Autor Thema: Die Familie der Grenzlande - ein Familien D&D One Shot Projekt  (Gelesen 509 mal)

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Offline Namo

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Da meine eigentliche Spielrunde momentan Pause hat und ich mental ein wenig Abstand von ihr gewinnen möchte, brauche ich ein neue Rollenspielprojekt. Meine 12 jährige Tochter hat zuletzt zweimal in einer Gaudi Anfänger D&D Runde etwas Rollenspielluft schnuppern können und es hat ihr sehr gefallen. Meine Frau hasst (ohne Übertreibung an der Stelle) Rollenspiel - liebt aber ihre Kinder (und mag mich  ~;D ). Die Kleine ist gerade 7 geworden und wurde eingeschult, womit sie sich sehr sehr schwer tut. Sie weint oft und kommt einfach überhaupt nicht an und es geht ihr deutlich zu sehen schlecht.

Nun ist in unserer Familie seit dem Urlaub immer Hektik, Termine dies und das. Wegen der Kleinen kam mir die Idee, doch mal einen richtigen Familientag zu machen. Beim Italiener bestellen, dessen Essen die Kleine liebt. Dann isst sie wenigstens nochmal etwas. Und dann zusammen spielen. Wir alle vier in Ruhe. Nur was spielen? Ihr ahnt in welche Richtung es geht. Auf einem Weg zur Arbeit ist mir gestern die Idee und komplette Konzeption eines kleinen D&D One Shots gekommen. Nachdem meine Frau nach dem Mittagessen gestern glücklich und müde da gesessen hat, habe ich ihr das vorgeschlagen. Überraschenderweise hat sie sich damit dann auch einverstanden erklärt.  :headbang: Und so ist für mich "Die Familie der Grenzlande" entstanden.

Ich habe mir ja letztes Jahr unbedingt die D&D Starterbox zur aktuellen Edition - Die Helden der Grenzlande - kaufen müssen. Diese ist optisch sehr schön aufgebaut. Wenn auch etwas brettspielig. Aber genau das hilft mir jetzt dachte ich. Keine Charakterblätter, sondern schöne Charaktertableaus, Gegenstands- und Zauberkarten, die einfach erklären wie es läuft. Somit kann ich es für alle optisch präsentieren. Die Karte der Burg auslegen, so dass diese die Fantasie der drei Mädels anstupst. Aber ich möchte nicht den eigentlichen Einstieg nutzen - einen Banditenüberfall. Nein, dass ist für die Konstellation eine blöde Ausgangsbasis.

Also versetze ich die drei von Anfang an in die Festung. Sie sind Bewohner der Festung. So ist der Einstieg vielleicht etwas besser. Und um es für die Kleine, aber auch meine Frau, viel einfacher zu machen sich in die "Rolle" zu versetzen, sind alle drei wie im echten Leben Mutter und ihre beiden Töchter. Der Mann dazu ist ein Wachsoldat der Festung. Dieser musste am Morgen mit anderen Soldaten zu den nahe gelegenen Höhlen des Chaos ausziehen um dort nach dem Rechten zu schauen. In der Burg bringe ich nun ein kleines Tutorial unter. Für die große Tochter ein kleinen Übungsschwertkampf mit dem Hauptmann der Wache, damit alle kurz sehen wie die Kämpferei funktioniert. Für die Kleine ändere ich eine Szenenidee aus der Box ab. Anstelle Ziegenausbruch, ist ihrer Freundin deren Hund Flocke abhanden gekommen. Der kleine Frechdachs hat dem Wirt eine Wurst geklaut und sich damit ab gemacht. Die Freundin wird aussehen wie eine Kindergartenfreundin von ihr im echten Leben, so dass sie gleich ein Bild vor Augen hat und zusammen können sie den Hund suchen. Auch hier können Skilltest wie Spuren suchen oder ähnliches zur Anwendung kommen. Für die Kleine werden die Regeln natürlich überhaupt nicht relevant (und auch zu viel sein), so dass sie einfach nur mit dem W20 gegen Schwierigkeitsgrad 10 würfeln muss. Sie kann bis 20 zählen, so dass sie immer recht schnell weiß obs geklappt hat oder nicht. Am Ende hat sie dann ein erster Erfolgserlebnis in dem sie Flocke gerettet hat.

