Im Nachhinein war der schönste Start:
"Du gehst über einen sommerlichen Markt und ..."
"Du sitzt im Hochsommer vor einem Gasthaus und genießt ein kühles Bier..."
usw.
Dann: "Du sitzt mit sechs wildfremden Leuten in einer karg möblierten Hütte, draußen vorm Fenster fällt Schnee aus einem Nachthimmel. Einer der Leute, ein ziemlich runtergekommener Elf mit einer Harfe steht auf und sagt: "Ich weiß ja nicht, was ihr hier in meinem trauten Heim wollt, aber schnappt eure Sachen und haut ab. Mir gefallen eure Visagen nicht. Seht zu, dass ihr Land gewinnt." In einem kleinen Flur stehen sechs Rucksäcke, vor der Hütte sind sechs Pferde angeleint. Spuren führen aus einem kleinen Waldweg her.
Erstmal haben sie geguckt, welches Gepäck und welches Pferd wohl zu wem gehört, dann haben sie sich schnell auf den Weg gemacht, bevor ihre eigenen Spuren wieder zugeschneit waren. So fanden sie ein Gasthaus mit einem Wirt, der sie beherbergt hat. Aus den Erzählungen und aus Fundstücken in ihrem Gepäck konnten sie ermitteln, was sie eigentlich vorgehabt haben: Einen charakterlich etwas schwierigen Barden zu bitten, in einer wichtigen Angelegenheit vor dem König vorstellig zu werden.
Die Gruppe hat später noch oft spekuliert, was sie in dem halben Jahr, das sie vergessen hatten, so alles angestellt hatten. Da sie nicht wirklich in einem Schlamassel steckten, lief das ganz gut. Und einen eingebildeten, egozentrischen, versoffenen Elfenbarden mit wirklich üblem Musikgeschmack zu spielen, war für mich ein großer Spaß.