Autor Thema: Empfehlt mir: Spiele, die man UNBEDINGT mal gespielt haben muss  (Gelesen 1437 mal)

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Offline Mouncy

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Tanelorn, empfehlt uns was!
Die Heimrunde nähert sich dem Kampagnen Ende. Nach einem halben Jahr Coriolis soll was anderes gespielt werden. Ich habe die Gruppe überzeugen können für ein paar One oder Few Shots auch mal was GANZ ANDERES zu spielen. Die Platzhirsch-Systeme sind bekannt und sind nicht gemeint. Es geht darum den rollenspierischen Horizont zu erweitern.

Was sind eure Empfehlungen für Spiele, die man unbedingt mal erlebt haben muss. Gerne mit Begründung weshalb. Euer Elevator Pitch wird ungefiltert an meine Spielrunde weitergereicht. Ich werde aus den Nennungen im Thread einen Whatsapp Poll erstellen und die Gruppe wählt dann 3 aus die wir  im Laufe des Sommers mal als One oder Few Shot spielen.

IHR seid also daran Schuld, wenn wir keinen Spaß haben!  :P (No Pressure)

Offline Holothuroid

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Masks: A New Generation - Das wahrscheinlichste stilbildenste Spiel aus einer der stilbildensten Spielfamilien der letzten anderthalb Dekaden: Powered by the Apocalypse. Ihr spielt junge Superheld*innen im Stil von Young Justice, Teen Titans, New X-Men etc. und behandelt nicht nur Superschurken, sondern auch superheldig-aufgeladene Teenager-Probleme.

Der Hintergrund ist schnell verlesen. Ihr spielt in Halcyon City. Einer Stadt mit vielen Superschurken und Helden. Ihr seid nach der goldenen, silbernen und bronzenen die nächste Superheldengeneration. Zur Charaktererschaffung wählt ihr jeweils ein Playbook, also ein integriertes Charakerblatt für euren Charaktertyp: The Protegé, The Transformed, The Nova, The Doomed...  Playbooks machen Vorschläge für den Hintergrund, Superkräfte (ihr könnt euch aber auch selbst welche ausdenken) und einige thematische Sonderregeln.

Die Grundmechanik ist: Schau, ob die Sache unter einen der zehn Basic Moves fällt. Falls ja, würfle mit dem angegebenen Attribut +2W6. Dann lies ab, was passiert. Wenn die Situation nicht unter einen Basic Move fällt, wird nicht gewürfelt. (Außer euer Playbook sagt was Anderes.)

Eine Besonderheit des Spiels ist, dass die fünf Attribute nicht fix sind, sondern man sich mal mehr Dangerous, Freak, Savior, Superior oder Mundane fühlen kann und mal weniger. Diverse Regeln nehmen hierauf Bezug, insbesondere können Leute denen ihr vertraut und alle (!) Erwachsenen, inklusive Superschurken, womöglich eure Werte verschieben.
Let's Go To Magic School - Wenn man einen Zauberschulroman liest (und davon gibt's viele), lernt man mit den Charakteren über die Welt und die Magie. In diesem PbtA-Spiel, spielt ihr um herauszufinden, wie es mit Welt und Magie steht.

Offline Sashael

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Itras By
Entweder Original im Setting oder nur die Karten für eine eigene Story verwenden.

Weil es einen neuen Blick auf kooperatives Storytelling bringt und klarstellt, dass "Werte" eigentlich nichts mit "Rollenspiel" zu tun haben.  ;D

Für Ideen auch gerne eine PM an mich. Sonst wird der Post zu voll.
"Ja natürlich ist das Realitätsflucht. Was soll daran schlecht sein? Haben Sie sich die Realität in letzter Zeit mal angesehen? Sie ist grauenhaft!"


Von Conan über d'Artagnan über Indiana Jones über John Wick bis Ellen Ripley ... if there's Action, then outgun it!

I got away with Murder!

Offline DonJohnny

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Für mich immernoch eines der geilsten Rollenspiele aller Zeiten:

Deadlands classic

https://www.drivethrurpg.com/de/publisher/27/pinnacle-entertainment/category/167/deadlands?keyword=Deadlands%20Classic

Die Bücher in gedruckter Fassung sind teilweise schwierig zu bekommen, es gibt aber alles was man braucht als pdf.

Erster Gedanke bei vielen: Wilder Westen? Ach ich weiß nicht ob das was für mich ist...

Die Spielwelt ist fantastisch gut und unglaublich reichhaltig und vielfältig. Gunslinger gegen üble Monster ist schon gut aber aber da ist so viel mehr. Indianerschamanen die zaubern, Riesentintenfischmonster auf dem Mississippi, Salt Lake City, das Zentrum der verrückten Wissenschaflter, Kung-Fu-Kämpfer in Kalifornien, Azteken die in Mexiko wieder an der Macht sind und so viel mehr. Der unheimliche Westen ist hart und dreckig und nichts für Luschen und Waschlappen!

Dazu kommt noch ein großartiges Spielsystem, mit Pokerkarten und Glückschips, und die Idee Attribute und Fertigkeiten über Würfelgröße und Würfelanzahl zusammenzubringen hat für mich immernoch einen großartigen Reiz.
- Playtester für Strip-D&D -
---
Druid: "Was soll das, eine Landschaft voller Trichter?"
Sorcerer: "Du Idiot! Das sind Berge! Du hälst schon wieder die Karte falsch herum!"

Offline Luxferre

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Hârn Master

Das Setting ist grob(!) an ein frühmittelalterliches, phantastisches Großbritannien angelehnt, mit Zwergen und Elben und Gargun (kleine Orks). 98% der Bewohner sind Menschen, Magie existiert und ist eher selten und in einigen Teilen verpönt. Der Klerus hebt sich überraschend von anderen Settings ab, weil die meisten Götter eher moralisch im Graubereich unterwegs sind.
Die Regeln sind schnell im Spiel und nur einmalig mit etwas (nicht viel!) Aufwand zu erlernen.
Kampf ist sehr gefährlich, Rüstungen schützen das Leben, Schilde sind wertvoll und eine ordentliche Waffe macht auch aua.
Außerdem ist das System unanfällig, wenn man etwas verhausregeln möchte.
Keine Feats, Talentbäume und Dergleichen mehr.

