Mache ich gerne - falls ich denn mal jemals dazu komme. Aber auch falls nicht, ist die Idee es wert, aufgezeichnet zu werden

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Vielleicht mal ein wenig näher, wie ich mir das Ganze vorstellen könnte:
Die
Welt der Menschen ist, wie im Roman auch, die Erde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts - oder besser, eine irgendwo durch das Multiversum treibende Version davon. Es gibt die selben Kontinente, die weitgehend selben Reiche und die weitgehend selben Konflikte mit weitgehend den selben Namen. Aber es ist, schon allein weil es reale Hexen, Zauberer und Dämonen gibt, hier und da Unterschiede. Sprich: Die Welt ist nicht exakt historisch. Hier und dort gibt es ein paar Orte, die es in der realen Welt nicht gibt. Ein frühneuzeitliches
Mirenburg vielleicht. Und es gibt hier und dort ein paar Personen, die es in der realen Welt nicht gab. Vielleicht heißt die Königin von England ja gegenwärtig
Gloriana. Wer weiß. Das Prinzip ist: Die Dinge sind der realen Welt ähnlich genug, dass man sie sofort erkennt, aber verfremdet genug, dass man kein Geschichtsstudium absolviert haben muss und zu sehr auf korrekte Details achten müsste.
Überall in der Welt liegen Zugänge zu den "
Mittelmarschen", einer Dimension "zwischen der Menschenwelt und der Hölle". Dort finden sich alle möglichen Zauberwälder, Elfenreiche und ähnliches Zeugs, dass "magischer" ist, als es die Menschenwelt selbst wäre. Die Mittelmarschen folgen dabei eher anderweltlichen als diesseitigen Gesetzmäßigkeiten, was dem "Kriegsmeute-Setting" so eine gewisse "Gummi-Geographie" verleiht. Nimmt man den einen Bergpass, dann kommt man durch mehrere hundert Meilen Zwergenkönigreich. Nimmt man den anderen, ist gleich fünf Kilometer weiter das nächste, normale tiroler Dorf. Normale Menschen verschlägt es nie in die Mittelmarschen. SC vermutlich dauernd.
Aus Sicht der meisten Menschen "funktioniert" die Welt in übernatürlicher Weise sehr ähnlich, wie man sich das im 17. Jahrhundert so vorgestellt hat. Auf der einen Seite die "guten Rechtgläubigen", die allerdings strenggläubig und fanatisch sein MÜSSEN, denn auf der anderen Seite gibt es die übernatürlichen Mächte des Bösen. Das verleiht dem Setting natürlich etwas reichlich "warhammeriges".
Was die wenigsten wissen, ist dass die wichtigere Bruchkante anders verläuft: auf der guten Seite stehen Rationalität, Aufklärung und Humanismus - auf der bösen Seite Aberglaube, Engstirnigkeit und Obskurantismus.
Zu diesen wenigen zählen die SC! Die SC haben allesamt eine eher unschöne Vergangenheit und daher den Wunsch, ihre Seele zu retten. Deswegen sind sie an von Bek und Luzifer geraten! Ihre Abenteuer dienen allesamt dazu, in irgend einer Form gegen "Das Leid der Welt" vorzugehen (also wie oben genannt gegen Aberglaube, Engstirnigkeit und Obskurantismus usw.). Daher könnten sie im einen Abenteuer tatsächlich gegen einen üblen, menschenfeindlichen Chaoskult vorgehen - und im nächsten eine Hexe vor Hexenjägern retten. Aus der Sicht ihrer Umwelt, die die wahren Verhältnisse nicht kennt (oder kennen will), wirken die SC daher erratisch oder opportunistisch und rutschen so sehr schnell überall in die Rolle des dubiosen Underdogs.
Ist Hexxen 1733 nicht auch auf ähnlicher Schiene unterwegs?
Ja und nein. Hexxen ist thematisch recht ähnlich, hat aber einen anderen "philosophischen Unterbau".