Hírngar
In Wretguard im Haus, das ihnen als Unterkunft zugewiesen wurde
Hírngar war ein, zwei langsame Schritte nach hinten gegangen, als die Welt gefror. So langsam, dass es kaum sichtbar war, er wollte die Geister, die sich in den Schatten der Welt versteckten, das Mädchen, die Wesen aus seinem Traum, nicht vorwarnen. Er wollte nur an die Axt kommen, sie gegen alles Schmettern, was um sie herum geschah.
Und dann saß er an der Tafel. Mit Mírí. Mit der traurigen Braut, die nun tot war, zerfetzt von einem Bären. Und ihre Worte hallten in seinem Kopf, er sprach sie flüsternd mit, stand einfach nur da, erstarrt in der Mitte des Raums, als wäre die Wärme nie zurückgekehrt.
"Es gibt Zeiten, in denen die Realität zerbricht und auseinanderfällt." Sein Tonfall entspricht nicht dem des Mädchens, er flüstert es tonlos, der Mund ist trocken, die angetauten Lippen rissig, blutend. Hírngar müsste sich die Lippen befeuchten, er steht einfach nur still da, die Augen glasig, in die Ferne gerückt. "Das Flüstern einer Königin und einige große Blöcke aus schwarzem Eis, die von Frostriesen aus dem Norden gebracht worden waren, reichten aus, um die Anhänger dazu zu bringen, alles zu töten, was ihnen im Weg stand. Sie flüsterte ihnen düstere Lügen ins Ohr. Es war das Omen, das das Ende der Welt voraussagte; die Toten waren zahlreicher als die Lebenden, und ihr Flüstern war von viel zu vielen gehört worden. Die Welt sollte in Dunkelheit versinken."
Endlich konnte er sich losreißen und blickte seine Gefährten an.
"Der Winter würde herrschen und die Kälte würde Königin sein!"
Von einem zum anderen huschte der Blick, von Aeryn zum skwilden, zwei so gescheite Gefährten. Und doch waren sie im Augenblick alle klein. Hilflos. All der Verstand, all die Lieder, sie halfen nichts, wenn die Kälte kam.
Denn die Kälte findet immer einen Weg.
"Meister skwilde, was wisst ihr über die ungezähmten Jahre?"