Dann soll es natürlich auch eine kleine Actionszene geben. Der Bauernhof eines nahegelegenen Bauers wurde von Goblins überfallen. Aber o weh - die Wacheleute sind ja in die Höhlen des Chaos aufgebrochen. Also braucht es die tapfere Familie um diesem zu helfen. Schließlich kenn man ihn auch. Hier habe ich mir bewusst Goblins ausgesucht, da die immer gehen und ich hier auch die verrückten Goblins aus Pathfinder - für die ich einen Sweetspot habe - einfügen kann. Einfach eine kleine Truppe Chaoten. Die erste Szene auf dem Bauernhof werden dann zwei Goblins sein, die vor einen Stall stehen und Angst vor dem Pferd haben. Was ich mir recht witzig und kindergerecht vorstelle - ohne der Großen die Atmosphäre etwas kaputt zu machen. Hier können sie schauen wie sie damit umgehen. Eventuell sogar das Pferd in die Szene mit einspannen. Und überhaupt dass da ein Pferde ist - beide Töchter gehen gerne reiten - sollte nochmal einen weiteren griffigen Bezug für alle geben und auch etwas Gefahr aufbauen "Was, die wollen dem armen Pferd etwas antun?".

Die zweite Szene ist dann eher klassisch in der Scheune, wo die übrigen Goblins den Bauern gefangen halten. Letzterer muss befreit werden. Da die Goblins in beiden Szenen vermutlich zunächst nichts von den Dreien wissen, haben sie schön Zeit zu planen bzw. zu überlegen was sie machen. Am Ende vertreiben sie die Goblins hoffentlich, der Bauer und das Pferd sind gerettet und Hinweise darauf gegeben, dass den Goblins - die ebenfalls auch den Höhlen des Chaos stammen - irgendjemand den Auftrag gegeben hat Essen herbei zu schaffen. Vielleicht schenkt der Bauer ihnen noch das Pferd als Quasi Belohnung des Abenteuers.

Heikel ist noch etwas das Thema Kampf. Hier habe ich mir überlegt, dass die Goblins ja feige sind und flüchten sobald sie über die Hälfte ihrer Trefferpunkte verloren haben. Sollten sie umgenietet werden, werden sie bewusstlos sein. Wegen der Kleinen möchte ich hier keine explizite Tötungen nach Möglichkeit haben.

Meine Frau möchte ich natürlich dann auch deswegen dabei haben, da gerade die Kleine sicher oft genug etwas überfordert sein wird und nach meiner Erfahrung gut ist, wenn zumindest ein Erwachsener Spieler dabei ist, der in manchen Situation die Richtung vor geben kann.

Dann bleibt nur noch die Frage der Charaktere. Hier werde ich ihnen vorausgewählte Charaktere aus der Box geben. Der Kleinen den Kämpfer, da sie so letzten Endes im Kampf nicht gleich umgenietet wird, sie austeilen aber auch sich selbst heilen kann und das handling so für sie vermutlich einfach ist. Für die Große habe ich auch von Zauberklassen abgesehen und so wird sie die Schurkin sein. Eine gewiefte und geschickte Kämpferin dürfte ihr gut gefallen und die Möglichkeit mit zwei Waffen und hinterhältigem Angriff anzukommen wird ihr vermutlich auch gefallen. Auch dass sie sehr gut schleichen kann, dürfte ihr Spaß machen. Nur Schurke klingt nicht gut. Ich denke Kundschafterin passt da verbal besser. Tja und meiner Frau werde ich dann die Klerikerin zumuten. Damit ist die Gruppe gut ausgestattet was die Heilung angeht. Das dürfte sie schon ganz gut hinbekommen und etwas kämpfen dürfte auch gehen. Und irgendwie passt so eine Klerikerin sowieso ganz gut zur Mama der Truppe.

Ich habe dazu auf dem Heimweg gestern noch ein paar Bilder von der KI gestalten lassen, die sie alle als entsprechende Helden zeigen. Ich möchte versuchen ihnen auch visuell ein paar Hilfen an die Hand zu geben, damit es sich für sie noch zugänglicher anfühlt. Gerade für die Kleine dürfte es wichtig sein, viele Bilder als Ausgangspunkt von Szenen zu zeigen. Damit hoffe ich, kann sie sich die weitere Entwicklung der Szene dann im Kopf vorstellen.

