Autor Thema: [Achtung Scams] feat. KI: Sammlung von Warnungen  (Gelesen 4144 mal)

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Online First Orko

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Re: Scamwarnungen im Rollenspielbereich feat. KI
« Antwort #75 am: Heute um 07:49 »
Dazu, wenn man von einem Werk nun auf die generelle Unfähigkeit von KI (wobei das in der Praxis mehrheitlich ja wohl eher KI-Unterstützung sein dürfte - hier ist halt KI auf Leute offenbar ohne jede eigene Sachkenntnis im Bereich Rollenspiel getroffen, die damit auch das Werkzeug nicht korrekt einsetzen und kontrollieren konnten. ) schließen will, müßte man dann mit dem Verweis auf das eine oder andere autorengenerierte Werk nicht vor menschlichen Autoren warnen?

Hä?  wtf? Macht man doch ständig! Threads, in denen bestimme Nahmen als Garant für schlechte Abenteuer oder gar ganze Rollenspiele genannt werden, sind doch Legende hier. Oder wie Herr Kiesow posthum immer noch wiederholt diskreditiert wird. Oder bestimmte Leute im TSR-Umfeld von ganz früher. Oder sich das Maul über "schlechte" Cover zerreißen. Oder dass vor ganzen Verlagen gewarnt wird, die es wagen, die grammatische Adressierung von Menschen zu ändern...

Und wäre es so, dass es eine beunruhigende Anzahl an menschlichen Rollenspiel-Scam gäbe (also Material, was anscheinende nur gemacht wurde, um Geld zu verdienen und nicht mit der Absicht, ein im Rahmen der Möglichkeiten auch brauchbares Produkt zu liefern) dann hätten wir hier auch entsprechende Themen. Ich vermute nur, dass es das in der Weise nicht gibt. Und über eine gewisses, F.A.T.A.L.esMachwerk, wo zweifelhaft ist, ob es mit wirklich konstruktiver Intention geschrieben ist, wurde ja auch schon genug Text geschrieben.
Umgekehrt könnte man fragen, warum die Reaktionen so... empfindlich sind, wenn es in Richtung der KI-Bubble geht  :think:

Meine Vermutung: Da gibt es Leute, die bisher Zeit und Mühe gescheut haben, sich die nötigen Skills für das manuelle Anfertigen einer kreativen Arbeit drauf zu schaffen und die jetzt deutlich (aber mit Abstand deutlich!) schneller als sie (und Andere) es jemals hätten machen können viele Erzeugnisse (mit ich nenne es mal... schwankender Qualität) produzieren können. Diese Leute sind begeistert, was SIE da erschaffen haben, fühlen also das, was Künstler nach Fertigstellung eines Werkes fühlen. Sie sind aber nicht die Schmerzen gegangen, wieder und wieder die eigenen Werke nach Stunden voller Arbeit letztlich vernichten und nochmal neu zu machen, weil sie das Gefühl haben, es noch besser zu können. Wieder. Und wieder. Und wieder. Und dann kommt der Augenblick, wo man es öffentlich macht - und es hagelt Kritik. Weil es eben immer NOCH besser geht. Aber weil man es an sich selbst schon geübt hat, ist da eine gewisse Resilienz.

Und diese Resilienz fehlt jenen Promptern, die nicht nachvollziehen könne (oder wollen), wie der vergleichbare, manuelle Prozess sich anfühlt um das Werk zu erstellen, was grad eine Maschine für sie gemacht hat.

Dass diese Iteration von Versuch - Ergebnis- kritische Betrachtung - erneuter Versuch bei dem hier vorgestellten Produkt ganz offensichtlich nicht erfolgt ist, ist meiner Ansicht nach sehr offensichtlich.
« Letzte Änderung: Heute um 08:02 von First Orko »
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Offline Zanji123

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Re: Scamwarnungen im Rollenspielbereich feat. KI
« Antwort #76 am: Heute um 08:07 »
Zu meiner Zeit nannte man das schlicht "Ausgehen". Und nein, man brauchte da auch keine weiteren Aktivitäten - man ging ins Kino, oder essen, und danach hat man es sich irgendwo bequem gemacht und sich einfach unterhalten.
Irgendwie tun mir die Leute von heute fast schon leid...

