Autor Thema: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden  (Gelesen 199 mal)

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Akt I
- Zeit des Zorns -
Auf dem Kupferweg nach Norden

Der Landstrich nördlich von Storhavn war für die Maßstäbe der Wildlande dicht besiedelt auch wenn es nur ein paar Weiler und drei größere Farmen waren an denen ihr vorbeikommen würdet. Sote machte euch Hoffnung darauf, dass ihr hier noch öfters mit einem Dach über den Kopf als Schlafplatz rechnen konntet. Gerade auf den größeren Farmen mit so wohlklingenden Namen wie Grünwall, Saatheim oder Outhelm würde man euch sicherlich freundlich empfangen. Die Farmen lagen nur wenige Meilen ab vom Kupferweg und wenn ihr die Nächte nicht in Regen und Kälte verbringen wolltet waren das Alternativen die sich anboten.

Das Land war geprägt durch die Hügel von "Ulve und Strafe" in deren Herzen die Festung-Stadt Hallwind thronte. Die Hügel waren sanft ansteigende Kuppen die mit wenigen ausnahmen nicht sonderlich hoch waren und deren Gipfel allesamt frei von Fels und mit saftigem Grün bedeckt waren, welches jetzt jedoch von blasser fahler Farbe war und sich vor dem kalten Wind beugte. In den Einschneidungen und Tälern zwischen den Hügel gab es eine große Anzahl von Auen und Flussläufen die mit dem ständigen Regen angeschwollen und teilweise über die Ufer getreten waren doch der Kupferweg war auch dafür ausgelegt. Mal führte eine weitläufige Brücke über das Gebiet oder es war ein Damm errichtet worden, welcher Durchlässe für das eilende Wasser hatte aber die Straße soweit erhob, das sie nicht überschwemmt wurde. 

Meist wart ihr alleine auf der Straße und das Land schien Menschenleer. Nur selten traft ihr andere Reiter oder mal einen Wagen. Meist Menschen mit Geschäften auf den Gehöften und Weilern oder Reisende wie euch die von Hallwind nach Storhavn oder zurück wollten.

Dieser, der dritte Morgen eurer Reise, unterschied sich kaum von denen davor. Ihr konntet die Sonne im Osten aufgehen sehen, bevor sie sich über die Wolken erhob, verblasste und nur ein graues trübes Licht übrigblieb. Starke Winde fegten über die Hügel und trieben die Wolken in wilden Fetzen über den Himmel, was dazu führte, dass immer wieder heftige Schauer niedergingen. Die eisigen Winde verwandelten die Tropfen in Eiskristalle welche schneidend auf euch einprasselten nur um so schnell zu verebben wie sie gekommen waren. 
« Letzte Änderung: 2.01.2026 | 12:50 von Outsider »
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Offline Hinxe

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Gylfi
Auf dem Kupferweg Richtung Hallwind


Der Wechsel vom luxuriösen Leben als Gast in Oktar Grimmes Hallen zum entbehrungsreichen Dasein als Reisender auf dem Kupferweg fiel Gylfi leicht. Er war selber überrascht und brauchte eine Weile, um zu verstehen, woran es lag. Immerhin bestimmen wir, wo es hingeht. Immerhin sehen wir, dass wir vorankommen. Der Wald hatte tiefe Spuren in Gylfi hinterlassen.

Gleich zu Beginn der Reise hatte der alte skwilde Sote Heilung angeboten, auch um mit dem Boten ins Gerspräch zu kommen. Schließlich stellte er dem Sklaven die Fragen, die ihm schon seit dem Raum der Runen im Kopf herumgingen.

"Sag Sote, wer genau ist dieser Haldur Ouvar? Wessen Mann ist er? Werden wir ihn in Wretguard sprechen können? Wurden seine Angaben überprüft?" Gespannt beobachtete Gylfi sein Gegenüber und hoffte auf erhellende Antwort.
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Offline Outsider

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Sote war mehr als glücklich über die angebotene Hilfe. Wie ihr gelernt hattet war es Sklaven verboten selbst um Gefallen für sich zu bitten, die ihnen nicht von alleine gewährt wurden. Die Wunden der Auspeitschung waren notdürftig versorgt worden, aber die Verbände mussten regelmäßig gewechselt werden um Entzündungen zu vermeiden und selbst ohne das waren sie unheimlich schmerzhaft.

