Medien & Phantastik > Sehen

Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...

<< < (13/30) > >>

Eisenmeile:

--- Zitat von: Prisma am 27.06.2026 | 12:36 ---Pardon, aber das stimmt nicht. Die Föderation ist eine Art soziale Meritokratie. Es gibt zwar kein Geld mehr, aber offenbar eine Art sozialen Kredit. Denn wer sich für die Gesellschaft einsetzt/arbeitet bekommt viel mehr als andere. Ist man z.B. bei der Sternenflotte bekommt man das Appartement mit Blick auf den Eifelturm. Ist man z.B. hochrangig bei der Sternenflotte hat man Zugang zu Luxusappartements oder zu Villen, bzw. villenartigen Häusern. Macht man nix, stürzt man aber nicht in die Armut ab, man bekommt aber eben nicht das tolle Appartement, sondern irgendwo eine Wohnung. Man kann im Replimat repliziertes Essen essen, was nicht schlecht ist, aber eben nicht im Restaurant von Siskos Vater dinieren … man kann aber natürlich auch immer nett fragen.

--- Ende Zitat ---

Die Theorie halte ich für nicht haltbar (auch wenn ich die Gesellschaft von Star Trek auch nicht für sozialistisch halte – einfach weil die politischen Systeme aus unserer Zeit nicht so recht in die utopistische Zukunft passen).

Picard sagt in TNG, dass es in der Föderation kein Geld mehr gibt, und jeder die Möglichkeit hat, sich nach seinen Wünschen zu entfalten. Jeder. Ohne Bedingungen.

Recht deutlich sieht man das an Joseph Sisko: was soll dieser denn für die Gesellschaft geleistet haben, um sich sein Nobelrestaurant zu "verdienen"? Er ist nicht (und war nie) Mitglied der Sternenflotte und hatte auch nie ein hohes Amt in der Föderation. Nach dem was wir über ihn erfahren, war er sein ganzes Leben lang nur Koch, mit sehr begrenztem Beitrag zur Gesellschaft.

Oder noch deutlicher: Robert Picard. Jemand mit einer deutlichen Anti-Technologie und Anti-Sternenflotte Einstellung (wie sein Vater auch, und nach dem was wir hören auch einige Generationen davor). Und trotzdem darf dieser "Weinberg-Hippie", der nicht nur nichts leistet, sondern sich auch aktiv gegen große Teile der Föderationsgesellschaft abgrenzt, in einer luxeriösen Villa, umgeben von weitreichenden Ländereien, leben. Ob die Starfleet-Admiräle auch solche Heimstätten vorweisen können? Zumindest sehen wir nichts derartiges.

Daher halte ich leistungsbasierte "Entlohnung" (in Form von social credits o.ä.) innerhalb der Föderation für eher unwahrscheinlich. Ich denke es ist eher so, wie Picard es gesagt hat: jeder kann sich frei entfalten, solange die dafür erforderlichen Ressourcen im Überfluss vorhanden sind, was auf der Erde auf die meißten Ressourcen zutrifft. Der einzige wirklich limitierende Faktor ist (neben Platz, je nachdem was man auf welchem Planeten machen will) Arbeitkraft - da man seine Restaurantbelegschaft oder Weinbauern nicht mit Geld bezahlen kann, muss man sie irgendwie anders motivieren, bei diesem Projekt mitzumachen (oder halt vollständig auf Technologie setzen, aber dann gibt es halt wenig, was das eigene Projekt wirklich einzigartig macht - und damit wenig positive Rückkoppelung durch zufriedene Klienten). Abgesehen davon kann jedes Mitglied der Föderation ein Restaurant eröffnen, oder ein anderes Projekt vorantreiben.

unicum:

--- Zitat von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 26.06.2026 | 15:12 ---Warum man es nicht entspannt akzeptieren kann, dass wir da alle verschiedene Geschmäcker haben, das ist und bleibt mir ein Rätsel.

--- Ende Zitat ---

Menschen sind nun mal so, schau mal an andere Stellen der Gesellschaft und der Ploitik. Gegensätzliche Meinungen zu akzeptieren ist wohl für die meisten Menschen recht schwer, irgendwie sind wohl alle Kompromisse "Faul". Hier im Ort Gruppe hat Bürgerentscheid massig verloren "Na dann klagen wir halt! Bis zum letzten!"

Grundsätzlich versuche ich das "Leben und Leben lassen" auch immer als Handlungsmaxime zu nehmen aber, machnmal ne geht einfach nicht. Gerade in Gesellschaft und Politik komme ich oft an solche "Ne geht nicht" Dinge wo ich mir sage "will ich nicht mal drüber sprechen weil: hoher Blutdruck ist nicht gut."