Ergänzungen:

- kein Stufensystem
- Fertigkeiten verbessern sich durch Training
- halbwegs kompetente Start-SC
- Steigerungen/Wachstum anfangs schnell, später immer langsamer
- jede/r kann alles lernen

Wir hatten die schönsten und krassesten Erlebnisse mit HM in unseren 25+ Jahren der aktuellen Rundenbesetzung gemeinsam.
« Letzte Änderung: 30.04.2026 | 12:08 von Luxferre »
ina killatēšu bašma kabis šumšu Tišpak
-

"Consider the seed of your generation. You were not born to live like animals, but to pursue virtue and possess knowledge"

Offline Megan

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Ich kann nur empfehlen, sich mal durch verschiedene (Indi)systeme durchzuarbeiten, um bestimmte Aspekte des RPG zu beleuchten und neue Mechanismen kennenzulernen. Ich habe festgestellt, dass alle im folgenden genannten zu sehr coolen Runden führen können, aber manchmal auch nicht so gut klappen.
Fast jedes der genannten System nimmt die Spieler deutlich mehr in die Pflicht, ist also auch anstrengender. Aber ich finde, dass man seinen rollenspielerischen Horizont sehr erweitert, wenn man auch nur mal reinschnuppert.

z.B.
Fiasco: Alle schaffen gemeinsam die Geschichte, es gibt keinen Spielleiter aber eine Storystruktur und eine gut strukturierte Charakter- und R-Map-Erschaffung.
Dread: Horror mit dem Jengaturm. Hier passt der Entscheidungsmechnismus hervorragend zur Atmosphäre und beeinflusst das Pacing.
Prime Time Adventures: Man lernt hier viel über Dramaturgie, Spotlight, Aufbau von serienartigen Geschichten und das Setzen von Stakes

Davon ab würde ich, falls noch nicht geschehen, mir mal
ein FATE-System angucken, v.a. zum Thema Charaktererschaffung und dem Spiel mit Aspekten. Bei FATE gibt es inzwischen soviele Versionen, dass ich ehrlich gesagt den Überblick verloren habe. Ich persönlich habe FreeFATE, TurboFATE und FATE to go gespielt - mit denen kam ich gut klar. Aber zu dem Thema gibt es hier ja auch viele Threads, glaub ich.
und ein pbta-System, das ja mit Moves und Playbooks arbeitet.

Und wenn das alles nix ist, dann probiert doch mal Trophy Dark aus (im Speziellen die Incursion "A warm and pleasant hum"). Hier dreht sich alles ums Eskalieren, pvp, ein starkes Thema und eine starke Abenteuerstruktur.

« Letzte Änderung: 30.04.2026 | 09:55 von Megan »

Offline Zanji123

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Thieves of the Tome:

Die Spieler verkörpern Charaktere die aus einer Magischen Bibliothek jeweils einen magischen Wälzer gestohlen haben und jetzt weg müssen. In der Welt eines Buches das der SL aussucht.

jeder Spieler nimmt ein Buch mit (Roman, Wissenschaftsbuch...egal, Hauptsache die Kapiteln haben eigene Überschriften). Zu Beginn der Session schreibt jeder Spieler die Kaptitelnamen der ersten 7 Kapitel auf und generiert daraus einen Zauber. Dieses "Spell Sheet" wird dem SL gegeben...dann werden die Bücher getauscht. Du bekommst also ein Buch und kennst die Zauber nicht. Der SL schreibt währendessen aus seinem Buch ebenfalls Wörter raus und bildet daraus sein Kurzabenteuer.

Charaktergenerierung ist ebenfalls über Adjektive aus dem Buch das man vor sich hat gelöst.

absolut witzig und kurzweilig.
9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen ich bin nicht verrückt.... die zehnte sitzt in der Ecke und summt die Pokécenter Melodie

Offline Megan

  • Fhernhache der Spielleiter
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Thieves of the Tome
Klingt echt witzig und sieht ziemlich gut aus.
(Hilfe, jetzt wurde ich wieder auf itch.io gelockt ... da kauf ich doch immer viel zu viel Zeugs   :gasmaskerly:)

Offline First Orko

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Grimwild
Hier in der Free Edition für umme

Grimwild ist ein brandaktuelles Regelwerk für eher grimdarke statt heroische Fantasy. Es legt den Fokus auf ein cinematisches Spielgefühl aber im Gegensatz zu vielen Systemen, die das ebenfalls versuchen und sich dabei verrennen, liefert es auch - wenn man es so benutzt wie gedacht. Das mitgelieferte Setting ist sehr rudimentär beschrieben und besteht im Wesentlichen aus den Regionen "The Remnants" "The Wilds" und "The Ruins" womit jeweils eine unterschiedliche Geschmacksrichtung von typischen Sword & Sorcery-Spielgefühl transportiert wird. Mitgeliefert wird ein Point-Crawl-System für Exploration (damit das auch mit harten Regeln unterlegt wird und nicht gehandwelt werden muss) mit einem Notationssystem und einigen hilfreichen Zufallstabellen.

Der Mechanismus basiert auf einen W6-Poolsystem basierend auf 4 Grundattributen (Brawn, Agility, Wits, Presence) die jeweils einen Pool von 1-3 haben. Ein Actionroll ergibt:
6PerfectErfolg
5-4Messy Erfolg mit Haken
3-1Grim Misserfolg mit Haken

Für Schwierigkeiten werden 1-2W8 als Thorn-Würfel dazugenommen, die besser keine 7 oder 8 zeigen sollten...