Wie gesagt möchte ich recht regelleicht spielen. Wenn es drauf ankommt oder passt wird natürlich schon auf Fertigkeiten (gerade im Kampf) gewürfelt. Aber im Kern sollen sie vor allem das Gefühl der Freiheit und Möglichkeiten entwickeln können. Da werde ich zu jeder Situation schon die entsprechende Auslegung haben denke ich. Ich plane mal mit etwa einer Stunde Spielzeit. Ich weiß nicht wie anstrengend das für die Kleine wird. "Leider" ist sie was TV schauen angeht schon recht ausdauernd, so dass ich mir vorstellen kann, dass sie eine Stunde gut dabei sein könnte. Wenn nicht können wir das Abenteuer aber auch wunderbar in 2 Hälften teilen. Ich hoffe gerade für die Mädels auf Erfolgserlebnisse und Spaß am ausprobieren. Egal wie abstrus das vielleicht mal werden kann. Und für meine Liebst ein bißchen mehr Verständnis für Rollenspiel  ~;D

Ich bin jetzt selbst gespannt wie die Umsetzung am Tisch am Ende sein wird. Ich hoffe es kommt am Wochenende nichts dazwischen. Je nach dem werde ich hier nochmal berichten wie es war.

Die Familie der Grenzlande (ich musste die Augenpartien schwärzen, da die Bilder KI zu nahe am echten Menschen waren und ich sie hier nicht so zeigen möchte):




Offline Namo

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Und gestern haben wir dann gespielt. Leider war meine Frau ziemlich müde, was ihrem Grundinteresse nicht gerade förderlich war  ~;D Wie erwartet hat sie dann aber dennoch ein paar Ideen eingebracht. Wie auch in meiner echten Runde, hatte ich mal wieder ein Problem damit die Zeit abzuschätzen. Am Ende wurden es doch 1,5 Stunden - was für die Kleine deutlich zu lange war. Deren Aufmerksamkeit war etwa nach einer Stunde aufgebraucht.

Aber, und das ist das Wichtigste, die Kinder haben gleich gefragt wann wir das nächste Mal spielen. Die kindlicheren Teile, die ich für die Kleine eingefügt hatte, haben gut verfangen (Freundin aus der Echtwelt vorkommen lassen, suche nach Hund und Auflösung, dass dieser vom Gasthaus eine Wurst geklaut hatte und Goblins die Angst vor Pferden haben). Insgesamt war ihr Feedback aber so simpel wie es ist - am meisten Spaß hat ihr das Würfel gemacht. Dabei hatte sie den größten Thrill. Ich glaube sie braucht keine große Geschichte bzw. sie war auch froh, dass wir auf eine Karte gewechselt sind für den Missionsort. Dieser war ein Bauernhof der von Goblins überfallen wurde und witzigerweise hatte ich in meiner Kartensammlung genau dafür eine Karte. Ein Hof mit Stall und dem eigentlichen Gebäude. Der Stall war ohnehin die erste Szene und im Haus wurde der Bauer von Goblins gefangen gehalten. Das war für die Kids dann auf jeden Fall Imersions steigernd. Da wurde der Brunnen erkundet und es kam noch zu einer witzigen, ungeplanten Szene. Auf der Karte war ein Klohäuschen abgebildet und genau dort macht die Kundschafterin einen Schleichen Patzer. Sie viel genau vor dem stinkenden Klohäuschen aus dem dann ein Goblin kam, der dort gerade sein Geschäft erledigt hatte. Das hat die Kleinen gleich angespornt zu diesem zu rennen und sich um den zu kümmern. Die Goblins waren überhaupt die kleine Stars. Die Runde hatte deren Pferdeangst schnell gecheckt, so dass meine Frau das Pferd befreit hat und mit diesem auf dem Hof herum geritten ist. Das war die Allzweckwaffe gegen die Goblins. Sie hatte dann auch ein paar coole Ideen. So hat sie einen Zauber dazu genutzt, dass Wiehern des Pferdes lauter wirken zu lassen, was den Dämoneneindruck der Goblins nur noch weiter verstärkt hat.

Im Haus kam es dann noch zu einer etwas spannenderen Szene, nachdem die Große zweimal von einem Goblin getroffen wurde und plötzlich nur noch 2 Trefferpunkte hatte. Bis dahin hatten die Goblins keine Chance. Da haben kurz die Nerven blank gelegen. Eigentlich wollte ich auf dem Rückweg noch eine kurze soziale Begegnung eines NSC einfügen, aber das habe ich weg gelassen. Die Kleine war zu dem Zeitpunkt damit beschäftigt die Würfel aufzustapeln und geistig nicht mehr anwesend. ~;D Dennoch blieben schon zwei offene Fragen im Raum, die man das nächste Mal aufnehmen könnte.

