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[RMS-S] A1 -Zeit des Zorns- Wretguard
Outsider:
Die Dyfir beobachtet Tomus und seinen Bruder genau wird aber nicht so richtig schlau aus dem was sie sieht. Tomus ist unangefochten der Fylkjarl des Clans und damit auch Herr über seinen Bruder, welcher in der Erb- und Familienfolge im Rang unter Tomus stehen muss.
Anders als der Bruder scheint Tomus aber keine tiefere Bedeutung in das Gebaren seines Untertan hineinzuinterpretieren. Er scheint sich der Spannung der Situation bewusst zu sein, aber für ihn ist es nur eine Störung des Protokolls und nichts was man weiter Verfolgen muss. Da hat sich einer nicht so benommen wir es erwartet wurde und man muss da nicht länger drauf herumreiten. Für den Bruder scheint die Angelegenheit aber noch nicht erledigt zu sein, auch wenn er sich äußerlich dem Befehl von Tomus beugt, die Blicke die er euch zuwirft drücken Misstrauen aus. Mehr Misstrauen als man es Fremden entgegenbringen würde die eigentlich keine echte Gefahr darstellen.
Bei Gylfis Worten wirft Tomus einen Blick auf das Schwert was an der Wand hängt und nickt. „Ja, diese Handwerkskunst und die Geschichte dahinter sind wahrlich beeindrucken!“ Der Ton von Tomus verrät, dass die Waffe und ihre Machart ihre Faszination für ihn verloren haben. So wie das immer ist wenn man etwas schon ein ganzes Leben besitzt. Vor seinem inneren Auge kann sich der alte Skwilde vorstellen wie Tomus große Kinderaugen Stundenlang jedes einzelne Detail der Herrscherklinge studiert haben, jetzt jedoch als Fylkjarl und Anführer seines Clans hat er nicht mehr die Zeit in alten Sagas und Geschichten zu schwelgen und die Waffe war schon immer da.
Trauer und Bekümmerung überziehen dann Tomus Gesicht.
„Habt dank für eure Nachfrage. Den Können unserer Heilerin ist es zu verdanken, dass Huld den Angriff des Bären, wenn auch nur knapp, überlebt hat. Ich…“ Tomus Worte stocken und er verliert ein wenig seiner Selbstsicherheit „…kann gar nicht sagen wie leid es mir tut, dass der Rest der Reisegesellschaft, meine Schwiegertochter eingeschlossen, den Angriff nicht überlebt hat. Es ist ein großes Unglück, das hier alle in eine Schockstarre versetzt hat. Als ich in Wretguard eintraf und erfuhr was passiert war und das es schon Wochen her war habe ich sofort einen Boten nach Storhavn geschickt um Oktar diese wahr schreckliche und traurige Nachricht zu überbringen!“
Tomus macht eine Pause.
„Ich fürchte für euch wird es hier wenig zu finden geben, aber ich respektiere Oktars Wunsch nach Aufklärung. Miri und ihre Wachen wurden von Haldur an Ort und Stelle des Angriffs begraben. Er erkannte nicht wen er vor sich hatte so schlimm waren die Verletzungen und er hätte selbst Huld begraben da er ihn für Tot hielt, wenn es nicht in letztem Augenblick ein Lebenszeichen gegeben hätte. Fast vier Wochen stand mein Sohn an der Schwelle zu Helgardh und wandelte in den Nebeln der Zwischenwelt.“
Miri tot und begraben, verscharrt von einem Schafrichter am Wegesrand. Die Erkenntnis brennt tief, seid ihr doch womöglich an dem Ort des flachen Grabes vorbeigeritten ohne ihn zu erkennen. Ein paar Tagesreisen zurück, am Rande des Dunkelwaldes.
Hinxe:
Gylfi
In der Halle der Hagtorns in Wretguard
In aller Schnelle versuchte Gylfi, aus den von Tomus geäußerten Worten das Wichtigste herauszuklauben und seine Antwort zu formulieren. Denn er hatte das Gefühl, dass dieser Moment über den Erfolg ihres Vorhabens entscheiden könnte. Wenn es nach dem Bruder ginge, würden wir mit den paar Sätzen sofort wieder auf den Rückweg geschickt werden.