Sote ließ sich nichts anmerken und war vollkommen überrascht von der Güte und Gnade die ihr ihm entgegenbrachtet. Er hatte euch bis dahin zwar für Ausländer gehalten, aber für hochgestellte unter den Jarls so wie Oktar euch behandelte. Kaum jemand der sich für die Belange eines Sklaven interessierte. Gylfis Behandlungen brachten ihm deutliche Linderung und er war nur allzu gern bereit all eure Fragen zu beantworten. Er betonte immer wieder, dass er zu fast allen in Wretguard etwas sagen konnte, kannte er die Familien doch sehr gut.

„Haldur Ouvar ist der Scharfrichter und Rechtsprecher von Wretguard, einen Posten den schon seine Vorfahren und Vorvorfahren innehatten. Tomus hat niemanden ausgeschickt um die Angaben von Haldur zu überprüfen. Haldur genießt ein hohes Ansehen und um ehrlich zu sein, sein Posten als Richter und Vollstrecker macht es schwer ihm zu widersprechen. Vielleicht…“ Sote muss kurz über seine Worte nachdenken „…vielleicht hat der Fylkjarl inzwischen jemanden geschickt. Er ist kein schlechter Mensch, aber seine Gier steht ihm immer wieder im Weg, wisst ihr!?“

„Haldur ist dem Hagtorn Clan treu ergeben, seine Familie stellt die Hirdmänner des Clans, alles versierte Krieger und der Name hat eine lange Geschichte in der Gegend rum um Wretguard. Wäre das Schicksal im wohlgesonnen gewesen hätte Haldur jetzt vielleicht Fylkjarl sein können oder sogar der einzig wahre König der Wildlande. Ouvar der Enthaupter ist sein Vorfahre, der Saga nach diente er den Königen der Wildlande schon als Scharfrichter. Es gibt einen Vers über ihn!“

Sote räuspert sich, seine Augen glänzen vor Freude das er etwas vortragen darf und Gylfi ihm zuhört.

Ouvar der Enthaupter.
Des Kupfers Mann.
So stark, so groß, gerecht war seine Hand.
Der Gesetzlosen Weg war lang und gewunden.
Dem Tod, unserer Herrin, konnte niemand widerstehen.
Am Ende der Reise, von nun an bis in alle Ewigkeit
Trennt sein Hieb den Kopf vom Körper.
Hoch auf dem Hügel des Scharfrichters weht sein Umhang.
Die Klinge so scharf, der Hieb so kühn fielen unter ihm Männer wie Frauen.
Alt und Jung, die Köpfe an die hunderte zählen.
Er ist der Schnitter.
Er ist der Ender von Blutlinien, den Ouvar ist sein Name.
Ouvar der Enthaupter.

„Die Sagas berichten das Ouvar der Enthaupter zu seiner Zeit von den Menschen gemocht wurde und möglicherweise wäre er der nächste König der Wildlande geworden.“

Sote erzählt weiter.

„Aber das Schicksal meinte es nicht gut mit ihm. Eines Tages brannte sein Haus nieder und seine ganze Familie kam in den Flammen um. Viele glaubten die Seelen der Toten die unter seinen Hieben gestorben waren, wären zurückgekommen und wollten Rache. Er selbst erlitt schwere Verbrennungen und als er sich von Hügel des Scharfrichters zurück nach Wretguard schleppte soll ein Ioi auf ihn aufmerksam geworden sein, der ihm einen Pakt anbot, dafür würde der Ioi ihm seine Familie zurückgeben. Welcher Natur der Pakt war ist nicht überliefert, doch Ouvar der Enthaupter soll abgelehnt haben. Manch einer ist der Meinung, das waren nur Fieberträume des Mannes, aufgrund seiner schweren Verbrennungen. Die zu überleben allerdings schon ein Wunder war.“

„Das ist die Geschichte zum Vorfahren und ob wahr oder nicht die Leute glauben mal mehr mal weniger daran. Wer widerspricht schon jemanden dessen Vorfahr den Pakt eines Ioi abgelehnt hat? Oder, wie andere meinen, den Pakt eingegangen ist. Jedenfalls, rate ich euch diese Geschichten um seine Vorfahren nicht in Gegenwart von Haldur Ouvar zu erwähnen, die Ouvars reagieren sehr genervt auf diese alten Sagas und Gerüchte. Wer kann es ihnen verübeln.“
« Letzte Änderung: 2.01.2026 | 22:08 von Outsider »
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Offline pharyon

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Aeryn
Auf dem Kupferweg Richtung Hallwind


Der Aufbruch kam Aeryn gelegen. Endlich nehmen wir unser Schicksal wieder in unsere Hände. Aufmerksam hörte sie Sote zu, wenn er erzählte. Und wechselte sich mit den anderen beiden beim Versorgen der Wundverbände ab. Die Informationen über Haldur Ouvar sog sie in sich auf, genauso wie den Vers über dessen Vorfahr. Meistens hielt sie jedoch auf dem Weg Ausschau nach Hindernissen und Gefahren.

