Pen & Paper - Spielsysteme > GURPS
Kampfregelnfragen
Chiungalla:
Ich halte die Hausregel von Dr. Temp für schlecht, aus zwei Gründen.
Erstens ist sie unrealistisch, denn man hat eben mal mehr oder mal weniger Glück wie viel Schaden eine Kugel anrichtet.
Zweitens halte ich diese Regelung für sehr gefährlich, was die Spielbalance angeht.
Denn dann sind Schüsse aus vielen Waffen plötzlich automatisch sehr schwerwiegend, während man ohne die Regel wenigstens eine geringe Chance gehabt hätte das sie wenig Schaden verursachen.
Der Zufallsfaktor ist bei dem ganzen im allgemeinen gewünscht.
Und man darf nicht vergessen, dass solche Würfe wie 2W6-1 = 1 sau selten sind (1 in 36). Würden solche Ergebnisse ständig vorkommen können, so würde ich da auch Handlungsbedarf sehen.
Allerdings reicht auch eine Kleinkaliberwaffe die auf den Kopf gezielt ist, wirklich fast immer aus, um sehr schweren Schaden zu verursachen.
Eine Garantie gibt es hingegen natürlich nicht.
DrTemp:
--- Zitat von: Falcon am 23.08.2007 | 10:09 ---Ich kann mich täuschen aber ist das nicht bei einem Würfel von zwei mindestens 4 (3,5 abgerundet 3 + mind. 1 vom anderen Würfel = 4) und bei zwei Würfeln 7 (3,5*2=7)?
--- Ende Zitat ---
Abzüglich 1 für den DR im Beispiel.
--- Zitat ---@nicht tödlich: ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, das ein Mensch ungehindert nach einer Sekunde fröhlich weiter sprintet,springt und kämpft wenn er eine Kugel in den Kopf gekriegt hat.
--- Ende Zitat ---
Kommt aber vor - Kugeln, die beispielsweise einfach im Schädelknochen steckenbleiben, und der Getroffene merkt das erst mal gar nicht. Dass der Schaden dann 0 sein soll, ist natürlich wunderlich (immerhin wurde der Schädelknochen verletzt), aber das ist ein Artefakt von GURPS. Es kommt in derb Realität offenbar auch vor, dass Kugeln vom Schädelknochen regelrecht apprallen.
DrTemp:
--- Zitat von: Chiungalla am 23.08.2007 | 10:18 ---Ich halte die Hausregel von Dr. Temp für schlecht, aus zwei Gründen.
Erstens ist sie unrealistisch, denn man hat eben mal mehr oder mal weniger Glück wie viel Schaden eine Kugel anrichtet.
Zweitens halte ich diese Regelung für sehr gefährlich, was die Spielbalance angeht.[...]
--- Ende Zitat ---
Hm. Worauf bezieht sich Deine Beurteilung bezüglich des Realismus? Immerhin ist die kinetische Energie einer Pistolenkugel normalerweise nicht sehr variabel... die Schadensmenge wird höchstens durch die "Trefferzone" und die Art der Verletzung beeinfusst, aber dafür hat GURPS ja andere Mechaniken. Einzig der Auftreffwinkel ist mehr oder weniger variabel, aber für Spielzwecke halte ich das für etwas, das man im Zweifel vernachlässigen darf, damit das Spiel vorankommt.
Was mich auch dazu bringt, dass ich den zweiten Punkt nicht verstehe: Wenn der SC trifft, will er ein Ergebnis sehen, sonst ist er frustriert, was eigentlich unnötig ist. Und wenn man die Zufälligkeit will (z.B. als SL), muss man die Regel für den Wurf ja nicht benutzen.
Falcon:
@Dr.Temp: hast Recht. DR-1
chiungalla schrieb:
--- Zitat ---Ich halte die Hausregel von Dr. Temp für schlecht, aus zwei Gründen.
--- Ende Zitat ---
Ich hab nix anderes erwartet ;D
Ich halte das Argument den Schaden völlig Zufallsabhängig zu machen (Glück) jetzt auch nicht für besonders gut.
Balance Probleme sehe ich da weniger, denn schliesslich befindet sich der Schaden im Mittelfeld. Allenfalls gehen die Kämpfer schneller vorbei, was ich begrüßen kann.
Es ist genauso gut ein Balance Problem wenn ein SC zwei 6er in den Kopf kriegt. Da kannst du auch nicht argumentieren: "tja, aber statistisch kommt das nicht so häufig vor". Davon kann sich der tote SC nix kaufen.
Wenn ich treffe, habe ich eine Schwierigkeitshürde überwunden, dann will ich auch, das etwas passiert. Ich kenne wenig frustrierenderes als wenn man auf 80Meter in den Kopf trifft und der Schaden an der Schädel DR hängen bleibt.
Das ist das alte DSA Frust-Problem "HA, Treffer! ah ne doch nicht".
EDIT: sehe schon, daß Dr.Temp dasselbe gepostet hat.
Zu dem Thema kam ja auch vorher von.... Vanis? die Frage warum es eigentlich kein Contestsystem im Kampf gibt.
Chiungalla:
@ Dr. Temp:
Die Trefferzonen bei GURPS sind allerdings nicht so eng gefasst, dass sie in der Realität in einem festen Schaden für eine bestimmte Kugel resultieren würden.
Alleine in der Brust z.B. hat man je nachdem wo man in der Brust trifft, die Chance auf einen glatten Durchschuss im nicht lebensnotwendigen Gewebe, oder einen Treffer in Lungen oder Herz der sehr schnell tödlich sein kann.
Nach GURPS Lesart 1 oder 11 Schaden mit einer Kleinkaliberwaffe.
Daraus das statistische Mittel zu wählen ist eben unrealistisch.
Das es manchmal sinnvoll ist in Rollenspielen etwas unrealistisch zu machen ist aber natürlich richtig.
Wenn man gute Gründe dafür hat.
Und ich sehe nicht, dass ein Spieler frustriert ist, wenn er in einem geringen Prozentsatz der Kopftreffer nur einen geringen Schaden würfelt. Dafür hat er ja auch die Chance ein anderes mal hoch zu würfeln.
Ich sehe aber sehr wohl, dass der Durchschnittsschaden von 3,5 pro Würfel bei schwereren Kalibern schnell ein Autokill wird.
Wenn überhaupt, dann würde ich den Spielern erlauben Würfel gegen 3 Punkte zu tauschen.
Aus dem ganz einfachen Grund, dass sie so etwas für die Zuverlässigkeit bezahlen.
Es kann dann immer noch eine gute Option sein für einen Scharfschützen der eh gezielt auf Kopf mit ner dicken Waffe schießt... aber es ist eben keine Option für jede Situation.
Aber ihr könnt es ja gerne machen wie ihr wollt.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln