Nebenan schrieb Tudor:
Mir kommen da verschiedene Gedanken.
Mir scheint es, dass Leute regelmäßig viel ähnlicher spielen als sie darüber denken und sprechen. Wahrscheinlich könnten die meisten sich hier zusammensetzen und eine mindestens okaye Runde hinbekommen.
Eine okaye Runde schon.
Bei einer längeren Kampagne bezweifle ich es schon eher.
Dafür existieren ja Session Zeros, damit man seine Spielstile, Weltansichten etc... miteinander abgleichen kann.
Eine Runde, die entweder nur kämpft und auf Werte achtet und keinerlei Wert auf Charakterentwicklung legt, oder im Gegenteil: eine Runde, die nie kämpfen würde, sind beide nicht meins.
Noch eher so, wenn Charaktere und ihre Beziehungen vernachlässigt werden, weil sie höchstens als nettes Beiwerk betrachtet werden.
Ist vielleicht ein legitimer Spielstil, aber nicht meiner. Sowohl die Gespräche, z.B. über Regeln, Werte etc., wie auch die Kämpfe ziehen sich dann für auch unendlich.
Genauso war ich (wir) sofort raus, als einer zu einer Freundin meinte: "Du solltest keinen weiblichen Fighter spielen, das ist 'unrealistisch' und Frauen wird es in dieser Welt nicht gestattet. Weil... Mittelalter." Als würde er sich nicht gerade in eine Welt mit High Magic und verschiedener Humanoide vorbereiten, in der es nichtmal Sinn macht weshalb eine Gesellschaft dem realen Mittelalter gleichen sollte.
Ich wüsste wirklich nicht, weshalb ich da wöchentlich zurückkommen sollte, wenn im Vorhinein schon nichts passt.
Da kommt es weniger drauf an, ob man DnD oder ein anderes System spielt.
Und wie bereits gesagt wurde: eine jahrelange Kampagne ist etwas ganz anderes als ein One Shot. Wenn in einem One Shot nur gekämpft wird oä., etwa auf einer Convention oder in einer Session Zero, mach ich eben mit.
Ansonsten muss ich widersprechen, dass an DnD wenig Erzählerisches und Soziales sei.
Diese Dinge gehören nunmal nicht in ein Regelbuch oä., weil es an der Gruppe selbst liegt diese Elemente herauszuarbeiten.
Bei längerer Kampagnen, also solche, die man auch weitergeführt hatte, weil es für alle passte, hatten DM und Spielende nie Probleme damit viel Fokus auf Charaktere und Erzählen zu legen.