Autor Thema: Inspiration für bronzezeitliche Rollenspiele (Mythras, Schakale)  (Gelesen 1161 mal)

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Offline Alter Weißer Pottwal

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Ich suche Romane und Sachbücher, die man als Inspirationsquelle lesen kann bevor man zum Beispiel Mythras oder Schakale leitet. Also Bronzezeit, im süd-östlicher Mittelmeerraum (Griechenland, Levante, Nordafrika). Und ja, das Alte Testament, Ilias und das Gilgamesch-Epos sind mir bekannt. Kennt ihr da was?
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Offline Aedin Madasohn

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falls du ein bissel Fummeln willst, dann ist die Wikipedia immer eine gute Anlaufstelle

https://en.wikipedia.org/wiki/Category:Sumer

https://en.wikipedia.org/wiki/Category:Mesopotamian_myths

dort kannst du dir etwa zu einem "mystisch verklärten" "Schatzland" wie "Arrata"

https://en.wikipedia.org/wiki/Enmerkar_and_the_Lord_of_Aratta

als Ort zum Besuchen raussuchen.

was im ersten Moment ziemlich dröge nach "Wirtschaftskunde" aussieht serviert dir aber auf dem Silbertablett, was so eine Karawane an Handelswaren von A nach B bringt

Offline Andropinis

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Ich suche Romane und Sachbücher, die man als Inspirationsquelle lesen kann bevor man zum Beispiel Mythras oder Schakale leitet. Also Bronzezeit, im süd-östlicher Mittelmeerraum (Griechenland, Levante, Nordafrika). Und ja, das Alte Testament, Ilias und das Gilgamesch-Epos sind mir bekannt. Kennt ihr da was?

Bzgl. Sachbücher schau mal nach Peter Conolly. Der hat einige schön illustrierte Sachbücher zu Griechen, Römern usw. herausgebracht. Auch zum trojanischen Krieg. Manche gibt es auch auf Deutsch.

https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Connolly_(classical_scholar)

Hier ein paar Beispiele von Illustrationen aus den Büchern für einen ersten Eindruck. Regt wie ich finde schon ziemlich die Phantasie an:

https://akg-images.prezly.com/draft-peter-connolly

Bzgl. Romanen fällt mir die Age of Bronze Trilogie von Miles Cameron ein. Ich habe sie hier im Schrank stehen aber noch nicht gelesen.

https://www.amazon.de/dp/B0B42832JV



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Online flacki-wirbeltier

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Wenn es ein Roman sein darf, evtl. Ich, Aras, habe erlebt. Ein Roman aus archaischer Zeit von Josef Nyary.

Fand ich seinerzeit großartig. Seinerzeit ist aber auch schon ziemlich lang her...  :think:
Vom gleichen Autor kämen auch noch 'Nimrods letzte Jagd' und 'Lugal' in Frage. Fand ich auch cool... (damals)
« Letzte Änderung: 17.07.2026 | 21:39 von flacki-wirbeltier »

Online AndreJarosch

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"Queens Heir" von John E. Boyle
https://www.amazon.de/Queens-Heir-Fantasy-Hittites-Children/dp/1532825455

Und die Fortsetzung:
"Raven's Blood" von John E. Boyle
https://www.amazon.de/Ravens-Blood-Adventure-Descendants-Atlantis/dp/1729436676


Die ehemalige Heftromanserie "Torgo - Prinz von Atlantis" von Charles de Clermont
https://www.amazon.de/Torgo-Prinz-Atlantis-Galeere-Verdammten-ebook/dp/B0D9BXS5XG


Online Drantos

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Sinuhe der Ägypter und "Der Assyrer" kann ich empfehlen.

cu Drantos

Offline Sard

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spielt um die Ägäis und im Mittelmeerraum um 500 v. Chr. und später.
Cameron ist wirklich tief im Thema und ich fand bisher (habe die ersten 4 Bände gelesen), dass da wirklich viel szenische Inspiration für Schakale beispielsweise drin steckt.
« Letzte Änderung: 18.07.2026 | 16:51 von Sard »
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand. Niemand glaubt mehr davon zu brauchen als er hat." René Descartes

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Online Zed

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Christian Camerons Reihe
Der Lange Krieg
spielt um die Ägäis und im Mittelmeerraum um 500 v. Chr. und später.
Cameron ist wirklich tief im Thema und ich fand bisher (habe die ersten 3 Bände gelesen), dass da wirklich viel szenische Inspiration für Schakale beispielsweise drin steckt.
Klugschiss von meiner Seite: Ist das nicht schon Eisenzeit?

Offline Sard

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Klugschiss von meiner Seite: Ist das nicht schon Eisenzeit?

Und wenn schon.
Die Hauptfigur ist Bronzeschmied.  :headbang:
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Online AndreJarosch

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Und wenn schon.
Die Hauptfigur ist Bronzeschmied.  :headbang:

Ich hoffe er ist Bronzegießer, denn Bronze wird nicht geschmiedet.


Offline Leonidas

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Eric Cline, „1177 v. Chr.: Der erste Untergang der Zivilisation“

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Offline Sard

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Ich hoffe er ist Bronzegießer, denn Bronze wird nicht geschmiedet.
Mag ja alles sein,
aber welche Legierungen zu dieser Zeit verwendet wurden, interessiert mich da nur am Rande. Im Roman ist er (Arimnestos) Sohn eines "Bronzeschmiedes" (zumindest in der deutschen Übersetzung) und das reicht mir dann auch für die Immersion.