"man braucht ekeine weiteren Aktivitäten" und kdann "man ging ins Kino oder essen"... also... hatte eine Aktivität :-P
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Offline KhornedBeef

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Re: Scamwarnungen im Rollenspielbereich feat. KI
« Antwort #77 am: Heute um 08:16 »
Hä?  wtf? Macht man doch ständig! Threads, in denen bestimme Nahmen als Garant für schlechte Abenteuer oder gar ganze Rollenspiele genannt werden, sind doch Legende hier. Oder wie Herr Kiesow posthum immer noch wiederholt diskreditiert wird. Oder bestimmte Leute im TSR-Umfeld von ganz früher. Oder sich das Maul über "schlechte" Cover zerreißen. Oder dass vor ganzen Verlagen gewarnt wird, die es wagen, die grammatische Adressierung von Menschen zu ändern...

Und wäre es so, dass es eine beunruhigende Anzahl an menschlichen Rollenspiel-Scam gäbe (also Material, was anscheinende nur gemacht wurde, um Geld zu verdienen und nicht mit der Absicht, ein im Rahmen der Möglichkeiten auch brauchbares Produkt zu liefern) dann hätten wir hier auch entsprechende Themen. Ich vermute nur, dass es das in der Weise nicht gibt. Und über eine gewisses, F.A.T.A.L.esMachwerk, wo zweifelhaft ist, ob es mit wirklich konstruktiver Intention geschrieben ist, wurde ja auch schon genug Text geschrieben.
Umgekehrt könnte man fragen, warum die Reaktionen so... empfindlich sind, wenn es in Richtung der KI-Bubble geht  :think:

Meine Vermutung: Da gibt es Leute, die bisher Zeit und Mühe gescheut haben, sich die nötigen Skills für das manuelle Anfertigen einer kreativen Arbeit drauf zu schaffen und die jetzt deutlich (aber mit Abstand deutlich!) schneller als sie (und Andere) es jemals hätten machen können viele Erzeugnisse (mit ich nenne es mal... schwankender Qualität) produzieren können. Diese Leute sind begeistert, was SIE da erschaffen haben, fühlen also das, was Künstler nach Fertigstellung eines Werkes fühlen. Sie sind aber nicht die Schmerzen gegangen, wieder und wieder die eigenen Werke nach Stunden voller Arbeit letztlich vernichten und nochmal neu zu machen, weil sie das Gefühl haben, es noch besser zu können. Wieder. Und wieder. Und wieder. Und dann kommt der Augenblick, wo man es öffentlich macht - und es hagelt Kritik. Weil es eben immer NOCH besser geht. Aber weil man es an sich selbst schon geübt hat, ist da eine gewisse Resilienz.

Und diese Resilienz fehlt jenen Promptern, die nicht nachvollziehen könne (oder wollen), wie der vergleichbare, manuelle Prozess sich anfühlt um das Werk zu erstellen, was grad eine Maschine für sie gemacht hat.

Dass diese Iteration von Versuch - Ergebnis- kritische Betrachtung - erneuter Versuch bei dem hier vorgestellten Produkt ganz offensichtlich nicht erfolgt ist, ist meiner Ansicht nach sehr offensichtlich.
+1
Fand ich auch recht offensichtlich, weil es sicher schon mehrfach (zusammen mit dem gehemmten "Markteintritt" beginnender Künstler) gesagt wurde. Kann man natürlich überlesen. Oder in ein Loch motivated reasoning fallen, indem es einem wirklich nicht in den Sinn kommt, natürlich.
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Online Maarzan

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Re: Scamwarnungen im Rollenspielbereich feat. KI
« Antwort #78 am: Heute um 09:01 »
Hä?  wtf? Macht man doch ständig! ...

Meine Vermutung: Da gibt es Leute, die bisher Zeit und Mühe gescheut haben, sich die nötigen Skills für das manuelle Anfertigen einer kreativen Arbeit drauf zu schaffen und die jetzt deutlich (aber mit Abstand deutlich!) schneller als sie (und Andere) es jemals hätten machen können viele Erzeugnisse (mit ich nenne es mal... schwankender Qualität) produzieren können. Diese Leute sind begeistert, was SIE da erschaffen haben, fühlen also das, was Künstler nach Fertigstellung eines Werkes fühlen. Sie sind aber nicht die Schmerzen gegangen, wieder und wieder die eigenen Werke nach Stunden voller Arbeit letztlich vernichten und nochmal neu zu machen, weil sie das Gefühl haben, es noch besser zu können. Wieder. Und wieder. Und wieder. Und dann kommt der Augenblick, wo man es öffentlich macht - und es hagelt Kritik. Weil es eben immer NOCH besser geht. Aber weil man es an sich selbst schon geübt hat, ist da eine gewisse Resilienz.

