Wobei es sein könnte, dass der D&D-Look sich vor allem durch die verwandten Magic-Karten und World of Warcraft so beinahe alternativlos verbreitet hat? Bzw habe ich den Eindruck, die beiden waren fast maßgeblicher als D&D.
Geht ja nicht nur um den Look. Wie Tartex schon sagte, bei den Computerspielen aus den Achtzigern ist die Herkunft unweigerlich erkennbar (egal ob das jetzt Wizardry, Bard's Tale oder Ultima ist, was man sich anschaut - SSI hat sogar so lange dreist "geklaut" bis sie endlich 1987 die offizielle AD&D-Lizenz bekommen hatten). Aber auch im Tabletop-RPG Bereich finde ich den Einfluss unverkennbar. Fast alles, was da an Fantasy erschienen ist, war schwer D&D-geprägt: Bei Palladium merkt man's besonders stark, Runequest und Rolemaster/MERP hatten ihre eigenen Ideen, konnten ihre Herkunft aber auch nicht verleugnen (Attribute, Zauberlisten etc.). T&T steht tatsächlich als was Eigenes etwas abseits. Aber ansonsten würde ich sagen war es für Fantasy RPGs vor den Neunzigern eecht schwer, sich von D&D zu emanzipieren.
Das führt uns auch irgendwie aufs Ursprungsthema so ein bisschen zurück, bzw. auf den EDO-Begrif. Ich würde dahingehend nämlich behaupten, D&D war nicht EDO, sondern hat diesen Stil und was ihn ausmacht überhaupt erst geprägt. Und viele andere haben es übernommen. Ja, ich würde sogar sagen, dieser Einfluss auf andere Rollenspiele war sogar deutlich stärker als der vom Herrn der Ringe.