Autor Thema: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2  (Gelesen 1411 mal)

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Offline D. M_Athair

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Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« am: 17.02.2026 | 17:18 »
Nachdem Weltengeist mir freundlicherweise meinen langen Beitrag durch das Schließen des Themas gekillt hat:
Hier nochmal ein neuer Ansatz.

Das Gerücht "WotC bauen ein einem neuen D&D" stammt nicht originär vom RPGPundit.

Man mag von dem Klickbait-Kanal Dungeons & Discourses halten, was man will, aber hier hat er (letzen Monat!!) das Bekannte durchaus recht gut zusammengefasst: https://www.youtube.com/watch?v=zaggzGNiFVI

=> Nach den prominenten Abgängen von Perkins & Crawford letztes Jahr, sind nun Treffen von WotC mit Hickman, Weis, L. Gygax und Manganiello aufgefallen.

Dazu kommt: In der Alt-Fan-Bubble von D&D 2014 ist man von WotC teilweise genervt, teilweise hat man sich umorientiert und es scheint auch ziemlich viel System Fatigue (wie zu 3.5 Zeiten) da zu sein. Jedoch gehört im WotC- und GW-Fandom ... unter Altfans permanentes und wehleidiges Jammer + eine ständig brodelnde Gerüchteküche ja durchaus zum guten Ton.

Allerdings: D&D 2024 ist "nur" ein Remix. Probleme, die das Spiel systemseitig wirklich hat (ein Mangel an hilfreichen GM-Tools), sind auch auch nicht wirklich behoben. Es kann also durchaus sein, dass die Verkäufe nicht so laufen, wie sie sollen oder, dass WotC gute/innovative Produktideen ausgehen. Ansonsten würde ich auch den Rechtsruck in den US nicht unterschätzen und die (emotionale) Anbindung der "Gute-Alte-Zeit-Nostalgiker" an D&D. (Denkbar, wass WotC da mittelfristig nen sanften Roll Back (i.S.v. Vielfalt wird ein bißchen nach hinten gerückt, aber ne kategoriale Abkehr findet nicht statt) wie bei MtG machen werden.

Das kann man sich auch mal anschauen (trotz der anti-diversity vibes):
https://www.youtube.com/watch?v=2oZFTsluyuk


Meine Einschätzung:
Ich kann mir gut vorstellen, dass WotC an ner Edition 6 werkelt.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass sie vor 2028 kommen wird.

3.0 gab es 3 Jahre.
3.5 gab es 5 Jahre.
4E gab es 6 Jahre.
Games Workshop erneuert für seine Hauptsysteme (40K, AoS) die Regeln alle 3 Jahre.

Nur weil D&D jetzt 10 Jahre ohne neue Edition war, heißt das nicht, dass 5.5 auch so lange aktuell bleiben wird.
« Letzte Änderung: 17.02.2026 | 17:51 von D. M_Athair »
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Offline sma

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #1 am: 17.02.2026 | 18:01 »
Ich kann mir gut vorstellen, dass WotC an ner Edition 6 werkelt.

Aus finanzieller Sicht sehe ich keine Notwendigkeit.

In 2025 hat D&D etwa $400 Mio Umsatz (+-$100 Mio) gebracht.

Das verteilt sich ca. 60%/25%/15% auf D&D Beyond (DDB), Lizenzen und Verlagsgeschäft.

Es heißt, DDB habe 20 Mio MAUs. Solange da kein signifikanter Teil der Nutzer die Abos kündigt oder aufhört einzukaufen, muss WotC gar nicht tun. Zudem hier Umsatz fast gleich Gewinn ist, denn die Plattform selbst können sie für 1-2% Umsatz locker betreiben.

Natürlich sind die fetten Lizenzjahre durch Baldurs Gate vorbei, aber wenn eine HBO-Serie die Verkäufe da nochmal anfeuert, kann hier die Kasse über die Lizenz an HBO selbst noch mal klingeln. Und dann gibt es ja einen steten Strom von Merch, und dann so Lizenzen wie Pinball-Automaten. Und ich hatte gelesen, dass 3rd Parties, die über DDB verkaufen wollen und mehr als $750.000 Umsatz machen, ebenfalls eine Lizenz von WotC erwerben müssen.

Das Verlagsgeschäft, dass von einer einer neue Edition profitieren könnte, spielt für WotC eine untergeordnete Rolle. Wer aufgrund marginaler Regelunterschiede ein alternatives D&D spielen möchte, kann immer noch aufgefangen werden, indem DDB das dann auch unterstützt.

Es könnte eher anders herum ein Problem spielen, ob sich die Macher einer Alternative es leisten können, DDB zu benutzen, weil ihnen das vielleicht ihre jeweilige Community übel nehmen könnte, weil diese sich gerade durch das Nicht-unterstützen von WotC definieren.

Für's Verhältnis: Roll20/Demiplane/DriveTruRPG schätzt man auf ca. $25 Mio Umsatz, das ist etwa 10% von dem Umsatz von DDB. Die Google-KI rät außerdem, dass Foundry bei ca. $5 Mio Umsatz liegt (ca. 250.000 Lizenzen über 3 Jahre). Selbst wenn wir das noch mal verdoppeln, weil die ja auch Premimummodule verkaufen, sind das gegenüber DBB kleine Fische.