Und diese Resilienz fehlt jenen Promptern, die nicht nachvollziehen könne (oder wollen), wie der vergleichbare, manuelle Prozess sich anfühlt um das Werk zu erstellen, was grad eine Maschine für sie gemacht hat.

Dass diese Iteration von Versuch - Ergebnis- kritische Betrachtung - erneuter Versuch bei dem hier vorgestellten Produkt ganz offensichtlich nicht erfolgt ist, ist meiner Ansicht nach sehr offensichtlich.

Bei den von dir genannten Fällen wird Kritik an den entsprechenden für die kritisierten Werke verantwortlichen Autoren bzw. Redaktionen festgemacht und nicht über diese hinweg verallgemeinert geurteilt.

Gerade prompten ist angesichts der Natur des benutzten Werkzeugs ja ebenfalls notwendigerweise so eine rekursive Arbeit. Was passiert, wenn man das nicht macht oder nicht kann, weil man das Zwischenergebnis nicht beurteilen kann oder will sieht man dann ja in dem Beispielwerk hier.

Das Problem ist vielleicht gerade das "sich als Künstler fühlen" einiger in der Rollenspielszene. Das können die gerne zusätzlich machen, aber das ist  -wenn das als Rollenspiel und nicht als Kunstband vermarktet und benutzt werden soll - nicht die eigentliche Aufgabe. Was gebraucht wird ist eine nützliche Bedienungsanleitung.

Ẁie verseucht da die Wahrnehmung schon ist zeigt sich ja gerade daran, dass man mit bunten Bildchen und flashigem Auftreten aktuell mehr Kunden fängt als mit Spielinhalten - was dann ja auch wieder das eigentliche hier anliegende Kernproblem wäre.
Ein direktes Plagiat ist das beanstandete Werk ja wohl nicht, aber es ist scheinbar erfolgreicher als die andere Variante wegen mehr präsentativem tamtam.
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Offline Skaeg

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Re: Scamwarnungen im Rollenspielbereich feat. KI
« Antwort #79 am: Heute um 09:03 »
müßte man dann mit dem Verweis auf das eine oder andere autorengenerierte Werk nicht vor menschlichen Autoren warnen?
Ja, vor deinem Posting zum Beispiel. ~;D

Ehrlich, was, außer dich aus deinen eigenen Gründen über Orkenspalter auszukotzen oder Schleichwerbung für KI im Allgemeinen zu betreiben, willst du hier erreichen?
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Online Maarzan

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Re: Scamwarnungen im Rollenspielbereich feat. KI
« Antwort #80 am: Heute um 09:12 »
Ja, vor deinem Posting zum Beispiel. ~;D

Ehrlich, was, außer dich aus deinen eigenen Gründen über Orkenspalter auszukotzen oder Schleichwerbung für KI im Allgemeinen zu betreiben, willst du hier erreichen?

"eigenen Gründen" , was soll das denn heißen?
Ich habe kein KI-Produkt irgendwo in der Mache.

Und "Schleichwerbung" für KI ist auch hahnebüchender Unsinn.

Ich versuche das vom fackelschwingenden Mob mit zurück auf eine sachliche Ebene zu führen.

Wenn ist der  "eigene Grund " Gerechtigkeitsempfinden.
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Offline Zed

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Re: Scamwarnungen im Rollenspielbereich feat. KI
« Antwort #81 am: Heute um 09:37 »
Nennt mich naiv, aber dieser Thread soll einen konkreten Nutzen haben:

Bitte lasst uns hier bei Warnungen vor und Besprechungen von Scams bleiben!

Der Umgang mit KI von den Orkenspaltern und anderen gehört in den Thread „KI und Gesellschaft“.

