So, was lange währt... Diese überbeschäftigten Schüler heutzutage...

Beim letzten mal wurde ja mehr kämpfen gewünscht, also ganz simpler Plot: Höhle mit 2 Hobgoblins, die da zufällig durch den zauber-getarnten Eingang rein gestolpert sind und die dort schon wohnende Goblinfamilie drangsalieren. Aus der Höhle führt durch den Berg eine sehr enger (goblin-durchlässiger) Tunnel direkt in die Lagerräume der Stadt. Bisher wurde der wenig benutzt, die Goblins waren da vorsichtig. Sehen die Hobgoblins anders. Da somit Lebensmittel in größerer Zahl verschwinden, werden die ersten Bewohner misstrauisch.
Aufhänger waren zum einen, dass der Koch des Klosters/Waisenhauses seinen Helfern einen Aufpasser mitschickt, weil offenbar auf dem Weg vom Vorratslager in die Küche mehr als üblich "verloren" geht. Es handelt sich dabei um Kaelith, unseren Halb-Dunkelelf Schurken. Zum zweiten Chacha, eine Halbling Bardin, die furchtbar empört ist, dass aus dem Lager die letzten Vorräte ihrer Lieblingsseife verschwunden sind. Chacha ist eigentlich ein NSC, wird aber diesmal von einem Gastspieler gespielt. Den Händler im Schlepptau marschiert sie sofort dorthin um den "Tatort" zu begutachten. Dabei kommen sie an der Schmiede vorbei, wo die beiden Hexenmeister Quarion (Halbelf) und Malyobel (Gnomin, dort wohnhaft) gerade beim Frühstück sitzen. Die scharfen Ohren der Gnomin nehmen natürlich sofort war, das da etwas interessantes vorgeht. So landen denn alle Charaktere ordnungsgemäß, wo sie hin sollen. Bis auf die Kämpferin, deren Spielerin war leider ausgefallen.
Jetzt passiert die klassische Situation: Es kommt alles ganz anders als die SL sich das in x-Varianten hat vorstellen können. Die Gruppe sucht und findet nicht, den durch ein Fass getarntes Eingang zum Gang, sondern fängt an Leute zu befragen um Verdächtige zu finden. Da das zu nichts führt, legen sie sich stattdessen am Abend auf die Lauer um den Dieb zu fangen. Dabei verteilen sie sich durchaus strategisch geschickt über das Lager. Leider schlafen die beiden Damen ein und Quarion kriegt einfach nix mit, zu weit weg und sämtliche Lauschen-Würfe vergeigt. Aber da ist ja noch Kaelith, der absolut fähige Schurke, der perfekt lauscht, sich versteckt und hinter dem Eindringling her schleicht.
An dieser Stelle fand folgender Out-Game-Dialog statt:
SP: Was mach ich denn jetzt nur?!
SL: Du hast einen Totschläger...
SP: Aber ich will ihn ja nicht gleich umbringen.
SL: Ein Totschläger macht Betäubungsschaden.
SP: Ach so. *holt aus* Und das ist
wirklich nur Betäubungsschaden?
Nach einem einzelnen gekonnten Schlag liegt die Diebin, wie sich heraus stellt ein junges Goblinmädchen, am Boden und der Rest der Truppe wird herbeigerufen. Nach einem langen sehr zähen Verhör weiß man dass die Goblinin unbedingt zurück muss, damit ihre Eltern nicht von den "großen Bösen, die durch die Wand kamen" bestraft werden. Daher winden sich Chacha und Malyobel gekonnt durch den Tunnel, werden aber leider von einem der Hobgoblins bemerkt. Die Bardin schafft es mit Hilfe ihrer Bardenmusik diesen lange genug abzulenken, das die Hexenmeisterin sich die Höhle ansehen kann. Anschließend besorgen sie sich eine Karte der Gegend und versuchen herauszufinden, wo -von außen gesehen- die Stelle ist wo die Hobgoblins "durch die Wand kamen". Tatsächlich finden sie diese und können auch den Zauber durchdringen. Da sie die Hobgoblins überraschen und von Chacha mit einem Lied des Mutes unterstützt werden, geht der Kampf sehr glatt ab. Wobei der Schurke schon wieder Skrupel hat, die bewusstlos am Boden Liegenden zu töten. Über die Befreiung der Goblins von ihren Ketten, vergessen sie beinahe die Höhle nach Schätzen zu durchsuchen. (Die SL ist so nett einen kleinen Hinweis zu geben.

) Offenbar war hier die Reise des Kunsthändler, der vor ein paar Monaten verschwunden ist, zu Ende, daher gibt es wirklich einiges einzusammeln. Lustigerweise standen auf der Liste, die ich mir vor Jahren mal zugelegt hatte gleich zwei Dinge mit einem Einhorn, die mussten natürlich unbedingt dabei sein.
Am Tor gilt es dann der Stadtwache zu erklären, warum sie eine ganz Goblinfamilie in die Stadt bringen wollen. Als das geklärt ist werden die Goblins sicherheitshalber in der Wache unter Quarantäne gestellt. Seit diese vorbei ist arbeiten und wohnen sie über der städtischen Müllkippe und betätigen sich in der Sortierung und Wiederverwertung der Wertstoffe. Da sie von der Stadt zwar kein Gehalt, aber Arbeitskleidung und Prämien für bestimmte Mengen an bestimmten Rohstoffen bekommen, gelten sie als städtische Angestellte und haben somit Zugang zum städtischen Badehaus. Da gibt es auch
Seife! Nur nicht ganz so luxuriös wie die geklaute.
Ganz sicher werden wir wieder von Ihnen hören.
Bleibt noch zu sagen, dass unser Gastspieler Spaß hatte und weiter mitspielen möchte. Aber dann mit eigenem Charakter. Vielleicht sogar mit einem Barden.