Dazu gibt es noch die imho ziemlich coolen Deminishing Pools, die für alles Mögliche verwendet werden, was eine sich verbrauchende Ressource darstellt. Eine Anzahl von W4, W6 oder W8 repräsentiert den Pool, bei Verwendung wird gewürfelt und jede 1-3 entfernt eine Würfel bei 0 ist er leer.

Es gibt typische Klassen von Barde bis Wizard, die alle ihre eigenen, klassenspezifischen Talente mit sich bringen. Bis auf das Core-Talent einer Klasse darf man aber beliebig mixen - Nichts hindert einen, einen Barden weges des Core-Talents zu nehmen und dann alle weiteren Talente aus Sorcerer und Cleric zu nehmen oder so!

Muss man spielen, wenn...
  • die Spielleitung sich möglichst wenig mit Regeln beschäftigen und den Fokus voll auf das Erschaffen spannender Szenen, Zusammenhänge und Stimmung legen will
  • man trotzdem nicht auf harte Konsequenzen von Würfelwürfen verzichten mag
  • die Vorteile von Klassenpfaden mit der Flexibilität freier Feat-Wahl kombinieren möchte
  • nicht auf eine Welt festgelegt ist, sondern gemeinsam eine eigene Welt erschaffen oder in einem vorhandenen Setting (anderes Rollenspiel, Film, Bücher etc) spielen will

Sollte man die Finger von lassen, wenn...
  • Niemand außer der SL die Regeln lesen mag
    Das System ist schon recht "dicht" beschrieben, nutzt eigene Begriffe und hält sich nicht mit zu viel Beschreibungen auf. Die Gruppe muss es sich durch Nachlesen, Cheat Sheets und drüber Reden im Spiel gemeinsam erschließen. Es ist imho zugänglicher als Fate Core, aber erfordert gerade als GM durch den grundlegenden anderen Ansatz ein Umdenken, liegt irgendwo zwischen PbtA und OSR.
  • man Lust auf ein detailiert ausgearbeitetes Setting hat - das gibt's hier nunmal nicht
  • Spielende Lust haben, sich tief in Sonder- und Spezialregeln, Massen von Feats, Fähigkeiten und Talenten einzuarbeiten um es zur System Mastery zu bringen. Grimwild ist transparent und nicht kleinteilig
  • deutsche Regeln ein Muss sind

Obacht!
Der Macher des Systems ist verschollen - damit wird es aus der Seite vermutlich keine offizielle neue Version geben. Eine offizielle Übersetzung ist wegen der unklaren Lizenzlage dann vermutlich auch ziemlich ausgeschlossen.
Die englischsprachige Community ist aber ziemlich engagiert und arbeitet gerade (u.a. auf dem Discordserver) an einer überarbeiteten Community-Edition, die insbesondere die Zugänglichkeit erhöhen soll!

« Letzte Änderung: 30.04.2026 | 10:26 von First Orko »
It's repetitive.
And redundant.

Dir ist schon klar, dass es in diesem Forum darum geht mit anderen Leuten, die nix besseres mit ihrem Leben zu tun haben, um einen Tisch zu sitzen und sich vorzustellen, dass wir Elfen wären.

Offline Runenstahl

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Orkos Beitrag fand ich gut gegliedert, deswegen klaue ich das Format einfach mal :)

Feng Shui (am besten 2nd Edition)

Das Setting ist ein wilder Ritt aus Hong-Kong Cinema und Zeitreisen. Man spielt Charaktere wie den tragischen Killer (John Wick), den Filmstar (Johnny Cage), Exorzisten und Kung Fu Meister aus dem alten China, missverstandene Monster und überhaupt eigentlich alles was einem so einfallen kann.

Sollte man spielen, wenn man folgendes mag:
- Systeme bei dem die Rule of Cool groß geschrieben wird
- Over the Top Action
- Klischee-beladene Charaktere die sich durch Horden von "Mooks" schnetzeln die der SL nicht großartig ausarbeiten muss

Finger weg, wenn einen folgendes stört:
- Man kann Charaktere nur aus Archetypen wählen (davon gibt es aber sehr viele und man kann sie ein wenig anpassen)
- Explodierende Würfel
- Tick-System für die Initiative
"Reading is for morons who can't understand pictures"
   Gareth (aus der Serie "Galavant")

Offline nobody@home

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Davon ab würde ich, falls noch nicht geschehen, mir mal
ein FATE-System angucken, v.a. zum Thema Charaktererschaffung und dem Spiel mit Aspekten. Bei FATE gibt es inzwischen soviele Versionen, dass ich ehrlich gesagt den Überblick verloren habe. Ich persönlich habe FreeFATE, TurboFATE und FATE to go gespielt - mit denen kam ich gut klar. Aber zu dem Thema gibt es hier ja auch viele Threads, glaub ich.

Fate hat aus SL-Perspektive auch den kleinen Vorteil, daß es außer der investierten Zeit nichts kostet, nur mal grundsätzlich reinzuschnuppern und sich zu überlegen, ob es für die eigene Gruppe taugen könnte -- die Grundregelwerke von Evil Hat kriegt man auf Englisch und Deutsch (letztere auf https://faterpg.de/) ganz legal als Gratis-PDF, Geld kosten dann erst die Papierversionen, Würfel (wenn man nicht mit schnöden W6 improvisieren will), und Zusatzmaterial wie diverse Settings.

Offline Arkam

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Paranoia - Die "Welt der Spiele" Fassung
Warum?
Diese Fassung ist ein Rollenspiel als Satire auf die Rollenspiele aus dieser Zeit.

Besonderheiten
Paranoia gibt dem Spielleiter die Absolute Macht und entwertet, absichtlich, die Regeln vollständig.
Die wichtigste Basis ist das die Handlungen der Spielfiguren die Gruppe unterhalten und nicht das Ausnutzen der Regeln.
Der Hintergrund wird in dieser Fassung am sc hönsten und ausgiebigsten beschrieben.