Online First Orko

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Re: Scamwarnungen im Rollenspielbereich feat. KI
« Antwort #82 am: Heute um 09:38 »
Bei den von dir genannten Fällen wird Kritik an den entsprechenden für die kritisierten Werke verantwortlichen Autoren bzw. Redaktionen festgemacht und nicht über diese hinweg verallgemeinert geurteilt.

Diskurs != Kritik != Verurteilung. Was du weiter unten als "fackelschwingenden Mob" bezeichnest, nehme ich (mit Ausnahmen, die gibt es aber in den Vertretern beider Positionen!) wahr als Menschen, die unterschiedliche Sichtweisen basierend auf unterschiedliche Beurteilung von Fakten entwickelt haben. Der Ressourcenverbrauch IST da. Die Kurve von Energieverbrauch zu steigender Qualität der KI-Tools IST exponentiell. Die Beurteilung und Abwägung gegenüber existierenden Quellen von Energieverschwendung ist eine subjektive Ebene.
Wenn dieser Schritt dir schon zu weit ist, dann kann ich deinen Standpunkt aktuell nicht anders lesen als "KI ist sakrosankt und kann und darf und sollte nicht kritisiert werden" - so kommt das zumindest bei mir an. Kann mir nicht vorstellen, was du meinst aber dein eigener Anspruch an Objektivität wird immer wieder durch unangenehme Formulierungen von dir selbst unterlaufen.

That said:

Das Problem ist vielleicht gerade das "sich als Künstler fühlen" einiger in der Rollenspielszene. Das können die gerne zusätzlich machen, aber das ist  -wenn das als Rollenspiel und nicht als Kunstband vermarktet und benutzt werden soll - nicht die eigentliche Aufgabe. Was gebraucht wird ist eine nützliche Bedienungsanleitung.

Wie verseucht da die Wahrnehmung schon ist zeigt sich ja gerade daran, dass man mit bunten Bildchen und flashigem Auftreten aktuell mehr Kunden fängt als mit Spielinhalten - was dann ja auch wieder das eigentliche hier anliegende Kernproblem wäre.
Ein direktes Plagiat ist das beanstandete Werk ja wohl nicht, aber es ist scheinbar erfolgreicher als die andere Variante wegen mehr präsentativem tamtam.

Da bin ich in Teilen bei dir. Speziell das Thema "Rollenspielabenteuer als reiner Prosatext" ist mir persönlich schon lange ein Dorn im Auge und ja, gerade im Umfeld älterer, etablierter Rollenspieldinosaurier ist das Phänomen von begeisterten Fantasy-Fans, die ihre literarische Ader in allzu langen und kaum am Tisch nutzbaren Texten ausleben, sehr verbreitet. Hell, ich fluche gerade schon wieder beim Lesen eines Space 1889 - Abenteuers, wovon ich hoffte dass es genau das Thema behandelt, was ich gern ins Spiel bringen würde. Ich bin erst auf Seite 5 von 35 und befürchte schon, das ich 2/3 komplett überarbeiten muss...  ::) :P

Dem gegenüber stehen allerdings exzellent designte Produkte aus dem letzten Jahrzehnt, die gleichzeitig unterhaltsam geschrieben und ganz klar mit Fokus auf den Nutzen für das Spiel geschaffen worden - als Beispiel sei genannt: Ironsworn, Trophy Dark - Incursions, Mausritter - Szenarien, alles Beispiele, die sowohl einen praktischen wie auch künstlerischen Wert haben und zeigen, dass das keine Unvereinbarkeiten sind. Diese Leuten können sich völlig zu recht als Künstler sehen, was gar kein Problem für das Endprodukt darstellt.

Davon abgesehen halte ich die implizite Behauptung, eine gute Gebrauchsanweisung könne keinen künstlerischen Wert haben für schwer haltbar, es sei denn du hast die ultimative Definition von Kunst TMzufällig bei der Hand  ;)
« Letzte Änderung: Heute um 09:42 von First Orko »
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Offline Skaeg

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Re: Scamwarnungen im Rollenspielbereich feat. KI
« Antwort #83 am: Heute um 09:46 »
"eigenen Gründen" , was soll das denn heißen?
Dass ich sie allgemein und insbesondere in Bezug auf dieses Video nicht nachvollziehen kann.

