Autor Thema: Zwerge/ Elfen, der alte Zwist - wie spielt Ihr das aus, welche Witze kennt Ihr?  (Gelesen 3672 mal)

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Offline Issi

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Die Grundlage des Klischee-Zwerges ist ja nichtmal das Klischee, sondern das Fehlen von jeglicher "Kultur" im Hintergrund-Material.
Während wir bei Tolkien noch Anklänge davon finden, dass die Zwerge sich mit den Menschen von Thal bzgl. Ackerbau/Viehzucht geeinigt hatten, sind solche Kleinigkeiten in den meisten anderen Settings nichtmal Thema. Statt dessen lesen wir davon, wie handwerklich begabt sie sind, und welch magische Waffen sie fertigen können - an wen und wogegen (immerhin haben sie Gold genug) sie das verkaufen, erfahren wir meistens nicht.
Es gibt auch rein Praktische Dinge, die im Spiel meist völlig unter den Tisch fallen:

A la „Oh, ich habe da einen Ring elfischen Ursprungs gefunden, vielleicht ist er magisch, also ran an den Zwergenfinger.“
(Em ups nee doch nich- Zwergenpranke einfach zu dick. Von der Wesens fremden Magie mal abgesehen)

Umgekehrt das Gleiche. So einen Zwergenring können Sie sich mit ner Kette um den Hals hängen, aber für ein zartes Menschen oder Elfenfingerchen ist er dann doch zu weit.
(Nur weil man nicht groß ist (in der Höhe), heißt das nicht, dass man keine Masse (in der Breite)hat)

Auch Zwergenhelme und Rüstungen sind für das „lange Elend“ keine Maßanfertigungen.


Offline Jule Adersin

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Offline Jule Adersin

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Bei mir isses halt so, dass ich Zwergen- und Elfenrivalität und die zugehörigen Witze als rassistisch einordne. Und zumindest die Protagonisten (=Spielercharaktere) habe ich normalerweise lieber ohne ausgeprägten Rassismus oder ähnliche Makel. Ich will ja mit denen sympathisieren können. Klar, mal nen Witzchen ist wahrscheinlich ok. Aber wenn das wirklich ausgeprägt ist, wird es mir schnell unangenehm.
Zudem sind meine Runden oft so gestrickt, dass die Charaktere nicht wirklich gezwungen sind zusammen rumzuziehen, sondern ich erwarte, dass man sich nach ein paar Abenden halbwegs zusammenrauft. Und wenn da dann ein Charakter in der Gruppe ist, der einen anderen ständig anfeindet, dann ist für mich eigentlich naheliegend, dass man das entweder irgendwie klärt oder einen der Charaktere austauscht, die sich partout nicht verstehen. Weil wer will schon gemobbt werden und bleibt dann aus freien Stücken in Gesellschaft, die ihn schlecht behandelt.

Mein Ex hat mich auch 143 genannt, ein weiterer Ex nannte mich den zerstreuten Professor zwei Kameraden nannten mich unabhängig voneinander das Maschinengewehr, weil ich schnell und viel rede. Es wurden Witze über meinen IQ gemacht, aber mit wirklicher Anfeindung oder Diskriminierung hat(te) das nichts zu tun. Ich finde es krass, wenn man jegliche Andersartigkeit totschweigen oder ignorieren wollte. Ein Zwerg ist klein, ein Elf groß, wer auf Männer steht, steht halt auf Männer und nicht auf Frauen, wer aus dem Senegal kommt, kommt eben nicht aus Australien, es gibt halt Unterschiede, die man nicht wegreden kann....? Diese Tendenz macht mir grad echt Angst. Sollen wir alle eine Burka tragen und uns Stelzen besorgen, die uns alle exakt gleichgroß machen...? Das wär mir zu krass.

Fairerweise müßte man da vielleicht hinzufügen, daß das in solchen Settings längst nicht nur für speziell die Zwerge gilt. Vielen anderen Völkern geht's da ja nicht wirklich besser -- selbst über die konkrete Wirtschaft und Kultur des eigenen menschlichen Königreichs erfährt man schon nicht unbedingt viel, was über generelle Eurofäntelalterklischees hinausginge...