Der gesamte "Longtail" des Rollenspiels ist damit vermutlich eine Größenordung kleiner als die Anzahl der aktiven D&D 5E Spielenden.

Daher sehe ich keinen Bedarf seitens WotC nach einer neuen Edition.

Offline Infernal Teddy

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #2 am: 17.02.2026 | 18:17 »
If the screaming goblin said the sky is blue I'd look out th window to check.

Wie lange macht der Kanal ranty videos darüber das D&D am ende ist? Und davor zu Warhammer? Wenn du den Kanal ernst nimmst hätte ich eine Brücke in London die ich dir verkaufen würde...
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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #3 am: 17.02.2026 | 18:19 »
Wie lange macht der Kanal ranty videos darüber das D&D am ende ist?.

Sie müssen nur lange genug durchhalten, dann haben sie irgendwann Recht!
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Season of the Snail für Troika!: https://www.drivethrurpg.com/de/product/524068/season-of-the-snail
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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #4 am: 17.02.2026 | 18:41 »
Generell: Sollen die Leute ruhig in ihrem Kaffeesatz lesen, wenn es sie glücklich macht. Da gibt's weiß der Nagpa schlimmere Verschwörungstheorien. 8] An eine real nächste D&D-Edition glaube ich aber frühestens dann, wenn sie auch tatsächlich offiziell angekündigt wird (wobei sich ja selbst das noch potentiell als Vaporware herausstellen könnte) -- vorher mache ich mir definitiv keine ernstgemeinten Gedanken.

Offline D. M_Athair

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #5 am: 17.02.2026 | 19:07 »
Wenn du den Kanal ernst nimmst [...]
Muss ich nicht, um festzustellen, dass die Meetings der Kern der Spekulationen sind, die gerade (gut seit ca. 2 Monaten) an mehreren Orten stattfinden.  :-*


Aus finanzieller Sicht sehe ich keine Notwendigkeit.
Die sehe ich grundsätzlich auch nicht.
Am Ende hängt das aber an den Erwartungen von Hasbro/der Shareholder.

Wie auch immer: Vielen Dank für die hilfreichen Zahlen.
« Letzte Änderung: 17.02.2026 | 19:13 von D. M_Athair »
"Man kann Taten verurteilen, aber KEINE Menschen." - Vegard "Ihsahn" Sverre Tveitan

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #6 am: 17.02.2026 | 19:20 »
Also wenn ich von Treffen mit Hickman/Weiss und Manganiello höre dann ist mein erster Gedanke nicht "neue Edition" (gab es ja seit 2014 nicht mehr ;) ) sondern Dragonlance Serie könnte doch noch was werden.

Die wurde zwar vor 2 Jahren "totgesagt", aber wir wissen ja was man davon zu halten hat.
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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #7 am: 17.02.2026 | 20:16 »
Es kann also durchaus sein, dass die Verkäufe nicht so laufen, wie sie sollen oder, dass WotC gute/innovative Produktideen ausgehen.

Die letzte große Idee von WotC war das zumindest als Leuchtturmprojekt gescheiterte Sigil und der damit verbundene Gedanke der Rundum-Monetarisierung.

Von letzterem und dem allgemeinen Fokus auf den digitalen Part wird man sich auch in der 6. Eiditon nicht lösen.
Ob man wie verschiedentlich angeklungen beim konkreten Spielinhalt wieder auf die gute alte Zeit schielen sollte, ist fraglich. Ausgerechnet in dieser Ecke gibt es nämlich reichlich handwerklich und inhaltlich sehr gut aufgestellte Konkurrenz. Klar hat WotC im Zweifelsfall mehr Ressourcen zum Draufwerfen, aber die bessere OSR sein zu wollen als die OSR selbst ist für das große/"richtige" D&D mMn nicht der sinnvollste Weg.


Ich kann mir gut vorstellen, dass WotC an ner Edition 6 werkelt.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass sie vor 2028 kommen wird.

Wie drüben bei unicum angeklungen: an der nächsten Edition wird spätestens einen Tag nach Release der aktuellen Edition zumindest konzeptionell gewerkelt.
Denn wenn man wartet, bis es mal so richtig deutlich nicht mehr läuft, ist es viel zu spät, um mit einer neuen Edition anzufangen.

Ja, vielleicht wirft man dann mal auf der Hälfte einen Entwurf komplett weg. Aber irgendwas in petto haben muss man immer - und am Besten mehr als das 5e-Gelaber in Richtung "es wird nihiiiiiee eine neue Edition geben." :P
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
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Offline Inquisitor_Majoris

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #8 am: 17.02.2026 | 21:05 »
Habe auch ein paar Videos zu den Gerüchten gesehen. Also mir persönlich gefällt das moderne und bunte Artwork der 2024er und gewisse Entscheidungen (Orks, Halb-Orks, Male-Succubus, usw.) auch überhaupt überhaupt nicht, aber nicht weil ich mich als Rechter Fanatiker sehe, sondern weil ich mir unter Fantasy eben was anderes vorstelle. Wie auch immer, vom Crunch her bin ich mit der 2024er Version ganz zufrieden. Was den Fluff anbelangt, so bin ich heilfroh dass Mythmakers mit Ed Greenwood an Realmsbound arbeitet, was viel mehr meinem gewünschten Fantasystil entspricht und zudem auf dem aktuellem Regelwerk aufbaut. Wenn hier, wie geplant jedes Jahr 4 Bücher erscheinen, bin ich für die nächsten 20 Jahre locker versorgt, zudem habe ich auch noch einige Großkampagnen herumliegen (Strahd, Avernus, Rime, ...), ich wüsste nicht einen Grund was mich zu einer neuen Edition bewegen sollte.