Was wenn ich  angefixt werde?
Die Anlaufstelle hier im Forum ist https://www.tanelorn.net/index.php/topic,114002.225.html.
Der aktuelle englischsprachige Verlag für die aktuelle Regelfassung https://www.mongoosepublishing.com/collections/paranoia?_su_rec=J8r0z6vAUxgIuXQxzsG9U6_DqGyffEWVWvp5VlExIqR8Zaw6uO5D5bSNmMQzy2s3L9kiDSAqd8qMAAcs1Fn7W-jh9SnisS1pPFTVCdxsB4Zc2mmOnJfJlsnjYM1MBVplHv6rW8UIMOUUsgJ4mFngx7JW-dvJwJ7DbHyLKzqgYkX-_sZa4zAvG3mXapmH08XnvFhgePxsIvpFvQslOTYZETah5rEBuhDEym-Y3Ajwc32z64NAlhkhH6t_VVSelopBNULz3MkRZpoUl0iJKrhYuWjmZf0b&_su_rec_id=1b4a6abf-f93e-4f75-9b00-a94a2ae6dd60-1777618265.
Unter https://www.facebook.com/groups/830534390291328 gibt es auch eine Facebook Gruppe.
Ich bin Paranoia Fan und habe derzeit auch eine aktive Onlinerunde. Bei Interesse einfach unter https://discord.gg/RuDqVSFYtC reinschneien.

Gruß Jochen
Paranoia Discord Runde sucht neue Mitspieler:

https://discord.gg/RuDqVSFYtC

Offline LushWoods

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Die MIST-Engine, vorzugsweise mit Otherscape oder Legend in the Mist.

Das System ist, ähnlich wie FATE oder pbtA wirklich etwas ungewöhnliches und hebt sich von den meisten anderen Rollenspiel-Systemen ab. Es kann ein paar gedankliche Verrenkungen und etwas Offenheit erfordern sich da rein zu fuchsen, aber wenn der Groschen fällt, dann sehr laut. Man muss nur mit recht narrativen Regelwerken klar kommen und es muss ok sein wenn vieles "on the spot" entschieden wird.
Muss man das System mögen? Nein, natürlich nicht. Sollte man es mal ausprobieren? Meiner Meinung nach, ja. Selbst wenn es nicht länger gespielt wird, kann man u.U. einiges für sich mitnehmen.

Was wären die Vorteile?
- Sehr einfache Regeln mit extrem wenig Rechnerei
- Sehr impro-freundlich
- Regelteile zwischen den 3 Spielen, v.a. zwischen Otherscape und LitM, sind gut austauschbar
- Der zentrale Regelteil, die so genannten Tags, fördern das flüssige Erzählen und sind Ideengeber. Ähnlich wie die Moves bei pbtA.
- Dadurch wird das Spiel (semi-)koop/solo freundlich. Es gibt dazu auch noch spezielle Tools für die beiden Spielarten.
- Sowohl Otherscape als auch LitM lassen sich sehr einfach weg vom default Setting in andere Sub-Genres umbauen. Oder anders gesagt: Mit Otherscape lässt sich mit ein paar Handgriffen ganz easy Cyberpunk bespielen. Oder LitM ist mit minimalem Aufwand für 5E typische High Fantasy verwendbar (hier gibt es sogar ein offizielles Conversion-Tool).
Spielt/Leitet: Tokyo: Otherscape/Legend in the Mist/Wulin Rivals

Offline Boba Fett

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    • Internet-Trolle sind verkappte Sadisten
Warhammer Fantasy
wegen der skurrilen Welt, die eine Satire auf das "heilige Römische Reich deutscher Nation" aus dem späten Mittelalter darstellt.
Warhammer ist so ein bisschen Fantasy-Punk, wo alles auf 12 gedreht ist.
Es gibt jede Menge Abenteuer, die man so weg spielen kann oder auch die große dicke Kampagne "Enemy within".

D&D - Dark Sun (auch mit anderen Systemen spielbar)
Noch ein Fantasy Setting, das mit der 0-10 Skala auf 15 gedreht wurde.
Wüstensetting mit Stadtstaaten-Diktaturen, räuberische Elfen, haarlose Halbzwerge, kanibalistische Halblinge, Templer sind die Bösen
Ach ja und du spielst wahrscheinlich einen Sklaven, der runde Steine eckig hauen darf - mit Glück wirst Du als Gladiator von irgendeiner Bestie in der Arena zerfetzt.
Willst Du in die Wüste flüchten? Schau Dir zur Inspiration einfach die Mad Max Filme an.

D&D - Planescape (auch mit anderen Systemen spielbar)
Das Fantasy Cyberpunk. Eine Stadt, wo sich alle global Player tummeln und nur deswegen kein Krieg ausbricht, weil die Lady-of-Pain das verhindert und mit der legt sich  niemand an. In deiner Kneipe knutscht gerade eine Aasimar (Du weisst schon, Flügel, Heiligenschein, ätherische Ausstrahlung...) mit einer Succubiene  rum, während ein Dämon mit einem Teufel Armdrücken macht. Muss man mal gespielt haben.

Aliens
Als Sahnehäubchen zwischendurch - das System schafft es, die Stimmung des Films aufzunehmen.
Ungeeignet für Kampagnen, aber toll für One- oder Fewshots.

Ach Du willst was ernsteres?

Bladerunner
Das Regelwerk ist so toll wie der Film und die beiden Fälle, die die Detectives lösen müssen, sind klasse.
Lohnt sich!

Symbaroum
als Schatzjäger in den finsteren Wald, wo die Reste eines alten Reiches jede Menge Reichtum versprechen,
zurück in die Stadt am Waldrand, wo eine gewisse Wild-West Goldgräber-Stimmung herrscht.
Die Welt hat einen skandinavischen Touch und auch Tiefe, denn es ist nicht alles Gold, was glänzt.
Und hütet Euch vor den Elfen, die schneiden euch sonst den Zipfel ab. Oder das Gesicht vom Schädel...
« Letzte Änderung: 1.05.2026 | 10:50 von Boba Fett »
Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!

Offline Prisma

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Einige Empfehlungen von mir. Die Reihenfolge spielt keine Rolle.


Transhuman Space
Ein Postcyberpunk-Rollenspiel mit einem beeindruckenden Setting. Das Regelsystem ist GURPS Lite. Es ist im Buch enthalten und absolut managebar, selbst wenn man GURPS nicht mag. Ich empfehle die THS Version von GURPS 3rd Edition als HC. Leider sehr selten, PDFs sind aber vorhanden. Es gibt auch tolle Zusatzbücher, jedoch nur einige, was das ganze schön überschaubar macht. Das System ist hier nicht das Tolle, sondern das Setting, welches sehr dicht ist. Grob gesagt stelle man sich die Zukunft von Ghost in the Shell vor. Es sprüht vor Möglichkeiten, so dass man erst mal stockt und überlegt, welchen Aspekt man zuerst bespielen möchte. Ein Meisterwerk.


Aberrant
Ein „Superhelden“-Rollenspiel von White Wolf und ein (der mittlere) Teil des Trinity Universe. Ob man nun Helden spielt sei mal dahin gestellt, aber es emuliert Superkräfte im White Wolf System sehr gut und gibt schon im GRW viel Material zum Basteln. Die Charaktererschaffung ist bereits schon eine Fundgrube, in der man sich vergraben kann – absolut im positiven Sinne! Das Setting ist reichhaltig, es gibt sogar eine Art Metaplot, wenn man diesen denn nutzen mag. Als groben Überblick: Plötzlich tauchen in der Welt Leute mit Superkräften auf, weil ein Teil ihres Gehirns mutiert. Es entwickelt sich eine Welt jenseits einer Comic-Logik, sondern wo diese Kräfte relativ realistisch eingesetzt werden. Mit gesellschaftlichen, medialen und zivilisatorischen Konsequenzen. Hier ist aber das System der eigentliche „Held“ und ein Superwesen ist einem normalen Menschen sehr deutlich überlegen. Ich empfehle unbedingt noch das Player’s Guide. Allein mit diesen zwei Büchern kann man schon jahrelang Spaß haben.


Barbarians of Lemuria (Sword & Sorcery) / Honor and Intrigue (Mantel und Degen) / Dicey Tales (Pulp)
Ein tolles System um Helden oder larger than life Charaktere zu spielen. Eindeutig das bisher beste System um z.B. das Conan Universum so zu bespielen, wie es in den Romanen beschrieben steht. Regelmechanisch leicht und stellenweise ein Augenöffner.


Corporation
Im Prinzip Syndicate (das PC-Spiel) das Rollenspiel. Man spielt Konzernagenten die in einer Art Cyberpunkwelt Corporate-Black-Ops erledigen, nur mit dem Unterschied das die Vereinten Nationen doch noch mächtiger sind, dank entdecktem Alien-KI-Tech. Das Setting erinnert ein wenig an Deus Ex 2. Das System ist spaßig und geht relativ leicht von der Hand. Ein Highlight sind die schönen Hackingregeln – ich glaube, die schönsten die ich bisher in einem Rollenspiel sah.


Cthulhu Dark
Das ist ein System mit dem man Cthulhu-Abenteuer, oder technisch gesehen, alles mögliche, spielen kann. Das Prinzip ist an sich weit verbreitet und nicht so originell: Würfle einen W6, hoch ist gut, niedrig ist schlecht. Dazwischen Nuancen. Das klingt erst mal banal, aber damit lässt sich unglaublich dichtes Rollenspiel spielen.
Ein Charakter wäre so schon ausreichend zum Spielen definiert: Max Hammer, Polizist.
Der Spieler würfelt 1W6 für alle Aktionen die für einen normalen Menschen möglich sind. Sind Aktionen dabei, die irgendwie in die Polizeitätigkeit fallen (z.B. Rennen, Schießen, Ermitteln usw.) werden 2W6 geworfen und sich ein Würfel ausgesucht. Es gibt noch eine Wahnsinnsmechanik, die einem noch einen zusätzlichen 1W6er geben kann. Hitpoints sind auch 1W6er, also hat man zu Beginn 6.
Von Haus aus hat es nur erzählerische Kampfregeln, aber ich habe mir ein kleine Liste mit Waffenschäden gemacht. Cthulhu Dark ist unglaublich leicht hackbar. Ich habe damit schon normales Cthulhu und auch Cthulhu Vietnam geleitet. Aber man kann damit jedes Setting bespielen. Und obwohl es erzählerisch ist, kann es auch knallhartes „ARS“ sein, wenn man so will.


Mechwarrior-1,2,3 (3rd AKA Classic MechwarriorRPG), A Time of War / Mechwarrior Destiny
Hier habe ich gleich fünf Rollenspiele im Battletech-Universum genannt. Die Regeln sind hier nicht so wichtig, das Setting ist aber unglaublich dicht, groß und toll. Absolute Empfehlung. Man könnte sagen: Game of Thrones im Weltraum. Welches System man nimmt ist Geschmackssache. Alles hat Vor- und Nachteile. Will man es ganz hart und deutlich auf den Punkt, nimmt man MW1. Will man mehr Material/Möglichkeiten nimmt man MW2 oder 3. (3rd verwendet ein W10-System, davor und danach werden W6er benutzt.)
A Time of War und Mechwarrior Destiny sind die aktuellen Rollenspiele. ATOW ist kleinteilig und komplex, MW Destiny dagegen oberflächlich und leicht.