Und: ein Problem mag auch einfach darin bestehen, daß Zwerge (außerhalb des potentiellen SC-Daseins im Rollenspiel) traditionell eher selten selber Protagonisten sind, sondern primär als Nebenfiguren in den Geschichten anderer Leute auftauchen. Das gilt ja schon in diversen alten Mythen und Legenden, ändert sich auch bei Tolkien nicht wirklich -- Thorin und seine Kumpane mögen die eigentlichen Leute gewesen sein, die Smaug irgendwie seinen Schatz entwenden wollten, aber im "Hobbit" geht's dann eben doch um die Abenteuer von Bilbo, und Gimli (und zugegebenermaßen auch Legolas) ergeht's dann im Herrn der Ringe auch nicht wirklich besser --, und setzt sich dann an vielen anderen Stellen eben entsprechend fort. Daß man dann ihrer zweitrangigen Wichtigkeit für die Erzählung entsprechend auch weniger an persönlichem und Hintergrunddetail über sie erfährt, ergibt sich damit aber praktisch schon von alleine.

Das erinnert tatsächlich an einige Hollywood-Filme, wo phasenweise Frauen nur Beiwerk waren...aber im Rollenspiel schreiben wir ja die Story, da ist das zum Glück kein Thema, dass die Stars eine bestimmte Spezies oder ein bestimmtes Geschlecht haben müssen.


Offline Jule Adersin

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Was Quaint sagt. Plus: Stereotype auszuspielen ersetzt kein gutes Rollenspiel, in meinen Augen. Oder genauer: Gutes Rollenspiel muss nach meiner Meinung gegen Klischees arbeiten.

Leutz, bedeutet gutes Rollenspiel für Euch echt Konformismus und das Totschweigen von Unterschieden? Wollt Ihr dann beim Sport demnächst aufhören, Testosteronlevel zu testen, dürfen Eure SC dann nur noch menschlich sein...? Das kanns ja wohl nicht sein...
=/


Offline Jule Adersin

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Nein, keine Bewertungshoheit, eine persöhnliche Aversion.

Wenn jemand einfordert sein Rollenspiel einer klischeehaften Zwergenfigur als besonderst tolles Rollenspiel bezeichnet,...
Warum unterstellst du mir dann Bewertungshoheit?

Dahingehend wurden Elfen in der Regel eher wie Menschen mit spitzen Ohren gespielt, ich hab da seltenst etwas erlebt das da so überzeichnet war.

Ich geh seit 1986 oder so regelmäsig auf Cons, verschiedene Systeme meistens Fantasy. Ich kenne auch mindestens einen spieler der immer Zwerge spielt, (rolleyes) den kann ich sogar ertragen solange er nicht einen seiner Klischeezwerge spielt.

Was für mich ein Klischeezwerg ist:
- Animositäten gegen Elfen, Hass gegen greenskins.
- Das einzige Werkzeug zur Lösung eines Problemes ist Gewalt. Wenn das nicht hilft, hilft halt mehr Gewalt. (Oft gepaart mit eingebautem Berserkertum)
- Alkoholexzesse, lustig ist es nur wenn Alkohol im Spiel ist, gerne solchen den andere Völker nicht vertragen.
- An meinen Bart lass ich keine Scheere und erst recht kein Wasser!

Ansonsten, das was Quaint & Zed anfang der Seite schrieb ist auch in etwa mein Denken.

Nicht falsch verstehen ich kenne auch gut gespielte Zwerge.
Aber in der Masse? Nö. Warum spielt man Zwerge? Die sind optimiert auf Nahkampf (mit der Geschwindigkeit eines WKI Tanks). Also gute Figuren wo man beim Spielen nicht nachdenken muss (?).

Ich bin vom Spieltypus eben Taktiker, ich feier gute coole taktische/creative Lösungen. Das brachiale ab durch die Mitte das ich eben zu oft von Spielenden von Zwergen und Barbaren erlebt habe ist mir eben zuwieder.

