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Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI

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unicum:

--- Zitat von: Maarzan am 14.07.2026 | 14:28 ---Pro und Kontra war ja eigentlich auch gar nicht gefragt, da sind die Fronten eh benannt und verfestigt denke ich. Gefragt war wie sich die Szene vermutlich entwickeln wird, wenn jetzt nicht noch eine unerwartete juristische Wende der Sache von anderer Seite den Stecker zieht.

--- Ende Zitat ---

Prinzipiell ist es für mich schon eine Pro und Contra diskussion. Ich schrieb oben #162 meine Sicht auf die Zuklunft. Das kann man eigentlich nur abschätzen wenn man meint ob Pro oder Contra irgendwann mal überwiegen.

Eine Juristische Wende? Kann ich mir kaum vorstellen, wie soll das ausschauen? die großen Player sind die USA und China, und da sehe ich Nicht das sich etwas tut, nicht unter den jeweiligen derzeitigen Administrationen.

Dieses Label KI Frei,... ich glaube das geht schon heute nicht wirklich. Gib in eine Suchmaschiene etwas ein und da sucht die KI für dich schon mit, übersetzungen - klar ich kann Leo nehmen aber das bringt auch nicht immer alles. Ich glaube das ist schon so wie in der Lebensmittelindustrie "kann spuren von Nüssen enthalten",... wenn ich daran denke das jeder von uns (im Schnitt) Plastik  in der Menge einer Kredit/Debit Karte (5gramm) zu uns nehmen (in der Woche) kann ich über "spuren von Nüssen" nur schmunzeln.

Anderst Formuliert: Ich glaub das Kind ist in den Brunnen gefallen, oder der Dschinn ist aus der Flasche, Die Büchse der Pandora ist offen,...
Oder auch einfach gesagt: Ich hab für mich den Punkt erreicht das es eine vergebliche Mühe ist sich gegen die neue Technik zu stellen und dann einfach die Seite gewechselt und versucht das beste daraus zu machen. Alles andere ist schlecht für meinen Blutdruck.

Vieleicht auch ein Punkt: "Wir" sind was Rollenspielkrahm betrifft doch sicherlich nicht das Hauptziel der KI-Entwicklung. Das meiste Geld wird man mit KI sicherlich an anderen Stellen machen, für "uns" bleiben eh nur Brosamen.

Raven Nash:

--- Zitat von: unicum am 14.07.2026 | 15:15 ---Vieleicht auch ein Punkt: "Wir" sind was Rollenspielkrahm betrifft doch sicherlich nicht das Hauptziel der KI-Entwicklung. Das meiste Geld wird man mit KI sicherlich an anderen Stellen machen, für "uns" bleiben eh nur Brosamen.

--- Ende Zitat ---
Das ist korrekt.

Man muss sich auch vor Augen halten, dass LLMs bereits weit länger existieren, als wir uns vorstellen. Die ersten funktionierenden Modelle sind seit den 2010er Jahren vorhanden, kleine Modelle gibt es schon viel früher, insbesondere bei Übersetzungen. Was im militärischen Bereich so ging... man weiß es nicht.

Der KI-Boom (zumindest im Business-Bereich) scheint vorbei zu sein. Langsam kommt man dahinter, dass so ein LLM doch nicht die Lösung aller Probleme darstellt, und man wiederum Leute braucht, die mit dem Ding umgehen können. Im Moment geht's wohl eher den Programmierern an den Kragen, vor allem Junior Developer ersetzt man durch LLMs.

Was bedeutet das für den RPG-Sektor? Grundsätzlich mal nicht viel. AI-Slop wird es auch hier geben - einfach, weil es ihn überall gibt. Schaut mal auf Insta, TikTok & Co. Grindigster AI-Mist überall. Allerdings geht das auch schon vielen Leuten auf den Keks. Ich gehe mal davon aus, dass auch dieser Trend vergeht, wie alle anderen bisher (Ice-Bucket Challenge anyone?).

Es wird sich also wieder beruhigen. Wird einiges an verbrannter Erde geben, aber da machen mir andere Dinge auf der Welt größere Sorgen.
Ich hoffe, dass am Ende ein ruhiger, sachlicher Umgang mit dieser Technologie möglich ist.

unicum:

--- Zitat von: Raven Nash am 14.07.2026 | 15:38 ---Das ist korrekt.Man muss sich auch vor Augen halten, dass LLMs bereits weit länger existieren, als wir uns vorstellen.

--- Ende Zitat ---

https://de.wikipedia.org/wiki/ELIZA ??? Die Idee dahinter ist sogar noch älter.

Rackhir:

Ich möchte zum Thema Labelling etwas zu bedenken geben: Die EU-Kommission hat eine Leitlinie veröffentlicht, wie KI-Systeme und ihr Output den Transparenzverpflichtungen der KI-Verordnung nachkommen sollen.
https://www.golem.de/news/ai-act-eu-kommission-veroeffentlicht-verhaltenskodex-fuer-ki-inhalte-2606-209690.html

Für viele von uns der wahrscheinlich interessanteste Punkt: "Für kreative, künstlerische, satirische oder fiktionale Werke gelten flexiblere Vorgaben. Auch dort muss der KI-Einsatz offengelegt werden, der Hinweis darf die Wahrnehmung des Werks aber nicht unangemessen stören. Er kann deshalb etwa in Begleitinformationen, Beschreibungen oder im Vor- und Abspann stehen."

Letzte Fußnote: für rein private Nutzung gelten die Transparenzverpflichtungen nicht.

Maarzan:
Hört sich aufs erste Lesen überraschenderweise gar nicht so unsinnig an. Bliebe die Frage der Überprüfbarkeit bei weiterverarbeitetem Material.

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