Nach kurzem Nachdenken räusperte sich der Alte und fuhr dann fort: "Ich freue mich, dass Huld noch am Leben ist, und preise die Flowras und die Künste der Heilerin. Auch danke ich für die Gastfreundschaft, die Ihr uns als Gesandte des Hauses Grimme erweist, und gelobe, sie nicht über Gebühr zu strapazieren." Er machte einen Schritt auf Tomus zu.
"Wir hatten zwar eine weitestgehend ereignislose Reise, wofür ich Sote ausdrücklich mein Lob aussprechen möchte, sind jedoch nichtsdestotrotz mehr...", Gylfi deutete auf sich, "...oder weniger...", diesmal wies er auf seine Reisegefährten, "...erschöpft. Hättet Ihr die Güte, Fylkjarl, uns eine Kammer oder Kemenate bereit zu stellen, auf dass wir uns erfrischen können. Sodann erbitte ich Eure Erlaubnis, mit Euren Leuten reden und auf Eurem Land Nachforschungen anstellen zu dürfen, um die Fragen des trauernden Brautvaters vollumfänglich beantworten zu können."
Der skwilde wartete gespannt, ob Tomus sie mit diesen ziemlich weit gefassten Vollmachten ausstatten würde. Und wenn nicht, ist es sicherlich sehr interessant, welche Einschränkungen er zu machen gedenkt.
Outsider:
„In dem Respekt vor dem Brautvater Oktar Grimme gewähre ich euch das Recht auf den Ländereien der Hagtorns Untersuchungen zu dem Tod von Miri Grimme anzustellen!“ Tomus Stimme ist fest und bestimmt.
„Ich erwarte aber das ihr mir regelmäßig berichtet und über mich den Fortschritt aufklärt!“
Tomus nickt seinem Bruder zu, der augenscheinlich widerwillig aber doch zustimmt.
„So soll es sein Fylkjarl!“ spricht die Wache seinen Bruder mit offiziellem Titel an.
„Eine Kammer kann ich euch nicht anbieten…“ fährt Tomus dann fort „…ich verfüge nicht über ein so ausgedehntes Anwesen wie Oktar, unsere Behausungen im Grenzland sind eher praktischer als prunkvoller Natur und wir haben nichts zu verschwenden. Aber ihr könnt eines der Leerstehenden Häuser beziehen, das Links am Eingang zur Stadt soll euer sein für die Dauer der Ermittlungen. Es sollte weitestgehend aufgeräumt sein, für Annehmlichkeiten müsst ihr selber sorgen. Zu diesem Zweck erlaube ich euch Wasser aus dem glitzernden See zu schöpfen und in meinen Wäldern Holz für ein Feuer zu hacken. Essen könnt ihr kaufen oder euch durch Fischen und Jagen euer Brät besorgen. Für heute Abend seid ihr meine Gäste und speist mit meiner Familie und ein paar Freunden. So könnt ihr einen ersten Blick auf die Menschen von Wretguard werfen!“
Hinxe:
Gylfi
In der Halle der Hagtorns in Wretguard
Bei Tomus' Antwort nickte Gylfi langsam mit seinem Kopf. Mit seiner Antwort versucht er, Dankbarkeit durch seine Stimme zu vermitteln. "Die Bedingung scheint mir vernünftig und angemessen. Ein Haus mit einem intaktem Dach wird für unsere Bedürfnisse vollkommen ausreichend sein. Ich möchte dann um die Erlaubnis bitten, dass wir uns dahin zurückziehen, um uns kurz zu erholen, bevor wir am Abend Eurer Einladung folgen wollen."
Gylfi führte erneute eine recht knappe Verbeugung auf und wandte sich zum Gehen.
pharyon:
Aeryn Aulí
In der Halle der Hagtorns in Wretguard
Gut gesprochen, Gylfi. Seitdem die Worte von Tomus und seinem Bruder ihr gezeigt haben, welche Stellung Frauen hier draußen haben, hielt sich Aeryn zurück. Mit kleinen Änderungen ihrer Haltung versuchte sie schüchterner, zurückhaltender, ja fast schon unterwürfiger zu wirken. Mal sehen, in welchem Zustand unser neues Obdach ist. Dann können wir frei planen.
Aeryn ahmt Gylfis Verbeugung nach, jedoch tiefer, und bleibt nun einen Schritt hinter ihm. Ungeachtet der Haltung versucht sie, die Umgebung im Blick zu behalten und mögliche Gefahren zu erkennen, auch wenn sie hier, heute, nicht von einem Hinterhalt ausgeht.
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