Selbst wenn die 2024er Edition wirklich nicht erfolgreich sein sollte, so frage ich mich warum es denn eine 6. Edition sein soll? Es gibt ja auch das Gerücht, dass 2027 die 3. Edition von AD&D zum 50-Jahr Jubiläum erscheinen soll. Das würde eher dazu passen, dass man Greenwood, Gygax und Hickmann in das Projekt involviert um die bekanntesten Welten damit zu verknüpfen (Realms, Dragonlance, Greyhawk), aber fluffmäßig wird da nicht viel passieren - wie gesagt die Realms werden ja schon mit Realmsbound bedient.

Es wird sicherlich viel mehr in Richtung Digitalisierung gehen. Digitale Bücher + DLC's und alles verknüpft mit D&D Beyond. Ich nutze selbst Beyond, mag es eigentlich sehr gerne, da des simpel ist und meine Bedürfnisse am physischen Spieltisch völlig abdeckt und viiiieeeeel billiger ist, als physische Minis zu kaufen. Wahrscheinlich werden sie sich an der 3rd Edition (bzw. 3.5) orientieren was den Bücherausstoß betrifft. Grundregelwerk in physischer Form aber alles weitere (complete warrior, complete divine, usw.) als digitale Packages vertreiben, das kann man beliebig weiterführen, sowohl regeltechnisch, als auch flufftechnisch. Geht ja auch bei den Monstern. Ein sehr dünnes Monster Manual als physisches Buch und alles weitere als Monster Package 1-20 zu je $ 4,99 um die Tokens gleich in D&D Beyond zu haben. Problem ist nur, wer soll das alles bezahlen? Alte Spieler? Eher schwierig mit dem neuen Artworkstil. Neue junge Spieler? Werden es sich nicht wirklich leisten können. Vor allem da durch Digitalisierung theoretisch neben dem DM auch die Spieler gut gemolken werden können, aber ganz ehrlich - die meisten Spieler die niemals leiten, werden sich maximal ein Spielerhandbuch kaufen und nicht zig digitale Zusatzpackages.

Offline Infernal Teddy

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #9 am: 17.02.2026 | 21:09 »
D&D 5.5 ist mittlerweile meine Lieblingsedition geworden. Gefällt mir alles an Artwork? Nö. Muss es auch nicht. Mir geht's ja um das Spiel.
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Offline Haukrinn

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #10 am: 17.02.2026 | 21:38 »
Ich halte das für arg abwegig. Kaufmännisch würde das keinen Sinn machen. D&D 2024 ist so ziemlich das massentauglichste, was jemals an Tabletop RPG auf die Beine gestellt worden ist, warum sollte man da etwas dran ändern? Das wird wohl erst nötig werden wenn die Leute der Sache komplett überdrüssig werden. Momentan sehe ich das nicht.
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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #11 am: 17.02.2026 | 22:05 »
Wie drüben bei unicum angeklungen: an der nächsten Edition wird spätestens einen Tag nach Release der aktuellen Edition zumindest konzeptionell gewerkelt.
Denn wenn man wartet, bis es mal so richtig deutlich nicht mehr läuft, ist es viel zu spät, um mit einer neuen Edition anzufangen.

Ja, vielleicht wirft man dann mal auf der Hälfte einen Entwurf komplett weg. Aber irgendwas in petto haben muss man immer - und am Besten mehr als das 5e-Gelaber in Richtung "es wird nihiiiiiee eine neue Edition geben." :P

Daß da vielleicht zwei Leute (oder was immer beim aktuellen WotC-Personalstand so Sinn ergibt) im Hintergrund schon mal in Teilzeit darüber nachgrübeln mögen, was man in ein paar Jahren "als Nächstes" auf den Markt schmeißen könnte, wenn die aktuelle Edition ihr Mindesthaltbarkeitsdatum allmählich doch mal zu überschreiten beginnt...okay, kann ich mir als sinnvolle Beschäftigung allemal vorstellen.

Aber zwischen diesem Punkt und "Okay, Leute, jetzt kurbeln wir den Release der nächsten Edition definitiv doch mal an!" dürften denn doch noch eine ganze Reihe von bereits halbwegs geplanten Produkten für diese liegen, die vorher noch zu Profit verarbeitet werden wollen. ;)

Offline Prisma

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #12 am: 17.02.2026 | 22:11 »
D&D 2024 ist so ziemlich das massentauglichste, was jemals an Tabletop RPG auf die Beine gestellt worden ist,
Ist es das? Dann wäre es doch ein absoluter Verkaufsschlager. Die Verkäufe sollen aber bestenfalls nur mittelmäßig sein, wenn man im Internet herum liest.
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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #13 am: 17.02.2026 | 22:18 »
Meinst du die Quellen die nur die Verkäufe in "normalen" Buchhandlungen zählen? (was die Leute die behaupten D24 würde sich schlechter verkaufen als jede vorherige Edition gerne "vergessen" zu erwähnen)

Alle Rollenspielläden mit denen ich geredet habe meinten schon, dass sich bisher keine andere D&D Version (ist ja immer noch 5. Edition ;) ) besser verkauft hätte als diese.