Bei einer Rast, während sie seine Wunden versorgte und Sote Essen und Trinken reichte, erkundigte sich Aeryn bei Sote. "Sagt, was könnt Ihr über Euch und Eure Familie erzählen? Welche Handwerke beherrscht ihr, wie groß ist Eure Familie und geht es allen gut? Und: Was könnt ihr uns über Wretguard erzählen? Gibt es dort demnächst besondere Tage? Wie viel Wachen hat es dort? Was für Handwerke werden dort vornehmlich betrieben?" Aeryn lächelte den Sklaven an und gab ihm zu verstehen, dass er ihr keine falschen Antworten geben konnte und daher frei (frei!) war, so viel oder wenig zu erzählen, wie er mochte. Aufmerksam hörte sie ihm zu, während sie die Umgebung ihrer Truppe nie ganz aus den Augen ließ.
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Über das knackende und wärmende Feuer hinweg blickt Sote in den dunklen Himmel über euch. Es wirkt kurz so als würde ein Hauch von Schwermut einen Schatten über seine Züge legen, doch dann blickt er zu Aeryn rüber und das Lächeln kehrt in sein Gesicht zurück.

„Ich habe nur noch meinen Vater Greld, er steht ebenfalls in den Diensten der Hagtorns. Meine Mutter starb früh und Geschwister sind mir nicht vergönnt. Die Hagtorns sind gut zu uns Sklaven, keine unnötigen Schläge oder Schikanen, sie behandeln uns fast wie freie Wildländer. Mein Vater…“ ein verschmitztes, spitzbübisches Lächeln schleicht sich auf das Gesicht des Sklaven „…ist ein ziemlicher Schwerenöter, er hat etwas, ach…“ Sote seufzt „…dem die Frauen nicht widerstehen können. Er ist vorsichtig, aber sie stehen einfach auf ihn, manchmal glaube ich…“ Sote senkt seine Stimme „…Huld ist gar nicht Tomus Sohn, in seinem Herzen kommt er eher nach meinem Vater, was uns zu Halbgeschwistern machen würde. Aber das habe ich euch nie erzählt!“

Verschwörerisch blickt der Sklave in die Runde.

„Huld hat es nicht leicht, Tomus Brüder, seine Onkel haben es auf ihn abgesehen. Mehr als eine Nacht hat er sich unter ihren Schlägen in den Schlaf geweint. Er behandelt die Sklaven nicht gut, was er von seinen Onkeln bekommt gibt er an uns weiter. Er könnte ein guter Mensch sein, aber die Umstände…“ hier verstummt Sote, hat er doch vielleicht schon zu viel erzählt.

„Feiertage stehen nicht an in nächster Zeit. Wretguard ist ziemlich klein, nur noch ein paar Familien mit vielleicht ein dutzend Hirdmänner die alle von den Ouvars gestellt werden. Früher war Wretguard mal ein Basislager für die Bergleute und Steiger, jetzt stehen viele Häuser leer. Handwerk wird ebenfalls kaum betrieben, wir haben eine Schmiede, die ist in der Hand der Hjelms. Die Hjelms sind nach den Hagtorns die zweitgrößte Familie in Wretguard und ebenfalls sehr umgänglich. Ihre Sklaven sind fast freie Männer, aber das Familienoberhaupt Turulf ist sehr alt, mehr als siebzig Winter hat er auf dem Buckel und keiner glaubt das er diesen Winter noch überleben wird. Was dann aus den Hjelms wird wissen nur die Götter. Sein erstgeborener Hedar, der Schmied von Wretguard wird die Familiengeschicke dann übernehmen, das glauben jedenfalls alle. Aber irgendetwas ist falsch an Hedar, als Kind hatte ich wirklich Angst vor ihm. Alle Kinder von Wretguard hatten das und die Kindermädchen nannten ihn nur den Schrecken um uns Angst zu machen in ihren gute Nacht Geschichten. Ihr wisst schon, wenn ihr nicht schlaft holt euch Hedar der Schrecken und macht mit euch das gleiche wie mit den Tieren!“

Ein Schauer läuft über Sotes Rücken.