Die Kleine wollte (und durfte natürlich) eher vormachen wie sie zuschlägt und hat eher körperlich gespielt. Das hat auch zu einem guten Lacher gefühlt. Sie wollte uns zeigen wie sie auf mit Anlauf auf den Goblin schlägt und ist dabei ausgerutscht. Beim darauf folgenden Angriffswurf dieser Szene hat sie eine 1 gewürfelt, was ich ganz Rolemasterspielleiter dann als Patzer gewertet habe und das habe passieren lassen, was sie uns gezeigt hat: Sie ist hingefallen und hat plötzlich vor dem Goblin gelegen. Da hat dann jeder am Tisch gelacht. Solche Geschichten schreibt nur der Fußball...ähhh das Rollenspiel.

Die main take aways für mich:

- Für die ganz Kleinen ist es schwierig sich länger zu konzentrieren. Daher besser eine Pause dazwischen einlegen.
- theatre of mind funktioniert bei Kinder nicht ganz so gut (gerade der ganz Kleinen), da heben visuelle Karten extrem die Atmosphäre für sie. Witzigerweise genau das Gegenteil wie es mir als Erwachsener geht. Ich hoffe dass wir nochmal spielen und dann einen kleinen Kobolddungeon bereisen. Ich bin gespannt wie sie es dann sehen. Auch die zahlreichen Bilder die ich ihnen gezeigt habe, waren wichtig und haben bei ihnen immer für Interesse und Spaß gesorgt. Diese visuelle Komponenten sind für die Kleinen wirklich sehr wichtig.
- Dungeons and Dragons funktioniert für Einsteiger extrem gut. Die Einsteigerbox macht das auch Bombe gut mit ihren Komponenten und Charaktertafeln. Für meine Frau waren die Zauberkarten hilfreich. Die Kleine hat ständig im Kampf ihre Schwertkarte geholt und auf den Goblin gezeigt und konnte von den Symbolen darauf auch ableiten, mit welchen Schadenswürfeln sie angreift. Vor allem aber, dass nahezu alle Würfel mit W20 sind, haben sie recht schnell verstanden. Um das "technische" darum habe ich mich dann als Spielleiter gekümmert. Sie mussten nur Würfeln und schauen welchen Modifikator sie darauf anwenden. Das hat wirklich gut funktioniert. Die Kleine hat das auch gut gecheckt, wenn ich ihr z.B. gesagt habe, dass sie 10 oder höher würfeln muss. Das war für sie dann klar definiert und sie konnte das Ergebnis meistens selbst schon ersehen.
- Im Familienspiel ist die rudimentäre Idee von D&D eine gute Sache. Auftrag, diesen erledigen, Schätze abstauben. Einfach ohne viel Verzweigungen und "Probleme".

Zum Schluss noch war ich auch froh, dass es keine Konflikte am Tisch gab. Die Kleine und die Große zoffen sich gerne mal, aber das hat gestern gut zusammen gehalten. Einmal haben sie auch ganz süß miteinander einen Plan ausgeheckt.






Offline Grashoffer

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Macht viel Spaß, mitzulesen.

Schade, dass Deine Frau unser Hobby HASST; nicht mögen ist ja schon schlimm genug. ;)

Vielleicht bin ich einfach gesegnet, dass sowohl meine beiden Kinder als auch meine Frau gerne spielen.

Jedenfalls: Schöner Bericht.  :d

Offline Johann

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Gut, dass Du nicht das Banditen-Encounter gemacht hast -- das ist hammerhart und hat die Gruppe meiner Kinder niedergestreckt (und wohl auch viele anderen Gruppen, wenn man im Internet guckt).

Zum Glück töten zumindest diese Banditen ja explizit niemanden.

Ich spiele mit meinen Kindern sowieso ohne Charaktertode, sehr wohl aber mit Niederlagen. Bei D&D 5e (derzeit auch per Grenzland-Starterbox) geht es in jedem Kampf um etwas: Man kann ausgeraubt oder gefangen genommen werden, ein NSC stirbt vielleicht, jemand anderes krallt sich den Schatz usw. Das bereite ich jeweils vor und sage es auch an. Sowas wie ein paar Wölfe als Aufwärmkampf gibt's bei mir nicht.

