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Was sind deine top NuTrek-Serien?

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Feuersänger:
Hey ich hab die Umfrage nicht erstellt.  ;D
(das war 1of3)

Aber warum nicht? Hab's mal reineditiert. ^^

KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
Pffft, das beste Star Trek war ohnehin Futurama, this poll is hereby invalid!  ~;D

Megavolt:

--- Zitat von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 28.01.2026 | 14:49 ---Pffft, das beste Star Trek war ohnehin Futurama, this poll is hereby invalid!  ~;D

--- Ende Zitat ---

Ich schließe mich an.

Leider sind die neuen Staffeln ein bisschen hit and miss mit Schlagseite in Richtung miss.

ABER man hätte Futurama auch BEI WEITEM krasser versauen können, daran muss man sich heutzutage wohl festhalten.

Zed:

--- Zitat von: Feuersänger am 28.01.2026 | 14:44 ---Hey ich hab die Umfrage nicht erstellt.  ;D
(das war 1of3)

Aber warum nicht? Hab's mal reineditiert. ^^

--- Ende Zitat ---

Im engeren Sinne ist die Option "The Orville" natürlich subversiv - aber trotzdem: Seth McFarlanes "The Orville" trifft für mich den besseren Ton der Post-TNG/DS9/ST:V-Ära als die Star-Trek-Serien unter der Verantwortung von Alex Kurtzman.

Humor (manchmal zu absurd) und ernstzunehmendes Drama sind bei Orville nicht perfekt vereint, aber halten sich doch ganz gut die Waage, und ich fühle (im Gegensatz zu vielen NuTrek-Serien) noch genügend Good-Old-TNG-Feeling, um daran anknüpfen zu können.

Nach meinem Eindruck gelingen den Serien unter Kurtzman diese Quadratur des Kreises nicht. Sie wollen auf Teufel-komm-raus fresh, schnell, modern und anders sein, der Rest sind Old-Trek-Versatzstücke.

Das Gute ist der Look der NuTrek-Serien, viele Set-Pieces sehen wirklich fantastisch aus, und das CGI leistet sich nur wenige Schnitzer, finde ich (hier: der Look der Gorn). Star Trek war ja schon immer "woke", aber in Anbetracht der Gegenwart wäre mir als Hauptplot am liebsten, wenn die woke Föderation gegen irgendwelche Retro-Imperialist:innen antritt - aber immerhin bleiben die bunten, diversen NuTrek-Serien der Idee des gesellschaftlichen Fortschritts treu.

Auch die Darsteller:innen sind für mich erste Klasse: Drama, Comedy, auch mal Selbstironie - das alles ist ausgezeichnet gespielt, finde ich.

Mein Hauptproblem ist die Arbeit von Executive Producer Alex Kurzman und den Linien, die er vorgibt. Ich vermute, dass er eigentlich Star-Wars-Fan ist und immer mit einer Hybridisierung liebäugelt.

Discovery: Misslungende Quadratur des Kreises - anders kann ich mir nicht erklären, wie sie den gewaltigen Zeitsprung nach vorne machten , der sie aus allen vertrauten Zusammenhängen raus und sie eher in ein dreckiges StarWars-Universum hinein katapultiert, warum sie den overpowerten "SporeDrive" erfinden müssen und von "Serie" auf "Mehrteiler" wechseln (insbesonders die letzten beiden Discovery-Staffeln), die eine einzige, atem- und ruhelose Geschichte auf Speed erzählt und sich für mich beinahe wie "24" anfühlte.

Picard: Sie hatten in meinen Augen keinen Plan, wo sie mit allem Hinwollten außer vielleicht folgende Eckpunkte, die sie alle unterbringen wollten:
- Nostalgie: Wiederbegegnung mit der TNG-Crew, dem Data-Soong-Komplex und den Borg
- Patrick Stewarts Lebensthema, sein Verhältnis zu seinem Vater, einarbeiten
- eine Prise Picard-Rehabilitation: Er kann ja doch mit jungen Menschen! (Elnor)/ Er kann ja doch "Vater" (Jack).
- Zugleich galt es auch hier, mehr Star-Wars zu wagen (Cristobal "Chris" Rios als Han Solo und die Fenris Ranger im Outer Rim Qiris-Sektor)
Das alles wurde leidlich zusammen gemixt, ohne so etwas wie einen roten Faden zu nutzen oder irgendeine andere dramaturgische Entscheidung zu treffen, die die Eckpunkte  n i c h t  in Einzelteile zerfallen lässt. Was nicht gepasst hat, wurde dann auch einfach wieder fallen gelassen (zB Elnor).

Einziger Lichtblick für mich war das Finale von Picard 3: Terry Matalas, Autor der letzten beiden Folgen, hat ein in meinen Augen gelungenes Ende geschrieben und verstanden, die nostalgischen TNG-Teile hervorragend in das Finale einzubauen und "zu melken".

Lower Decks trägt die Handschrift des Anarcho-Fans Mike McMahan und geht deshalb so gut auf.

Am besten gefällt mir ST:SNW. Der Grund für mich ist, dass sie nicht auf Krampf etwas neues machen wollten. Auch, dass die Story ja irgendwie in "The Cage" enden muss, setzt dem Ganzen hilfreiche Grenzen. Der/Die Captain war schon immer ein Zentrum der Serien, und Anson Mount reiht sich mit seinem Pike für mich gut neben Janeway, Picard und Sisko ein. Darum hat "Strange New World" meine Stimme bekommen.

Auch in "Star Trek: Section 31" gelang es Kurtzman für mich nicht, modernes Erzählen und StarTrek-Feeling zusammen zu bringen.

Prodigy habe ich nicht gesehen. Star Trek: Starfleet Academy buche ich erst, wenn alle Folgen draußen sind, aber die Trailer scheinen mir darauf hinzuweisen, dass Kurtzman sein Rezept (alles anders und fresh, aber mit vertrauten Versatzstücken) weiterfährt.

Feuersänger:
BTW, das mit dem Spore Drive ist mir in DIS von Anfang an sauer aufgestoßen. Nicht weil es reine Magie ist - das ist so ziemlich alles bei Star Trek, auch wenn sie es mit Technobabble kaschieren wollen - sondern aus Kontinuitätsgründen. Das spielt also vor TOS, aber wird in allen nachfolgenden Serien NIE mit auch nur einer Silbe erwähnt. Klar, weil es das Ding vor 2017 nicht "gab". Mich fuxt das aber enorm an. Mag ja sein dass es Gründe gab warum man das Ding nicht regulär verwendet. Aber zB im VOY Szenario? Wäre der Spore Drive Kanon, hätte da wenigstens diskutieren müssen, ob man nicht _jetzt dieses Mal ausnahmsweise_ das Ding nachbaut um eine 70 Jahre Heimreise abzukürzen. Oder es wenigstens erwähnt warum man es nicht versucht.

Also kurz, um Größenordnungen überlegene Technologie in ein Prequel einzubauen ist halt einfach eine Schnapsidee.

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