„Früher ist er immer durch die Felder gestreift und hat kleine hilflose Tiere, Frettchen, Hasen und Feldmäuse gefangen und zu Tode gequält und dabei immer so irre gekichert. Erst als er mit zwölf in der Schmiede anfing hörte das auf, aber ihr könnt es in seinen Augen sehen, er ist…“ Sote sucht nach Worten „…anders. Das trifft es wohl am besten!“

„Die Hagtorns züchten Rinder, die sogenannten Hagtorn Rinder, sie haben auch Schweine und Hühner. Neben meiner Aufgabe als Bote arbeite ich auch viel mit dem Vieh. Wir haben drei Bullen, wirklich riesige Berge von Tieren und nicht ungefährlich, zwölf Kühe nennen die Hagtorns ihr Eigen und mehr als dreißig Frostschweine und über einhundert Hühner. Die Hühner sind mir die liebsten. Sie scharren und legen Eier, sind immer freundlich und umgänglich. Ich mag sie!“

„Als letztes wären da noch die Norim Familie, das Oberhaupt ist Hakka und seine Frau heißt Linn. Ich habe Tomus mal sagen hören, dass er meinte Hakkas Frau wäre eine Elfe aber ich weiß nicht was er damit gemeint hat. Linn ist blind und Hakka viel älter als er sein sollte. Manche behaupten er wäre schon über zweihundert Jahre alt und wäre schon alt gewesen als die Alten noch Kinder waren, aber ich kann mir das schwer vorstellen. Ihre Tochter Maria ist die Heilerin des Ortes!“

Jetzt kommt Sote ein wenig ins schwärmen und sein Blick wandert zum Horizont.

„Sie ist weit und breit die schönste Frau in Wretguard, ach in dem ganzen Landstrich, etwas an ihr zieht einen in ihren Bann, vielleicht ihre Augen oder ihr gütiges Wesen. Huld…“ jetzt starrt Sote auf den Boden „…ist schwer verliebt in sie, ich meine wer ist das nicht, wenn man sie sieht ist es wie der Sonnenaufgang über eine Sommerwiese. Das Licht ist warm, die Luft mild, der Duft von Gräsern und wildem Mohn liegt in der Luft, noch ist es Kühl aber ihre heilenden Berührungen haben die Kraft der Sonnenstrahlen und wärmen die Haut. Ach…“ Sote seufzt erneut „…ich schweife ab. Jedenfalls Hulds Liebe wird nicht erwidert und das bricht ihm das Herz. Der Junge hat es echt nicht leicht!“

„Die Norims sind Jäger und Fischer, sie verkaufen eingelegten und Trockenfisch, nähen Kleidung aus Fellen und stellen Fallen her. Alles zu vernünftigen Preisen, ihr werdet in den Wildlanden keine bessere Qualität finden und sie werden euch keinen Heller zu viel kosten."

„Ich sollte natürlich die Familie Sorva nicht vergessen, das sind Sklaven denen man die Freiheit geschenkt hat. Dafür sind sie die Totengräber von Wretguard und leben in der Kapelle am Rande des Friedhofs. Die sind auch ein wenig komisch, deren Oberhaupt Remi ist verflucht. Angeblich soll er einen Jungen lebendig begraben haben, nicht mit Absicht…“ fügt Sote schnell hinzu „…es war ein Unglück, aber jetzt wird er von diesem Jungen heimgesucht! Rilja, Tomus erste Frau, hat mir das erzählt und sie neigt nicht dazu zu tratschen!“
« Letzte Änderung: 3.01.2026 | 13:48 von Outsider »
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Offline klatschi

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Hírngar
Auf dem Kupferweg Richtung Hallwind


Anfangs schmerzte der Körper noch von den langen Tagen auf Reisen, die Glieder steif, die Muskeln verspannt. Doch je stärker er sich wieder an das Reisen gewöhnte, je weniger sich seine Gedanken auf ein Zwicken hier oder da fokussierten, umso mehr begann er, die Umgebung zu schätzen und erfreute sich an den gemeinsamen Gesprächen und Geschichten am Feuer.
Hírngar spürte auch, dass sich etwas in der Gruppe verändert hatte, zwischen ihm, dem Meister Skwilden und Aeryn. Er hatte lange das Gefühl gehabt, ihnen zu folgen, hatte sich selbst klein gemacht. Sein öffnen, die Mission, sie machte sie zu Verbündeten, brachte sie auf Augenhöhe. Für ihn veränderte sich dadurch vieles.

Steter Zweifel nagte an ihm. Werden wir rechtzeitig kommen? War Míri noch am Leben? Was hatten die Hagtorns vor?

