Okay, in die kann ich mich wohl wirklich nicht recht hineinversetzen. Es hat insbesondere in meiner Frühzeit absolut Momente gegeben, in denen für mich mein Charakter definitiv die Hauptperson am Tisch war (wenn ich weiter oben vom fast ausschließlichen Fokus auf eben den erzähle, dann aus Erfahrung), es ist prinzipiell denkbar, daß ich mich mal aus diesem oder jenem für mich guten Grund auch gegen die Gruppe stelle, und einen hoffentlich immer noch einigermaßen sympathischen Feigling zu spielen, könnte ich allermindestens versuchen.
Aber ein ausgemachtes Kameradenschwein bin ich, hoffe ich doch, weder als Spieler noch als Charakter. 
Wenn der Charakter als selbstsüchtiger Feigling angelegt ist, finde ich es zunächst einmal in Ordnung, dass er so agiert. Das ist in der Regel nicht unbedingt vorteilhaft für die Gruppendynamik, aber letztlich muss die Gruppe dann sehen, welche Konsequenzen sie daraus zieht. Unter Umständen entwickeln sich daraus sogar interessante Rollenspielsituationen.
Besagter Spieler agiert allerdings seit Jahrzehnten mehr oder minder so. Meist ergeben sich daraus keine wirklich bemerkbaren Konsequenzen. Zumindest in der Gruppe fällt das vielleicht nicht so auf. Als SL erkennst Du halt irgendwann ein Muster, wenn jeder Charakter des Spielers möglichst außerhalb der Gefahrenzone platziert wird und sämtliche regelbasierten Schutzmechanismen ausgenutzt werden. Und schließlich wird jeder erdenkliche Schaden an dem Charakter erst einmal ausdiskutiert.
Und wenn dann ein Ork droht, den Charakter trotzdem anzugreifen, wird auch gerne mal ein Feuerball ins Kampfgetümmel geworfen. Selbst wenn sich dort Gefährten befinden. Tatsächlich hat der Spieler den ein oder anderen Charaktertod anderer Spieler zu verantworten. Meist, weil er den Panikbutton einmal zu oft gedrückt hat...