Autor Thema: CAIRN - Only The Mountain  (Gelesen 45 mal)

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Offline Teylen

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CAIRN - Only The Mountain
« am: Gestern um 22:37 »
Ich habe mir eher intuitiv ein neues Spiel mit dem Thema Bergsteigen geholt.

Cairn



Erstmal wusste ich nicht mehr von dem Spiel als ich von Fully Ramblomatic erfuhr. Das heißt das man einen Berg hochklettert und die Körperteile (Arme und Beine) einzeln kontrolliert und ich wollte schon mal so ein Frustspiel wie "Baby Steps" ausprobieren. Dabei half das Yahtzee uncharakteristischer Weise quasi eine ultimative Lobhudelei machte, was bei ihm eher selten ist.

In Bezug auf das Spiel ist es sehr viel mehr eine richtige Bergsteiger-Simulation als ein Frustspiel. Heißt, man hat das Gefühl halbwegs realistisch den Berg hochzuklettern und wenn man runterfällt,... also man fällt nicht wieder an den Anfang des Levels. Entweder fällt man etwas und wird verletzt oder, naja, wenn man von so über 20 Meter runter kracht,... dann überlebt das die Figur nicht.

Ich habe das Spiel in dem "normalen" Modus gespielt. Also auf Alpinist. Ohne irgendwelche Hilfen.
Ich fand den Schwierigkeitsgrad, bis auf eine Wand, gut vielleicht ein paar gegen Ende, sehr angenehm. Wobei selbst die schwierige Wand bezwungen wurde. Eine andere Wand habe ich einfach ignoriert und bin an einer anderen Stelle hoch.
Man hat ein bisschen Simulation dabei, dass heißt man muß schauen das man isst, trinkt und sich den Hintern nicht verkühlt. Wobei letzteres eigentlich kein Problem war. Essen und Trinken teilweise schon. Das Essen und verschiedene Getränke kann man sich in seinem Biwak zubereiten oder erwärmen.
Und man kann seine Finger tapen, wenn die zerkratzt werden. Wobei man jeden der 10 Finger liebevoll einzeln umwickeln muss. Oh und Kreide gibt es auch noch. Wobei ich die fast nicht benutzt habe.
Neben den offensichtlichen Dingen hat man noch eine eher versteckte "Ausdauer". Das wird einem nicht mit einem Balken angezeigt, sondern man merkt es daran das und vorallem wie Avaa atmet. Wie ihre Körperteile zittern und so. Was sehr cool ist.

Was ein weiteres Feature des Spiels ist:
So ein Berg hat mehr als eine Wand wo man hoch klettern kann. Man kann sich die Routen selber suchen, sie versuchen, und recht viele Dinge entdecken. Erstaunlich viele, finde ich, dafür das es so ein 9000m hoher (fiktiver) Berg ist.

Während des Kletterns erfährt man etwas über den Avaa, unter anderem mittels des ClimbBot der einem folgt, und wenn man oben angekommen ist die Haken einsammelt. Der Roboter spielt auch Nachrichten vom Manager und der Freundin ab, die beide nicht mitgekommen sind. Man wird während der Kletterei anderen Leuten begegnen. Zudem hat der Berg eine Geschichte. Sowohl bezüglich eines Tourismusbetriebs der vor längeren eingestellt wurde, als auch einer Kultur die da lebte.
Das ganze ist stimmig und interessant umgesetzt.

Von der Spieldauer habe ich etwa 25 Steam-Stunden gebraucht um vom Boden bis zum Gipfel zu kommen und etwa 22 1/2 Ingame Stunden.
Es gibt eine Story-Entscheidung die man treffen kann, respektive meiner Meinung nach zwei, aber eine sehr wichtige.

Es kostet aktuell 29,99€, wobei ich es auch zu dem Preis empfehlen kann.
(Hatte es mir selber zum launch gekauft)

Beide Enden die das Spiel hat sind sehr emotional. Zumindest für mich. Das "Gute" Ende etwas weniger als das "Schlechte".

Da ich gerade Heute durch kam, einmal meine Gedanken dazu:
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Meines Erachtens war das Spiel richtig, richtig gut und ich möchte es empfehlen :)
Nach dem Ende kann man sich auch angucken wo man lang gekraxelt ist.

In Bezug auf den Schwierigkeitsgrad.
Also auf Alpinist (normal) habe ich 20 1/2 Stunden gebraucht und noch lange nicht alles gefunden.
Ich bin ganze 230 mal abgerutscht und runter gestürtzt. Dabei bin ich ganze 53 mal gestorben und habe mich 2 mal mit Edelweiß wiederbelebt. Wer jetzt nicht so hart frustresistent ist, für den gibt es einen Assistenzmodus und eine ganze Menge anderer Optionen sich das klettern leichter zu machen.
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Es ist jetzt kein Rollenspiel oder auch nur Rollenspiel ähnlich. Ich bin aber so begeistert davon das ich es dennoch empfehlen mag.
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