Star Treck hat es mit Pilzantrieb und Warpbrand auch ziemlich mit mir versaut. Midgard 6 mit Menschen die Toxisch sind und einem kompletten umschmeissen von einfach allem. (ja das ist kein Midgrad mehr - diskussion im fraglichen Strang wenn gewünscht).

Star Wars?

Ich finde die ersten 3 Filme (StarWars/Empire Stricks Back/Return of the Jedi) immer noch gewaltig und genial, aber was danach gekommen ist,... war technisch besser - aber hat mich immer weniger abgeholt,... ich hab das ein oder andere gesehen aber ... naja.

ich bin wohl auch bei den 85% dabei.

Raven Nash:

--- Zitat von: Prisma am 27.06.2026 | 13:26 ---Anscheinend hat er sich doch Gedanken gemacht, dass Lukes Pilotenfähigkeiten einen erzählerischen Sinn ergeben müssen, denn:

--- Ende Zitat ---
Grundsätzlich hat sich der gute George über sehr wenig Gedanken gemacht - das waren sehr viele andere Leute am Set, u.a. auch seine Frau, die wohl auch ausschlaggebend für den Erfolg des Films war.

Dass der gute Rübenbauer sein eigenes Können über den grünen Klee lobt, passt zum arroganten Charakter. Ebenso die Anmaßung, ein "richtiges" Raumschiff fliegen zu können, obwohl er noch nie im All war. Auch das mit den Wompratten ist pure Angabe.
Luke ist ein arroganter Angeber - und das bleibt er auch bis zum Beginn von VI. Muss genetisch sein.

Prisma:

--- Zitat von: Raven Nash am 29.06.2026 | 07:32 ---Grundsätzlich hat sich der gute George über sehr wenig Gedanken gemacht - das waren sehr viele andere Leute am Set, u.a. auch seine Frau, die wohl auch ausschlaggebend für den Erfolg des Films war.

Dass der gute Rübenbauer sein eigenes Können über den grünen Klee lobt, passt zum arroganten Charakter. Ebenso die Anmaßung, ein "richtiges" Raumschiff fliegen zu können, obwohl er noch nie im All war. Auch das mit den Wompratten ist pure Angabe.
Luke ist ein arroganter Angeber - und das bleibt er auch bis zum Beginn von VI. Muss genetisch sein.

--- Ende Zitat ---
Es ist bedeutungslos, wer letztlich dafür gesorgt hat, dass es im Film vorkommt. Wichtig ist, dass es im Film vorkommt. Dann hat man nämlich kein Plothole. Rübenbauer oder nicht, die Fakten bleiben: Luke hat die T16 und er kann fliegen. Die T16 steht in der Garage und wird gezeigt und später sogar benannt. Er erwähnt auch, dass er Dinge getan hat, wozu ein Militärpilot sagt, sie seien unmöglich. Und er beweist seine Aussagen und Fähigkeiten beim Angriff auf den Todesstern.

First Orko:
Psst: Luke gibt's gar nicht. Und es hat ihn auch nie gegeben  ;) Und Plotholes btw auch nicht.

Es gibt Figuren mit einer (oder mehrerer) Funktionen zur Unterhaltung in einem Medium. Ob das, was da gezeigt wird irgendwie glaubhaft für Leute ist, ist beinahe komplett subjektiv. Im Rahmen einer Märchenerzählung darüber zu fabulieren, welche Raumschiffe wie schnell sind und von wem gesteuert werden können oder nicht... kann man machen, aber das Eine hat mit dem Anderen überhaupt gar nix zu tun.

George Lucas war und ist Filmemacher, der Geschichten erzählen will - und nicht seitenweise in Nerdforen über die Stützmasse von Überlichtraumschiffen diskutiert. Da macht, was im Film(!) funktioniert, ungeachtet ob das "realistisch" ist oder nicht. Und er hat eine Erzählung geschaffen, die über mehrere Generationen hinweg seit über 50 Jahren immer wieder, immer wieder neu und immer wieder anders erzählt wird und Unmengen von Fanerzählungen hervorgebracht hat.

Und das kann man anerkennen - oder es lassen. Aber jetzt, 50 Jahre später zu erwarten, das irgendwelche kindlichen Gefühle von damalsTM weiterhin bedient werden... puh. Also kann man machen und das steht dann da auch so irgendwie rum neben diesem mittlerweile so unglaublich vielfältigen, gewaltigen Werk von Erzählungen. Wenn der eigenen Geschmack nicht mit der Welt mitwächst, dann kann die Welt aber nix dafür.

Und wer Lucas irgendwie grundlegend politische Agenda in seinen Filmen absprechen will, der möge mal einen Blick auf einen seinen früheren Kurzfilme werfen:  Freiheit (1966)

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln