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Spielen zu Zeiten der Hanse
Blechpirat:
--- Zitat von: Sard am 18.03.2026 | 18:26 ---Ich hätte einen Tipp fürs Bier zum Rollenspiel, aber das war wohl kaum gefragt ... >;D
--- Ende Zitat ---
Jetzt musst du aber!
@alle: Danke, das sind schon tolle Ideen. Die Spieler haben ziemlich deutlich gemacht, dass sie keine Handelssimulation wünschen (sonst hätte man bei Traveller klauen können, das ist ja so ein bisschen Sailing in Space). Ich denke, dass vielleicht ein bisschen "Kiepenkerlig-DSA" schon ein guter Stil sein könnte, der gut passt.
Also - gerne weitere Ideen!
Sard:
--- Zitat von: Blechpirat am 18.03.2026 | 18:33 ---Jetzt musst du aber!
--- Ende Zitat ---
Damit es nicht wie Werbung aussieht (ich habe da nix dran und lebe 700km entfernt) hier der Wiki-Eintrag (ich hoffe das ist forumsregelkonform):
https://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%B6rtebeker_Braumanufaktur
Nachtrag: das Ganze selbstredend auch alkoholfrei!
Trollkongen:
--- Zitat von: sma am 18.03.2026 | 16:46 ---Um es nicht in Fantasy abgleiten zu lassen, würde ich den Weg des fantastischen Realismus gehen, also eher DSA statt D&D, um es mal so zu formulieren.Wenig bis keine Magie.
--- Ende Zitat ---
Welches Regelsystem nimmst Du denn das Grundlage? Das kann auch schon eine Menge bewirken. D&D hat ja nun wirklich nur, äh, lose Verbindungen zur Realität. ;) Also ein System zu nehmen, dass die Suspension of Disbelief nicht allzu sehr fordert, ist ein guter erster Schritt, finde ich. Dann stimmt das Gefühl schonmal.
Wenn Magie dann selten ist und man sich immer die Frage stellen kann, ob das jetzt wirklich Magie war oder es auch andere Erklärungen gibt, fühlt es sich vermutlich nicht nach "0815"-Fantasy an.
Klingt jedenfalls spannend!
nobody@home:
--- Zitat von: Trollkongen am 18.03.2026 | 19:23 ---Welches Regelsystem nimmst Du denn das Grundlage?
--- Ende Zitat ---
Das ist in der Tat eine gute Frage. Gerade klassische Fantasysysteme haben ja meist doch auf die eine oder andere Weise recht "handfeste" Magie, und daß die nicht gerade D&D-Ausmaße annehmen mag, sagt nicht unbedingt viel.
Obwohl: ein Spiel, das mir gerade einfällt und auch halbwegs noch in die Zeit passen könnte, wäre wohl Ars Magica. Hat einen konkreten realmittelalterlich inspirierten Hintergrund samt Gründen dafür, warum die Magier trotzdem meist recht verschrobene Eigenbrötler in ihren eigenen Bünden bleiben und nicht mal so eben in den Großstädten die Macht an sich reißen -- unter anderem hat ihre Zauberei ganz konkrete Probleme damit, im Einflußbereich der Kirche gegen deren geistlich/göttliche Macht anzustinken...
WulfBorzagh:
@sard: Ich muss mal den Klugscheisser Modus anwenden (als Dipl. Biersommelier). Sorry ;-)
Bier war einesd der zentralen Export- und Handelsgüter der Hanse. Ca 2 Million Liter wurden pro Jahr gehandelt. (Also im Schnitt etwa 10.000 Fässer oder das Äquivalent von knapp 35 vollbeladenen Koggen.)
Die Störtebecker Braumanufaktur macht zwar gute Biere, aber die meisten haben mit der Hanse nichts zu tun. Die verbreiteten Bierstile waren Grutbiere oder Keutebiere (Biere mit Kräutern anstelle Hopfen) . Bekommt man in den Niederlanden noch häufig, wie z.B. bei Jopen. Diese waren aber aufgrund des fehlenden Hopfens schlecht für den Export geeignet.
Hopfen war zwar bekannt und zur Blütezeit um 14 Hdrt. beliebt, aber noch nicht so verbreitet, wie man gerne glauben mag. Und das sog. Reinheitsgebot kam auch erst Anno 1516 bzw. 1487. Daher wurden dann die gehopften Biere populärer. Meist Sauergehopfte Biere, die keine spezielle / einheitliche Bezeichnung hatten.
Biere wurden i.d.R. nach Ihrer Herkunft oder dem Braumeister benannt (Braunschweiger Mumme oder Gose benannt nach dem Flüsschen Gose in der Nähe von Goslar z.B.)
Daher gilt dort der Sammelbegriff "Stadtbiere"
Dann erst kamen die sog. Exportbiere, die waren wie der Name schon sagt, für den Export vorgesehen. Etwas höherer Alkoholgehalt als ein Stadtbier. Die spätere Hansestadt Dortmund machte sich damit einen Namen.
Dazu noch Einbecker Biere aus der Stadt Einbeck (bzw. aus Bayern), auch Bockbiere genannt. Hat i.d.R. vieeel ALkohol (mehr als Export) = länger Haltbar.
Porter z.b. kam erst um 18 Huntert Piependeckel zur Blüte im Ostseeraum -> Baltic Porter
Wulfi mit einem Kurzausflug in die Biergeschichte der Hanse.
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