Das Tanelorn spielt > [Ruin Master] Snow Saga
[RMS-S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
klatschi:
Hírngar
auf dem Gang vor seiner Kammer in Hallwind
Hírngar starrt immer noch auf seine Kammer, das Bett und meint, den Schemen der Gestalt zu erkennen. Er fühlt die Nähe von Aeryn und die dankbare Wärme ihres Körpers und der Decke. Die Angst, die Panik, sie kriechen langsam fort, verblassen. Der Verstand setzt wieder ein.
"Aeryn, was ist, wenn es mit dem Gedicht zu tun hat? Mit Miris Erinnerungen?"
Er zitiert die Worte, kann sie auswendig, seine Stimme nimmt leicht den Singsang des Kinderliedes an, das ihm hilft, die Worte zu verinnerlichen.
"the days of light rush by, dark times shall come."
Hinxe:
Gylfi
Auf Feste Hallwind
Gylfi hatte sich von einem Sklaven eine Schüssel heißer Suppe und ein Horn warmen Mets bringen lassen. Den ebenfalls verlangten kleinen Becher Schnaps hatte er sofort runtergestürzt. Während er auf den Mann hatte warten müssen, war er volle Sorge um seinen jungen Gefährten gewesen. Der Geist ist eine zerbrechliche Angelegenheit. Der Körper mag stark sein, aber wenn der Wille zum Leben erlischt...
Bei Hírngar angekommen hörte der Alte noch die von Miri stammendenden düsteren Worte. Zuerst bot der dem unter der Decke kauernden Mann die wärmende Speise an. "Hol Dir ein bisschen der Wärme der Lebenden zurück, bevor wir uns solchen Dingen zuwenden!", sagte er mit sanfter Stimme. Mit einem fragenden Seitenblick zu Aeryn bot er ihr das Horn mit dem gewärmten Honigwein an.
pharyon:
Aeryn
auf dem Gang vor den Kammern in Hallwind
Aeryn nimmt das Horn, das Gylfi ihr anbietet, gerne. "Danke." Ein tiefer Schluck hilft ihr, ihre Gedanken zu sortieren. "Ich weiß nicht, ob die Erscheinung hier mit den gesammelten Versen zusammenhängt. Es ist gut möglich. Wie dem auch sei. Wenn die Verse Wahrheit werden sollten, werden wir das früher oder später erfahren. Jetzt im Moment zählt für mich euer Wohlergehen und dass wir herausfinden, ob Miri noch lebt oder, wenn nicht, wo ihre... ihr Körper noch ist, um sie zu ihrem Vater zu bringen. Kannst du aufstehen?" Langsam versucht sie Hírngar aufzuhelfen und ihm die Decke wieder umzusehen. "Wie fühlst du dich jetzt im Moment?".
Outsider:
Vor dem Fenster von Hirngars Kammer tanzen die Schneeflocke. Die Dächer von Hallwind werden weiß und in den Ecken der Gassen sammeln sich die Flocken. Der Winter naht und tiefhängende graue Wolken tragen die Kälte von den eisigen Ebenen hinter den Eisenbergen bis weit hinein in die Wildlande. Der Wind heult und säuselt um den Bergfried und immer wenn ihr meint das Wimmern und Klagen verschwindet im Hintergrund ist da ein Flüstern in den Böen. Ihr könnt nicht sagen ob ihr es wirklich hört oder ob es nur der Wind ist eine Einbildung der Ereignisse.
klatschi:
Hírngar
auf dem Gang vor seiner Kammer in Hallwind
Hírngar nimmt Aeryns Angebot an, richtet sich langsam auf, er ist schwach. Ausgelaugt. Der Schrecken des Traums, der lebendige Alptraum der Gestalt vor seinem Bett, der Weinkrampf - es hat ihn einfach grundlegend erschöpft. Der Holzfäller spürt, wie eine große Anspannung von ihm abgefallen ist, als er geweint hatte und sich der Nähe und Wärme seiner Freundin hingegeben hatte.
Endlich angekommen. Ich habe endlich meinen Platz gefunden. Das Gefühl erwärmt ihn immer noch, dankbar greift er zur Suppe und setzt die Schale an. In der Kälte des aufziehenden Winters ist sie schon etwas abgekühlt, aber dennoch etwas zu heiß. Nur ein wenig. Hírngar setzt sie an, trinkt in kleinen Schlucken und genießt das Brennen in seinem Körper, das Gefühl, etwas anderes spüren zu können, als Kälte.
"Ich weiß nicht..." fängt er an. Hat es etwas mit dem Lied zu tun? Steht uns das Ende der Welt bevor? Er ringt nach Worte. Wie fühle ich mich eigentlich? Emotionen stürmen auf Hírngar ein, Gefühle, die er immer zurückgedrängt hatte. Die Sehnsucht, Miri zu finden, um sie nach Hause zu bringen. Die Spuren von Unsicherheit in der Gesellschaft seiner Begleiter. Der Traum eines Lebens aus den Legenden. Das Suchen nach Worten. Der Schmerz in seinen Knochen. Die Müdigkeit. Ich bin so müde.
Er fängt erneut an.
"Ich bin so müde, Aeryn." Eine kurze Pause. "Und ich habe Angst - vor dem, was ich gesehen habe... Aber auch vor dem, was wir finden werden." Alles muss raus, wir sind unter uns. Sie haben es verdient. Ich kann ihnen trauen. Er flüstert, hat Angst, dass fremde Ohren das hören könnten.
"Ich... ich habe Angst um Miri. Ich fühle mich ihr verbunden. Also, nicht so wie ihr jetzt meinen könntet - sie hat mich geöffnet, mich einfach angesprochen, mir Geschichten erzählt... Ich..." Hírngar beginnt zu stammeln, wieder überfordert, seine Gefühle für Miri in Worte zu gießen. "Es ist ungerecht, dass sie diesem Idioten zur Braut gegeben wurde, sie hat so viel besseres verdient und sie war so traurig. Und zurecht. Und ihr Vater hat sie an eine Familie mit Namen verkauft im letzten Winkel des Landes und weint bittere Tränen, die seine Schuld sind und nun ist sie vielleicht tot und dieses dreckige Schwein eines Bräutigams lebt und die Götter der Erde und der Dunkelheit seien mein Zeuge, ich werde..." Hírngar merkt, dass er sich in Rage redet, nimmt den Met und trinkt einen Schluck. Besser so.
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