Ähm...DU hast angefangen, von Klischeezwergen zu reden. Mein Thread stellt die Frage, ob hier jemand mit der Klischee-Animosität spielt. Das heißt nicht, dass ein Klischeezwerg oder Klischeeelf involviert sein müssen. Ich wollte lediglich wissen, ob und wenn ja wie der Zwist Thema ist, und ob jemand gute Witze kennt. Deine Wortwahl wertet es ab. Nicht schön.
Angrox aus meiner Runde ist exzellent. Er hat viele Charakterfacetten, die er konstant und konsistent spielt. Er ergänzt sich sehr gut mit seinem Magier. Dann wieder habe ich in der anderen Runde Korsten, Jäger, Liebfelder, komplett anders als Angrox. Ich weiß nicht, warum Du sowas bisher nicht um Dich hattest oder es Dir nicht aufgefallen ist, aber bei mir gibt es das Problem nicht, dass Zwerge Einheitsbrei sind.


Offline Jule Adersin

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Ich hab sowieso den Eindruck, dass gerade Zwerge mehr ein Ventil für die Spieler sind, als sonst was. Bei Tolkien sind Zwerge ja auch eigentlich recht zivilisierte Leute, weder Alkoholiker noch ungehobelte Raufbolde. Sie mögen etwas mürrisch in ihrem Auftreten sein, aber das war's auch schon.

Warhammer hat da eher die Zwergenkarikatur geprägt (na ja, sie haben auch die hässlichsten Zwerge aller Welten - ich nenn' das immer "tiefergelegter Klischee-Biker" ~;D), wohl auch durch die Figur des Gotrek.

Immer, wenn ich so eine Figur erlebt habe, war der Spieler jemand der gerne so gewesen wäre, hätte er nur eine Axt heben können.  ;)

In meinem ersten eigenen Setting gab es noch Zwerge - die waren aber fanatische Anhänger der Ordnung, dementsprechend diszipliniert, sauber und extrem stur.

Hmm...DAS klingt jetzt tatsächlich etwas nach Speziesismus.

Offline Jule Adersin

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Noch? Warum noch? Gibts die nicht mehr in deinen eigenen Settings?

Weil ich überlege mir gerade - da ich selbst an etwas neuem stricke - und im hinblick auf diesen Strang, auf meiner Neuen Welt zumindest eine Kultur zu haben in welcher Zwerge und Elfen friedlich im einklang leben. (gerade um dieses Klischee grundlegend zu brechen, ja ich werde auch das standardklischee bringen aber ich überlege gerarde es zumindest an einer Stelle zu brechen)

Brechen...gibt es nur schwarz oder weiß? Und machst Du damit nicht genau das, was Du mir schlechtreden wolltest - die beiden Spezies zusammenpacken und gucken, was passiert?

Offline Jule Adersin

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Nope. Keine Kleinwüchsigen, keine Spitzohren, keine Furries.
Als Nicht-Menschen hab ich nur Nachfahren von Riesen und Humanoide mit Schwingen am Rücken. Und demnach die alle Ergebnisse von Genetical Engineering sind, gibt es auch keine Halb-Irgendwas.

Ich sag ja, DAS ist Speziesismus.
=(

Offline unicum

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Leutz, bedeutet gutes Rollenspiel für Euch echt Konformismus und das Totschweigen von Unterschieden? Wollt Ihr dann beim Sport demnächst aufhören, Testosteronlevel zu testen, dürfen Eure SC dann nur noch menschlich sein...? Das kanns ja wohl nicht sein...
=/

Was ich nie verstanden habe ist das es Leute gibt die gerne Zwerge, Elfen, was auch immer spielen aber wenn Mann Frau spielt und Frau Mann ist es gleich ein no go,... ich meine ich keine keinen einzigen Zwerg, Elf, Gnom oder was auch immer, Frauen sind mir aber schon mal welche begegnet, ich kann mir zwar als mann (ce) nicht anmassen Frauen zu verstehen aber zumindest hab ich so eine vage Ahnung.

Ich meine bei Elfen ist ja jede Familienfeier schon echt so ein Ding wenn dich deine Ur-Ur-Urgroßmutter frägt "Wann heiratest du denn endlich?" (und die ganzen anderen noch lebenden Vorfahren mit einstimmen)

Offline Jule Adersin

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Ich hab seinerzeit in den 90ern in AD&D einen asiatisch Zwerg gespielt (ein Korobokuru, https://www.completecompendium.com/catalog/kt/2116/koroboku/)
Das war eigentlich recht entspannt, wobei da eher asiatische Witze gelaufen sind, statt Zwergenwitze. :)

Also das klingt mal spannend. Wie war es? Ich habe mir bei DSA auch schon die Frage nach maraskanischen oder bornländischen Zwergen gestellt...die großen Sippen sind ja eher in Tobrien, dem Mittelreich und dem lieblichen Feld...

Offline Jule Adersin

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Also wenn alle Menschen kenne und spielen können, dann muss ja die folgende Frage sehr leicht zu beantworten sein: Was ist denn Menschen-typisch...?  :think: 8]

Bezüglich der Ausgangsfrage und der Diskussion: Ich hab grundsätzlich kein Problem mit Klischees, die können gut portioniert schon den Zugang erleichtern. Ich finde aber eine Figur, die nur darauf reduziert wird sehr schnell ermüdend. Es sollte halt schon noch mehr dran sein als "Saugen, Hauen, Elf beleidigen". Andererseits: Wenn alle damit klarkommen und es eine insgesamt ehr flapsige Runde ist... warum nicht?

[...]


Jo!

Offline Jule Adersin

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Der Trick mit jedem Klischee ist halt, daß das jeweilige Einzelexemplar nicht automatisch daran gebunden ist. Zumindest ein Zwerg könnte beispielsweise sehr wohl ein kurzer bärtiger Gelehrter sein, der in die Welt hinauszieht, um systematisch Zwergenwitze zu sammeln und zu dokumentieren... :D

Korrekt.

Offline unicum

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Brechen...gibt es nur schwarz oder weiß? Und machst Du damit nicht genau das, was Du mir schlechtreden wolltest - die beiden Spezies zusammenpacken und gucken, was passiert?

Das Klischee scheint doch eher Schwarz/weiß zu sein, oder?

Ich würde dann zumindest an einer Stelle die zusammenpacken so das es gut funktioniert. Das klischee ist ja "es funktioniert zwischen Elfen und Zwergen nicht, es sei denn es sind Legolas und Gimli."

"der alte Zwist" - wenn der so alt ist warum hat man den nicht schon lange überwunden?

Offline Jule Adersin

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Die Grundlage des Klischee-Zwerges ist ja nichtmal das Klischee, sondern das Fehlen von jeglicher "Kultur" im Hintergrund-Material.
Während wir bei Tolkien noch Anklänge davon finden, dass die Zwerge sich mit den Menschen von Thal bzgl. Ackerbau/Viehzucht geeinigt hatten, sind solche Kleinigkeiten in den meisten anderen Settings nichtmal Thema. Statt dessen lesen wir davon, wie handwerklich begabt sie sind, und welch magische Waffen sie fertigen können - an wen und wogegen (immerhin haben sie Gold genug) sie das verkaufen, erfahren wir meistens nicht.
Sprich: der Klischee-Zwerg könnte genauso gut der sein, vor dem sich seine Artgenossen angeekelt abwenden und der deshalb in der Welt unterwegs ist.

Mal ganz davon abgesehen, dass offenbar alle Zwerge einer Welt der selben Kultur angehören...

Also...nicht bei DSA. Drei regionale Häufungsgebiete mit unterschiedlichen Heldentypen innerhalb der Spezies, die man regional oder nach Beruf bzw. Ausrichtung abstufen kann.

Offline unicum

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Ich sag ja, DAS ist Speziesismus.

Mir erschliesst sich aber zum Teil nicht was es bringen soll immer weitere Spezies reinzubringen die dann doch irgendwie vom Mindset sehr menschlich daher kommen. Zugestanden ich halte es für schwer etwas wirklich alienhaftes zu spielen aber da ist die Literatur eben auch etwas gering. Ich hatte bsiher nur einmal einen WOW effekt bei einer neuen Spezies in einem Roman wo ich dachte "Creativ/Neu/Nichtmenschlich" (the moth in gods eye)

Offline Jule Adersin

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Was ich nie verstanden habe ist das es Leute gibt die gerne Zwerge, Elfen, was auch immer spielen aber wenn Mann Frau spielt und Frau Mann ist es gleich ein no go,... ich meine ich keine keinen einzigen Zwerg, Elf, Gnom oder was auch immer, Frauen sind mir aber schon mal welche begegnet, ich kann mir zwar als mann (ce) nicht anmassen Frauen zu verstehen aber zumindest hab ich so eine vage Ahnung.

Ich meine bei Elfen ist ja jede Familienfeier schon echt so ein Ding wenn dich deine Ur-Ur-Urgroßmutter frägt "Wann heiratest du denn endlich?" (und die ganzen anderen noch lebenden Vorfahren mit einstimmen)

Hattest Du in Deinen Runden echt noch kein Crossplay? Der Anteil in meinen Runden liegt bei knapp 10 %, bei meinen eigenen Chars gefühlt bei 30.

Das Klischee scheint doch eher Schwarz/weiß zu sein, oder?

Ich würde dann zumindest an einer Stelle die zusammenpacken so das es gut funktioniert. Das klischee ist ja "es funktioniert zwischen Elfen und Zwergen nicht, es sei denn es sind Legolas und Gimli."

"der alte Zwist" - wenn der so alt ist warum hat man den nicht schon lange überwunden?

Mein Plan war nicht schwarz-weiß, ich habe den Thread eröffnet, um zu sehen, was es GIBT, und mein Plan ist dynamisch.

Ob und inwiefern, in welchem Ausmaß und wie global er überwunden wird, das ist ja von Welt zu Welt, Runde zu Runde verschieden, danach frage ich doch gerade.

Mein Eindruck: Du bist zu pessimistisch und verallgemeinerst Deine Aversion grundlos.

Offline Raven Nash

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Also...nicht bei DSA. Drei regionale Häufungsgebiete mit unterschiedlichen Heldentypen innerhalb der Spezies, die man regional oder nach Beruf bzw. Ausrichtung abstufen kann.
Fällt dir was auf?  ;)
Was ist mit den ganzen Nicht-Helden die eine Kultur so braucht um zu überleben? DSA ist zwar Bauerngaming, aber wie viele Bauern werden denn gespielt?
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Offline Jule Adersin

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Mir erschliesst sich aber zum Teil nicht was es bringen soll immer weitere Spezies reinzubringen die dann doch irgendwie vom Mindset sehr menschlich daher kommen. Zugestanden ich halte es für schwer etwas wirklich alienhaftes zu spielen aber da ist die Literatur eben auch etwas gering. Ich hatte bsiher nur einmal einen WOW effekt bei einer neuen Spezies in einem Roman wo ich dachte "Creativ/Neu/Nichtmenschlich" (the moth in gods eye)

Also zig Spezies pro Welt und on top Drachlingassassinenhalblinge mit Objektophilie, die nur gelbe Kleidung tragen, könnten zu verwirrend werden, da hast Du Recht, aber ich hab jetzt echt nur nach Zwergen und Elfen gefragt. Wenn Du die nicht gern spielst oder in Deinen Runden nicht willst, ist das ja ok, das hast Du gesagt, und das wollte ich wissen, aber alle anderen Spezies sind hier jetzt nicht die Frage. Ich will ja z. B. auch wissen, wer das in seinen Runde HAT und damit spielt, dass Elfen und Zwerge in einigen Punkten unterschiedlich sind. Und ich will mehr Witze! Meine Runden warten auf Euch.
; )
 :btt:

Online Zed

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Leutz, bedeutet gutes Rollenspiel für Euch echt Konformismus und das Totschweigen von Unterschieden?
Diese Zusammenfassung verfehlt den Kern des Beitrages maximal und baut nur einen Strohmann, der mit meiner Entgegnung nichts zu tun hat, Jule.

Ich finde es krass, wenn man jegliche Andersartigkeit totschweigen oder ignorieren wollte. Ein Zwerg ist klein, ein Elf groß, wer auf Männer steht, steht halt auf Männer und nicht auf Frauen, wer aus dem Senegal kommt, kommt eben nicht aus Australien, es gibt halt Unterschiede, die man nicht wegreden kann....? Diese Tendenz macht mir grad echt Angst. Sollen wir alle eine Burka tragen und uns Stelzen besorgen, die uns alle exakt gleichgroß machen...? Das wär mir zu krass.

Die Tendenz muss Dir keine Angst machen, und da wird auch nichts totgeschwiegen. Ich hatte versucht, das mit den zwei Grafiken deutlich zu machen:



Und hier die in meinen Augen konstruktive Variante:


Ja, in der zweiten Variante sind Bergbau, Handwerk und Handel noch immer der berufliche Schwerpunkt von Zwergen! Es kann aber eben auch zwergische Reinigungsfachleute geben oder solche, die von Fischfang, Musik oder Kunsthandwerk leben.

Zwerg:innen sind im Schnitt kleiner als Elb:innen es im Schnitt sind - mit dieser Feststellung gibt es kein Problem - und doch kann es sicher mal einen kleinwüchsigen Elben und eine großgeratene Zwergin geben.

So ist es ja auch mit irdischen Männern und Frauen: Auch Männer sind weltweit im Durchschnitt etwas größer und stärker als Frauen im Durchschnitt (170cm vs 160cm). Es wäre nur eben falsch, ungenau und unangenehm zu behaupten, dass Männer immer größer und stärker als Frauen sind. (Es gibt sicher viele Frauen, die stärker sind als ich.  :) )

Wer im Senegal geboren ist, ist natürlich nicht in Australien geboren. Was nicht heißt, dass ein senegalesiches Kind nicht auch mal in Australien aufwachsen könnte oder umgekehrt.

Es geht nur darum, aus dem Durchschnitt nicht automatisch eine binäre Bedingung abzuleiten.

Offline Jule Adersin

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Fällt dir was auf?  ;)
Was ist mit den ganzen Nicht-Helden die eine Kultur so braucht um zu überleben? DSA ist zwar Bauerngaming, aber wie viele Bauern werden denn gespielt?

Meine Zwerge sind ein Grobschmied und ein Jäger. Es gab auch einen Kristallzüchter, der aktuell nicht spielt, und es gab einen Drachenjäger. Die Zwergin meines Cousins war von Beruf Prinzessin, ok, aber sie war die einzige.

Auch bei den Menschen hatten wir schon mehrere Abenteurer in der Runde, ich habe einen Händler, also im Grunde läuft doch jede(r) als kleines Licht los. Auch die Firnelfe kann Kürschnerin sein oder die Moha Jägerin. Das Ding ist, der Bauer nimmt seinen Acker nicht mit, und wenn er seinen Beruf weitermachen will, muss er zu Hause bleiben in der Regel. Das gilt für viele Handwerksberufe. Die, die ausziehen, brauchen halt Gewerbe, die unterwegs funktionieren. Der zwergische Jäger kann das überall, sofern es erlaubt ist. Die reisende Magierin kann überall Heilzauber gegen Geld wirken, wenn sie das denn will und nicht lieber für die KGIA irgendwelche geheimen Missionen in Xeraanien macht. Eine meiner Runden hatte aber auch einen bornländischen Bauern, der auf Abenteuer aus war. Es geht alles, aber die prozentuale Verteilung deckt sich evtl. unter Leuten, die viel reisen nicht mit der unter solchen, die das nicht tun. Das ist aber doch nur logisch. Ich glaub, dafür sollte sich mein Thread nicht rechtfertigen müssen, dass nur wenige zwergische Bauern auf Reisen gehen, sondern eher Grobschmiede ihre Schmiede stehenlassen oder Kristallzüchter oder Jäger etc. losrennen. Nochmal, es geht nicht um Klischeezwerge oder Klischeeelfen, es geht um den Klischeestreit.
 :btt:

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Hattest Du in Deinen Runden echt noch kein Crossplay? Der Anteil in meinen Runden liegt bei knapp 10 %, bei meinen eigenen Chars gefühlt bei 30.