Und nachdem WotC eingesehen hat, dass Leute auch noch Bücher mögen und sie die alternate Cover (afaiknur) in Rollenspielläden verfügbar machen gehen Leute auch wegen D&D lieber in Rollenspielläden als z.B. zu Amazon o.ä.
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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #14 am: 17.02.2026 | 23:04 »
Wenn das ein Verkaufsschlager ist, dann warum jetzt eine 6. Edition und nicht weiter die Cash Cow melken? Wenn es doch keiner ist, macht es schon Sinn an eine 6. Edition zu denken. Jetzt bin ich nicht in allen Rollenspielläden des Landes unterwegs, aber ich habe bisher noch nicht gesehen dass die Dinger wie heiße Semmeln weggehen. (Bei Shadowrun 6 anfangs hingegen schon, da sah ich damals ganze Gruppen im Laden und jeder einzelne hat sich ein GRW gekauft. In meinem Umfeld hat sich bisher nur einer ein D&D 2024 PHB geholt, aus Neugier, weil es sein "erstes offizielles" D&D Buch war. Spielen tun wir aber dennoch Shadowdark.)
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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #15 am: 17.02.2026 | 23:31 »
Wie gut sich die aktuellen D&D-Machwerke nun genau verkaufen (und vor allem auch, wie sich das dann geo- oder demographisch verteilt), darüber wissen am ehesten noch die hauptberuflichen Erbsenzähler bei WizBro Bescheid -- und die werden vermutlich oft genug schon nicht mal mehr ihre Chefs direkt mit allen Einzelheiten behelligen (die diese wiederum oft genug nur am Rand interessieren dürften), sondern ihnen die Fakten "nur" so brauchbar wie möglich zusammengefaßt und illustriert vorlegen.

Die weitaus meisten von uns dagegen, egal, ob nun im Tanelorn oder auf YouTube, können über die 99+ Prozent des Geschäfts, die außerhalb unserer ganz persönlichen kleinen Erlebnisblasen ja nebenbei auch noch stattfinden, doch höchstens einigermaßen blind spekulieren.

Offline Inquisitor_Majoris

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #16 am: 17.02.2026 | 23:40 »

Offline sma

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #17 am: Gestern um 00:25 »
WotC operiert in einem Umfeld, wo Bücherverkäufe keine große Rolle spielen. Wo das Geld verdient wird, schrieb ich ja schon.

Ein Rollenspielbuch, das im Laden $60 kostet, bringt ihnen vielleicht $24 Umsatz und vielleicht $8 Gewinn.

Ein verkauftes Baldur's Gate 3 bringt ihnen $6 Umsatz und Gewinn ($90 Mio bei 15 Mio verkaufter Spiele). Wenn die neue Serie nochmal 5 Mio Spiele verkaufen hilft, wofür sie nichts machen müssen, außer ein paar Meetings, müssten sie mehr Bücher als jemals zuvor verkaufen, um das zu toppen. Dazu kommt, dass allein das Recht, die Serie zu produzieren $10-20 Mio einbringen.

Dank DDB haben sie wie kein anderer Verlag Daten, was bei Spielern beliebt ist und was nicht und können nachsteuern – ohne dafür extra eine neue Regeledition herausbringen zu müssen. Diese wäre nur notwendig, damit Leute darüber reden, aber nicht, um Spieler auf der Plattform zu halten.

Zum Vergleich der Größenordnungen als Antwort darauf, warum es keine Rolle spielt, ob Pegasus zu einem Zeitpunkt mal 10.000 Shadowrun-Bücher zum Selbstkostenpreis in den Markt gedrückt hat: System Matters freut sich, wenn sie mit einem Spiel der kleinen Reihe 50 Exemplare (als die gesamte Auflage) verkaufen. Jeder deutsche Verlag freut sich, wenn er 500 Exemplare umsetzt und jubelt, wenn er 5000 Exemplare erreicht. Ich weiß nicht, ob es überhaupt ein Rollenspiel aus Deutschland gibt, dass 50.000 erreicht (aber zumindest die Größenordnung wird DSA 5 schaffen, Shadowrun ebenfalls, vielleicht auch noch Cthulhu), aber das wäre auch für internationale Verlage ein großer Erfolg. Und dann gibt es vielleicht 1W6 Verlage, die 500.000 Exemplare umsetzen können, wobei mir eigentlich nur Paizo und vielleicht Monte Cook einfallen. Und dann ist da noch WotC, die nochmal eine Größenordnung drüber liegen. Tja, und dann sind da nur noch Computerspiele, die 50.000.000 oder mehr schaffen.