Und: Schön, dass deine Kinder soviel Spaß hatten und eure Gruppe so kreativ war (z.B. Wiehern des Pferdes verstärken)!  :d
Im Reich der Nibelungen ist meine Spielwelt mit eigenwilligen magischen Gesetzen für Swords & Wizardry Continual Light.
Verschollen im Archiv des Kfk ist mein surreales Abenteuer für Electric Bastionland.

Offline Namo

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Schade, dass Deine Frau unser Hobby HASST; nicht mögen ist ja schon schlimm genug. ;)
Vielleicht bin ich einfach gesegnet, dass sowohl meine beiden Kinder als auch meine Frau gerne spielen.

Das ist wirklich beneidenswert. Das mit dem hassen ist auch leider keine Übertreibung. Sie hat da - für mich komplett unverständlicherweise - so überhaupt kein Interesse und Spaß dran. Dafür ist sie ansonsten aber eine tolle Frau. Irgend etwas ist halt immer.  ;D

Gut, dass Du nicht das Banditen-Encounter gemacht hast -- das ist hammerhart und hat die Gruppe meiner Kinder niedergestreckt (und wohl auch viele anderen Gruppen, wenn man im Internet guckt).
Zum Glück töten zumindest diese Banditen ja explizit niemanden.
Ich spiele mit meinen Kindern sowieso ohne Charaktertode, sehr wohl aber mit Niederlagen. Bei D&D 5e (derzeit auch per Grenzland-Starterbox) geht es in jedem Kampf um etwas: Man kann ausgeraubt oder gefangen genommen werden, ein NSC stirbt vielleicht, jemand anderes krallt sich den Schatz usw. Das bereite ich jeweils vor und sage es auch an. Sowas wie ein paar Wölfe als Aufwärmkampf gibt's bei mir nicht.
Und: Schön, dass deine Kinder soviel Spaß hatten und eure Gruppe so kreativ war (z.B. Wiehern des Pferdes verstärken)!  :d

Den wollte ich auch bewusst außen vor lassen. Ich fand die Idee schön erstmal in einem safe haven zu starten und sich "rollenspielerisch" etwas einzufinden. Erste Fertigkeitsproben etc. zu machen und eine Stimmung für die Festung aufzubauen. Falls wir weiter spielen sollten, dachte ich mir eben, dass die Festung so ein wichtiger Fix- und Rückzugspunkt sein kann. Daher sind sie eben auch Bewohner und kennen die NSC die dort vor kommen teilweise schon länger.

Bezüglich tot habe ich es genauso gemacht. Auch die Goblins habe ich bewusstlos sein lassen. Es hat für die Kleine schließlich auch keine Rolle gespielt ob die jetzt tot, bewusstlos oder geflüchtet sind - Hauptsache besiegt. Von ihren Charakteren ist ja glücklicherweise niemand besiegt worden. Aber ich habe ohnehin darauf geachtet, dass sie ziemlich gut mit Heilmöglichkeiten ausgestattet sind. Gerade meine Frau als Klerikerin kann da viel machen. Insgesamt fand ich aber die Idee in der Starterbox auch gut, die genau auf das hinweist, was du auch schreibst. Dass die Charaktere im Falle einer Niederlage nicht tot sind, sondern ausgeraubt später aufwachen. Das wiederum kann ja sogar eine schöne Geschichte erzählen bzw. für Motivation sorgen ("An denen werden wir uns rächen!") Ich habe hier aber ohnehin das Bedrohungsniveau eher niedriger angesetzt. Die Idee war auch, dass die Goblins von sich aus flüchten, wenn sie genug Schaden haben. Sie wollen ja auch leben. Gut - da draußen das Dämonenpferd gestanden hat, haben sie sich dann doch nicht hinaus getraut. So wurde der Kampf zu Ende gespielt.

Es war auf jeden Fall eine interessante Erfahrung und hat auch Spaß gemacht mal für die eigene Familie zu leiten. Ebenso, dass ich nun einige Erfahrungen von vielen Usern hier, die das vor mir gemacht haben, relativ genau bestätigen kann. Insbesondere was die Bedürfnisse und der Vermögen der Kleinsten bei so etwas angeht.

Offline Grashoffer

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Dafür ist sie ansonsten aber eine tolle Frau. Irgend etwas ist halt immer.  ;D

Es wird halt noch ein wenig dauern, bis wir uns wie in "L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn" unsere Traumfrau zusammenbasteln werden können. (Und nein: das war jetzt keinesfalls ernst gemeint.)