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[Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
Weltengeist:
--- Zitat von: Lovecraft am 27.07.2026 | 08:58 ---Dieser Film ist der perfekte Beweis dafür, dass das Internet einfach scheiße ist und dass man selbst leider doch immer wieder beeinflusst wird.
--- Ende Zitat ---
Tatsächlich war ich bei dem Film auch kurz davor, ihn von der Liste zu streichen, weil ich so viel Negatives darüber gelesen habe. Nur weil mein Sohn den gerne sehen wollte, bin ich dann doch mitgegangen - und war total positiv überrascht.
Ich habe immer häufiger den Eindruck, dass Leute "Ich hätte dies oder das anders gemacht, wenn ich der Regisseur / Drehbuchautor / Produzent wäre" mit "Der Film ist schlecht" verwechseln. Sie entwickeln im Vorfeld eine (teils sogar krass detaillierte) Vorstellung, wie der Film sein soll, und sind dann überracht und verärgert, dass der Film davon abweicht. Wirklich völlig unverständlich, dass niemand sie zum Regisseur gemacht hat, sondern so einen Kretin wie beispielsweise Christopher Nolan... ::)
Für mich selbst ist es zunehmend heilsam, mit möglichst wenigen Vorab-Erwartungen ins Kino zu gehen und sich einfach mal auf das einzulassen, was sich die Kreativen da gedacht haben. Ohne Vergleiche mit irgendwelchen Vorgängern, Buchvorlagen, Genrevertretern oder eigenen Vorstellungen. Dann findet sich nämlich in überraschend vielen Filmen etwas (oder sogar viel) Gutes. Und falls nicht: Nicht "hat mir nicht gefallen" mit "ist scheiße" verwechseln. ;)
Horsinand:
Bei mir wächst der Film im Nachhinein. Ich denke über Details nach (wie den Inhalt des Gesangs der Sirenen). Für viele diese Details bleibt beim Schauen oft keine Zeit, weil der Film so lange dauert 😉
gilborn:
--- Zitat von: Horsinand am 27.07.2026 | 18:39 --- (wie den Inhalt des Gesangs der Sirenen).
--- Ende Zitat ---
...wait what?
Das ist an mir vorbei gegangen, magst du in nem Spoiler schreiben was der Inhalt war?
Horsinand:
Sinngemäß und für mich der Kern
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Was du am meisten begehrst, ist das, was du am wenigsten haben kannst - und das, was du am wenigsten haben kannst, ist das, was du bereits hattest, und verloren hast
Prisma:
Mag man ja anders sehen, aber ich denke, Nolan ist der falsche Mann, um Mythen zu verfilmen. Er hat einen mythischen Stoff genommen und diesen, Zyklop, Circe usw. hin oder her, im Prinzip entmythisiert. Relativer Realismus ist das was Nolan gut bis sehr gut kann. Aber eine Odyssee muss in meinen Augen mythisch sein. Zack Snyder zum Beispiel kann das besser. Sein 300 ist die Comicverfilmung eines historischen Ereignisses, welches er mythisiert hat. Nolans Odyssee ist ein Mythos welches Nolan auf seinen Realismus heruntergebrochen hat.
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