"Ihr seid gut zu uns, Sote, danke dass ihr uns helft, die Familie Hagtorn und Wretguard besser zu verstehen!" bedankte sich Hirngar bei dem Sklaven immer wieder. Es war ihm wichtig, ihm zu zeigen, dass Hírngar ihm den Respekt eines Gleichen zollte. Das Mindeste was wir tun können...

"Ihr sagtet, die Gier stehe dem Fylkjarl Hagtorn immer wieder im Wege. Das verstehe ich nicht. Ist das Kupfer in den Bergen erschöpft?"

Offline Hinxe

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Gylfi
Auf dem Kupferweg Richtung Hallwind


Gylfi war froh darüber, dass auch seine Begleiter dem Sklaven Fragen stellten, wenn sie am Abend beim Feuer zusammen saßen. So konnte er Sote beobachten, an seiner Pfeife ziehen und sich alles immer wieder durch den Kopf gehen lassen. Irgendetwas kommt mir falsch vor. Da ist mehr dran, als es den ersten Anschein hat. Oft ließ er auch einen etwa hühnereigroßen, glatten Stein von einer Hand in die andere wandern. In diesen Momenten wirkte es, als sei er mit den Gedanken weit weg, und es brauchte immer einen Moment, bis er reagierte, wenn er angesprochen wurde.

Schließlich kam ihm ein Gedanke. Er wandte sich direkt nach Hírngar an Sote, ohne ihm Zeit zur Antwort zu lassen. "Sag, Sote, ich verstehe etwas noch nicht so ganz. Das Brautpaar und seine Bedeckung war ja noch nicht in Wretguard angekommen. Sie sind doch sicherlich auch auf dem Kupferweg gereist. Eben jenen Weg musstest doch auch Du nehmen, um zu Oktar Grimme zu reisen. Hättest Du dann nicht etwas am Rand des Weges bemerken müssen? Oder wo genau will der Henker den Jungen gefunden haben?"
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Aufgrund der schnell gestellten Fragen blickt Sote etwas unsicher zwischen Hirngar und Gylfi hin und her. Dann entscheidet er sich dafür erst die Frage von Hirngar zu beantworten.

„Ja, das Kupfer ist seit über dreißig Jahren versiegt, die Adern erschöpft, der Berg abgetragen in dem man es fand. Das Ende kam über Nacht erzählt man sich. Diejenigen welche in den Minen arbeiteten wussten es schon lange, aber Gier hielt sie davon ab es zu verbreiten, so war der letzte Erz Fund von einem Tag auf den nächsten das Ende des Reichtums und es kam kein Material mehr aus den Minen. Alles war darauf aufgebaut, die Arbeiter wurden davon bezahlt, Geschäfte und Familien lebten von den Arbeitern und alles wurde schlechter, vieles ging zugrunde da kein Geld mehr da war und es jetzt viel zu viele Menschen in den Wildlanden gab die weder Heim noch Einkünfte hatten.“

Dann wendet sich Sote an den alten Skwilden und seine Stimme ist vorsichtiger, als wolle er jetzt keinen Fehler machen.

„Ihr habt ja sicherlich erfahren, dass es schon über einen Monat her ist seit der Überfall passierte. Erst mit Rückkehr des Fylkjarls hat man mich losgeschickt und auch meine Reise dauerte seine Zeit, selbst wenn der Ort des Überfalls nahe an Wretguard liegt so ist mir nichts aufgefallen. Das Wetter, wilde Tiere oder das Land selbst haben alle Spuren verwischt. Mein Befehl lautete so schnell wie möglich Bericht zu erstatten, es war mir nicht erlaubt weitere Verzögerungen zu riskieren. Mit meinem Pferd bin ich nicht dauerhaft auf dem Kupferweg unterwegs, es gibt Abkürzungen für gute Reiter und starke Pferde die es mir erlauben Zeit zu sparen. Ich gebe euch recht, dass es Spuren geben müsste, aber niemand hat Haldurs Worte angezweifelt oder hinterfragt. Er ist der Rechtsprecher und Scharfrichter, warum sollte er Lügen oder die Unwahrheit sagen?“ 
« Letzte Änderung: 4.01.2026 | 12:33 von Outsider »
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Offline klatschi

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Hírngar
Auf dem Kupferweg Richtung Hallwind


Hírngar nickt bedächtig. "Es muss schwer gewesen sein für die Familien, sich danach zu ernähren. Zogen viele Familien weg oder gab es mehr Gesetzlose? Wisst ihr, wie die Familie Hagtorn darauf reagiert hatte?"
Der Holzfäller suchte immer noch ein Motiv zu erkennen, warum Oktar Grimme seine Tochter dieser Familie anvertraute.