Doch, klar und ich weiß immer noch nicht was für ein Geschlecht mein Elf in Warhammer hat ;)
Aber ich kenne Leute für die ist es irgendwie ein No-Go.


Mein Eindruck: Du bist zu pessimistisch und verallgemeinerst Deine Aversion grundlos.

Man sein das ich pessimistisch bin aber nicht grundlos, wie ich schrieb fahre ich (seit 40+Jahren) oft auf Cons und spiele mit wildfremden Leuten und da hatte ich eben schon bemerkt das wenn jemand mit einer bestimmten Spezies kommt man oft korrekt darauf schliessen kann wie die Figur gespielt wird. Das klappt bei Zwergen am besten. Danach irgendwelche Furrys, Elfen halte ich sogar oft für recht farblos und kaum unterschiedlich zu einem Menschen.

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Mir erschliesst sich aber zum Teil nicht was es bringen soll immer weitere Spezies reinzubringen die dann doch irgendwie vom Mindset sehr menschlich daher kommen. Zugestanden ich halte es für schwer etwas wirklich alienhaftes zu spielen aber da ist die Literatur eben auch etwas gering. Ich hatte bsiher nur einmal einen WOW effekt bei einer neuen Spezies in einem Roman wo ich dachte "Creativ/Neu/Nichtmenschlich" (the moth in gods eye)

Na ja, bis wir tatsächlich mal mit intelligenten Aliens halbwegs konstruktiven Kontakt aufnehmen, ist "Wie anders müßten die eigentlich sein?" eh nicht viel mehr als Spekulation, und bis dahin bleiben wir wohl oder übel darauf beschränkt, was Menschen sich schon von sich aus ausdenken können.

Aber gerade um das gemeinsame Ausspielen von Fantasien geht es uns ja gerade, also ist das alleine noch lange kein Grund, auf all diese von unsereins bereits erschaffenen und immer noch neu dazukommenden Fantasiegestalten automatisch zu verzichten -- genausowenig, wie die meisten von uns vermutlich nicht so ohne weiteres bereit wären, sich in Zukunft auf das reine Spiel in der realweltlichen Gegenwart zu beschränken und alle anderen Welten als "doch bloß wirre Hirngespinste" abzuschreiben. ;)

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Diese Zusammenfassung verfehlt den Kern des Beitrages maximal und baut nur einen Strohmann, der mit meiner Entgegnung nichts zu tun hat, Jule.

Die Tendenz muss Dir keine Angst machen, und da wird auch nichts totgeschwiegen. Ich hatte versucht, das mit den zwei Grafiken deutlich zu machen:

Ja, in der zweiten Variante sind Bergbau, Handwerk und Handel noch immer der berufliche Schwerpunkt von Zwergen! Es kann aber eben auch zwergische Reinigungsfachleute geben oder solche, die von Fischfang, Musik oder Kunsthandwerk leben.

Zwerg:innen sind im Schnitt kleiner als Elb:innen es im Schnitt sind - mit dieser Feststellung gibt es kein Problem - und doch kann es sicher mal einen kleinwüchsigen Elben und eine großgeratene Zwergin geben.

So ist es ja auch mit irdischen Männern und Frauen: Auch Männer sind weltweit im Durchschnitt etwas größer und stärker als Frauen im Durchschnitt (170cm vs 160cm). Es wäre nur eben falsch, ungenau und unangenehm zu behaupten, dass Männer immer größer und stärker als Frauen sind. (Es gibt sicher viele Frauen, die stärker sind als ich.  :) )

Wer im Senegal geboren ist, ist natürlich nicht in Australien geboren. Was nicht heißt, dass ein senegalesiches Kind nicht auch mal in Australien aufwachsen könnte oder umgekehrt.