Hyperborea - Meister des Stahls
Vom Truant Verlag. Ich empfehle die Box, wenn überhaupt noch zu kriegen. Es ist ein Sword and Sorcery Rollenspiel (Originaltitel Bloodlust, aus Frankreich), in dem es um Götterwaffen und ihre Träger geht. So geht es immer auch darum, wie beide mit einander zurecht kommen. Beide haben Bedürfnisse die befriedigt werden müssen (auch Sex gehört dazu) und es geht um Balance. Wenn der Träger stirbt, die Waffe wegwirft, oder die Waffe ihn verstößt, kommt eben irgendwann ein neuer Träger. Ein wenig wie beim Ring bei Herr der Ringe.
Das System ist ein schönes Prozentsystem. Der Kampf ist interessant, weil jeder vorher mit einem Würfel seine Aktion geheim festlegt und Boni und Mali bei der Lösung dazukommen. So kann es sein, dass man sich verzockt und mehr Schaden als der Gegner bekommt, der etwas vorsichtiger oder gewagter war. Charaktere werden mit einer Handvoll Attributen und Skills zusammengestellt, bei Götterwaffen werden die speziellen Fähigkeiten aus vielen Listen ausgewürfelt, was ein großer Spaß ist.
Das Setting ist brutal und kompromisslos. Das alte Imperium ist quasi auf eine riesige Hauptstadt geschrumpft und andere Kräfte haben sich erhoben. Nichts für Warmduscher.


1PG (One Page) von Deep 7(!)
So ist ein 1PG aufgebaut: Eine Seite Regeln, eine Seite Charaktererschaffung, eine Seite Settingregeln, ca. sieben bis neun Abenteuer (eins pro Seite) und eine Seite Charakterblätter (zwei Stück) und ab gehts. Viel Material für wenig Geld. Superleicht zu spielen und zu leiten. Fantastisch!
Jedes 1PG bedient dabei ein Setting und das Schönste ist: sie lassen sich mischen. Will man z.B. Mechas im alten Rom? Kein Problem, man nehme das Rom 1PG und das Mecha 1PG. Oder sollen es Cowboys gegen Aliens sein? Ein Leichtes! Die jeweiligen 1PGs sind dazu relativ günstig, nur ein paar Dollar, so dass man alle einkaufen kann. (Keine Ahnung wie die Preise aktuell sind.) Es gibt auch ein 1PG-Companion, welches so etwas wie Miniaturenkampf in leicht und andere Aspekte behandelt.


Cyberpunk 2020
Mike Pondsmiths Meisterwerk. Es wurde natürlich in einigen Aspekten von der Realität eingeholt, aber es gehört immer noch zu den besten klassischen Cyberpunk-Rollenspielen und in seiner Art und Weise lehrreich. Die Regeln sind leicht zu überblicken und bieten gleichzeitig genug Komplexität, dass Mastery belohnt wird. Das Cyberware-System und die Netrunnerregeln laden zum Basteln ein, da kann man richtig abnerden. Ah, Gunporn ist eher dein Ding? Absolut kein Problem, hier entlang bitte! In Quellenbüchern gibt es sogar ein System um sich eigene Waffen zusammenzubauen … ich habe da mal ein vollautomatisches Schrotgewehr gebaut, welches mit Phosphor arbeitet und die Mündungsflamme zwei Meter – okay, lassen wir das…
Das System gibt jedenfalls jede Menge her, man kann es munchkinmäßig aber auch down und gritty spielen (wie es eigentlich gedacht ist, but you do you). Das Setting ist mit Night City reichhaltig und dank des Computerspiels Cyberpunk 2077 auch besser bekannt. Cyberpunk 2020 ist auch noch die Version, in denen Mikes Endzeitphantasien noch keine Rolle spielen. Es ist also schön durchglobalisiert ohne Ende. Es gibt jede Menge Quellenbucher und obwohl nicht nötig, doch sehr cool und empfehlenswert.


Arcane Codex
Geliebt und verhasst, vergöttert und verdammt! Dieses Spiel ist alles in einem und seine Echtweltgeschichte ist eine Saga voller Missverständnisse, Tragik, Liebe, Hass und Verrat. Ein Fantasy-Rollenspiel welches das zweitgrößte Rollenspiel aus Deutschland hätte werden können. Schade...
Es bietet generische Fantasy, aber warum sollte man ausgerechnet AC bei der Menge der Spiele spielen? Arcane Codex ist im Prinzip ein Rollenspiel, um sie alle zu knechten, pardon zu ersetzen. Es ist eine große Mischflasche mit allen Fantasy-Elementen. Nenne irgendwas im klassischen Fantasybereich und man kann es in AC mechanisch gut und potent abbilden. Soll die Gruppe aus Conan, D’Artagnan, Elric und Legolas bestehen, dann kann man das als Startcharaktere machen. Die absolute Stärke dieses Systems ist die Charaktererschaffung, die erlaubt einen Startcharakter im Rahmen des Spiels mechanisch so zu bauen, wie man es sich vorstellt. Magische Gegenstände, Länderreien, Titel, Kräfte usw. inbegriffen.
AC ist klassenlos. Das heißt, man geht nach Fertigkeit und kann sich Kampf- oder Magieschulen hinzukaufen, die Spezial Effekte darstellen. Man kann diese kaufen, oder auch nicht. Das steht frei. Freiheit ist ein Stichwort, denn AC balancet nicht. Es gilt: Wenn man der größte Rhetoriker an Fantasy-Caesars Hof ist, dann sollte man nicht erwarten, im Dungeon genau so gut wie Conan zu sein, da man seine Punkte eben anders verteilt hat – aber natürlich kann man mit der Zeit so gut werden, wenn man will.
Das Setting ist ebenfalls eine Mixtur von allem was man so kennt. Das hat den Vorteil das man sofort im Setting drin sind, wenn der SL sagt, Land X sei wie Fantasy-Ägypten. Da muss man nicht mehr sehr viel erklären, sondern alle am Tisch haben eine Grundlage. Das hat auch den Vorteil, dass unsere o.g. Gruppe heute Fantasy-Dracula und morgen Fantasy-Caesar verkloppen kann, wenn man denn will und kann.


