Umfrage

Bereitet ihr wichtige Szenen intensiv vor, schafft nur den Rahmen oder improvisiert komplett?

Ich bereite wichtige Szenen intensiv vor
10 (17.9%)
Ich habe Notizen und Gedanken zu den wichtigsten Eckpunkten der Szene
32 (57.1%)
Mir genügt die Idee der Szene, alles weitere lasse ich geschehen und improvisiere dann
11 (19.6%)
Weiß nicht, mal so mal so
3 (5.4%)

Stimmen insgesamt: 56

Autor Thema: Wichtige Szenen vorbereiten, skizzieren oder improvisieren? Was macht ihr?  (Gelesen 2160 mal)

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Online Ildfus Mahler

  • Bloody Beginner
  • *
  • Beiträge: 17
  • Username: Ildfus Mahler
deinen Beitrag im anderen Thread habe ich mit großem Interesse gelesen. Dazu wollte ich gerne etwas schreiben, aber leider ist meine Zeit und aktuell Dank Kindergartenzombievirus auch meine Gesundheit recht knapp bemessen.

Oh je. Dann komm bald wieder auf die Beine!

Zitat
Daher nur eine Frage weil mir gerade deine Signatur auffällt: was genau hast du denn mit dem 2w12 Podcast zu tun? Der ist mir Anfang des Jahres neu unter gekommen und wird auch gerne von mir gehört  :)

Ah. Ich bin einer der beiden W12 :-D Danke für Deine lieben Worte, freut mich (und uns) sehr.

Liebe Grüße und schnelle Besserung!

Offline Olibino

  • Experienced
  • ***
  • Beiträge: 392
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Olibino
Ich bereite wichtige Kampfszenen relativ ausführlich vor. Nicht nur die Gegner und den Schauplatz, sondern auch dynamische Entwicklungen und Zeitdruck.

Alle anderen wichtigen Szenen spiele ich eher im Kopf durch und notiere nur ein paar Stichworte.

Offline Gorilla

  • Hero
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  • Beiträge: 1.925
  • Username: Gorilla
Ich bin nicht ganz sicher, wo ich mich verorten soll.

Wie ich ganz konkret vorbereite, hängt auch sehr stark davon ab, mit welchem Regelsystem wir spielen.

Üblicherweise packe ich Alles, was fürs Abenteuer (und oft auch Setting) wichtig ist in eine (oder mehrere) Mind Maps oder ähnlich Organisations- und Visualisierungshilfen.
So sehe ich mehr oder wenige alles Wichtige auf den ersten oder zweiten Blick und kann die Informationen gut sortieren. Es hilft mir v.a. die Verbindungen und Beziehungen zwischen Personen, Orten, Ereignissen usw. nicht aus den Augen zu verlieren.

Ich habe längere Zeit versucht, meinen Spieler:innen viel Sandboxing und Choose-your-own-Adventure anzubieten, indem ich ihnen nur die Plot-Hooks angeboten habe. Allerdings wurde das von meinen regelmäßigen Gruppen nicht wirklich gut angenommen; sie wünschen sich eher konkret vorgegebene Aufgaben mit mehr oder weniger klaren Zielen und scheuen sich auch oft zu sehr, eigene Ideen für die Ausgestaltung der Spielwelt am Spieltisch einzubringen (die meisten sind mit DSA sozialisiert und das merkt man leider).

Schlüsselereignisse oder -szenen, die für die Gruppe wichtig sind, arbeite ich manchmal auch sehr detailliert aus und schreibe sogar feste Texte und Dialoge dazu; oft als Cut-Scenes oder Cliffhanger.
Falls sich durch die Entscheidungen der Spieler:innen die Szene anders entwickelt als geplant, dann lasse ich das aber immer ausnahmslos zu und gestalte im Zweifel nach einem neuen Cliffhanger meine Story, meinen Plot, meine Geschichte so um, dass es gut und plausibel an die Entscheidung am Spieltisch anschließt.
Riesige Veränderung, d.h. schwerwiegende Abweichungen vom von mir vorgesehenen Plot, bearbeite ich meist aber erst in Ruhe, bevor ich dann am Spieltisch weiter mache.

In der Regel gelingt mir das Pacing auch ganz gut, d.h. ich schaffe es meist, die Spielzeit mit den möglichen Cliffhangern/Unterbrechungen gut zu koordinieren und auch die "Lenkung" der SC gelingt mir oft ausreichend gut, dass ich mein vorbereitetes Material meist einsetzen kann.
Allerdings spiele ich mit den Leuten zum Teil auch schon über 15 Jahre und wir kennen uns entsprechend gut, was das Ganze natürlich entsprechend erleichtert.

tldr: Ich bereite meist sehr viel und sehr konkret vor, bewahre mir aber die Offenheit, jederzeit davon abzuweichen, wenn meine Spieler:innen den Verlauf der Geschichte anders gestalten.