Autor Thema: The Worm Ouroboros RPG  (Gelesen 702 mal)

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The Worm Ouroboros RPG
« am: 17.04.2026 | 14:42 »
Ein neues auf BRP & Mythras-basierendes W100-Rollenspiel ist erschienen:



THE WORM OUROBOROS von J.F. Pereira
(Dies ist ein Affiliate-Link, der der 100 Questen Gesellschaft e.V. zugute kommt.)

Das RPG kombiniert das Setting des 1922 erschienenen Romans "The Worm Ouroboros" von E.R. Eddison mit einer (auf die Spielwelt angepassten) BRP- und MYTHRAS-Variante.


129 Seiten PDF für $ 14,99
« Letzte Änderung: 18.04.2026 | 00:38 von AndreJarosch »

Offline unicum

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Re: The Worm Ouroboros RPG
« Antwort #1 am: 17.04.2026 | 15:33 »
Der dahinter liegende Roman ist an mir vorrübergegangen, ich konnte geade nichts damit anfangen,...

für alle denen es genauso geht:

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Wurm_Ouroboros

Tolkien hat sich sowohl negativ als auch positiv über den Roman geäussert, was es für mich schon mal interessant macht.

Offline WeepingElf

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Re: The Worm Ouroboros RPG
« Antwort #2 am: 17.04.2026 | 19:11 »
Der dahinter liegende Roman ist an mir vorrübergegangen, ich konnte geade nichts damit anfangen,...

für alle denen es genauso geht:

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Wurm_Ouroboros

Tolkien hat sich sowohl negativ als auch positiv über den Roman geäussert, was es für mich schon mal interessant macht.

Tolkien bemängelte laut Wikipedia vor allem die Namengebung (ansonsten wusste er den Roman zu würdigen), was damit zusammenhängt, dass er da sehr viel Aufmerksamkeit darauf verwandte. Er betrieb seine Sprachenschöpfung mit einer Akribie, die es nie zuvor und auch danach kaum wieder gegeben hat; gegen Quenya und Sindarin muten solche "marktüblichen" Spracherfindungen wie Klingonisch oder Dothraki wie Spielereien von Grundschulkindern an ;)
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Offline Lyonesse

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Re: The Worm Ouroboros RPG
« Antwort #3 am: 17.04.2026 | 19:56 »
Aus dem Wikipediaeintrag von Eddison: ... Tolkien generally approved of Eddison's literary style, but found the underlying philosophy unpleasant and unattractive; while Eddison in turn thought Tolkien's views "soft". ... Eddison's books are written in a meticulously recreated Jacobean prose style ...
Ich denke, Eddison war ein Autor mit eigener Stimme, der allerdings auch ein Anhänger von Nietzsche war; was sich nicht zuletzt auch in seinen Charakteren widerspiegelte. Das passt natürlich nur bedingt in den heutigen Zeitgeist oder Lesergeschmack. Allerdings schuf er noch vor Tolkien ein eigenständiges fiktives Setting.
In jedem Fall bemerkenswert daraus ein TTRPG zu machen, aber dieser Verlag hat auch noch andere durchaus coole Settings entworfen: mit Historical Rome und Miami Nights.
« Letzte Änderung: 17.04.2026 | 19:58 von Lyonesse »

Offline Luxferre

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Re: The Worm Ouroboros RPG
« Antwort #4 am: 17.04.2026 | 20:05 »
Tolkien bemängelte laut Wikipedia vor allem die Namengebung (ansonsten wusste er den Roman zu würdigen), was damit zusammenhängt, dass er da sehr viel Aufmerksamkeit darauf verwandte. Er betrieb seine Sprachenschöpfung mit einer Akribie, die es nie zuvor und auch danach kaum wieder gegeben hat; gegen Quenya und Sindarin muten solche "marktüblichen" Spracherfindungen wie Klingonisch oder Dothraki wie Spielereien von Grundschulkindern an ;)

Das sekundiere ich und spreche mich an dieser Stelle auch gegen modernere Autoren, wie zB GRRM aus. Ist für mich komplett overrated. Sein Ego ist auch äußerst unangenehm. Garniert mit seinen ständigen Selbstvergleichen zu Tolkien ... was seine Schwächen eigentlich nur noch deutlicher aufzeigt.