Space Gothic
Mittlerweile hat der Autor/die Autoren die PDFs frei zur Verfügung gestellt. Ein großes Dankeschön dafür! Space Gothic ist ein wenig wie Cthulhu im Weltall, mit einem eigenwilligen Settig. Das Setting ist reichhaltig, spaßig und bietet viel, aber das System ist hier wichtiger, weil es grundsolide ist. Es ist ein Prozentsystem, hat eine mittlere Komplexität und ist etwas mit CoC zu vergleichen und viele Extras hat, z.B. Tabellen für kritische Wunden usw. Aber es ist mechanisch in vielen Punkten durchdachter als Coc. Lehrreich.



Waste World (von Bill King, ja, dem William King)
Waste World ist ein SF-Endzeit-Setting. Also, fünf riesige hochtechnisierte Metrozonen - dazwischen verseuchte Kriegswüste. Es hat alles und emuliert besonders gut 40K! Das zu einer Zeit, wo es noch lange kein 40K Rollenspiel gab. Das System ist leicht und die Charaktererschaffung ein mächtiges Werkzeug, welche alle möglichen und halbmöglichen Charakterkonzepte mechanisch erlaubt. Waffenschaden kann schnell brutal werden und es gibt spaßige Tabellen auf dem Verwundungen ausgewürfelt werden.
Das Setting ist wie gesagt: die Metrozonen, die je einen Aspekt behandeln (Robotik/Cyber, Biotech, SF-Asien, Energiewesen, Dekadente Adelige, Barbarennomanden, usw.) Die begehrteste Ressource ist das energiereiche Drakonium, man stelle es sich so vor wie das Kerium aus Marshal Bravestar, und jede Zone braucht es zum Überleben (es hat ähnlichen Stellenwert wie das Spice aus Dune). In der Wüste gibt es Drakoniumfelder die von riesigen Erntern befahren werden. Und es gibt jede Menge untergegangene Städte und Ort in der Wüste. Genug Platz für alles mögliche.
Warum ist das lehrreich? Weil Waste World als Gesamtkonzept überzeugt, es mechanisch sehr gut ist und man leicht viel abbilden kann. Davon lässt sich lernen.


Star Wars D6
Okay, jeder kennt Star Wars. Aber warum die D6-Version? Weil sie unglaublich schnell und gut funktioniert. Schnelle und reichhaltige Charaktererschaffung, schnelle Abhandlung von Konflikten und tolle Skalierung von Mensch bis hin zum Großraumschiff. Quasi on the fly. Schnell mal was abbilden, ja, klappt. Gerne auch mit Minis. Kombiniert mit einer unglaublichen Fülle von Zusatzmaterial, die keinen Wunsch offen lässt. Da schon lange out of print, ist es schwer zu bekommen. Es gibt aber Fanmaterial, wie auch ein aufgebohrtes Regelbuch. Empfehlenswert.
Vom Aufbau, der Funktion und der „Flüssigkeit“ von Star Wars D6 lässt sich so manche Scheibe abschneiden. Warum sind nicht alle Rollenspiele so?


Übrigens, eine leichte Methode, wenn man seinen Horizont erweitern will, liegt auf der Hand: Man geht auf eine Con und spielt bei Runden mit, deren Systeme man nicht kennt. (Okay, wenn man die Möglichkeit hat, natürlich.)
Mit einem 7er-Set, stehen ganze Universen offen.

Offline HEXer

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Shadowdark
Shadowdark ist ein kompromissloses Old-School-Fantasy-Rollenspiel, das klassische Dungeon-Abenteuer mit moderner, schneller Spielmechanik verbindet. Es setzt auf echte Gefahr, knappe Ressourcen und permanente Spannung: Licht ist begrenzt, Monster sind tödlich und jede Entscheidung zählt. Statt Regelwälzerei bekommst du ein schlankes System, das sofort ins Spiel führt und den Fokus auf Atmosphäre, Erkundung und Überleben legt. Wenn du das Gefühl von ursprünglichem Rollenspiel suchst, bei dem Mut, Risiko und Kreativität wichtiger sind als perfekte Builds, dann ist Shadowdark genau dein Spiel.

Broken Compass
Broken Compass ist ein cineastisches Rollenspiel für rasante Abenteuer im Stil von Indiana Jones und Uncharted. Statt komplexer Regeln setzt es auf schnelles, erzählerisches Gameplay, bei dem waghalsige Aktionen, Glück und Teamwork im Mittelpunkt stehen. Die Charaktere sind keine vorsichtigen Taktiker, sondern draufgängerische Abenteurer, die sich durch Tempel, Ruinen und Verfolgungsjagden improvisieren. Mit leicht verständlichen Mechaniken und einem Fokus auf Action und Story eignet sich Broken Compass perfekt für Gruppen, die sofort losspielen und gemeinsam spektakuläre Geschichten erleben wollen.

The One Ring 2nd Edition
TOR2 ist ein erzählerisches Rollenspiel, das die Welt von Mittelerde mit Fokus auf Atmosphäre, Reise und moralische Entscheidungen erlebbar macht. Statt bloßer Kämpfe stehen Gemeinschaft, Hoffnung und die schleichende Bedrohung durch die Schatten im Mittelpunkt. Die Mechanik unterstützt gezielt das Gefühl von langen, gefährlichen Reisen und den inneren Konflikt zwischen Mut und Verzweiflung. Wenn du Geschichten im Geist von Tolkien erleben willst, bei denen selbst kleine Helden große Verantwortung tragen, bietet dir dieses Spiel genau den richtigen Rahmen.

Lex Arcana
Lex Arcana ist ein historisch-fantastisches Rollenspiel in einem alternativen Römischen Reich, das nie gefallen ist und von übernatürlichen Kräften bedroht wird. Als Agenten der Cohors Auxiliaria Arcana reist ihr durch die Provinzen, untersucht Mysterien und bekämpft Mythen, Magie und dunkle Kulte im Namen des Imperiums. Das Spiel kombiniert detektivische Elemente mit taktischen Entscheidungen und einem einzigartigen Würfelsystem, das eure Fähigkeiten und euren Status im Reich widerspiegelt. Wenn du antike Geschichte, Intrigen und übernatürliche Geheimnisse in einem epischen Rahmen erleben willst, liefert Lex Arcana genau diese Mischung.
Bonus: Das Abenteuer im Schnellstarter ist eines der besten Start-Abenteuer, die ich kenne.

Hollow Earth Expedition
HEX ist ein pulpiges Abenteuer-Rollenspiel im Stil der 1930er Jahre, in dem waghalsige Entdecker, Wissenschaftler und Draufgänger eine verborgene Welt im Inneren der Erde erkunden. Dich erwarten Dinosaurier, verlorene Zivilisationen und rivalisierende Expeditionen in einer Mischung aus Action, Entdeckung und Retro-Charme. Das System ist leicht zugänglich und unterstützt schnelle, filmreife Szenen statt komplizierter Regelwerke. Wenn du Lust auf klassische Abenteuer mit exotischen Schauplätzen und überdrehten Gefahren hast, bringt dich Hollow Earth Expedition direkt ins Herz des Unbekannten.

Pirate Borg
Pirate Borg ist ein düster-chaotisches Piraten-Rollenspiel, das klassische Seefahrerabenteuer mit der kompromisslosen Härte von Mörk Borg verbindet. Statt romantischer Piratenfantasien erwartet dich eine verfluchte See voller Untoter, dämonischer Stürme und gieriger Halunken. Das System ist schnell, tödlich und bewusst regelleicht, damit der Fokus auf brutaler Action, schwarzem Humor und unvorhersehbaren Wendungen liegt. Wenn du Piraten willst, aber dreckiger, gefährlicher und völlig entgleist, dann liefert Pirate Borg genau dieses Erlebnis.

Online Waldviech

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Offline tarinyon

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Ich würde empfehlen, einfach mal das erste Rollenspiel der Welt, nämlich Dungeons & Dragons (nur die ersten drei Heftchen, ggf mit Chainmail) zu zocken. Das sollte jeder Rollenspieler mal getan haben. Heftchen gibts günstig bei drive thru rpg. Einfach ausdrucken auf A4 als Broschüre und mit Langarmhefter zusammentackern. Mehr braucht man nicht.
« Letzte Änderung: 1.05.2026 | 17:56 von tarinyon »

Offline D. M_Athair

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Uff. In meinen Augen ist die Liste ... recht lang.


Ghostbusters RPG
(bzw. einen Retroklon dessen - Awfully Cheerful Engine oder Spooktakular)
Das war das erste RPG mit Pool-System, das Spiel auf dem das d6 System von WEG (u.a. Star Wars) aufbaut.
Es war eines der ersten cinematischen Systeme, ist auch heute noch wirklich gut spielbar ... und lehrreich.
Eine Beschreibung und noch eine.


Fiasco (den Vorschlag von Megan kann ich nur unterstützen!)
Auch dieses Spiel ist insgesamt sehr zugänglich. Es ist ein wundervolles Spiel, um kooperatives, spielleitungsloses Spielen mal auszuprobieren und auch zu erfahren wie "player vs player" gut funktionieren kann. Ne deutsche Version gibts bei Pro Indie.
Ne kurze Vorstellung.


Everway
Ein würfelloses Rollenspiel, das zeigt, was Bilder können ...
Und weil es die Gesetze von Drama (was die Story braucht), Karma (was die Spielwerte verlangen) und Fate (was der Zufall will) aufarbeitet. Ne Kurzvorstellung, die ich als Person, die das Spiel gespielt hat, unterschreibe.


Prince Valiant Story-Telling
Das originale Storytelling Game. Da gibt es leider keine moderne Variante oder einen Retroklon. Ich würde nicht so weit gehen, dass das auf gute Weise dramaturgisches Spiel lehrt, aber es geht ein wenig in die Richtung ... bzw. die Abenteuer(skizzen) ergeben das quasi von allein. Die Regeln für Spezialeffekte ("Save in Combat", "Find Escape Rout", "Escape Bonds", "Kill a Foe in Combat", "Hide", ...) finde ich ziemlich clever. Sie gelten für Spielende und SL gleichermaßen. Das simple System erlaubt situative "Plotimmunität" ganz ohne Illusionismus.


Basic D&D Red Box oder ein klassischer Retro-Klon wie Osric 3.0
Gerade die genannten Spiele vermitteln ganz gut, was an klassischem Explorations-Spiel spannend und interessant ist.


Ein NSR Spiel
Das lehrt den Wert von Zufallstabellen & Listenwahl und zeigt, dass die Core Engine von D&D stabil/verlässlich und flexibel ist. Mausritter (dt. von System Matters), Perils & Princesses oder Black Sword Hack wären da aktuell meine Empfehlungen.


Belonging Outsinde Belonging (eine Systemfamilie, die von pbtA herkommt)
Die Spiele funktionieren ohne Würfel und ohne SL. Our Haunt ... als gruseliges Erzählspiel, das in Richtung slice of life geht oder das Original Dream Askew/Dream Apart (auf Deutsch von Plotbunny Games), das wundervolle dt. Lets Plays hat. (Dream Askew oder Dream Apart)


Ein W100 Spiel
... weil das zeigen kann, was simulationslastiges Spielen bringt. Da macht es natürlich Sinn was ohne zu großen Whiff-Faktor zu nehmen. OpenQuest, Rennaissance (v.a. die Thief Catchers/Bow Street Runners im edwardianischen England von Dark Steets) oder Elric! würde ich da empfehlen. Wobei gerade das Letzte kaum mehr zu bekommen ist.


... Fate habe ich nie gespielt, würde aber dennoch sagen: Sollte man mal getan haben.
Gern auch in Form des Fortune Systems (Hunters of Alexandria) oder Jadepunk.


« Letzte Änderung: 2.05.2026 | 13:35 von D. M_Athair »
"Man kann Taten verurteilen, aber KEINE Menschen." - Vegard "Ihsahn" Sverre Tveitan