Offline Prisma

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #18 am: Gestern um 06:52 »
So schnell wird da nichts Neues kommen. WotC sucht im Wochenrhythmus neue Leute und veröffentlicht Announcen. Heute erst wieder ein D&D Game Designer:
https://jobs.hasbro.com/job/Renton-Game-Design-Manager-D%26D-Wash-98056/1365474100/?fbclid=IwdGRjcAQBzMljbGNrBAHMXmV4dG4DYWVtAjExAHNydGMGYXBwX2lkDDM1MDY4NTUzMTcyOAABHieRaZg3Qo9BKRxozbDL1-ueOjGNFE4953CVkBvPmIDrLNbszwTSb8_a5Eux_aem_vlFT2Kcb1kbbpNz9lDnqvg

Da geht es nicht um kreatives Spieldesign oder um Regel- oder Settingdesign. Das machen andere. Da wird nicht mal Expertise in D&D, Rollenspiel generell, TTCG, Magic The Gathering oder Design gesucht, sondern bloß "Familiarity". In dieser Position geht es nur darum die echten Kreativen zu "managen". Es geht um Einzelgespräche, um "Feedback", um die Auswahl und Einstellung von "diverse, dedicated people" (nicht notwendigerweise um 'experts'). Man soll Mentor sein und Leute "trainieren" (ohne aber selbst tiefe Ahnung von der Materie haben zu müssen).
Dann das wohl ware Wichtige: Monitoring, Reports, Guidelines und Documentation.
Erst zum Schluss kommt "contribute to game design efforts" aber nur "when appropriate".

Hört sich für mich nach typischen Corporate-Zeug an. Jemand der die Materie nur oberflächlich versteht, gleichzeitig aber HR-Entscheidungen treffen soll, die den Erfolg bedingen und dann die ganzen Leute überwacht. Das allein kann, muss aber kein Indiz für eine 6E sein.

Noch eine Frage: Es geht ja um einen Game Design Manager und um "Ledership". Aber ist die Höhe des Gehalts für so eine Position nicht etwas ... äh ... hoch?
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Offline Sashael

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #19 am: Gestern um 07:02 »
Noch eine Frage: Es geht ja um einen Game Design Manager und um "Ledership". Aber ist die Höhe des Gehalts für so eine Position nicht etwas ... äh ... hoch?
Das geht jetzt am Thema vorbei, aber:
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Offline unicum

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #20 am: Gestern um 09:39 »
Aus finanzieller Sicht sehe ich keine Notwendigkeit.
...
Daher sehe ich keinen Bedarf seitens WotC nach einer neuen Edition.

Frag mal den Hasbro Aktionär dazu, ich glaube nicht das dieser deine Ansicht uneingeschränkt teilt.
Und schliesslich ist "der" es der Entscheidet. Hasbro Aktien sehen zwar mitlerweile nicht mehr ganz so schlecht aus aber wie die Prognosen sind kann ich nicht beurteilen, ich vermute aber das die Rahmenbedigungen nicht gar so prickelnd sind.

https://www.boerse.de/aktien/Hasbro-Aktie/US4180561072

Offline Skaeg

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #21 am: Gestern um 11:19 »
Aus finanzieller Sicht sehe ich keine Notwendigkeit.
[...]
Daher sehe ich keinen Bedarf seitens WotC nach einer neuen Edition.
Jedes dieser Argumente hätte für D&D 2024 genau so gegolten. Eigentlich noch stärker, da das nun wirklich nur ein Update von 5e war, bei dem viele Spieler auf den Umstieg verzichten konnten. Wurde trotzdem entwickelt und publiziert. Daher würde ich nicht davon ausgehen, dass deine Argumentation zugkräftig ist.

Im Grunde genommen ist das ein Fall der "doorman fallacy". Die Annahme, dass der Wert der Marke "D&D" fix ist und man daher nur in die Geschäftsbereiche investieren muss, in denen diese Marke mit der höchsten Gewinnmarge verwertet wird, ist klassisches kurzsichtiges Gewinnmaximierungsdenken, von dem man jetzt annehmen kann, dass die Großkopferten bei Hasbro so dumm sind - oder eben nicht.

Anders würde man vielleicht so auf die Sache blicken:
1.) TRPG-Produkte sind der Kern, der die Marke "D&D" am Leben hält und sie für Lizenzen wertig macht. Wenn wir diesen Kern nicht weiter entwickeln und für die Spieler, die unser wichtigstes Vermarktungselement darstellen, riskieren wir Wertverlust dieser Marke. Wäre nicht klug.
2.) Es gibt einen TRPG-Markt. Wir sind auf diesem Markt gut etabliert. Wir können dort Gewinne erwirtschaften, wenn auch in geringerem Maße als mit anderen Bereichen. Tun wir das nicht, indem wir auf neue Produkte auf diesem Markt verzichten, geben wir ihn der Konkurrenz preis, was wiederum unsere Marke beschädigen kann. Wäre nicht klug.
« Letzte Änderung: Gestern um 11:29 von Skaeg »
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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #22 am: Gestern um 11:27 »
Ich hatte HIER ja folgendes geschrieben:

Zitat
Wenn die sich JETZT die Spezis von DamalsTM einkaufen und ins Development gehen, dann dauert das doch 3-5 Jahre und dann wäre eine neue Edition fällig.