Es geht nur darum, aus dem Durchschnitt nicht automatisch eine binäre Bedingung abzuleiten.

Ich denke in der Tat nicht, dass es an Deinem Post vorbeigeht, im Gegenteil. Ist ein zwergischer Handwerker wie der andere? Einer meiner liebsten zwergischen NSC ist Waffenhändler und steht auf männliche Zwerge. Meine Runden lieben ihn durchweg. Du aber reduzierst das auf Berufe. Nach Deiner Lesart ist er Stereotyp, er ist ein männlicher Zwerg, der was mit Waffen macht, aber sein Auftreten ist so individuell, er hat spezifische Charakterzüge, also Beruf und Spezies machen noch lange keine Stereotype. Ich finde es schwierig, das zu behaupten. Und wie gesagt, darum geht es hier nicht. Ich möchte echt keine Klischeezwerge oder Klischeeelfen beschrieben bekommen und lesen, was Euch daran stört. Ich will wissen, ob jemand mit "dem Streit" spielt und wenn ja, wie. Wenn Ihr es nicht tut, schreibt mir das gern auch, gern auch mit Begründung, aber bitte ohne es abzuwerten oder in Diskussionen über die Charaktere abzudriften. Das ist NICHT das Thema.
 :btt:

Offline Jule Adersin

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Doch, klar und ich weiß immer noch nicht was für ein Geschlecht mein Elf in Warhammer hat ;)
Aber ich kenne Leute für die ist es irgendwie ein No-Go.


Man sein das ich pessimistisch bin aber nicht grundlos, wie ich schrieb fahre ich (seit 40+Jahren) oft auf Cons und spiele mit wildfremden Leuten und da hatte ich eben schon bemerkt das wenn jemand mit einer bestimmten Spezies kommt man oft korrekt darauf schliessen kann wie die Figur gespielt wird. Das klappt bei Zwergen am besten. Danach irgendwelche Furrys, Elfen halte ich sogar oft für recht farblos und kaum unterschiedlich zu einem Menschen.

Es ist schade und m. E. strange, wenn es No-Go ist.

Platte Klischees gibt es doch aber für jeden Charaktertyp. Jaa, bei Furries evtl. etwas konformer, aber meine Stichprobe (und auch Deine) muss nicht stimmen.

Aber wie gesagt, um die Klischeechars gehts nicht.

Offline unicum

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Na ja, bis wir tatsächlich mal mit intelligenten Aliens halbwegs konstruktiven Kontakt aufnehmen, ist "Wie anders müßten die eigentlich sein?" eh nicht viel mehr als Spekulation, und bis dahin bleiben wir wohl oder übel darauf beschränkt, was Menschen sich schon von sich aus ausdenken können.

Aber gerade um das gemeinsame Ausspielen von Fantasien geht es uns ja gerade, also ist das alleine noch lange kein Grund, auf all diese von unsereins bereits erschaffenen und immer noch neu dazukommenden Fantasiegestalten automatisch zu verzichten -- genausowenig, wie die meisten von uns vermutlich nicht so ohne weiteres bereit wären, sich in Zukunft auf das reine Spiel in der realweltlichen Gegenwart zu beschränken und alle anderen Welten als "doch bloß wirre Hirngespinste" abzuschreiben. ;)

Sache ist doch die: Was macht den unterschied einzigartig wenn alle von allen komplett unterschiedlich sind, dann ist der unterschied doch keine einzigartigkeit mehr. Klar alle Menschen sind so schon einzigartig aber wir sind trozdem alle kompatibel und "ähnlich genug" Zwerge, Elfen, der ganze EDO Krahm ist trotz allem menschliches Mindset, jeder kann sich mehr oder wenige gut darin reinversetzen.

Wir hatten ja an anderer Stelle schon die Diskussionen über "schon wieder ein neues EDO Setting". Also ja für mich ist es kein argument wenn ich in einem Setting dann irgendwie noch Furrys habe.