (in den letzten 10 Jahren leider auch zweimal bei Gruppen passiert, die schon recht lange zusammen spielten).
Und so ein bisschen habe ich das System-ADHS-Problem auch (vor allem bei D&D war bei mir zwischenzeitlich mal komplett die Luft raus), aber das hält sich glücklicherweise einigermaßen in Grenzen, weil dank Online-Spiel die Variation mittlerweile einigermaßen hoch ist.

Feuersänger:
Wild durcheinander aus meiner Historie:

- Dissonanz innerhalb der Gruppe (zB zw SL und Spielern), Kampagne wurde im Sande verlaufen lassen
- nach einer Ferien- oder Feiertagspause (Weihnachten) hat niemand mehr seinen Arsch hochbekommen zwecks Termin
- Kampagne erfolgreich abgeschlossen
- Kampagne gescheitert (TPK)
- SL hat die Lust verloren (und entweder gleich abgebrochen oder so einen Stuss geleitet bis die Gruppe gemeutert hat)
- Gruppenmitglieder sind weggezogen
- es ließen sich einfach keine sinnvollen Termine mehr finden / Spieler im RL überlastet / Spieler unzuverlässig (lassen Termine kurzfristig platzen) etc (*)

Mehr fällt mir jetzt grad nicht ein, aber das sind so die üblichen Verdächtigen.

Edit:
*) Ich muss dazu sagen, dass ich da relativ kompromisslos bin. Es gibt mir einfach überhaupt nichts, einmal im Monat oder seltener zu spielen, oder sehr kurze Sitzungen die kaum zum recap reichen. Wenn sich solche Konstellationen abzeichnen, wähle ich lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

gilborn:
Bei mir gabs folgende 4:

* Alle ursprünglichen SCs Tod, danach ausgelaufen mangels Interesse & Lebensveränderungen (1x)
* Rumgezicke zwischen den Spielern (1x)
* Spieler wurden nach den Regeln zu übermächtig, so dass der SL keine Lust mehr hatte (1x)
* Die offenen Storyenden haben zu einen natürlichen Ende geführt (alle anderen Kampagnen)

Raven Nash:
In all den Jahren sind nur zwei Kampagnen "gestorben". Das waren beides StarWars-Kampagnen.
Die eine hatte ein Ende, allerdings mit "To Be Continued" - da hatte ich aber an SW bereits das Interesse verloren (und das kam auch nie wieder).
Die andere wurde während Corona online gestartet, allerdings mit einem Paar, das davor ein Kind bekommen hatte. Und demnach die beiden es nicht geschafft haben, das Kleinkind am ins-Mikro-brüllen zu hindern, hab ich dann abgebrochen. War dann auch das letzte Mal, dass ich mit den beiden gespielt hab (waren davor über 10 Jahre Spieler in meiner Gruppe).

Alle anderen Kampagnen fanden entweder ein dezidiertes Ende, oder hatten ein "Staffel-Ende" bei dem die Serie nicht verlängert wurde. Hätte man fortführen können, war aber auch nicht notwendig.

Skaeg:
In den letzten 10 Jahren waren statistisch gesehen die häufigste Ursache für das Scheitern (entweder Eingehen oder gleich am Anfang nicht funktionierenden) von Kampagnen die Corona-Maßnahmen und die damit einhergehende Verlegung auf Onlinespiel. Das betraf IIRC insgesamt fünf Kampagnen, die entweder schon vorher liefen (und dann eingeschlafen sind) oder gleich als Onlinekampagnen begonnen wurden und nichts geworden sind.

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