Zu den politischen Inhalten äußere ich mich lieber nicht ...  ::)


Meinung zu einer neuen Edition: Nach 3.5, 4E und 5E, sowie PF1, bin ich eigentlich D&D-kuriert und würde es, Stand heute, nicht mit Kneifzange und Latexhandschuhen anfassen. ABER ... wie es immer so ist ... natürlich interessiert mich die Weiterentwicklung und der leise Hoffnungsgedanke, dass man sich wirklich wieder mehr am Damals orientieren würde. AD&D3rd wäre irgendwie geil. So bissl OSR einfangen, bissl moderne Mechaniken. weg vom TP-Runtergekloppe und hin zu gefährlichen Kämpfen über alle Stufen hinweg.
Tja, und dann denke ich etwas darauf herum und merke, dass sich D&D irgendwie ausentwickelt anfühlt. 6E als das große Novum sehe ich nicht. Geht das hier anderen auch so?

Faszinierend, dass ich nicht der einzige mit diesem Gedanken bin und das auch zum Einkauf der Alten GardeTM passen würde.

Nunja, was mich aber eigentlich interessiert ist: "denke ich etwas darauf herum und merke, dass sich D&D irgendwie ausentwickelt anfühlt. 6E als das große Novum sehe ich nicht. Geht das hier anderen auch so?"
ina killatēšu bašma kabis šumšu Tišpak
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"Consider the seed of your generation. You were not born to live like animals, but to pursue virtue and possess knowledge"

Offline Swanosaurus

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #23 am: Gestern um 11:29 »
...

Bzgl. AD&D3: Wird nicht immer wieder gesagt, dass das im Prinzip Castles&Crusades wäre?
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Offline Infernal Teddy

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #24 am: Gestern um 11:35 »
Bzgl. AD&D3: Wird nicht immer wieder gesagt, dass das im Prinzip Castles&Crusades wäre?

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Offline Luxferre

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #25 am: Gestern um 11:39 »
Hackmaster wäre auch mein take gewesen. C&C atmet schwer die alten D&D-Boxen ...
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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #26 am: Gestern um 11:42 »
Nunja, was mich aber eigentlich interessiert ist: "denke ich etwas darauf herum und merke, dass sich D&D irgendwie ausentwickelt anfühlt. 6E als das große Novum sehe ich nicht. Geht das hier anderen auch so?"

Man sieht jedenfalls, dass frühere D&D-Editionen (vor 3e) und vieles aus der OSR konzeptionell und mechanisch besser aufgestellt sind.
Da gibt es schon den einen oder anderen Vertreter, bei dem ich sagen würde: viel mehr ist aus der Regelengine nicht rauszuholen.

Dann muss eine langlebige Produktreihe natürlich zusehen, dass sie in die Breite und nicht in die Tiefe geht. Sprich: keinen Regelwildwuchs, sondern gutes Drumherum - solide Abenteuer, große Kampagnen, breites Spielangebot mit alternativen Settings usw.
Das hat 5e so halb gemacht, aber zum Ende hin immer mehr den Faden verloren und dann eben doch deutlichen rules creep gehabt. Und das Grundgerüst war im Vergleich mit anderen auch nur so mittelgut gelungen.

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #27 am: Gestern um 11:47 »
Nunja, was mich aber eigentlich interessiert ist: "denke ich etwas darauf herum und merke, dass sich D&D irgendwie ausentwickelt anfühlt. 6E als das große Novum sehe ich nicht. Geht das hier anderen auch so?"

Naja, das "große Novum" haben sie ja mit der vierten Edition fleißig versucht. ;) War aus meiner Sicht auch tatsächlich einigermaßen neu und originell, aber dann kam halt von gewissen anderen Leuten der große "Was wir nicht kennen, fressen wir nicht!!"-Bauernaufstand, dem wir letztendlich die Was-fühlt-sich-für-euch-Nostalgiker-richtig-an-fünfte verdanken...

Ich glaube also nicht, daß sich WizBro in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren noch mal ernsthaft trauen, radikalere Veränderungen vorzunehmen -- gebranntes Kind und so. Und natürlich fühlt sich D&D für mich persönlich mittlerweile tatsächlich recht nach "Da kommt nix großartig Interessantes mehr nach" an, aber ich bin halt mittlerweile auch schon eine kleine Ewigkeit im Hobby und mit Dutzenden von Systemen mindestens in Berührung gekommen; da reißen mich Dinge wie "Hier bieten wir euch zwei neue Völker, eine ganz neue Basisklasse, und natürlich neue Zaubersprüche und magische Gegenstände!" einfach auch nicht mehr wirklich vom Hocker.

Offline Luxferre

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #28 am: Gestern um 11:58 »
... WizBro ...

Warum nicht Haszards?  ~;D

Davon ab: joa, die Einschätzung zum nicht vorhandenen Mut und der aktuellen politischen Entwicklung "da drüben" würde ich auch eher von einer lamen "Nummer Sicher" ausgehen.
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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #29 am: Gestern um 12:07 »
Warum nicht Haszards?  ~;D

Weil der Begriff sich tatsächlich in der einen oder anderen D&D-Fanecke des Internets schon etabliert hat und nebenbei leichter auszusprechen ist. ;D

Offline tarinyon

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #30 am: Gestern um 18:26 »
Man sieht jedenfalls, dass frühere D&D-Editionen (vor 3e) und vieles aus der OSR konzeptionell und mechanisch besser aufgestellt sind.
Da gibt es schon den einen oder anderen Vertreter, bei dem ich sagen würde: viel mehr ist aus der Regelengine nicht rauszuholen.

Dann muss eine langlebige Produktreihe natürlich zusehen, dass sie in die Breite und nicht in die Tiefe geht. Sprich: keinen Regelwildwuchs, sondern gutes Drumherum - solide Abenteuer, große Kampagnen, breites Spielangebot mit alternativen Settings usw.
Das hat 5e so halb gemacht, aber zum Ende hin immer mehr den Faden verloren und dann eben doch deutlichen rules creep gehabt. Und das Grundgerüst war im Vergleich mit anderen auch nur so mittelgut gelungen.

Ich glaube, das ist eine ganz wichtige Erkenntnis. Wenn man sich mal anschaut, wie wenig sich D&D in den zig Iterationen von 1974 bis 2000 verändert hat, dann stelle ich mir schon die Frage, ob man aus D&D so viel mehr rausholen kann, als das System mit 0E/1E geboten hat. Im Kern ist es halt ein System, das auf einen ganz bestimmten Spielstil ausgelegt ist und dieser Spielstil war für lange Zeit gleichbedeutend mit Rollenspiel. Ob man aber mit so Nostalgie-Shit (ich stehe ja drauf, je älter und je weniger Regeländerungen, desto besser) wirklich noch neue Generationen abholen, das will ich mal stark bezweifeln. Micht würde echt stark interessieren, ob die angeblich so große neue Rollenspielergeneration mit D&D so Storyteller-Zeugs spielt und dabei die Regelengine nebenher laufen lässt?

Davon abgesehen kann ich mir schon vorstellen, dass D&D2024 nicht annähernd so gut gelaufen ist, wie WotC/Hasbro wollte. Da liegt halt der Hase im Pfeffer begraben: wenn ich anpreise, dass sich eigentlich so gut wie nix verändert hat, warum sollen sich dann die Leute das neue System kaufen? Wenn D&D 5 das beste D&D ever ist, wird eine neue Edition immer die Fanbase splitten. Ich bin mir sehr sicher, dass Hasbro schon längst weggehen wollte von dem klassischen Rollenspiel, wo sich die Spieler ein zwei Bücher kaufen und dann zocken hin zu einem FIFA/ROBLOX/MOBA-Abzock-Modell. Aber da glaube ich überschätzen sie die Marke D&D: die mit Abstand meiste Kohle machen sie ja mit Magic. Aber das ist kompetitiv und da kann man Geld gewinnen. Da ist die Monetarisierung also von vornherein angelegt. Bei D&D sehe ich das mittel- und langfristig nicht. Eher sowas wie bei diesem kack ROBLOX, wo es eine Community gibt, die sich selbst ausbeutet und die Entwicklungsarbeit für den Publisher erledigt. Das könnte man bei D&D auch so machen, dass man da einen digitalen Store hat (ähnlich wie bei DriveThru), wo man AI-gestützt solo oder in Gruppen Abenteuer zockt und sich dann alles zusammenkauft. So ein Art Holodeck-Netflix-D&D mit Fokus auf Prosumenten. Regeln und Editionen spielen bei sowas dann immer weniger ne Rolle.

Die Nostalgiker werden natürlich weiterhin mit den alten Sachen zocken und ein guter Teil der Spielerschaft wird vielleicht entdecken, dass man überhaupt nie eine neue Edition gebraucht hat, weil man mit dem bisher bereits veröffentlichten eigentlich alle Spielstile und Wünsche abdecken kann. Sehe nicht, wo da außer der Hyperkapitalisierung und Hypermonetarisierung durch AI im Rollenspielbereich (und das wird zu 99 Prozent Solo und davon zu 90 Prozent Waifu-RPG sein) noch irgendeine Sprunginnovation stattfinden wird.

P.S. Gefühlt das einzige, was sich da derzeit bei RPGs noch ändert ist, dass sie "toll gelayoutet sind" (wow - much great!) oder dass statt sexy girls im Kettenbikini oder edgy Gore-Bilder jetzt dicke Frauen, rosa Drachen und Orks in Mexikanerklamotten auf den Illus zu sehen sind. Das hat aber halt null mit den Regeln zu tun. Ich kann ja genauso AD&D 1e spielen und mein Halb-Ork ist transgender und datet einen Oger. Brauch ich keine KI-generierten Illus dafür.
« Letzte Änderung: Gestern um 18:31 von tarinyon »

Offline Galatea

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #31 am: Gestern um 18:43 »
Bei der breiten Spielerschaft, die D&D mittlerweile hat, sind drastische Änderungen auch überhaupt nicht mehr möglich, ohne einen signifikanten Teil besagter Spielerschaft zu verprellen. Und ganz ehrlich, das ist auch in Ordnung so. Das Zelt ist breit genug, dass am Ende trotzdem fast jeder reinpasst und diejenigen, die unbedingt was Neues suchen haben auch genug radikal andere Wahlmöglichkeiten außerhalb.
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Offline Skaeg

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #32 am: Gestern um 18:57 »
Bei der breiten Spielerschaft, die D&D mittlerweile hat, sind drastische Änderungen auch überhaupt nicht mehr möglich, ohne einen signifikanten Teil besagter Spielerschaft zu verprellen.
Hat die breite Spielerschaft eine so große Anhänglichkeit an bestimmte Elemente des Spielsystems? Oder auch nur ein tieferes Verständnis davon? Ich habe da Zweifel.

Ich glaube, eine (wirklich) neue Edition mit dem entsprechenden Marketing könnte auch beim Mainstream-Publikum punkten, wenn sie beibehält, was man oberflächlich als die Kernelemente von D&D wahrnimmt:
W20-Würfe
Klassische Klassen
EDO+-Völker
Die sechs Attribute
Stufen
Hitpoints
Saves
Zaubersprüche mit Spruchstufen
Magische Gegenstände
Monster, Fallen, Dungeons

Um diese Elemente kann man mMn durchaus ein neues System herumstricken, das den Rahmen eines besseren Errata-Dokuments, wie es DnD2024 ist, sprengt. 3.x, 4E und 5e haben alle diese Elemente, sind aber doch trotzdem sowohl untereinander als auch verglichen mit prä-Wizards-DnD sehr unterschiedlich.
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Offline YY

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #33 am: Gestern um 19:15 »
Micht würde echt stark interessieren, ob die angeblich so große neue Rollenspielergeneration mit D&D so Storyteller-Zeugs spielt und dabei die Regelengine nebenher laufen lässt?

Wenn ich mir anschaue, was die sich so anschauen und worüber sie reden, würde ich eher sagen: die quälen sich im Schnitt irgendwie mit dem Regelwerk herum und kommen mehrheitlich nicht darauf, selbst größere Änderungen vorzunehmen oder gleich was anderes zu spielen, was den eigenen Ansprüchen eher entgegen kommt.
Schon ein gutes Stück wie früher DSA in D :think:

So ein Art Holodeck-Netflix-D&D mit Fokus auf Prosumenten.

Ja, das hätte Sigil sein sollen. War aber technisch längst nicht da, wo es dafür hätte sein müssen.

Sehe nicht, wo da außer der Hyperkapitalisierung und Hypermonetarisierung durch AI im Rollenspielbereich (und das wird zu 99 Prozent Solo und davon zu 90 Prozent Waifu-RPG sein) noch irgendeine Sprunginnovation stattfinden wird.

Ja, aus Monetarisierungsgesichtspunkten ist das folgerichtig.
Von dem Gedanken, die Spieler dazu zu kriegen, auch ähnliche Summen wie die SLs auszugeben, landet man schnell dabei, den SL durch Technik zu ersetzen und dann merkt man, dass man die Spieler lieber einzeln beackert als in der Gruppe, weil die ohne Terminkoordination usw. zumindest theoretisch viel mehr Interaktionszeit haben und damit mehr Gelegenheiten zum Geld ausgeben bestehen.
Damit wird das Spiel aber auch zwingend so eine auf den kleinsten gemeinsamen Nenner abzielende Dopamin-Suchtfalle wie diverser Mobile-Schrott.

Lustigerweise ist parallel dazu das techniklose Solospiel seit geraumer Zeit ordentlich im Aufschwung. Da gilt dann aus WotC-Perspektive wieder sinngemäß der berühmte Ausspruch von G. Gygax, dass die Spieler nie erfahren dürfen, dass sie den ganzen Kram gar nicht brauchen.

Gut, das ist dann nicht immer und überall verfügbar - aber fast, wenn man es ein bisschen clever anstellt. Und dann bekommt man keine vorgekaute Monetarisierungsschlotze, sondern macht seinen eigenen Kram.   
Da bin schon fast gespannt, wann explizit jemand genau damit antritt. Also mit einem analogen Solo-("Nicht")-D&D als explizitem Gegenentwurf zu WotCs digitalem Goldenen Käfig (wenn der denn irgendwann mal fertig wird).
Crawfords Kevin hat in der Richtung ja schon einiges an Vorarbeit gemacht, dem traue ich das ohne Weiteres zu.
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Offline Vash the stampede

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #34 am: Gestern um 20:46 »
Micht würde echt stark interessieren, ob die angeblich so große neue Rollenspielergeneration mit D&D so Storyteller-Zeugs spielt und dabei die Regelengine nebenher laufen lässt?

Also wenn ich mich mit meinen Neulingen und Jungspielern unterhalte, dann spielen sie einfach ihren Stiefel und sind cool damit. Unabhängig davon, ob sie publizierte Sachen (Strahd, Storm King's,Tomb) oder eigenen Kram bespielen. Sie stören sich auch weniger an den Bildern und so 'nen Kram. Zudem wechseln manche jetzt auf 24 und sind frei damit. Sie benutzen Beyond und kennen oder haben daneben die Bücher.

Und ich kann nur sagen, dass ich jetzt alle Kern-Bücher erworben habe und regelrecht suchen musste, um alle zu bekommen, weil sie nicht lieferbar waren, obwohl die Händler sie bestellen wollen.
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