Zitat
Ich versuche das vom fackelschwingenden Mob mit zurück auf eine sachliche Ebene zu führen.
... die Benutzung von Vokabeln wie "fackelschwingender Mob" sieht für mich nicht nach sachlicher Ebene aus.

Zitat
Wenn ist der  "eigene Grund " Gerechtigkeitsempfinden.
Wir reden hier über ein Produkt, das...

a.) Offensichtlich(!) KI-erstellt ist...
b.) Sein Konzept(!) von menschengemachten Produkten der gleichen kleinen Nische abgekupfert hat...
c.) In seinem Marketing vortäuscht, nicht KI-gemacht zu sein und dabei KI-generierte Bilder der angeblichen Autoren verwendet...
d.) Von einer Firma stammt, deren andere Produkte zusammengeklaute PD- und KI-generierte Assets für RPG-Karten sind...
e.) Und das mit Reviews beworben wird, die sehr starke Anzeichen von typischen Fälschungen aufweisen.

Wenn du dich aus "Gerechtigkeitsempfinden" dafür in die Bresche wirfst, verstehen wir unter diesem Begriff nicht das gleiche.
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Online Maarzan

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Re: Scamwarnungen im Rollenspielbereich feat. KI
« Antwort #85 am: Heute um 10:12 »
@Maarzan
Wechselst Du mit Deiner Antwort bitte in den KI & Gesellschaft - Thread?!
Antwort hab ich dann drüben eingefügt.
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Offline Alexandro

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Re: Scamwarnungen im Rollenspielbereich feat. KI
« Antwort #86 am: Heute um 11:09 »
Dieses Werk ist offensichtlich - selbst wenn man Hyperbolismus abzieht - höchst mangelhaft.
Bleibe die Frage wie schlimm ist dann das Original, von dem ja angeblich abgekupfert worden ist?

Oder ist jetzt doch nicht plagiiert worden, sondern nur auf dieselbe Zielgruppe abgesehen worden?

Es wurde ein existierender Titel verwendet, um den KI-Rotz zu vermarkten.
D.h. dem ursprünglichen Produkt wurde durch den Scam geschadet (im günstigsten Fall findet man noch Warnungen, dass es zwei Produkte gleichen Namens gibt). Abgesehen davon, dass sie (im Gegensatz zum Original, welche nur "5e" auf das Cover schreibt) auch noch mit "D&D" werben, ohne die Lizenz dafür zu besitzen.

Wenn man nur auf dieselbe Zielgruppe aus gewesen wären, dann hätten sie das Ding auch "Romantic Adventures" oder sonstwie nennen können, da steckte schon ordentlich Absicht zum Scam dahinter.

Zitat
Das Problem ist vielleicht gerade das "sich als Künstler fühlen" einiger in der Rollenspielszene. Das können die gerne zusätzlich machen, aber das ist  -wenn das als Rollenspiel und nicht als Kunstband vermarktet und benutzt werden soll - nicht die eigentliche Aufgabe. Was gebraucht wird ist eine nützliche Bedienungsanleitung.

Nur dass LLMs halt (noch?) unfähig sind, eine solche Bedienungsanleitung zu schreiben.
Da kommt immer handwerklicher Murks raus, entweder es ist reine Prosa, oder es orientiert sich formal am Aufbau von bekannten Rollenspiel-Abenteuern, weist aber gravierende Logikfehler auf (die der Mensch dann ausbügeln darf - vorausgesetzt es liest nochmal ein Mensch drüber, und das Ding wird nicht (wie beim Scam) direkt veröffentlicht - weil LLMs unfähig sind komplexe inhaltliche Kritik zu verarbeiten).

Aus dem gleichen Grund sind LLMs auch keine besonders guter Tandempartner, weil sie nicht auf Mängel in der Anleitung hinweisen, sondern nur irgendwelche random Dinge reinwerfen, die grob zu dem passen könnten, was man schreibt (die meisten LLMs sind im wesentlichen "Clippy 2.0" in dieser Hinsicht).

Und noch am Rande:
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« Letzte Änderung: Heute um 11:16 von Alexandro »
Ohne Dramaturgie gibt es kein Drama.

Wer beim Rollenspiel eine Excel-Tabelle verwendet, der hat die Kontrolle über sein Leben verloren.