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Sote denkt kurz über Hirngars Frage nach.

„Ich glaube, wenn ihr das genau wissen wollt solltet ihr die Hagtorns fragen. Das Kupfer versiegte bevor ich geboren wurde und selbst das Jahrzehnt danach war ich nicht mehr als ein Jucken in den Lenden meines Vaters!“ Sote grinst schief bei seiner Wortwahl. „Für mich hat die Welt sich nicht verändert. Seitdem ich denken kann ist es schwierig.“

„Ich weiß nur die Hagtorns überlebten, in dem sie das taten was alle tun mussten. Für sich selber sorgen, vom Land leben und das wenige was man hatte zusammenhalten. Durch den Kupferrausch haben die Hagtorns das Recht in der Gegend Steuern zu erheben und den Zehnt einzutreiben. Sie sind immer noch die Familie die den Fylkjarl stellt.“
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Offline pharyon

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Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #10 am: 7.01.2026 | 20:46 »
Aeryn

"Hakka Norims Frau ist also eine Elfe? Das würde Maria ja dann zu einer 'Halbelfe' machen, wie es in manchen Ländern heißt. Haben sie helle oder dunkle Haut - Linn und Maria?" Aeryn schmunzelt ein wenig, als sie Sote von der Heilerin schwärmen hört. Die Familie klingt interessant. Sollte sich die Gelegenheit ergeben, mache ich mich mit ihnen bekannt - wenn nicht sogar vertraut.

An ihn und ihre Gefährten gerichtet. "Wollen wir uns eigentlich den Ort des Zwischenfalls zuerst anschauen? Das bedeutet zwar mehr Tage in der Wildnis, bevor wir Zivilisation ... (hier macht Aeryn eine kurze Pause) erreichen. Dafür können wir später gegebenenfalls bessere Fragen stellen. Und falls es Spuren gibt, die Anlass zu Hoffnung versprechen (hierbei blickt sie insbesondere Hírngar an), könnten wir schneller darauf reagieren. Sind wir uns in dieser Sache einig?"
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Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #11 am: 7.01.2026 | 21:03 »
Gylfi
Auf dem Kupferweg Richtung Hallwind


Interessiert lauschte Gylfi Sotes Ausführungen über die Anwohner von Wretguard. Er versuchte, sich so viel wie möglich einzuprägen. Dabei ließ er jetzt eine weiße Feder durch seine Finger gleiten.

Auf Aeryns Frage antwortete er in ruhigem Ton: "Bis dahin ist es noch ein langer Weg. Erst kommen wir nach Hallwind. Und wenn ich Sote hier richtig verstehe, wissen wir ja gar nicht genau, wo sich das Unglück ereignet hat. Wir halten die Augen offen und sollten wir den Ort ausfindig machen können, halten mich keine zehn Trolle davon ab, alles genau zu unzersuchen." Dann lächelte er seine Gefährtin an.

"Ich befürchte aber, dass wie erst an unserem Zielort vom Scharfrichter näheres erfahren können. Wenn er es denn mit uns teilen will..." Hier warf der Alte einen forschenden Blick auf den Sklaven.
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Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #12 am: 7.01.2026 | 23:14 »
Während Gylfi den herzförmigen Stein durch die Finger wandern lässt bemerkt er das dieser warm ist. Eine sanfte Wärme wie die Berührung nackter Haut, oder warmen Wassers.

„Maria und ihre Mutter haben sehr helle Haut, seidig weiß. Linns Haare sind von einem tiefen rot und ihre Augen haben die Farbe der Erde, ein tiefes sattes Braun. Marias Haare dagegen sind schwarz wie das Gefieder von Raben und ihre Augen haben die Farbe eines tiefen Blaus, fast schwarz, sie funkeln wie die Sterne selbst.

„Es gibt einen Vers in Wretguard, welcher Marias Augen beschreibt, lasst mich kurz überlegen ob ich ihn noch zusammenkriege!“

Sote räuspert sich erneut.

„Ein Blau ins schwarz getönt zu später Stunde den Himmel krönt. Sternenfunkeln, diamantengleich der Krone zur Schönheit gereicht!“

Sote errötet leicht.