Ach ja:
Vlt. würde ja doch geschmiedet .. ?

https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-1-4020-8784-4_14#:~:text=The%20Corinthian%20helmet%20has%20been,it%20was%20made%20to%20measure.
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Offline Aedin Madasohn

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das handwerkliche "Schmieden" ist die Druck-um/ver-formung von Metallen bzw. Legierungen (Kupfer + Zinn = Bronze + Arsen = härtbare Bronze in Vickershärten wie bei Stahl)  unter örtlicher Änderung der Querschnittsform bei Temperaturen größer Raumtemperatur.

bei der bestens erforschten

https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelsscheibe_von_Nebra

- die übrigens bestens in ein jegliches Bronzezeit-Szenario passt -

wird von

"Metallografische Untersuchungen ergaben, dass die Himmelsscheibe in einem aufwendigen Warmschmiedeprozess hergestellt wurde. Bis sie ihre endgültigen Ausmaße erreichte, wurde sie ungefähr zehn Mal auf rund 700 Grad Celsius erhitzt und ausgeschmiedet"

gesprochen


Offline Infernal Teddy

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Das wäre auch mein tipp. Den Vortrag dazu kann man sich auf YouTube ansehen
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Teddy sucht Mage

Offline Alter Weißer Pottwal

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Danke für die Tipps :d

"Sinuhe, der Ägypter" hab ich sogar schon. Das und die Bpcher von Cline hat mir ChatGPT ausgespuckt. Und die Himmelsscheibe hab ich sogar schon gesehen, als sie 2006 in Mannheim war.

Das hier hab ich noch gefunden:
Die Armeen des Alten Orient: Von den Stadtstaaten der Sumerer bis zum Weltreich der Assyrer (Heere & Waffen)
https://amzn.eu/d/07bYBQom
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Offline Raven Nash

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Mag ja alles sein,
aber welche Legierungen zu dieser Zeit verwendet wurden, interessiert mich da nur am Rande. Im Roman ist er (Arimnestos) Sohn eines "Bronzeschmiedes" (zumindest in der deutschen Übersetzung) und das reicht mir dann auch für die Immersion.
Hat mal wieder der Übersetzer geschlampt. Der englische Begriff ist "Redsmith" - das Gegenstück zum "Blacksmith", der Eisen schmiedet. Der korrekte deutsche Begriff wäre "Bronzegießer".

Ich hab die Bücher nicht gelesen, weil mich der trojanische Krieg nicht interessiert, aber von David Gemmell gibt es die Troja-Trilogie. Und demnach seine Bücher eigentlich immer Filme im Kopf sind, sollte sich da einiges für's RPG finden lassen.
« Letzte Änderung: 19.07.2026 | 12:25 von Raven Nash »
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Offline Torsten (Donnerhaus)

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Ich hoffe er ist Bronzegießer, denn Bronze wird nicht geschmiedet.

Bronze wird sowohl gegossen, als auch geschmiedet. Dabei muss man aber genau wissen, was man tut, weil die Bronze beim Schmieden sonst spröde wird. Um das zu verhindern muss man sie immer wieder mal hoch durcherhitzen und dann langsam abkühlen lassen. Schmiedebearbeitung gegossener Teile kann dazu dienen sie ohne Änderung der Legierung zu härten. Das wurde teilweise bei Schneiden gemacht.

Chinesische Archäologen haben das nachgewiesen bei einigen Schwertern, die in Gräbern gefunden wurden. Kann dazu aber keine Online-Quelle finden und weiß nicht mehr, in welchem Buch ich es gelesen hatte.

Offline Raven Nash

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Bronze wird sowohl gegossen, als auch geschmiedet. Dabei muss man aber genau wissen, was man tut, weil die Bronze beim Schmieden sonst spröde wird. Um das zu verhindern muss man sie immer wieder mal hoch durcherhitzen und dann langsam abkühlen lassen. Schmiedebearbeitung gegossener Teile kann dazu dienen sie ohne Änderung der Legierung zu härten. Das wurde teilweise bei Schneiden gemacht.

Chinesische Archäologen haben das nachgewiesen bei einigen Schwertern, die in Gräbern gefunden wurden. Kann dazu aber keine Online-Quelle finden und weiß nicht mehr, in welchem Buch ich es gelesen hatte.
Kommt sehr stark auf die Legierung an. Ich kenne ein paar Leute, die Bronzewaffen herstellen - die schmieden sie nicht, sondern formen mittels Abtragung aus.
Kaltverformung zum "Härten" geht praktisch bei jedem Metall - man verdichtet einfach durch Druck.

Der Knackpunkt ist, dass man sich unter "schmieden" landläufig etwas Bestimmtes vorstellt. Und das passiert bei Bronze eben nicht so.

Das Problem für den Übersetzer ist, dass der Begriff im Deutschen sich auf das Glockengießen bezieht, während Waffen und Rüstungen sprachlich keine Rolle (mehr) spielen. Da hat es das Englische einfacher.
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Offline Sindaja

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Mir fällt an Romanen (und Cline fiel mir auch als erstes ein, weil ich den dieses Jahr gelesen habe) spontan ein:
Troja von Gisbert Haefs (Ansonsten gibt es ja auch einiges an Troja im Fantasy-Roman-Bereich z.B. von Marion Zimmer Bradley oder Gemmell)
"Ägypten" vor allem Christian Jacq z.B. die 5 Ramses-Romane (und er hat auch ein paar Sachbücher geschrieben)
Gilgamesh mag ich am liebsten in der Übertragung von Raoul Schrott, aber fand den Roman vom Braem (?) (Der Löwe von Uruk) auch untrhaltsam.
Da Sinuhe erwähnt wurde: Generell sind die altägyptischen Märchen wie das vom Schiffbrüchigen oder das Westcar Papyrus (Erzählungen vom Hofe des Cheops aber aus "mittelägyptischer" Perspektive erzählt) spannend für die Zeit.
Herodot ist wahrscheinlich schon ein bisschen zu modern...