Das Tanelorn spielt > [Ruin Master] Snow Saga
[RMS-S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
klatschi:
Hírngar
auf dem Gang vor seiner Kammer in Hallwind
Die Augen weit aufgerissen, starrt Hírngar auf das Nichts in seinem Zimmer, das zerfallene Kind, der Dämon, der Geist, das... das Wesen, das ihn heimsuchte. Was soll ich sagen?
"Es war der Hass auf alles Lebende..." entfuhr es ihm, er fröstelte, sein Körper schüttelte sich kurz und heftig, als er sich an die Kälte erinnerte. Und dann brabbelte er los, unkontrolliert, unstrukturiert, starrte weiterhin auf sein Bettende, lenkte seinen Blick nicht auf den skwilden oder Aeryn.
Er berichtete von seinem Traum, in knappen Zügen, in Worten, die dem Gefühl der Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und Kälte nicht gerecht wurden. Worte versagten, Hírngar ärgerte sich, dass er nicht die richtigen Ausdrücke für das fand, was er wirklich vermitteln wollte, was er wirklich fühlte. Aber was fühle ich denn? Was war das? War es Hoffnungslosigkeit? War es Angst? War es ein Traum?
Das Mädchen am Ende seines Bettes. Der Holzfäller beschrieb sie im Detail, ohne wirklich zu beschreiben, wie furchterregend sie war.
Endlich blickte er seine Gefährten an.
Jetzt erst konnten sie erkennen, dass Hírngar weinte, und dass die Tränen an seinen Backen gefroren.
pharyon:
Aeryn
auf dem Gang vor Hírngars Kammer in Hallwind
Aeryn war sich nicht sicher, ob sie richtig verstand. Das was Hírngar erzählte, was aus ihm herausquoll war schwer verständlich, irritierend und ... gruselig. Aber sie sah, was das Erlebnis bei ihm auslöste. Aeryn fühlte sich hilflos. Gegen so einen Gegner, so ein Geschehen, fiel ihr nichts ein. Zwar hatte ihre Mutter ihr ein paar fantastische Geschichten, ein paar Märchen, erzählt, und auch die ein oder andere Erinnerung an ihren Vater enthielt Erzählungen von mystischen Dingen. Aber seit sie unterwegs war, kamen ihr derlei Erlebnisse nicht mehr vor. Sie wusste, dass es Magie und Mystisches gibt, hatte selbst jedoch nie einen Zugang dazu gefunden. Jetzt saß, nein, kauerte vor ihr Hírngar, ein gestandener kräftiger Mann, und war hilflos. Was sollte sie nur tun?
Ein paar Augenblicke überdachte Aeryn die Situation, ihre Hilflosigkeit, ihr Mitleid, den Schrecken, den das alles auslöste. Dann kam er endlich. Der eine hilfreiche Gedanke. Kleine Schritte. Aeryn überwand ihre Starre, steckte den Dolch in die Dolch-Scheide und näherte sich Hírngar. Mit Blick zu Gylfi sagte sie nur ein Wort. "Decke." Dann umarmte sie Hírngar, versuchte, ihre Wärme mit ihm zu teilen. Ihn so wieder zum Leben zurückzuholen.
Denn er war eiskalt.
Hinxe:
Gylfi
Auf Feste Hallwind, vor Hírngars Kammer
Auch Gylfi tat sich schwer damit, den Ausführungen Hírngars zu folgen. Er wird es später wiederholen müssen. Als sein Gefährte zu der Beschreibung des Mädchens kam, warf er einen schnellen Blick in die Zelle, um sicherzustellen, dass keine Gefahr mehr drohte.
Aeryn überraschte den Alten mit ihrer Geste, obwohl sie doch so naheligend war. Er nickte knapp, eilte in seine eigene Kammer und holte die Decke, die ihn selbtst noch vor Augenblicken im Schlafe warm gehalten hatte. Er kniete sich hin und breitete sie sanft über die Beiden aus. Schwerfällig erhob er sich mit einem Ächzen. "Ich werde etwas Wärmendes besorgen."
Er machte sich auf, um einen Wächter, einen Sklaven oder die Küche zu finden. Ich kann auch einen Schluck Brand vertragen. Bei seinen Worten lief es mir kalt den Rücken runter...
klatschi:
Hírngar
auf dem Gang vor seiner Kammer in Hallwind
Die Nähe zu Aeryn hätte Hírngar in einer anderen Situation erstaunt - seine Gefährtin hatten etwas Respekteinflössendes an sich, dass sicher in Hírngars fehlendem Kontakt mit ihrem Volk und den Geschichten in seinem Kopf zusammenhing. Doch ihre Nähe war tröstend, angenehm warm. Geteilte Wärme, anders als die Einsamkeit der Eiseskälte und die Todesgestalt. Die Decke fühlte sich nach Geborgenheit an und in Aeryns Armen weinte der Holzfäller, er weinte aus Angst, aus Hilflosigkeit, aus Anspannung wegen Miris Verschwinden. Hírngar weinte auch aus Dankbarkeit, für die Wärme, die Geborgenheit ihrer kleinen Gemeinschaft, weil er nun angekommen war.
Er weinte, bis seine Tränen versiegten.
„Was war das, bei allen Göttern der Erde??“ krächzte er und hoffte, dass seine Gefährten mehr verstanden als er.
pharyon:
Aeryn
auf dem Gang vor Hírngars Kammer in Hallwind
Aeryn ließ ihn weinen. So ganz verstand sie noch nicht was er gesehen hatte. Aber sie merkte, dass ihm die Nähe guttat. Ihn beruhigte, auch wenn er noch immer sehr verstört war. Die Sache war ihr nicht geheuer. Warum hatte Hírngar diese Art von Begegnung? Oder war es eine Vision? Oder nur ein Alptraum. Letzteres konnte sich Aeryn nicht vorstellen. Auch wenn sie in diesen Dingen nicht bewandert war. Sie streichelte Hírngar noch immer durch sein Haar, hielt seinen Kopf an ihrer Schulter geborgen. Was machen wir jetzt? Vielleicht weiß Gylfi Rat? Ein Blick in seine Richtung offenbarte, dass er noch nicht zurück war. Wie lange ist er jetzt schon unterwegs? Aeryn hatte ihr Zeitgefühl etwas verloren. Hoffentlich war Gylfi nichts auf seinem Weg zugestoßen. Sie konnte ihm jetzt nicht helfen.
Etwas später antwortete Aeryn auf Hírngars Frage. "Ich weiß es leider nicht. Vielleicht weiß Gylfi etwas mehr. Wir werden es herausfinden, vielleicht dauert das aber etwas. Wer weiß, ob das dann gut oder schlecht für uns ist." Aeryn atmete tief durch. Das, was jetzt vor ihr lag, war schwierig, machte ihr Angst. "Wenn du willst helfe ich dir ein wenig. Ich habe vor langer Zeit gelernt, dass man den Schrecken mindern kann, wann man das Erlebte wiedergibt, aber dabei geführt oder abgelenkt wird. Das nimmt dem Schrecken ein wenig Macht. Willst du das versuchen?" Bei der Frage versuchte Aeryn, Hírngar ins Gesicht zu schauen, aus seiner Reaktion abzulesen, wie weit sie beide gehen konnten.
Wenn ich hier einen Fehler mache, wird der Schrecken nur noch schlimmer in ihm. Oder wächst auch in mir. Sie hoffte, dass sie keinen Fehler machen würde.
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