„Wenn das Sternenlicht sich in ihren Augen spiegelt, ist es als wären sie ein Teil des Himmels selbst! Es tut mir leid ich schweife schon wieder ab!“

Auch wenn Aeryn nur eine Dyfir ist, so war ihr Vater ein Illmalaini und hat ihr so manche Geschichte von Soj erzählt. An der Erzählung von Sote muss etwas falsch sein, auch wenn die Elfe keine Lügen in seinen Worten erkennen kann. Nach seiner Beschreibung müssten Linn eine Illmalaini sein und Maria somit ebenfalls eine Dyfir, doch rotes oder schwarzes Haar ist unter Illmalaini so selten das in jeder Generation nicht mal eine Handvoll Elfen mit dieser Haarfarbe geboren werden. Ausgerechnet im hohen Norden der Wildlande zwei davon zu treffen ist nahezu ausgeschlossen.   

Der Sklave wendet sich dem Skwilden zu.

„Es ist richtig, das wir den genauen Ort des Überfalls nicht kennen. Ich denke Ouvar wird sein Wissen mit euch teilen, wenn er auch schwer von etwas anderem zu überzeugen sein wird, als dass was er berichtet hat. Er ist es nicht gewohnt das man ihm widerspricht und Fremde sind in Wretguard nicht gern gesehen. Die Leute sind verschlossen.“
« Letzte Änderung: 8.01.2026 | 00:21 von Outsider »
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Neun Tage braucht ihr für die Reise von Storhavn nach Hallwind. Die Festungsstadt liegt im Herzen der Hügel von Ulve und Strafe. Auch wenn es länger gedauert hat als erwartet seid ihr froh den Wagen dabei gehabt zu haben. Alle Pferde sind noch gesund und ihr konntet Decken und andere Annehmlichkeiten sowie besseres Essen und Ausrüstung transportieren. Wer geritten ist, konnte seinem Hintern auf der Bank des Wagens eine Pause vom Sattel und dem Pferderücken eine Pause vom Reiter gönnen.

Ein Runenstein an der letzten Weggabelung weist den Weg.

Wenn man dem Kupferweg nach Norden folgt liegt dort nur noch Nord Hall und es sieht so aus als würde hinter Hallwind die Zivilisation enden und der ungezähmte Teil der Wildlande anfangen. Von den Hügeln aus könnt ihr Hallwind sehen. Die Stadt ist auf dem höchsten Hügel der Gegend erbaut und Thront über dem Land, als Mahnung an alle Feinde. Wer auf den hohen Türmen Wache hat wird Meilenweit in das Land sehen können. Ein zwölf Meter hoher steinerner Wall mit überdachtem Wehrgang schließt die Stadt ein und es gibt nur ein paar wenige Häuser außerhalb des Walls die soweit von der Mauer entfernt stehen, dass ein Angreifer sie nicht strategisch nutzen könnte. Die Festung der Saatigias liegt im Nordwesten der Stadt, ein über zwanzig Stockwerke hoher Bergfried thront über der Stadt.


Bei eurer Ankunft regnet es mal wieder und es sind nur wenige Leute auf den Straßen. Am Torhaus durchsuchen die Wachen kurz euren Wagen nach etwas das verzollt werden muss, finden aber nichts und entlassen euch in die Gassen der Stadt. Ihr merkt schnell, dass nicht nur die Festung sondern die ganze Stadt als Verteidigungsanlage geplant wurde. Häuser, Plätze und Durchgänge sind nicht zufällig entstanden, sie wurden geplant. Immer wieder kommt ihr auf einen Platz der von Häusern umringt ist die eine Mauer verbindet. Während Verteidiger sich zurückziehen können ohne das man ihnen in die Flanke fällt wird ein vorstürmender Angreifer immer wieder auf Plätzen landen und sich einer Wehrmauer oder Turm gegenübersehen von dem aus er beschossen, mit Steinen oder brennendem Öl übergossen werden kann. Kein direkter Weg führt durch die Wälle und so dauert es ein wenig bis ihr die Festung selbst erreicht wo ihr von Hloe und seinem Cousin Grimhil empfangen werdet. Vilgar Saatigia hat wichtigeres zu tun, aber der Empfang durch die Jungen Saatigias ist herzlich und sie stimmen das Schmählied auf Galve und den Blauaxtclan an als sie Gylfi auf dem Wagen sehen.

„Seht, wir haben uns die Zeilen gemerkt und haben diesen Spaß nicht vergessen! Seid unsere Gäste!“

Der Abend vergeht wie im Fluge und euch wird eine warme Mahlzeit und weiche Betten zur Verfügung gestellt. Natürlich fließt auch wieder Ale im Überfluss und Hloe, Grimhil und Elvijö wollen alles von euch wissen, was ihr auf der Reise erlebt habt. Die Geselligkeit endet und ihr bezieht eure Betten, erschöpft von der Reise und dem beständig schlechter werdenden Wetter. So angenehm ein Wagen auch ist und trockene Decken umso besser sind starke, dicke Festungsmauern und eigene Zimmer im Gästeflügel der Burg. Sote selbst ist bei den anderen Sklaven untergebracht, euer Wagen steht im Stall und eure Pferde werden versorgt.