Ich habe Ouroboros bestimmt vier oder fünf Male angefangen zu lesen. War jedes Mal nicht erträglich für mich.
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Offline Lyonesse

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Re: The Worm Ouroboros RPG
« Antwort #5 am: 17.04.2026 | 20:24 »
Wobei Tolkien eigentlich nach wie vor nicht als Fantasyautor zu bezeichnen ist, sondern als Linguist. Am Ende musste er halt eine Welt entwerfen, in der seine Sprachen gesprochen werden und das ging natürlich nur über das Erzählen von Sagas. Aber im Endeffekt war Mittelerde nur ein ''Abfallprodukt'' seiner Kunstsprachen - umso schöner, dass er trotzdem (oder gerade deswegen) diese Verehrung erfährt.
GRRM agiert auf einer völlig anderen Ebene. Er hat mit Westeros und dem Lied von Feuer und Eis sein eigenes, inzwischen 30 Jahre altes Magnum-Opus geschaffen, und dieses stark an verklausulierte irdische Vorbilder wie dem Hundertjährigen Krieg angelehnt. Es hat seine Stärken und seine Schwächen, aber der große Hype begann ja eigentlich erst mit der TV-Serie.
« Letzte Änderung: 18.04.2026 | 01:52 von Lyonesse »

Offline WeepingElf

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Re: The Worm Ouroboros RPG
« Antwort #6 am: 17.04.2026 | 21:32 »
Wobei Tolkien eigentlich nach wie vor nicht als Fantasyautor zu bezeichnen ist, sondern als Linguist. Am Ende musste er halt eine Welt entwerfen, in der seine Sprachen gesprochen werden und das ging natürlich nur über das Erzählen von Sagas. Aber im Endeffekt war Mittelerde nur ein ''Abfallprodukt'' seiner Kunstsprachen - umso schöner, dass er trotzdem (oder gerade deswegen) diese Verehrung erfährt.

Ja - er war ein leidenschaftlicher Sprach- und Mythenforscher, dessen größte Freude es war, seine eigenen Sprachfamilien zu basteln, und er merkte schon früh in seinem Bastelprozess, dass er dafür einen Hintergrund brauchte, und darum schrieb er das Book of Lost Tales, das er später zum Silmarillion umarbeitete. Man darf nicht vergessen, dass für ihn selbst stets dies sein Hauptwerk war, und der Herr der Ringe nur eine vom Verlag angefragte Fortsetzung des Hobbits, der wiederum nur ein Nebenprojekt war - eine hübsche Geschichte, die er seinen eigenen Kindern erzählt hatte und lediglich einige Anspielungen auf die Mythologie enthielt, und nur zufällig den Weg zum Verlag fand, weil einer von Tolkiens Söhnen einen Schulfreund hatte, dessen Vater Verleger war. Tolkien mochte es selbst nicht, als "Fantasy-Autor" bezeichnet zu werden; "Fantasy", das waren für ihn solche Sachen wie die "Conan"-Geschichten vom Robert Howard, und damit hatte er rein gar nichts am Hut.

GRRM agiert auf einer völlig anderen Ebene. Er hat mit Westeros und dem Lied von Feuer und Eis sein eigenes, inzwischen 30 Jahre altes Magnum-Epos geschaffen, und dieses stark an verklausulierte irdische Vorbilder wie dem Hundertjährigen Krieg angelehnt. Es hat seine Stärken und seine Schwächen, aber der große Hype begann ja eigentlich erst mit der TV-Serie.

Ich habe davon nur den ersten Roman gelesen, und den auch nur zur Hälfte, es war mir zu viel Schwertgeklirr in einer nichtssagenden Fantasywelt, die obendrein, Du sagst es, vom Hundertjährigen Krieg abgekupfert ist. Martin ist weder der "amerikanische Tolkien" noch der "Tolkien unserer Zeit" (schon allein weil er kein Sprachenerfinder war - als HBO für die TV-Serie die Sprachen der Dothraki und Valyrier brauchte, mussten sie David J. Peterson damit beauftragen, sie zu bauen); beide Titel passen eher auf den eher unbekannten Mark Rosenfelder, der eine sehr detaillierte Welt mit mehr als 20 fiktiven Sprachen ausgearbeitet hat - übrigens aus einem D&D-Kampagnensetting entwickelt, das er mal für einen Freund gebastelt hatte. Ich würde Rosenfelder jetzt nicht mit Tolkien gleichsetzen, aber er kommt dem doch näher als Martin.
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Online AndreJarosch

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Re: The Worm Ouroboros RPG
« Antwort #7 am: 17.04.2026 | 22:05 »
Ich habe Ouroboros bestimmt vier oder fünf Male angefangen zu lesen. War jedes Mal nicht erträglich für mich.

Die alte Heyne-Übersetzung war grausam, aber die neuere Bastei-Übersetzung empfinde ich zwar als sprachlich ungewohnt, aber gut lesbar.

Offline Swanosaurus

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Re: The Worm Ouroboros RPG
« Antwort #8 am: 18.04.2026 | 08:47 »
Als Rollenspiel klingt das sogar irgendwie interessant ... den Roman habe ich mehrmals zu lesen angefangen, in der Pesch-Übersetzung und im Original, aber immer wieder weggelegt. Da habe ich einfach gar keinen Zugang gefunden. Neben Zelaznys Amber einer der großen Klassiker, bei denen ich mich damit abgefunden habe, dass sie einfach nichts für mich sind.
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Re: The Worm Ouroboros RPG
« Antwort #9 am: 18.04.2026 | 09:02 »
Ha, den habe ich vor vielen Jahren -- im Gegensatz zu Amber -- tatsächlich durchgekriegt auf Englisch. Aber ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich ihn irgendwie beeindruckend fand. Vielleicht war ich aber auch nur beeindruckt davon, dass ich ihn tatsächlich gelesen habe. Inhaltlich ist heute nix mehr übrig beí mir.
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Re: The Worm Ouroboros RPG
« Antwort #10 am: 18.04.2026 | 14:05 »
So...

Kurze Zusammenfassung:
"The Worm Ouroboros RPG" nutzt Ideen von BRP und Mythras, formuliert sie aber völlig neu und verweist nur auf BRP und Mythras als Inspiration, verwendet aber keine der BRP ORC-Texte oder der Mythras Imperative-Texte; aber als Basis diente wohl hauptsächlich Mythras.

- "The Worm Ouroboros RPG" geht regeltechnisch völlig inkonsequent mit Mali/Boni um: Mal ist es ein fixer Wert (+20%), Mal ist es ein Bruchteil des Fertigkeitswerts (1/3 des Fertigkeitswerts), Mal ist es ein Schwierigkeitsgrad (Hard oder Herculean).
- Tabellen wurden anscheinend mit Hilfe von KI formatiert bzw. erstellt


Offline Swanosaurus

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Re: The Worm Ouroboros RPG
« Antwort #11 am: 18.04.2026 | 14:38 »
So...

Kurze Zusammenfassung:
"The Worm Ouroboros RPG" nutzt Ideen von BRP und Mythras, formuliert sie aber völlig neu und verweist nur auf BRP und Mythras als Inspiration, verwendet aber keine der BRP ORC-Texte oder der Mythras Imperative-Texte; aber als Basis diente wohl hauptsächlich Mythras.

- "The Worm Ouroboros RPG" geht regeltechnisch völlig inkonsequent mit Mali/Boni um: Mal ist es ein fixer Wert (+20%), Mal ist es ein Bruchteil des Fertigkeitswerts (1/3 des Fertigkeitswerts), Mal ist es ein Schwierigkeitsgrad (Hard oder Herculean).
- Tabellen wurden anscheinend mit Hilfe von KI formatiert bzw. erstellt

Oh, das klingt ja weniger super...
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