Das Licht schwindet und die Nacht bricht herein. Euer schlaf kommt schnell, die Bäuche voll, der Kopf gewärmt, der Geist gesättigt von anregenden Gesprächen.

Hirngars schlaf ist unruhig, immer wieder wirft er sich in den Laken hin und her. Ein Traum quält seine Ruhe.

Du stehst ganz allein auf einem eisigen, kalten und gefrorenen Feld. Ein dunkler Schleier liegt schwer und bedrohlich über dem Himmel. Als du versuchst dich zu bewegen musst du feststellen, dass deine Füße am Boden festgefroren sind. Die Kälte ist unerträglich und Panik beginnt in deiner Brust aufzusteigen. Dann ein Geräusch. Kriegstrommeln in der Ferne und am Horizont des gefrorenen Feldes ziehen dunkle Gestalten auf. Dir kommt es vor als würde die Zeit stillstehen, oder als wenn die Zeit auf dem eisigen Feld keine Bedeutung hat. Jeder deiner Atemzüge dauert Minuten. Die Gestalten nähern sich dir mit erschreckender Geschwindigkeit. Das Dröhnen der Trommeln hallt in deinen Ohren wider und der Takt wird schneller und schneller. Deine eigenen Bewegungen werden fahriger, langsamer. Eisiger Wind zerrt an deiner Kleidung und du spürst wie langsam aber sicher die Wärme deinen Körper verlässt. Eine dünne Eischicht bedeckt deine Haut, wie die Rinde eines Baumes und am liebsten würdest du schreien, aber dein Mund ist nicht mehr in der Lage Wörter zu formen. Müdigkeit steigt in dir empor und du wirst immer schwächer. Die Gestalten kommen immer näher, jetzt kannst du ihre Gesichter sehen. Tote, leere Augen starren dich an.

Dann, urplötzlich verstummen die Trommeln und es nichts weiter zu hören als der eisige Wind der an deiner Kleidung zieht und zerrt. Die Toten halten inne, ihr Marsch stoppt. Die Trommeln werden durch den Schlag deines Herzens ersetzt. Eine dunkle Gestalt mit leeren weißen Augen reitet auf einem toten Pferd auf dich zu. Die Armee der Toten teilt sich vor dem Reiter bis er direkt vor dir steht. Knirschend stampfen seine Füße auf als er aus dem Sattel steigt. Blutige, geschundene Hände greifen nach deiner Kehle, lange Finger Krallen sich in dein Fleisch und drücken zu. Mit übermenschlicher Stärke wird das Leben aus dir herausgepresst. Die Hoffnung schwindet, Widerstand ist zwecklos, das Schicksal klar. Deine Seele verlässt deinen Körper und die Welt um dich herum verschwindet hinter einem blassen Schleier. Du stehst am Abgrund, einen riesigen schwarzen Mahlstrom, eines düsteren Labyrinths und die Seelen der Toten zerren an dir wie der eiskalte Wind auf dem Feld. Die Fetzen deiner Kleidung peitschen im schwarzen Wind wie die Banner einer geschlagenen Armee. Verzweifelt stellst du fest das du tot bist, wie all die anderen Seelen die hier an diesem Ort gefangen sind. Plötzlich beschleicht dich das Gefühl einer nahenden Präsenz.

Verhängnis und Angst. Du existierst nicht mehr, noch hast du es jemals…

Mit einem Keuchen erwacht Hirngar und wie im Traum scheint die Zeit still zu stehen. Das Fenster zu deinem Zimmer steht weit offen und erste Schneeflocken werden vom Wind hereingeweht, sie schweben in der Luft als würde für sie keine Schwerkraft gelten, stehen still und dann siehst du die Gestalt welche an deinem Bettende sitzt.

Ein Kind, jünger als Miri, schlank, seidig weiße Haut, lange, schwarze Haare welche ihr über den Rücken fallen. Trotz der Kälte kann Hirngar sehen, dass das Kind nur ein schlichtes weißes Leinenkleid trägt welches sich in der Farbe kaum von ihrer Haut abhebt. Die Augen des Kindes jedoch sind tiefe schwarze Tümpel und in ihnen brennt ein unstillbarer Hass.

Ein Hass auf dich.
« Letzte Änderung: Gestern um 12:32 von Outsider »
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